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Österreich: Krankenkasse will u.a. Eltern von "Komatrinkern" zur Kasse bitten

Die Oberrösterreichische Gebietskrankenkasse (OÖ-GKK) will in Zukunft die Behandlungskosten, die bei Jugendlichen im Zusammenhang mit übermäßigem Alkoholkonsum, dem so genannten "Komatrinken", entstehen, den Erwachsenen in Rechnung stellen.

Die OÖ-GKK wird mit den Regressforderungen an die Erwachsenen herantreten, die für den Alkoholkonsum der Kinder verantwortlich sind, also zum Beispiel die Eltern, Gastwirte, Tankstellenbetreiber und Verwandte.

Nach Angabe von Hans Popper, seines Zeichens Direktor der OÖ-GKK, könnten so Summen von mehreren hundert Euro an Forderungen auf die verantwortlichen Erwachsenen zukommen.


WebReporter: Ingo_S
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Österreich, Eltern, Krank, Krankenkasse, Kasse
Quelle: ooe.orf.at

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31 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.05.2007 15:36 Uhr von Ingo_S
 
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Vollkommen richtig und schon lange überfällig diese Lösung. Auch alle anderen KK sollten diesem Beispiel folgen und vielleicht endlich für ein Umdenken bei den "verantwortlichen" (unverantwortlichen) Erwachsenen bewirken...
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11.05.2007 15:55 Uhr von Sirion
 
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find ich gut: So etwas macht Sinn, spätestens nach der ersten Rechnung werden die Eltern besser aufpassen auf ihre kids
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11.05.2007 16:07 Uhr von Johnny Cash
 
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Die: Eltern von Kindern die sich beim spielen das Bein brechen sollen auch zahlen schließlich kann man sie auch ans Bett fesseln....
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11.05.2007 16:10 Uhr von Sirion
 
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@Johnny: Der Vergleich ist nicht sehr treffend, ein Bein bricht man sich unabsichtlich, aber sich bis zum kotzen volllaufen lassen tut man mit absicht, allerdings fänd ich es sowieso besser wenn die Wirte die Behandlung zahlen, immerhin sind sie Schuld.
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11.05.2007 16:13 Uhr von Misantroph
 
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hört sich gut an aber ich bin der meinung, dass das nicht unbedingt der richtige lösungsansatz ist. z.b. sozial schwache familien könnten immer mehr in ein finanzielles und emotionales tief hineinrutschen. besser wäre es, eltern oder erziehungsbeauftragte nach einem vorfall zusammen mit den kindern/jugendlichen in kurse oder theapien zu schicken. also ich kann mir nicht vorstellen, dass bei eltern, die sich eh nicht gut um ihre schützlinge kümmern, dadurch ein schalter umgelegt wird und sie sagen: "oh, jetzt habe ich meine lektion gelernt, ich pass jetzt besser auf", sondern eher, dass die jugendlichen immer mehr unter druck gesetzt werden und sich in die welt der drogen flüchten...
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11.05.2007 16:15 Uhr von eddy86
 
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@Johnny: tja, Sirion war leider schneller, du kannst nicht Äpfel mit Birnen vergleichen !

Die Idee mit den Wirten ist an sich gar nicht so schlecht, vorrausgesetzt, man kann einen Wirt als Übeltäter identifizieren. Wenn ich beispielsweise übers Schützenfest torkel, kann man ja nicht jeden einzelnen Budenbesitzer dafür haftbar machen ;-)
Oder wenn ich mich privat volllaufen lasse..
Also erst die Eltern, ggf. der Wirt !

Gleiches sollte übrigens bei Rauchern der Fall sein, trehten Behandlungskosten auf, tja Pech gehabt, solln sie selber zahlen.
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11.05.2007 16:22 Uhr von Sirion
 
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@misantroph: stimmt wohl, aber was fällt denn bei soeinem Patienten schon an? Magen auspumpen und infussion? kA wie teuer das wäre aber sooooviel auch nicht und bei Leuten die sichs wirklich nicht leisten können müsste der Staat aushelfen, kann der Jugendliche ja dann in Form vom Sozialstunden abarbeiten, und Therapie würde sich nix bringen, die wenigsten sind Alkoholiker also kann man nichts therapieren da die weisheit das man auch ohne Alkohl Spaß haben kann erst spät einsetzt, das kann man nicht erzwingen, was man erzwingen kann ist es sozu machen, per finanzieller strafe eben durch das targen der behandlungskosten.
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11.05.2007 16:42 Uhr von guelcki
 
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@eddy, @sirion: Das ist kein Vergleich von Äpfeln mit Birnen!

