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Türkei: Hundertausende demonstrierten in Izmir

Mehrere 100.000 Türken haben in Izmir für die Trennung von Religion und Staat und gegen die Regierung von Ministerpräsident Erdogan demonstriert. Wie bei den Protesten in Ankara und Istanbul trugen die Demonstranten Flaggen und Atatürk-Bilder.

Die Aktionen sollen laut Organisator Türkan Saylan andauern, solange eine Gefahr für die säkulare Republik durch die islamisch-konservative Regierung besteht. Den Gegnern geht es um die "Verteidigung der Republik" vor einer befürchteten Islamisierung.

Begonnen hatten die Proteste, nachdem die AKP Außenminister Gül zum Staatspräsidenten wählen lassen wollte. Die Wahl scheiterte nach massiven Einmischungen, zum Beispiel durch die Armee. Am 22. Juli soll ein neues Parlament gewählt werden.


WebReporter: KillA SharK
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Türkei, Hund, Türke
Quelle: www.tagesschau.de

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13.05.2007 12:36 Uhr von KillA SharK
 
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Es gibt zum Glück in der Türkei Menschen, die der Islamisierung entgegensteuern. Nichts gegen den Islam an sich, aber eine fundamentalistische Regierung ist eine Bremse für die Entwicklung der ganzen Nation.
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13.05.2007 13:58 Uhr von smog-o
 
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also einerseits werden christen geköpft die in der türkei missionieren und andererseits gibts säkulare massendemonstrationen?!
oder hat das eine doch etwas mit dem anderen gemeinsam...
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13.05.2007 14:37 Uhr von DER WEISER
 
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Ja, wie in Deutschland: Da werden Ausländer gehasst und misshandelt, und dann wird demonstriert gegen Ausländerfeindlichkeit.

Sind ja nicht alle Deutsche Nazis, oder?

verückte Welt, gel.
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13.05.2007 14:45 Uhr von Nobunaga
 
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@smog-o: "oder hat das eine doch etwas mit dem anderen gemeinsam..."

Nein. Das sind zwei (oder mehr) völlig unterschiedliche Gruppen. Diejenigen, die Christen ermorden lassen und ihr rechtsradikales Gedankengut in anderen Ländern zu verbreiten suchen, würdest du in Izmir wohl eher selten finden. Die haben den meisten Zulauf im östlichen Landesteil, unter den Erdogan-Wählern.
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13.05.2007 14:57 Uhr von DER WEISER
 
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AH SOO: Wie im östlichen Teil,

Deutschlands?
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13.05.2007 15:09 Uhr von Nobunaga
 
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@DER WEISER: ungefähr so. Nur dass es im Ossiland nicht so viele davon gibt (besonders wenn man in der Türkei gewisse kurdische Gruppen mitzählt; die sind zwar gegen die Türkei, aber das macht sie selber auch nicht besser).
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13.05.2007 16:09 Uhr von *Flip*
 
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Naja, die Täter bzw. auch im Endeffekt die geistigen Brandstifter der Christenmorde sind im türkisch nationalistischen Spektrum angesiedelt. Der türkische Herrenmensch definiert sich über die türkische Kultur, den Islam und den Godfather Atatürk. Alles was von Westen (Außen) hereinkommt und noch dazu ne andere Religion hat ist ansich schon eine Bedrohung. Nationalisitsche Dauerberieselung hat die Intolerannz in der türkischen Gesellschaft fest verankert.

Von daher sehe ich diese Leute, die Izmir und Istanbul demonstrieren eher mit anderen Augen.

Bleibt zu hoffen, dass sich in der Türkei eine breite Zivilgesellschaft bildet, die für Toleranz, kulturelle u. religiöse Vielfalt und vorallendingend für eine Demokratie steht. Also fernab von den beiden derzeitigen Extremen, konservativer Islam / Islamismus und den Nationalisten / Rechtsradikalen.

