16.05.07 08:36 Uhr
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Telekom bietet neue Verhandlungsrunde an - ver.di lehnt ab

Die Deutsche Telekom hat die Gewerkschaft ver.di zu einer neuen Gesprächsrunde über den derzeitigen Streit bezüglich der Ausgliederung von Personal eingeladen. Die Gewerkschaft hat allerdings diese Einladung sofort abgelehnt.

Grund der Ablehnung war, dass die neuen Gespräche auf dem überarbeiteten Angebot der Telekom basieren sollten. Doch dieses Angebot hatten die Angestellten der Telekom in ihrer Urabstimmung abgelehnt und für Streik votiert.

Auch am heutigen Mittwoch werden die Streiks weitergehen. Insgesamt werden heute laut ver.di rund 15.000 Angestellte die Arbeit niederlegen.


WebReporter: AMIO
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Telekom, Verhandlung
Quelle: www.netzeitung.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.05.2007 08:58 Uhr von vendori
 
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Richtig so warum nochmals über bereits Abgelehntes diskutieren. Erstmal ein vernünftiges Angebot unterbreiten, dann weiterreden ... !!!
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16.05.2007 09:15 Uhr von Pinocio75
 
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Frontal 21: Gestern war ein Beitrag über Zeitarbeitsfirmen im Fernsehen. Unter anderem wurde auch über die Telekommitarbeiter berichtet, die nicht "voll" streiken weil sie Angst haben, durch Leiharbeiter ersetzt zu werden. Wenn man sich mal anschaut, wie die Konzerne mitlerweile mit den Mitarbeitern umgehen, wird es mal Zeit für richtigen Streik und Protest. Ich bin kein Fan von Blockade oder der Telekom aber was sich der Vorstand da ausgemalt hat ist wirklich schlimm. Jahrzehnte wurde mies gewirtschaftet und Mist gebaut und jetzt sollen die Mitarbeiter dafür bezahlen.

Und wehe die Mitarbeiter lehnen sich dagegen auf, dann wird halt Outsourcing / Leiharbeit gedroht. Aber die Führungsspitze verzichtet ja auf 2 Monatsgehälter *lol* und die Mitarbeiter sollen dauerhaft auf Geld verzichten.
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16.05.2007 09:56 Uhr von fc-dossow
 
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käse: klar kann ich verstehen, dass die betroffenden kollegen, das nicht so toll finden und angst haben aber wer hat es nicht.
und keiner bestreitet, dass managementfehler der vergangenheit die situation jetzt so brisant gemacht hat.

aber wir sollten uns immer vor augen behalten welche alternativen wir haben. blackstone wartet schon seit 3 jahren auf nen größeren brocken und wenn sie den kriegen, dann werden keine 6% nettolohnkürzungen folgen. dann können die 50000 leute einpacken und samt ihnen sicherlich weitere 20 - 30000.
unter dem gesichtspunkt, kann ich nur sagen, dass die streikenden aufpassen müssen, ob sie von der eigenen belegschaft nicht bald was kriegen.
sie schützen gar nichts, sie meckern nur und gefährden ihre und weitere arbeitsplätze.
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16.05.2007 11:12 Uhr von Ophiuchus
 
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dossow: "...dann können die 50000 leute einpacken und samt ihnen sicherlich weitere 20 - 30000.."

klar.. und "herr blackstone" fährt dann persönlich zu jedem telekom-kunden hin und betreut ihn.. oder wie? was für ein schwachsinn.
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16.05.2007 11:43 Uhr von JerkItOut
 
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Ophiuchus: Dir ist schon klar, dass die Telekom von der Personalstruktur deutlich aufgebläht ist?! Darin liegen nähmlich zum Teil die Gründe für die aktuelle Krise der Telekom. Die Telekom-Konkurrenz kommt nämlich mit weniger Personal (und damit auch geringeren Personalkosten) aus und liefert dennoch besseren Kundenservice ab.
Die Zahl von 50 000 bis 70 000 möglichen Entlassungen ist vllt. übertrieben, aber ich würde mal davon ausgehen (natürlich ohne genaue Kenntnisse), dass bei der Telekom bestimmt 10 - 20 000 Mitarbeiter zuviel vorhanden sind.
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16.05.2007 11:47 Uhr von Ophiuchus
 
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Jerk: Kann ich nicht beurteilen. Aber wenn es tatsächlich so ist, dass zuviel Personal bei der Telekom vorhanden ist, dann müssen sich die Verantwortlichen eben Gedanken machen, was aus diesen Leuten werden soll - und nicht nur darüber, wie sie bei ihren Aktionären gut dastehen. Andere Unternehmen scheinen das ja auch zu schaffen.
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16.05.2007 12:45 Uhr von meyerh
 
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Zur Info: Worum geht es bei dem Streik?
Die Kollegen sollen länger in der Woche arbeiten, bei gleichem Lohn.
Dazu muß man wissen das die Kollegen die jetzt streiken, derzeit 34 Stunden in der Woche arbeiten und auf 38 Stunden raufgesetzt werden sollen.

