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Lafontaines "Terroräußerung" sorgt für Empörung

Lafontaines Äußerung, dass die Bundeswehr an einem mittelbar terroristischen Einsatz in Afghanistan teilnimmt, sorgt für heftigen Gegenwind der anderen Parteien im deutschen Bundestag.

SPD-Generalsekretär Heil wirft ihm gezielte Provokation und Verantwortungslosigkeit vor. Gleichzeitig weist er auf die humanitären Erfolge der Afghanistan-Mission hin. FDP-Vorsitzender Westerwelle verlangt eine Entschuldigung Lafontaines.

Lafontaine kritisierte weiterhin Peter Struck von der SPD für dessen Aussage "Deutschland wird am Hindukusch verteidigt". Dies sei einer der törichtsten Sätze, die in der deutschen Politik gesagt wurden.


WebReporter: moddey
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Terror, Empörung, Oskar Lafontaine
Quelle: www.n24.de

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84 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.05.2007 14:31 Uhr von moddey
 
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Meiner Meinung nach hat Lafontaine in allen belangen Recht. Der Bundestag lieferte eine eindeutige Terrordefinition und daran gemessen hat Lafontaine absolut recht mit seinen Aussagen.
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22.05.2007 15:10 Uhr von bopper
 
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@Autor: Über das Struck-Zitat kann man sicherlich streiten, ob das mit der Verteidigung am Hindukusch wirklich stimmt.

Aber unsere Soldaten, die sowieso von der Politik als eine Art bewaffnete Sozialarbeiter für Publicityzwecke missbraucht werden, als Terroristen zu diffamieren, ist schon eine absolute Unverschämtheit.

Herr Lafontaine sollte sich mal vergegenwärtigen, wie Terroristen operieren, welche Ziele sie haben und welche Mittel sie einsetzen.

Aber sein Ex-Parteikollege Beck will ja auch mit den "moderaten Taliban" verhandeln. Irgendwie sind diese rot- und dunkelroten Genossen in ihrem Drang zum Weltverbessern der Wirklichkeit ein ganz schönes Stück weit entrückt.
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22.05.2007 15:18 Uhr von Bleifuss88
 
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Das ist wirklich: unverantwortlich. Für die Soldaten, vor denen ich höchsten Respekt habe, muss das wie ein Schlag ins gesicht sein. Da sollte sich der Herr Lafontaine auf jeden Fall entschuldigen. Man kann über Sinn und Unsinn dieses Einsatzes streiten, aber nicht so.

Allerdings muss man wirklich mal darüber nachdenken, wie es da weitergehen soll. Der Bevölkerung wurde sicherlich geholfen, aber irgendwo muss dasL and auch mal auf seine eigenen Beine kommen.

Was haltet ihr davon, wenn man die regulären Truppen sukzessive abzieht und nur noch Spezialeinheiten gezielt gegen Terrorzellen einsetzt um sie auszuschalten?
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22.05.2007 15:29 Uhr von carry-
 
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ganz einfach: hochverrat - lebenslange haft!
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22.05.2007 15:32 Uhr von LinksGleichRechts
 
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Tja: Für einige Volltrottel gilt halt immer noch der Satz "Soldaten sind Mörder" voll und ganz. Und das wird auch immer so bleiben. Selbstgerechtigkeit sei dank.
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22.05.2007 15:35 Uhr von Mazzi
 
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aha: hier hat wieder eine ne dose dummschwätzer aufgemacht.

der mann hat einfach nur recht.

alle anderen dürfen sich gerne zum einsatz dort melden und danach nochmals ihre einstellunge überarbeiten.
deutsche soldaten haben nichts im ausland zu suchen.
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22.05.2007 15:37 Uhr von HolyLord99
 
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LinksGleichRechts: Was sind Soldaten denn, wenn sie keine Mörder sind? Ich hoffe zumindest, dass es Mörder sind. Wir wollen den Krieg schließlich gewinnen.
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22.05.2007 15:42 Uhr von bopper
 
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@Mazzi: Tolle Diskussionskultur. Wer eine andere Meinung hat, ist ein Dummschwätzer.

Ich weiß nicht, wo du die letzten zehn Jahre warst, aber wer sich in diesem Zeitraum freiwillig bei der Bundeswehr verpflichtet hat, weiß, dass er auch auf mehr oder weniger gefährliche Auslandseinsätze geschickt werden kann.