Adios
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13.05.2007 16:23 Uhr von Pinok
 
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@flip: das erinnert mich an eine TV sendung bei der eine deutsche familie begleitet worden ist, welche in die türkei auswandern wollte.

das war mal vielleicht witzig, schlussendlich war es nur ein teurer, komplizierter, zwei wöchentlicher urlaub mit einer doppelten umzugsaktion.
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13.05.2007 16:29 Uhr von Bleifuss88
 
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Demonstrieren gegen den Rückfall: Also das ist an sich zu begrüßen. Gerade die Türkei mit ihren EU-Ansprüchen sollte als ein Modell für den Islam im 21. Jahrhundert dienen. Etwas, woran sich andere islamische Staaten orientieren sollten.
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13.05.2007 17:16 Uhr von christi244
 
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Blei: Hi, dem kann ich nur zustimmen und hoffe, dass es auch gesehen wird in diesem europäischen Christen-Club.
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13.05.2007 17:22 Uhr von Koyan
 
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Die Demonstranten, sind gegen die Demokratie Deren Anführer (CHP) hat offen dem türkischen Volk die Wahlfähigkeit abgesprochen.
Deswegen sind diese Demonstranten ja auch gegen Wahlen usw.

Die CHP war schockiert über den Vorschlag der Regierungspartei, den Staatspräsidenten doch vom Volke wählen zu lassen.

Auf Deutsch, die Demonstranten sind eine Minderheit (Es steckt sehr viel organisatorische Arbeit dahinter diese Minderheiten zusammenzutreiben für diese Demos) die einfach gegen den Willen des türkischen Volkes demonstrieren.

Zum Glück können sie keine Neuwahlen verhindern, welches wohl die Regierungspartei noch weiter stärken wird, denn die CHP hat ihre Fratze enttarnt und nur eine gewisse Minderheit steht hinter ihr.
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13.05.2007 17:39 Uhr von christi244
 
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Koyan: >Auf Deutsch, die Demonstranten sind eine Minderheit (Es steckt sehr viel organisatorische Arbeit dahinter diese Minderheiten zusammenzutreiben für diese Demos) die einfach gegen den Willen des türkischen Volkes demonstrieren.<

Wann sind Wahlen in der Türkei? Warten wir diese doch einfach mal ab! Erdogan ist eh weg (und um den ist es wirklich schade), von daher ist alles offen.
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13.05.2007 19:11 Uhr von andi7
 
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lol: Hundertausende demonstrieren in Izmir,
Izmir egal.
Haha wie witzig lol .
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13.05.2007 20:11 Uhr von Nobunaga
 
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@christi244: "Erdogan ist eh weg (und um den ist es wirklich schade)."

Ich hoffe mal, dass das ironisch gemeint war. Oder unterstützt du bekennende Faschisten?
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13.05.2007 20:17 Uhr von christi244
 
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lies mal nach, was ich zum Thema Oettinger zu sagen habe ... oder Schäuble ... oder .

Zu Erdogan selber kann ich nicht viel sagen, außer, dass er der erste türkische Politiker war, der engagiert die Interessen seines Landes vertreten und es nicht, wie all die anderen zuvor an den Westen verscherbelt hat.

Ich geben einen Sch... drauf, von welcher Partei der stammt ... und ob die sich nun islamisch nennt oder nicht ... wir haben auch das Wörtlein "christlich" drin ... und von daher, Stoiber ist nicht besser.
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13.05.2007 20:47 Uhr von Nobunaga
 
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@christi244: "Zu Erdogan selber kann ich nicht viel sagen, außer, dass er der erste türkische Politiker war, der engagiert die Interessen seines Landes vertreten und es nicht, wie all die anderen zuvor an den Westen verscherbelt hat."