Ich für meinen Teil habe noch nie weniger als 40 Stunden gearbeitet.

Das derzeitige Einstellungsgehalt dieser 34 Stundenkollegen, beträgt ca 35000€ Brutto und wird spätestens nach einem Jahr auf 38000€ bis 40000€ angehoben. Da ist es doch wohl kein Wunder das man nicht mehr wirklich Konkurenzfähig ist. Sollte die Kürzung durchgeführt werden, wäre das Gehältsniveau immer noch über dem der Mitkonkurenten.

Ich bin der Meinung für einen sicheren Arbeitsplatz wäre schon ein solchen Opfer zu verkraften.
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16.05.2007 12:51 Uhr von Lernfähiger
 
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personalüberhang ? zitat : "Die Telekom-Konkurrenz kommt nämlich mit weniger Personal (und damit auch geringeren Personalkosten) aus und liefert dennoch besseren Kundenservice ab."
tja,warum hat die konkurrenz wohl wenig bis gar kein personal ? ganz einfach,von der vermittlungsstelle bis zur ersten telefondose ist zu 99% die telekom zuständig.in der regel machen die anderen anbieter nur eins,ihre kunden verwalten.gut,einige wenige haben sogar ein regionales kabelnetz,aber dies ist absolut nicht die regel.bei störungen und ersteinrichtungen stehen doch immer mitarbeiter (oder jetzt leider auch subunternehmer) der telekom vor der tür.im übrigen darf die telekom (nach 12 jahren privatisierung) immer noch nicht frei ihre preise/tarife frei bestimmen.die regulierungsbehörde gibt leider immer noch den takt vor und sorgt eigentlich nur dafür,daß die t-com immer teurer als andere ist.es ist wirklich verwunderlich,daß es bei diesem miserablen telekom-management und den chaotischen/politischen rahmenbedingungen, überhaupt noch t-com gibt. verdanken tun wir dies eigentlich wirklich nur den wenigen mitarbeitern,die zu uns kunden kommen und die meisten probleme wieder ausbügeln.wenn die jetzt auch noch verschwinden,dann gute nacht herr obermann.
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16.05.2007 13:00 Uhr von Lernfähiger
 
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zu meyerh: du solltest dich erstmal informieren meyerh.
fakt ist,daß die t-com die arbeitszeit selber auf 34 std. runter gesetzt hat (angeblich wurde die arbeit weniger) und die mitarbeiter natürlich auch nur noch für 34 std. bezahlt werden ! gearbeitet wird aber meist weit über 40 std. wie man auch in den prall gefüllten arbeitszeitkonten sehen kann.
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16.05.2007 13:17 Uhr von thebaz
 
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richtig richtig das die 34 stunden woche eingeführt wurde um arbeitsplätze zu sichern, scheinen viele leute nicht zu wissen, dabei wurde unter anderem auf ca. 10 % vom gehalt verzichtet. jetzt wird die sicherung der arbeitsplätze und das soziale verhalten der angestellten ausgenutzt, um die verhandlungsposition des vorstands zu stärken. es ist tatsächlich so, das meistens mehr als 40 stunden in der woche gearbeitet werden. wenn die arbeitszeit jetzt auf 38 stunden oder höher gehen sollte, dann fehlen nicht nur 9 %. dann sind ganz geschickt ca. 19 % gekürzt worden.
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16.05.2007 15:46 Uhr von Stellvertreter
 
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so oder so wird es die angestellten treffen, die frage ist nur der ausmaß..

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16.05.2007 16:15 Uhr von defabi
 
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Es geht um bis zu 40% weniger! Bei der Verhandlung geht es um bis 40 % weniger Lohn, wer würde von euch denn da nich streiken?????
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17.05.2007 22:54 Uhr von Gunny007
 
