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Irland: Antiker Tempel beim Bau einer Autobahn entdeckt

Nur etwa zwei Kilometer von der alten keltischen Kultstätte "Hill of Tara" entfernt haben Arbeiter beim Bau einer kontrovers diskutierten vierspurigen Autobahn die Überreste einer mindestens 2.000 Jahre alten Anlage entdeckt.

Archäologen halten das hölzerne Bauwerk mit einem Durchmesser von 80 Metern und einem im Inneren platzierten Bauwerk mit einem Umfang von 16 Metern für einen Tempel, der zu der alten Anlage von Tara gehört haben könnte.

An der Ausgrabungsstätte wurden Artefakte wie der Kopf einer Steinaxt, Keramikscherben, eine Schmucknadel und ein beerdigter Hund gefunden. Die Anlage von Tara stammt teilweise aus der Steinzeit und ist mit einem Alter von 5.000 Jahren ein Äquivalent zu Stonehenge.


WebReporter: Hier kommt die M...
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Entdeckung, Autobahn, Bau, Irland, Tempel
Quelle: news.nationalgeographic.com

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.05.2007 14:54 Uhr von Hier kommt die M...
 
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Um die Wichtigkeit von Tara für die Iren zu verdeutlichen, linke ich euch hier mal eine Seite, die sich für den Erhalt der Anlage und gegen den Bau dieser Autobahn einsetzt.
http://www.protect-tara.org/...
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16.05.2007 19:07 Uhr von Nobunaga
 
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Oh ja: Auch in Deutschland gibts einige Leute, die solche Bauvorhaben immer wieder durchsetzen oder es zumindest versuchen. Anschließend ziehe sie über die dummen Ökos oder Kulturfanatiker her, die sentimental an irgendwelchen Bau- oder Landschaftselementen hängen. Und 50 Jahre später greift man sich dann kollektiv an den Kopf und fragt sich: Wie konnte man nur? Weil spätestens dann der mit solchen scheinbar wirtschaftsfördernden Baumaßnahmen verbundene immense, (auch) wirtschafliche Schaden zutage tritt...
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16.05.2007 23:06 Uhr von cyrus2k1
 
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Brücke bauen? Können die die Autobahn nicht per Brücke drüber oder per Tunnel drunterherlegen?
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17.05.2007 11:52 Uhr von Curse
 
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@ Nobunanga: Weil das Wohl der jetzigen Bevölkerung wichtiger ist als das "wohl" der Leute, die vor hunderten von Jahren gelebt haben ...
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17.05.2007 13:30 Uhr von EvilDevil33
 
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@cyrus2k1: ich denke nicht, dass das mit dem geplanten Budget zu realisieren ist..
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17.05.2007 14:53 Uhr von Nobunaga
 
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@Curse: Darum geht es überhaupt nicht. Das ist eine typische "Argumentation" von Leuten, die nicht von A nach B denken können. Es geht um wertvolles Kulturgut, in diesem Falle des irischen Volkes. Wenn es beschädigt werden sollte, ist das GEGEN das Wohl der jetzigen Bevölkerung, zumal viele nicht mit den Baumaßnahmen einverstanden sind. Wer weiß denn bitteschön im Voraus, ob so eine Autobahn überhaupt sooo nützlich ist? Vielleicht gibt es ja in 50 Jahren ein völlig neues Verkehrskonzept?
Außerdem: weitere Autobahn => weitere Schadstoffbelastung => weitere Zerstörung der Lebensgrundlagen des Menschen. Naaaa? Was schließen wir daraus? ... Richtig.
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17.05.2007 18:09 Uhr von hady
 
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Naja ich würde da gerne mal die andere Seite dazu hören...
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17.05.2007 18:14 Uhr von jff2k
 
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Kultur- und Naturschutz vs. Lebensqualität? Hallo Nobunaga,

Ich habe selten so etwas Unsinniges und Engstirniges gehört. Du greifst hier zwei komplett unterschiedliche Paar Schuhe auf, die ansich mal nichts miteinadern zu tun haben.

Zum einen den Naturschutz mit den von Dir genannten "Ökos". Es gibt in ganz West-Europa kein Land, welches sich einfach so über den Naturschutz hinwegsetzt! In Deutschland werden für den Wildwechsel Brücken angelegt, teile von neuen Autobahnen gar über etliche 100 Meter über Brücken geführt, in der Schweiz wurde die Autobahn Basel-Zürich über mehr als 20 Jahre aufgrund des Naturschutzes nicht weitergebaut, dafür wurden andere Stellen wieder aufgeforstet. Man muss hierbei immer Kompromisse eingehen, um dem Wohle der Bevölkerung zu dienen und die Natur auch für zukünftige Generationen zu schützen.

