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Schavan will Zahl der Ausbildungsberufe verringern

Bundesbildungsministerin Schavan will in ca. zwei Jahren die rund 350 existierenden Ausbildungsberufe auf 50 - 100 reduzieren. Einige sollen ganz wegfallen, andere zu einer Ausbildung zusammengelegt werden.

Die endgültige Entscheidung, welche Berufsausbildungen reformiert werden, will Schavan mit Verbänden der Wirtschaft und den Gewerkschaften noch treffen. Für Schavan sind es Berufe wie Revolverdreher oder Schirmmacher, die abgeschafft werden sollen.

Insgesamt fehlen in Deutschland trotz des Aufschwungs 210.000 Ausbildungsplätze. Zum einen soll die Wirtschaft diese Phase nutzen, um neue Plätze zu schaffen, zum anderen sollen Suchende sich aber auch nicht auf einen Beruf festlegen.


WebReporter: Ziegenpeter667
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Zahl, Ausbildung
Quelle: www.sueddeutsche.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.05.2007 12:15 Uhr von Ziegenpeter667
 
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Ob das Zusammenkürzen der Ausbildungsberufe etwas bringt bezweifle ich. Diese Berufe existieren meiner Meinung nach sowieso nur noch auf dem Papier und es gibt wohl kaum noch Firmen, die jemanden zum Revolverdreher ausbilden. Auch die Appelle an die Wirtschaft werden wohl verhallen, da bei uns eher die Wirtschaft druck auf die Politik ausübt und nicht andersrum.
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20.05.2007 13:41 Uhr von thomas.g
 
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Revolverdreher? Ist sicher ein gutes Beispiel für einen Lehrberuf den man streichen kann. Der Auszubildende wird doch nur in seinen Beruflichen Möglichkeiten unnötig eingeschränkt. Statt 2 Jahre den Beruf als Revolverdreher zu erlernen sollten die Firmen lieber gleich die Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker/in der Fachrichtung Drehtechnik anbieten. Wer Revolverdrehmaschienen im Betrieb hat, dürfte auch die Möglichkeiten für eine richtige Ausbildung zum Dreher haben. Da wird nur auf Kosten des Auszubildenden Ausbildungszeit eingespart. Für mich klingt Revolverdreher eher wie ein zu kurz ausgebildeter Dreher.
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20.05.2007 19:52 Uhr von Asalin
 
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Sie wollen Ausbildungen in Berufen abschaffen, die nicht mehr alltäglich sind?

Aber wieso splitten sie Ausbildungsberufe auf und machen die Leute somit zu Spezialisten, die drauf angewiesen sind in ihrem Fachbereich arbeit zu finden?
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20.05.2007 20:45 Uhr von mort76
 
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Supi! Soll das heißen, daß demnächst beispielsweise Schreiner als Geigenbauer arbeiten sollen?
Viele handwerkliche Tätigkeiten erfordern mehr Fachwissen, als die Frau Schavan sich das denken kann.

Es hat schon einen Sinn, daß eine Waffe von einem speziell ausgebildeten Waffenexperten gebaut und gewartet wird.

Die Herrschaften wollen es sich wohl wieder mal einfach machen- auf Kosten der Qualität sollen halt minderqualifizierte, schlechter ausgebildete und bezahlte sowie überall einsetzbare Arbeiter geschaffen werden. Die Elite wird über das Herrschaftswissen verfügen, uns nach gutdünken einzusetzen.

Was dabei herauskommt, wenn unqualifizierte Menschen in Bereichen herumpfuschen, von denen sie nichts verstehen, sieht man an unserer Politikerkaste- von nix eine Ahnung, aber zu allem was zu sagen...
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21.05.2007 06:44 Uhr von thomas.g
 
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@mort76: Wo war in der News etwas von Waffenexperten zu lesen (eine Revolverdrehbank hat nichts mit Waffen zu tun)?
Wieviel Schreinerhandwerk braucht ein Geigenbauer? Ist es nicht besser jemand zum Schreiner auszubilden, womit er vielseitig eingesetzt werden kann und ihn danach zu spezialisieren? Aber von Geigenbauern verstehe ich nichts, ist möglicherweise kein passendes Beispiel.
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21.05.2007 07:32 Uhr von mort76
 
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Thomas, Also, ich bin Schreiner.
Man sollte jetzt meinen, das würde einen zum Bau von allem qualifizieren, was mit Holz zu tun hat.

Man braucht aber trotzdem sehr viel spezifisches Fachwissen z.B. über ein spezielles Instrument, um es bauen zu können, auch wenn es aus Holz besteht. Das gilt für Gitarren, Kirchenorgeln, Geigen etc- das mußt du beigebracht bekommen, und das passiert nicht an ein paar Nachmittagen oder in der allgemeinen Schreinerausbildung.

Die Konsequenz von Schavans Plänen wäre, daß du erst die Schreinerlehre abschließt und dann hoffen mußt, einen Geigenbauer etc. zu finden, der dich anlernt (in jahrelanger Arbeit)- zu welchem Gehalt sollte das dann deiner Meinung nach geschehen?
Und welcher Betrieb würde das machen?
Und inwiefern würden diese Pläne den guten Ruf der deutschen Handwerker beeinflussen, wenn es quasi nur noch ein paar Dutzend "Handwerks-Gesamtschulen" gibt und jeder selber zusehen muß, wo er die nötige Qualifikation für etwas anspruchsvolles erwirbt?
Und vor allem- was ist am derzeitigen System so schlecht, daß es abgeschafft werden muß?
Das Problem sind ja wohl die unqualifizierten Schulabbrecher und Minderleister, die du nichtmal in einen Hilfsarbeitzerjob stecken kannst, weil sie unpünktlich, doof oder frech sind?

Ich hätte da eine bessere Idee: Politiker sollten sich für ihr Fachgebiet vorher qualifizieren müssen, bevor sie an etwas herumpfuschen, wovon sie keine Ahnung haben. Wir brauchen keine Anpassung des Landes an das niedrige Niveau der kommenden Generation- umgekehrt wärs richtig.

Gerade unsere guten Ausbildungen sind ein Vorteil hier in Deutschland- und gerade das soll abgeschafft werden? Hallo?
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21.05.2007 09:21 Uhr von sorriso
 
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@mort76: Genau das hab ich auch gedacht. Unser Ausbildungssystem und ihre Qualität sind das einzige, das uns noch unterscheidet und unsere Fachkräfte auch im Ausland beliebt macht. Wenn unsere Politiker nun also hinghen, und ausbildungsberufe streichen oder zusammenlegen geht meiner Meinung nach auf kurz oder lang die Qualität verloren.

Ein gutes Beispiel sind doch die Kfz-Mechaniker, die es ja auch irgendwie nicht mehr gibt. Das sind jetzt Elektroniker und Mechatroniker oder so (so genau weiß ich das auch nicht) und mir scheint, dass das einzige das die noch können, das Auto an den Lappi anschließen und Knöpfchen drücken ist. Und wenn dann nichts gefunden wird, sind die armen Jungs völlig aufgeschmissen! Was hat denn das noch mit Wissen zu tun?!

P.s. an alle Kfzler: ich meine euch nicht persönlich und bin überzeugt, das es auch noch Menschen mit Kenntnissen und Wissen in eurer Branche gibt!
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22.05.2007 15:24 Uhr von opppa
 
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Frau Schavan: könnte sich doch vielleicht mal in einer Ausbildung als Politikerin versuchen, in der man lernen könnte, zu denken, bevor man sein Mundwerk einschaltet!

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