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@JerkItOut den Insider: Aus der FTD vom 15.05.2007 - © 2007 Financial Times Deutschland
Lucas Zeise: Sinnlose Lohndrückerei
Der Telekom-Vorstand handelt mit seinen Sparmaßnahmen nicht einmal im
Interesse der Aktionäre. René Obermann ist keinesfalls zur Stellen-
Auslagerung gezwungen.
Es scheint unabwendbares Schicksal: René Obermann, den Schicksalsmächte vor ein paar
Monaten zum Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom machten, sieht sich gezwungen,
50.000 Beschäftigte aus dem Unternehmen zu entfernen und sie in formal unabhängigen
Tochtergesellschaften für weniger Geld länger arbeiten zu lassen.
In Wirklichkeit kann von Zwangsläufigkeit keine Rede sein. Der Ausgliederungsplan ist ein
schlichter Versuch, durch Senkung der Personalkosten ein wenig mehr Gewinn
herauszuholen. Der Hinweis, dass die Konkurrenten des Unternehmens ihre Angestellten bei
schlechteren Arbeitsbedingungen oft schlechter entlohnen, trifft zwar zu. Es trifft auch zu,
dass die Telekom laufend Festnetzkunden verliert. Bloß taugen diese Fakten nicht, um die
Sparmaßnahmen zu begründen. Dass die Telekom Kunden verlieren sollte, war ein Ziel der
Deregulierung des Sektors. Die Politik wollte kein Monopol mehr. Ein Teil der Kundschaft
verabschiedet sich zudem überhaupt vom Festnetzanschluss - und da die Telekom auch im
Mobilfunk in Deutschland Marktführer ist, greift sie dabei den größeren Teil der Gebühren
aus der steigenden Mobiltelefoniererei selbst ab.
Grauenhaft schlechter Service
Manche Kunden wenden sich ab, weil der Service der Telekom so grauenhaft schlecht ist. Da
leuchtet es schon gar nicht ein, warum das besser werden soll, wenn man dort Beschäftigte
ausgliedert, demütigt und schlechter bezahlt.
Obermann argumentiert, die Konkurrenz könne ihm dank niedrigerer Löhne mit billigen
Angeboten Kunden abjagen. Tatsächlich spielt diese Kostendifferenz nur eine Nebenrolle.
Auch wenn sie ihre Angestellten besser bezahlen müssten, würden diese Unternehmen
versuchen, durch Lockangebote Markteinteile zu erobern. Die Telekom wiederum ist nicht
durch hohe Kosten daran gehindert, voll in den Preiswettbewerb zu gehen, sondern durch die
Regulierungsbehörde: Der Marktführer darf aus Wettbewerbsgründen nicht mit Kampfpreisen
die kleineren Anbieter kaputt konkurrieren.
Um welche Größenordnung geht es bei den geplanten Maßnahmen überhaupt? Ausgegliedert
werden sollen 50.000 der im Inland Beschäftigten. Sie sollen im Schnitt zwei Stunden in der
Woche länger arbeiten und neun Prozent weniger Lohn erhalten. Pro Beschäftigten könnte der
Konzern, wenn alles glatt geht, damit im Jahr 10.000 Euro sparen. Das ergäbe in der Summe
500 Mio. Euro im Jahr. Das ist ein hübsches Sümmchen.
Für ein Unternehmen, das mehr als das Sechsfache dieses Betrags jährlich ausschüttet, ist die
Behauptung allerdings kühn, diese Sparmaßnahmen seien zwingend. Die Telekom schüttet
ohne Not mit 3,1 Mrd. Euro einen außergewöhnlich hohen Betrag aus. Sie preist diese
Tatsache und die hohe Dividendenrendite der Aktie von über fünf Prozent in der Tat als
besonders attraktiv an. Die Ausschüttung ist auch gemessen am Geschäftsvolumen sehr hoch.
Sie macht fünf Prozent des Konzernumsatzes aus. Es besteht kein Zwang, ein so
außergewöhnlich hohes Ausschüttungsniveau beizubehalten. Es dient offensichtlich der
Befriedung der Aktionäre, die vom Aktienkurs enttäuscht sind.
Ist diese Logik an sich schon pervers, so kommt in diesem Fall noch dazu, dass sie in sich
nicht stimmig ist. Der Aktienkurs wird auch durch die Aussicht auf eine im nächsten Jahr um
500 Mio. Euro erhöhte Dividendenzahlung nicht in die Gänge kommen. Die gern wiederholte
These von der unterbewerteten Telekom ist ohnehin nicht haltbar. Das Papier ist mit dem
aktuellen Kurs von wenig unter 13 Euro fast mit dem 16-Fachen der in diesem Jahr erwarteten
Gewinne bezahlt. Für ein Unternehmen, das in einem reifen Markt tätig ist und über kein
nennenswertes Wachstumspotenzial verfügt, ist diese Bewertung sensationell hoch.
Anleger, die aufgrund der werblichen Anstrengungen verschiedener Bundesregierungen noch
Telekom-Aktien im Depot haben, erinnern sich mit Wehmut an die Periode um die
Jahrtausendwende. In dieser merkwürdigen Zeit wurden Telekomwerte mit mehr als dem
hundertfachen Gewinn bezahlt. Das aber war schlicht kollektiver Wahnsinn, der bei
Telekommunikations- und Internettiteln besonders absurde Blüten trieb.

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