Ob der Einsatz dort sinnvoll und gerechtfertigt ist, steht auf einem anderen Blatt. Aber unsere Soldaten sind keine Terroristen.
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22.05.2007 15:48 Uhr von Ziegenpeter667
 
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@bopper: Mal ganz ehrlich, außer Verhandeln hat nichts einen Sinn. Wir schauen uns gerne Afghanistan an: Ständig Selbstmordanschläge und ab und an Entführung von Soldaten. Glaubst du wirklich dieser Krieg in Afghanistan ist zu gewinnen? Ich nicht. Noch schlimmer sieht es im Irak aus. Da sind zwar keine deutschen Soldaten beteiligt, allerdings sind nur die Intensität und die Intervalle der Anschläge anders als in Afghanistan. Auch hier glaube ich nicht, dass dieser Krieg zu gewinnen ist. Der Irak entpuppt sich als zweites Vietnam und wie man Afghanistan bezeichnen soll ist mir schleierhaft, wird meiner Meinung dort nicht so schnell wieder der Frieden einkehren. Und wenn doch hören wir bald wieder von Osama und einem seiner geplanten Anschläge.
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22.05.2007 15:49 Uhr von LinksGleichRechts
 
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ich sag ja: Selbstgerechtigkeit.
Danke für die Bestätigung, Jungs.
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22.05.2007 15:49 Uhr von bopper
 
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@HolyLord: Du solltest dir mal die Definition von "Mord" angucken. So definiert das deutsche Strafgesetzbuch Mord:

"Mörder ist, wer
aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder
um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,
einen Menschen tötet."
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22.05.2007 15:55 Uhr von Ziegenpeter667
 
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@ Milano: Naja, im Grunde stimme ich dir zu, aber das ganze ist nicht so einfach.
Unsere weltweiten Institutionen sind keineswegs bindend, sondern erfordern alle die Bereitschaft der einzelnen Staaten sich diesen zu unterwerfen. Bush hat ja schon vor einigen Jahren ein Gesetz erlassen, dass es verbietet amerikanische Soldaten durch den Internationalen Gerichtshof zu verurteilen und das ist rechtlich vollkommen in Ordnung.

Und der Grund für den Afghanistankrieg und den Einsatz von Nato-Truppen kannst du nicht mit dem Irak-Krieg vergleichen. Der Afghanistankrieg hat zwar Völkerrechtlich keine legitimierung, da es in dem entsprechenden Artikel nur um Staaten als Gegner geht, allerdings wurde das von der UNO und NATO einfach mal übersehen... Und zum Aussenden von Friedenstruppen haben wir uns freiwillig bereit erklärt.
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22.05.2007 15:58 Uhr von usambara
 
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ist doch die Wahrheit natürlich ist das was die Amerikaner tun, Terror gegen
Zivilisten. Aus der Luft durch die BW-Tornados aufklären
und die Amis bombadieren diese dann.
Aber niemand schaut vor Ort am Boden nach, ob
in den Häusern vielleicht auch Frauen und Kinder sind.
Oder wie letztens ein Konvoi der Amis bei Kabul durch
eine Roadside-Bomb getroffen wurde- was machen die
Amis- ballern auf alle Autos im Vorbeifahren und töten
über 20 Zivilisten.
Sorry, für mich ist das Rassismus und Cowboy-Mentalität.
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22.05.2007 15:58 Uhr von bopper
 
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@Ziegenpeter: Mit wem willst du denn verhandeln? Al Kaida? Taliban?

Sowohl der Irak als auch Afghanistan haben mittlerweile mehr oder weniger frei gewählte Regierungen. Nur haben die keine Autorität, weil Islamisten auf Bürgerkrieg und Chaos aus sind. Dieses Chaos ist das Fundament, auf dem anschließend diese "menschenfreundliche" Gottesstaaten errichtet werden. Die Afghanen hatten ja schon die Ehre, von den Taliban "regiert" zu werden.

Moderate Taliban existieren nun mal nur in der Vorstellungskraft von Tagträumern wie Kurt Beck. Mit denen kann man nicht verhandeln, man kann sich nur unterwerfen.
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22.05.2007 16:03 Uhr von Ziegenpeter667
 
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nochmal @bopper: Der Krieg ist aber nicht die Lösung, da ich fest davon überzeugt bin, dass er nicht zu gewinnen ist.
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22.05.2007 16:09 Uhr von usambara
 
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oder BW als Schutz der Drogenbarone ist doch auch war, wenn man sich die Karsai-Regierung
und ihre Lebensläufe anschaut.
4Mrd Dollar Jahresernte verleiben die sich ein und
Deutschland unterstützt so eine Regierung.
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22.05.2007 16:13 Uhr von moddey
 
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Es ging in diesem Krieg niemals darum das Leid der Zivilbevölkerung zu mildern. Oder den armen afghanischen Mädchen einen Schulbesuch zu ermöglichen oder änliche humane Dinge die mittlerweile immer genannt werden.

Es ging von Anfang an nur darum vermeintliche "Terroristenschmieden" auszubomben.

Und dies geschieht in Völkerrechtswidriger weise. Nämlich unter Inkaufnahme von zivilen Opfern (und dies nicht zu knapp).

Und da die deutsche Politik die Bundeswehr in diesem "Kampf" einsetzt, beteiligt sie sich an einem, lt. Definition des Bundestages und auch des allgemeinen Völkerrechts, terrorischten Vorgehens.

Der einfache BW Soldat ist dabei aber nicht als Terrorist zu sehen, sondern nur als "Erfüllungsgehilfe" von Terroristen.


Ist alles ganz einfach, was gibts da eigentlich nicht zu verstehen?

Ist zwar blöd wenn man die Wahrheit gesagt bekommt, aber einfach nur leugnen hilft auch nicht.
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22.05.2007 16:15 Uhr von bopper
 
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@Ziegenpeter: Dieser Krieg ist nicht zu gewinnen, da stimme ich dir zu.

