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Wissenschaftler sollen zerstörte Stasi-Akten zusammensetzen

Im Herbst 1989 ließ die Stasi ziemlich überstürzt ungefähr 45 Millionen Seiten aus ihren Akten meist von Hand in kleine Stücke zerreißen. Diese ca. 600 Millionen Papierstückchen möchte die Bundesregierung jetzt wieder rekonstruieren lassen.

Nachdem schon seit Beginn der 90er Jahre vergeblich versucht wurde, die Schnipsel manuell wieder zusammenzusetzen, bekam jetzt das Berliner Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik den Auftrag im Wert von 6,5 Mio. Euro.

Die Wissenschaftler wollen die Schnipsel zunächst von einem speziellen Scanner einscannen lassen. Dann soll ein neuartiges Computerprogramm die Umrisse, Farbe, Schrifttyp und Struktur erkennen und danach die Teile passend virtuell zusammensetzen.


WebReporter: Hier kommt die M...
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, Wissen, Stasi, Akte
Quelle: www.welt.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.05.2007 12:59 Uhr von Hier kommt die M...
 
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Ich bin ja gespannt, was für wichtige Geheimnisse die Stasi damals zu verzweifelt verbergen wollte. Ob Anzünden da nicht der bessere Weg gewesen wäre? :)
Aber 6,5 Mio Euro für Arbeiten, die größtenteils ein Computer ausführt, finde ich schon ziemlich großzügig von der Bundesregierung.
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08.05.2007 13:52 Uhr von Faibel
 
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@hkdm: "Aber 6,5 Mio Euro für Arbeiten, die größtenteils ein Computer ausführt, finde ich schon ziemlich großzügig von der Bundesregierung."

Finde ich nicht zu teuer.
45 mio. seiten für 6,5 mio. euro > ca. 15 cent/seite

da is manch copyshop teurer und das ganz ohne puzzeln.

;-))
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08.05.2007 14:19 Uhr von Mighty Panther
 
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6.5 Mio EUR sind doch gut investiert.
Die Entwicklungskosten für diesen autom. Scanner und dem Computerprogramm sollte man nicht unterschätzen.

Das ist ja nicht so ein Scanner wie zu Hause, wo man mal schnell ein Blatt drauf legt. Dieser hier muss ja über 600 Mio. Papierschnipsel einscannen. Das wird wohl eine Art "Fließbandscanner" sein. ;-)

Und wenn man überlegt, wie viel die Bundesregierung bis jetzt für die Aufbereitung der Stasi investiert hat, ist das doch hier Peanuts.
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08.05.2007 14:30 Uhr von peld
 
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So ein Programm gibt es doch schon länger.
Wurde sogar schon im TV live gezeigt (weiß nicht mehr welche Sendung).

Kann natürlich sein dass dieses Programm heir noch wesentlich genauer und effektiver arbeitet. Nichts desto trotz eigentlich nicht neu.
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08.05.2007 15:20 Uhr von HEINZMEMBER
 
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Gut investiert: das Geld. Man darf gespannt sein.

Ich hätte auch eher alles in brand gesetzt...
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08.05.2007 15:31 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Es würde mich reizen so ein Programm zu schreiben ...

Allein der mechanische Vorsatz, der ein Schnipsel getrennt und einzeln aus dem Haufen entnehmen kann und von vorne und hinten scannt - oder fotografiert - ist eine kleine Herausforderung. Es weiss ja schliesslich niemand was Vorder- und Rückseite ist und wo oben und unten ist.

So ein System kann man auch danach gewinnbringend einsetzen.
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08.05.2007 15:34 Uhr von SpyBreakOne
 
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mu-ha-ha: jetzt werden wir warscheinlich endlich erfahren welche farbe die unterwäsche von helmut kohl am 14.5.1987 um 13.47 uhr hatte
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08.05.2007 16:19 Uhr von vorGebrauchschütteln
 
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Und dann wird abgerechnet!!! Jeder Ober-Stasi-Spitzel wird dann in den Knast gebracht. Da lassen sich doch bestimmt jede menge Pensionen und Renten dadurch sparen, oder nicht?
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08.05.2007 17:09 Uhr von wossie
 
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@kranevo: Diese Akten gehen dann unglücklicherweise kaputt und können nicht eingescannt werden.
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08.05.2007 19:51 Uhr von jotbes
 
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und dann machen wir hexenjagd. wir fangen kohl... und konsorten. machen eine scheiterhaufen ungefähre größe
der überheblich brd und brennen die alle an.
jaaaaaaaaaaaaaaaa
auf das haben wir lange gewartet..
dieser schwachsinn, gebt das geld den arbeitslosen, elternlosen, hirnlosen
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08.05.2007 20:38 Uhr von StYxXx
 
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@vorGebrauchschütteln: Nein, die werden sofort beim BND unter Vertrag genommen. Immerhin könnte ihr Wissen und die Erfahrung wieder von großem Nutzen sein, wenn das so weitergeht...
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09.05.2007 07:49 Uhr von maki
 
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ABM für alte MfS-Angestellte?: Oder ist das nur ein Test, wie stark man West-Akten zerkleinern muss, damit nach den nächsten Wende nix ans Tageslicht kommt...?

Mein Tip: Schonmal alle vorbeugend alle Archive mit einer Verbrennungsautomatik aufrüsten, welche die Papierasche dann noch zermahlt.
Und zwar flottflott, bevor das Volk in Schung kommt!

:-D
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09.05.2007 11:32 Uhr von BenPoetschke
 
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Da es in der News: primär
um die Technik des Restaurierens von, durch äußere Gewalteinwirkung, zerstörtem Schriftgut geht, gehört die News eher als erste Rubrik nicht in Politik, sondern dort wo sie ursprünglich war, nämlich in Wissenschaft, Hightech, Informatik.

Sorry, du wisse, ich normal nix kommentar in deine news wegen falsche Verdachte komme könne auf.
: )

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