Also meines Wissens war Mustafa Kemal Pascha alias Atatürk der erste türk. Politiker, der engagiert die Interessen seines Landes vertreten hat, wohingegen Erdogan zwar wirtschaftlich und anderweitig Erfolge nachweisen kann, diese aber m.E. die Nachteile, als da sind "Islamisierung" (nach Art der Ultrareligiösen), unzulässige Einmischung in die Innenpolitik von mindestens zwei Großmächten (Deutschland und China) und diverse andere, nicht mal ansatzweise aufwiegen.
Lies mal die Sprüche von Erdogan und Parteigenossen, die einige User schon vor mir hier reingestellt haben bzw. die man auch anderweitig nachlesen kann. Die Einstellung dieser Politiker ist, wie allgemein bekannt, religiös (mindestens so wie CSU) sowie nationalistisch.

Zu deinem CSU-Vergleich könnte man sagen: Na und, Bayern gehts wirtschaftlich gesehen doch auch gut, und daran ist auch die CSU beteiligt.

Oettinger ist meiner Meinung nach ein kleiner Krimineller und Stoiber ein Vollidiot, und das "C" von CDU steht für Chauvinismus, aber das ist ein anderes Thema.
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13.05.2007 20:57 Uhr von christi244
 
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Nobu: >wohingegen Erdogan zwar wirtschaftlich und anderweitig Erfolge nachweisen kann<

Daran mache ich es als "Türkei-Nicht-Kenner" erstmal fest, wie es nämlich den Türken wirtschaftlich geht.

Atatürk hatte ich jetzt weggelassen, sondern bewegte mich im Heute.

Ansonsten, zum Thema "D" und Deiner Beurteilung der Politk, da kommen wir zusammen.
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14.05.2007 11:23 Uhr von Monkeypunch
 
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@ Flip: [zitat/]...
Der türkische Herrenmensch definiert sich über die türkische Kultur, den Islam und den Godfather Atatürk.

Alles was von Westen (Außen) hereinkommt und noch dazu ne andere Religion hat ist ansich schon eine Bedrohung. Nationalisitsche Dauerberieselung hat die Intolerannz in der türkischen Gesellschaft fest verankert.

Von daher sehe ich diese Leute, die Izmir und Istanbul demonstrieren eher mit anderen Augen.
[/zitat]

Widerspruch in sich? Machst du das mit Absicht oder hast du einfach eine fehlende Bildung bzw. Allgemeinbildung oder willst du nur deine falschen Ansichten verbreiten.

Der erste Satz Godfather Atatürk und Alles was von Westen (Außen) hereinkommt und noch dazu ne andere Religion hat ist ansich schon eine Bedrohung.

Ist doch wirklich widersprüchlich, ich empfehle dir dich zu Bilden. Lese mehr über Atatürk (wo er studiert hat) welche Länder seine Vorbilder waren für die Türkei, was er erreicht hat und erreichen wollte. Dann wirst du verstehen was ich meine.

Genau das meine ich hier jeder gibt seine Meinung dazu egal ob sie Wahr ist oder nicht, mangels Bildung und Wissen???
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14.05.2007 23:39 Uhr von Nobunaga
 
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@christi244: "Daran mache ich es als "Türkei-Nicht-Kenner" erstmal fest, wie es nämlich den Türken wirtschaftlich geht."

Du hast nicht ganz verstanden, worauf ich hinauswollte: Wenn man Erdogan mal mit Stoiber vergleicht, stellt man fest, dass der einzige Unterschied zwischen ihnen ist, dass Erdogan einen handfesten rechtsradikalen Hintergrund hat (Stichwort Agenda "Großtürkisches Reich", ungefähr von Xinjiang bis nach Belgien), sowie dass sie verschiedenen religiösen Sekten angehören. Wenn also Stoiber = schlecht, dann natürlich auch Erdogan = schlecht.
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14.05.2007 23:45 Uhr von Nobunaga
 
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@Monkeypunch: "Der türkische Herrenmensch definiert sich über die türkische Kultur, den Islam und den Godfather Atatürk."

Atatürk war natürlich prowestlich. Ich glaube/hoffe nicht, dass Flip das Gegenteil implizieren wollte. Vielmehr ist sein Satz etwas unvollständig geraten.

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