Deshalb versuchen "wir" ja auch, dort unten beim Aufbau der zivilen Infrastruktur zu helfen und dem afghanischen Volk Hoffnung und eine friedliche Zukunft zu geben.

Und genau das wollen die Islamisten nicht, da ihr Einfluss schwindet, wenn sich rechtstaatliche Strukturen etablieren, die Wirtschaft blüht und Afghanistan selbständig wird.

Was passiert denn, wenn wir uns zurück ziehen?

Das Land wird wieder im Chaos versinken, die Taliban morden sich zurück an die Macht. Was nicht islamisch ist, wird zerstört, umgebracht und/oder verboten. Frauen werden wieder munter unterdrückt, von der Bildung ausgeschlossen. Fußballtore werden wieder als Galgen missbraucht um Vergehen wie "Musik hören" zu bestrafen.
Echt tolle Aussichten...
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22.05.2007 16:22 Uhr von jackhack
 
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wer Lafontaine noch aus SPD-Zeiten kennt weiss, dass er eine kleine miese Ratte ist und das was er sagt zu 99% absoluter Bullshit ist. Dass Lafontaine nach seinem peinlichen SPD-Abgang noch in der Politik ist beweist, dass die Deutschen zu blöd zum Wählen sind (Die Linkspartei???!!! - wow). Nun gut... es muss eben einen gewissen Prozentsatz Idioten in jeder Nation geben.
Grüsse
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22.05.2007 16:51 Uhr von Bleifuss88
 
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@Ziegenpeter: Das mit dem Verhandeln ist so eine Sache. Wie hättest du auf den 11. September reagiert (waren da die amerikaner in afghanistan oder dem Irak?)? Dich ins Fernsehen stellen und die Kaida bitten: "Bitte, bitte hört doch auf damit!" Damit erreicht man doch nichts.

Wie kann man den Terror effektiv bekämpfen? Ich erwähne nochmals den Vorschlag nur noch Spezialeinheiten gezielt gegen Terrorzellen in Afghanistan operieren zu lassen, statt reguläre Truppenverbände dort längerfristig zu stationieren.
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22.05.2007 16:52 Uhr von SchlachtVati
 
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ist doch kinderquatsch: " dass die Bundeswehr an einem mittelbar terroristischen Einsatz in Afghanistan teilnimmt,"

zuerst mal ist kapital überhaupt für sich allein genommen schon terrorismus , und soldaten sind nur das werkzeug des terrors ! ob der taliban oder bundeswehr , alles der selbe kindergarten ! und da braucht mir hier keiner kommen , und sagen dem wäre nicht so !

ist nämlich auch ein wunderbar kritischer artikel zum angekratzten thema , hier wieder nachzulesen !

http://www.medienecho.net/...

Auf die weltweit wachsende Nachfrage nach Werkstoffen reagiert die deutsche Industrie immer aggressiver. Ihre Lobby fordert von der Bundesregierung eine zunehmend militärisch ausgelegte Entwicklungs- und Energiepolitik .

die wachstumsgesellschaft ist verdammt , terroristisch zu sein !

und hier noch zum lesen ,....

http://www.subventionsberater.de/...

.... , ein riesen berg fachwissen !
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22.05.2007 16:56 Uhr von Curse
 
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@ Milano: 1. Das ist in Den Haag.
2. Kann man dort keine Amerikaner hinziehen, die USA haben sich nicht angeschlossen.
3. NATO Bündnisfall.
4. Dann kämpf doch gegen die USA, wirst sehen was du davon hast.
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22.05.2007 17:00 Uhr von Ziegenpeter667
 
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@Bleifuss88: Ist schon klar, dass der Krieg nicht ohne Grund entstand, aber damals hatte man nicht die Erkenntnisse von heute. Heute sehen wir, dass es eigentlich unmöglich ist die Terrorzellen und im Endeffekt das ganze -netzwerk. Ich habe auch nicht behauptet, dass man diese Strategie nach dem 11.9 hätte verfolgen sollen, jetzt scheint sie jedoch zumindest auch von Nöten zu sein um jemals wieder Frieden in dem Land zu schaffen.
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22.05.2007 17:08 Uhr von mephisto92
 
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@jackhack: Was heist hier bullshit.

Lafontaines Aussagen waren provozierend und unbequem das ist richtig aber sie trafen immer zu.

Er war es der vor einem Wirtschaftlichen desaster nach der Wiedervereinigung gesprochen hat und er hat Recht behalten.
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22.05.2007 17:13 Uhr von SandraM
 
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Selbst die Bundeswehr sagt "wenn wir in Afghanistan so weiterwursteln, werden wir scheiteren!" und verlangt einen Abzugsplan. (Interview in der Süddeutschen)

Lest die Financial Times Deutschland: Deutsche Soldaten bewachen den Anbau von Mohn - mit dem die Taliban hinterher das Geld für ihre Waffen verdienen. Die kleinen Bauern wären aber völlig am A... ohne den Mohnanbau.

Der Afghanistan-Einsatz ist m.E. gescheitert!

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