So fängt die Aushöhlung des öffentlichen Gesundheitssystems an. Dann geht es weiter mit Verletzungen mit Inlinern, Fallschirmspringen, Tauchen. Alles selbst zu verantworten, man hätte das schließlich nicht machen müssen, bzw besser aufpassen können. Dann geht es mit Handball weiter, jeder weiß, dass man da ratzfatz die Kreuzbänder kaputt hat.

Zu guter Letzt ist man dafür verantwortlich, wenn man sich auf dem Bürgersteig das Bein bricht, weil man gestolpert ist - schließlich hätte man auch zu Hause bleiben können. Obwohl - die meisten Unfälle passieren sowieso im Haushalt!

Natürlich ist das jetzt übertrieben dargestellt, aber wenn man erstmal anfängt, med. Behandlung von pers. Verantwortung abhängig zu machen, folgt ein Schritt dem Anderen. Und dann ist meine Darstellung doch nicht mehr so utopisch!
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11.05.2007 16:54 Uhr von Mr.E Nigma
 
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@misantroph: Das sehe ich anders. Meiner Meingung nach ist das genau der richtige Lösungsansatz ! Wiso soll schon wieder die Allgemeinheit für teure Therapien aufkommen ? Es handelt sich ja um Jugendliche, zumeist "Ersttäter" die ihre Grenzen ausloten und eben noch nicht kennen! Das sind keine Alkoholiker die man therapieren muss!

Den Vorschlag von Sirion finde ich aber auch sehr gut und würde ihn auch gleich noch in der Form dazu nehmen, dass die Jugendlichen noch Sozialstunden beim Klinik-Hausmeister ableisten !

Da bei Jugendlichen Freizeitentzug und Arbeit in der Regel mehr fruchten als wenn Papa bezahlt ! (Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen)
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11.05.2007 17:09 Uhr von gwfan
 
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Gebe guelcki recht: Dann müsste auch jeder Raucher die Kosten für "Rauchkrankheiten" tragen.Er kennt ja die Risiken.
Also nein, das ist der erste Schritt in ein System, das die Allgemeinheit nicht will und moralisch sehr schwer vertretbar ist.
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11.05.2007 17:34 Uhr von Mr.E Nigma
 
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@guelcki: >>So fängt die Aushöhlung des öffentlichen Gesundheitssystems an<<

Da ist natürlich auch was dran.

Allerdings ist es ja in diesem speziellen Fall so, dass es gesetzlich bereits geregelt ist, ( Alk ab 16 bzw. hochprozentiges ab 18) und hier geltendes Recht gebrochen wird ... das ist bei allen deinen Beispielen sonst nicht der Fall!
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11.05.2007 18:18 Uhr von celaus
 
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@gwfan: ich weis ja nicht wies in Deutschland ist, aber in Österreich muss jeder Raucher seine Therapie (zB "Entzug") selber zahlen, während Alkoholiker munter auf Kosten der Gemeinschaft entziehen dürfen.
Alkohol wird trotz allem in Ö als "Kulturgetränk" angesehen und nicht als Droge. Dabei ist er einer der gefährlichsten Drogen überhaupt ...
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11.05.2007 18:26 Uhr von ron11
 
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ist bloedsinn: dann muessten....autofahrer, radfahrer, fussgaenger usw. auch zur kasse gebeten werden......oder besser gesagt jeder der lebt.....da er eine gefahr darstellt die kassen zu belasten
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11.05.2007 18:29 Uhr von alexalb
 
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naja einer der gefährlichsten Drogen überhaupt, dass kann man jetzt auch nicht sagen, aber aufjedenfall ein der meist verbreiteten Drogen!
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11.05.2007 18:31 Uhr von Sirion
 
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@guelcki: Das ist kein Vergleich, wie gesagt beim Alkohol weiss man wies endet beim trinken, beim Rauchen zwar auch, ABER die dinger machen wesentlic hschneller süchtig das is der Unterschied, einem Alkoholiker sollte es eh bezahlt werden, nur dem Koma säufer nicht
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11.05.2007 19:24 Uhr von Panchen
 
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Falscher Ansatz: Geld und Strafen sind notwendig.
Geld für Jugendbetreuung, für Projekte gegen Drogen, für mehr Polizei auf den Strassen (oder man muss mehr von den Sesselfurzern auf die Strasse bringen) und allgemein mehr Geld für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Die Mehrausgaben würden sich langfristig auszahlen.

Viel härtere Strafen (d.h. in erster Linie Kontrollen s.o.) sind notwendig gegen Wirte/Verkäufer, die das Gesetz zum Schutz der Jugend nicht beachten. Ich wünschte mir zeitlich begrenzte Konzessionsverbote für jede Kneipe/Diskothek in der Alkohol an Jugendliche ausgeschenkt wird. Auch die Supermärkte/Kioske müssten viel genauer kontrolliert werden. Aber das kostet ja wieder Geld/Personal s.o.
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11.05.2007 20:13 Uhr von gwfan
 
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@Celaus: Ich kenne mich mit den österreichischen Bestimmungen zwar nicht aus, aber ich glaube nicht das Raucher mit Lungenkrebs ihre Behandlung selbstbezahlen müssen.