Zum anderen redest Du hier vom Schutz der Kulturgüter... es gibt wenige Länder auf der Erde, die sich genau bei diesem Thema so ins Zeug legen wie die Europäischen Staaten. Bei Entdeckungen von früheren Siedlungen oder anderen Kulturdenkmälern werden Umfahrungen gebaut oder die ausgegrabenen Objekte an einen anderen Ort umgezogen, Gebäude dürfen nicht abgerissen oder umgebaut werden, aber auch da darf der Mensch nicht völlig ins Hintertreffen geraten. Natürlich muss man auch die Kultur für die Zukunft bewahren, aber nicht jede kleine Ausgrabung oder jedes schützenswerte Bauwerk... sonst müssen wir alle großen Städte wieder abreißen, weil sich darunter Unmengen an früheren Siedlungen und Kulturgütern befinden. Außerdem dürften wir dann in 100 Jahren garkeine Gebäude mehr wegreißen, dürfte bis dahin ja alles schützenswert sein *gg*

Und ja, es ist sicherlich möglich, dass wir in 50 Jahren ein anderes Verkehrskonzept haben - trotzdem haben wir heute Individualverkehr auf der Straße. Und dort, wo es hohen Verkehrsaufkommen auf Landstraßen oder in Städten und Gemeinden gibt, werden eben neue Möglichkeiten erschlossen. Dabei kommt aber heutzutage in den meisten Fällen nicht der Naturschutz zu kurz! Als kleiner Vergleich: Wie lang hat ein Autobahnbau in den 30er Jahren des vergangen Jahrhunderts gedauert und wie lang dauert es heutzutage? Es dauert heute deutlich länger, da zuerst alle möglichen Gutachter und Naturschützer ihren Segen dazu geben müssen und dann alle möglichen Maßnahmen für den Umweltschutz erbracht werden müssen.

Ich denke die heutige Vorgehensweise ist ein annehmbarer Kompromiss zwischen Lebensqualität und Natur- und Kulturschutz.
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18.05.2007 15:26 Uhr von Nobunaga
 
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@jiff2k: Wieso engstirnig? Im Gegenteil, ich versuche halt, an die Zukunft zu denken und nicht nur bis zur nächsten Wahl. Sicher ist es in Westeuropa (mit Ausnahme einiger Länder) meist so, wie du es beschrieben hast. Trotzdem ist die Mentalität à la "Mer baue da jetz en Autobahn/Moschee/Einkauszentrum/... hii, un was die Leit sage, is wurscht" auch in Deutschland noch weit verbreitet.
Die Ästhetik wird hierbei gar nicht in Betracht gezogen. Wenn immer mehr Boden durch Autobahnen etc. versiegelt wird, beleidigt das nicht nur das Auge des Betrachters (möglicherweise ein Tourist => Tourismus geschädigt => Einnahmequelle verloren, ...), sondern destabilisiert auch nachhaltig die natürliche Umwelt des Menschen, von der er immer noch abhängig ist. So ganz nebenbei ist die Zerschneidung von Landschaften durch immer neue Autobahnen überall auf der Welt, auch mit den besten Ausgleichsmaßnahmen, schädlich für die Ökosysteme und schwächt sie. Daraus wiederum folgt eine Gefährdung des Menschen.

"(...) dafür wurden andere Stellen wieder aufgeforstet"

Aufforstung hat nicht unbedingt was mit Naturschutz zu tun,eher mit Waldwirtschaft (nicht dass ich da was dagegen hätte...)

"Lebensqualität"

Ist es denn Lebenqualität, wenn jeder eine laute und stinkende Autobahn vor der Haustür hat? Ich denke nicht. Natürlich, wirst du jetzt sagen, benutzt doch jeder, der darüber meckert, nachher die Autobahn. Das heißt aber noch lange nicht, dass das auch gut ist.
Der riesige (Privat-) Autobestand in Deutschland und anderen Ländern Europas ist ein unglaublicher Luxus; wenn das jedes andere Land nachahmen würde (und einige versuchen das auch), wäre eine Katastrophe unausweichlich. Ich war selber in China und habe dort die Luftverschmutzung etc. gesehen, welche durch Abgase aus Industrie und Verkehr entsteht. Keiner kann mir erzählen, dass das gut sei.
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18.05.2007 15:36 Uhr von The_Nothing
 
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@Nobunaga: Hmm...

aber deshalb kannst du auch nicht jeden 2000 Jahre alten Steinhaufen schützen lassen, man kann es auch übertreiben...
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18.05.2007 16:54 Uhr von Nobunaga
 
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The_Nothing: Tara ist nun aber kein "Steinhaufen", sondern weit mehr.

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