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Nachrichtenredakteure unterwerfen sich Kundenwünschen, Aktualität steht hintenan

Der Kommunikationswissenschaftler Georg Ruhrmann, tätig an der Universität Jena, hat sich in einer Studie mit der Themenauswahl für Nachrichtensendungen befasst und eine deutliche Tendenz zur Boulevardisierung feststellen müssen.

Nachrichten ohne Bilder fänden laut Ruhrmann kaum noch Aufnahme in die Nachrichtensendungen, die sich immer mehr an den Kundenwünschen orientierten. Weniger Politik und die Zunahme emotionaler Themen wären ebenfalls zu beobachten.

Sein Resümee: "Die Auswahl der Nachrichten orientiert sich jedenfalls nicht mehr ausschließlich an journalistischen Aktualitätskriterien. Kundennachfrage und -zufriedenheit sind ebenfalls gefragt." Nachrichtenredakteure sind immer mehr Dienstleister.


WebReporter: chachapoya
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Kunde
Quelle: www.netzeitung.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.05.2007 18:38 Uhr von Sirion
 
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das stimmt: Und ratet wer Schuld ist? Die verdummung und Frauen :D nicht böse sein das ich das in einem Satz gleichzeitig nenne aber es ist bewiesen das eben diese immer mehr "emotionalen Nachrichten" nur deshalb gesendet werden weil die Frauen soetwas lieber sehen.
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11.05.2007 19:42 Uhr von Panchen
 
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Generation Pisa: Wenn man sich mal anschaut welche Nachrichten die "Jüngere Generation" schaut, darf man sich nicht wundern. Wenn die öffentlich rechtlichen Sender auch in Zukunft noch Zuschauer haben wollen, müssen sie mehr Boulevard bringen.
Die Nachrichtensendungen bei ARD/ZDF sind immer noch um Welten seriöser, als die der privaten. Aber sie verlieren Zuschauer, besonders junge Zuschauer. Bei den Printmedien ist es noch schlimmer. Ein Schmierblatt wie die Bild hat inzwischen mehr Macht als ein Bundesminister. Ich will nicht behaupten das jeder dumm ist, der die Bild liest. Aber zumindest ist er gleichgültig, uninteressiert an Politik. Das ist steuert die Politik mehr als es sein sollte.
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11.05.2007 22:33 Uhr von ostblogger
 
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Kundennachfrage ?? Ich frage mich immer wieder, wen die Herrschaften hinter den Kameras als Auftraggeber und wen als Kunden einstufen, der zufriedengestellt werden soll.

M.E. sind die Kunden die WERBEKUNDEN !!
Maßstab allen Handelns im TV sind stets die Einschaltquoten !!!

M.W. sind die Werbeminuten kurz vor Nachrichenbeginn die Teuersten !!! Und die jeweils anschließende Sendung, die mit den höchsten Einschaltquoten des Tages.

Wenn Nachrichten so wichtig wären, würden die Tagesthemen um 20.15 Uhr gesendet. Und nicht zu Zeiten, wo nur noch Arbeitslose wach sind....

Die täglichen "Wochenschauen" sind zumeist nur Propaganda. Eine Sendung von Monitor hat mehr Informationsgehalt als 1 Monat Tagesschau & Co. und alle TV-Talkrunden zusammen.

Gutes politisches Nachrichtenmaterial finde ICH in der Schweizer Presse !!!
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11.05.2007 22:37 Uhr von ciaoextra
 
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Achso: nur weil die bevölkerung verdummt, soll man jetzt nur noch über die titten von PH berichten. Needanke, dann verzichte ich lieber gänzlich auf das Schreiben von Nachrichten.
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12.05.2007 15:41 Uhr von megatrend
 
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siehe: Paris Hilton

"Blondes Dummchen landet im Knast" - wenn es doch für immer wäre... *seufz*
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12.05.2007 15:43 Uhr von Johnny Cash
 
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Tja: so sieht es leider aus. Die BILD ist das beste Beispiel.
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12.05.2007 17:37 Uhr von Troll-Collect
 
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wichtiges Thema: wurde schon hier behandelt
http://www.shortnews.de/...

Und das hat ursächlich weniger was mit Frauen zu tun, als damit, dass das Volk lieber unterhalten als informiert werden will.
Deshalb haben "Dokus" a la TopGun über US-Waffentechnologie oder Vulkanismus mit einer Dramaturgie als ob sich im Vorgarten gerade ein Krater auftut mehr Quote, als gesellschaftliche Themen auf Phoenix.

"Nachrichtensendungen" wie RTL Aktuell (wobei ich mich mit der Titulierung für das Magazin schwer tue) haben mehr Ähnlichkeit mit einem Boulevardmagazin, als mit Nachrichten im eigentlichen Sinn. Von den Manipulationen für die von der Bertelsmann-Stiftung verbreiteten Ideologie mal ganz zu schweigen.

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