@Sirion
Und wieso dem Komasäufer nicht?
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11.05.2007 20:30 Uhr von Johnny Cash
 
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@ Sirion: Ich habe mich wohl unklar ausgedrückt. Ich meinte ebenfalls damit das man die Wirte und nicht die Eltern zur Verantwortung ziehen soll.
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11.05.2007 23:16 Uhr von eddy86
 
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@raucher: Ist zwar etwas abseits des Themas, aber wo wäre bitte das Problem, auch Raucher zur Kasse zu bitten ? Sie schaden sich meist über mehrere Jahrzehnte - wissentlich welche Folgen auf sie zwangsläufig zukommen werden - und wer darf am Ende zahlen ? Die Allgemeinheit !
Desweiteren bin ich immer noch der Meinung, man kann Alkoholmissbrauch (nicht normales trinken, Missbrauch eben), Rauchen o.a. Drogen konsomieren nicht mit (Extrem-)Sportarten vergleichen, oder gar Haushaltsarbeiten, wie es manche hier meinen tun zu müssen. Sind zwei paar Schuhe, das Komasaufen und das Fahrradfahren.
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11.05.2007 23:54 Uhr von Hier kommt die M...
 
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tses: ALso bei irgendwelchen Händlern oder Gastwirten, dei gegen Gesetze verstoßen, kann ich das ja noch verstehen.
Aber sicher nicht bei den Eltern..was soll man den tun? Die Kinder an die Leine legen, bis sie 18 sind? ALso echt....
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12.05.2007 00:48 Uhr von HeiligerSchnitter
 
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Hmm Können in Österreich wirklich Leute für die Taten anderer haftbar gemacht werden?
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12.05.2007 09:02 Uhr von Man1
 
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hmm ich finde es auf alle fälle gut, da raucher in österreich auch zur kasse gebeten werden und hier gehts nur um österreich!

wer sich verbotenerweise zulaufen lässt, soll auch die konsequenzen tragen und dazu gehören auch dann die eltern, weil sie die aufsichtspflicht verletzen.

allerdings sollten dann aber auch die verkäufer des alk. zumindest an der hälfte der kosten beteiligt werden.

zwischen komasaufen und sich einen antrinken ist ein kleiner aber feiner unterschied.
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12.05.2007 09:55 Uhr von Toni40de
 
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Na wurde auch Zeit: Nachdem unsere Volksvertreter sich öfter mal in die Hose machen gibt es ein kleines Land was Zähne zeigt.Wer seine Profit höher stellt als die Gesundheit anderer Menschen sollte auch für Schäden aufkommen!!!
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12.05.2007 12:06 Uhr von TeTris
 
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Blabla: DIese Vergleiche mit Extremsportarten,... sind nicht sehr treffend.
Ein Fallschirmspringer springt nicht aus dem Flugzeug mit dem Ziel vor Augen: "Ich klatsch jetzt unten auf."
Ein großer Teil der Komatrinker hat aber sehr wohl das Ziel vor Augen: "Ich tu mich jetzt weg."

Es ist vielleicht eher als Erziehungsmaßnahme zu werten.
Ich als Vater von einem Kind, dessen Behandlung ich bezahlen musste würde sicherlich regressieren.

Aber natürlich sollten auch Erwachsene Komatrinker zur Kasse gebeten werden.

Nichts gegen ein bischen Alkohol, aber wenn jemand sich soviel davon reinschüttet, dass er ein Fall für das Krankenhaus wird, dann ist das nicht mehr zu rechtfertigen, dass die Allgemeinheit dafür zahlt.
Irgendwie übersehen einige, dass die Krankenkassen das Geld nicht (oder nicht ganz) alleine erwirtschaften, sondern, dass das alles über die Versicherten (die die arbeiten) erfolgt.

Wenn ich in ein paar Jahren selber zahlen darf, dann bin ich auch nicht begeistert, wenn meine Beiträge dafür verwendet werden irgendwelche Idioten zu behandeln, die sich vorsätzlich in diese SItuation bringen.

Das Krankenversicherungssystem hat nicht den Sinn Idioten zu schützen, sondern Menschen die große finanzielle Belastung zu ersparen die durch eine unvorhergesehene Erkrankung entsteht.
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12.05.2007 12:11 Uhr von evil_weed
 
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wer seine kinder nicht bis zum 18. lebensjahr wegsperrt und von der aussenwelt isoliert ist selber schuld, wenn er 100€ strafe zahlen muss!
richtig so!

:P

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