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Stark erhöhtes Selbstmordrisiko bei Ärzten

In der "Deutschen Medizinischen Wochenschrift" wurden Studienergebnisse veröffentlicht, wonach Ärzte ein doppelt so hohes Risiko für einen Suizid haben wie die restliche Bevölkerung, Ärztinnen sogar ein vierfach erhöhtes Selbstmordrisiko.

Die Gründe dafür liegen laut einem Psychiater in Depressionen, Konflikten mit dem Partner und Suchterkrankungen, die aufgrund der langen Arbeitszeiten, geringem Einkommen, Leistungsdruck und geringer Wertschätzung der Arbeit durch andere entstehen.

Ein weiterer Psychologe sieht auch in der starren hierarchischen Ordnung und den überhand nehmenden Verwaltungsaufgaben die Ursache dafür, dass Ärzte zu Suchtmitteln wie Alkohol oder Medikamenten greifen und dadurch das Leben der Patienten gefährden.


WebReporter: Hier kommt die M...
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Arzt, Selbstmord, Erhöhung
Quelle: www.net-tribune.de
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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.05.2007 14:53 Uhr von Hier kommt die M...
 
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Ich finde, das sind absolut erschreckende Zahlen. Ich hätte nie gedacht, dass die Zahlen so hoch sind, obwohl ich selber einen Suizidfall aus genau solchen Gründen in meiner Arbeit erlebt habe.
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04.05.2007 15:41 Uhr von Dana85
 
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@news: Ich selbst kenne auch zwei dieser Fälle. Leider wird oft erst zu spät erkannt dass sie das persönliche Limit überschritten haben. Es dürfte aber auch niemand wundern, bei der Belastung denen viele Ärzte standhalten müssen...
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04.05.2007 17:55 Uhr von borgloh
 
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aber ich habe noch nie gehört,dass Ärzte schlecht verdienen ...

Dann doch lieber einer dieser vielen stinkefaulen Beamten werden ...
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04.05.2007 18:28 Uhr von Sirion
 
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@borgloh: fachärzte verdienen in der regel recht gut, die die nur im Krankenhaus arbeiten dann schon weniger sofern sie nicht Chefarzt sind, und vorallem die jungen Ärzte verdienen bekanntlich sehr wenig.
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04.05.2007 18:43 Uhr von ArrowTiger
 
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@borgloh: -- "aber ich habe noch nie gehört,dass Ärzte schlecht verdienen ..."

Um als (Allgemein-)Arzt heute noch gut zu verdienen, musst Du aber schon richtig keulen! Die Kassen zahlen immer weniger, der (zu 90% unnütze und natürlich unbezahlte) Verwaltungskram nimmt inzwischen bis zu 40% der Arbeitszeit in Anspruch bzw. wird außerhalb dieser erledigt, etc.

Meine Frau kann ein Lied davon singen...
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04.05.2007 19:12 Uhr von ron11
 
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gefaehrlich: gerade fuer kranke .....wenn ein arzt nicht voll dabei ist und den patienten dann falsch behandelt....unverantwortlich
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04.05.2007 19:26 Uhr von moppsi
 
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Geringe Wertschätzung durch andere? Ich dachte Ärzte wären in der Liste der angesehnesten Berufe immer ganz vorne dabei, oder täusch ich mich da?
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04.05.2007 23:42 Uhr von meebo
 
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jippie: na da weiß ich ja wofuer ich ca. 12h/tag opfere .. fuer eine zukunft am strick
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04.05.2007 23:47 Uhr von Extr3m3r
 
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Wenn man die langen Arbeitszeiten mancher Krankenhausärzte sieht, ist der Verdienst schon recht gering.
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05.05.2007 00:41 Uhr von Mr.Gato
 
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Wie sieht denn das Einkommen der schlecht bezahlten Ärzte aus?

Ist das etwa verhältnismässig schlecht oder wirklich schlecht?

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05.05.2007 10:06 Uhr von johannim
 
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ArrowTiger hat Recht: Der Verwaltungsaufwand ist ENORM. Vor allem mit eigener Praxis....und der wird leider nicht bezahlt.

Entweder jeden Tag von früh um sieben bis abends um zehn arbeiten, oder sich ein paar Stündchen in der Woche sparen und die Verwaltung dafür am Wochenende erledigen (7 Tage Woche ist aber auch nich das Schönste ;)
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05.05.2007 12:48 Uhr von LinkeKlebe
 
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Echt schlecht: Also als junger Arzt verdient man für die viele anstrengende Arbeit echt schlecht, hinzu kommen bei dem Beruf natürlich noch die psychischen Belastungen. Und dann muss man dafür vorher noch ein langes Studium absolvieren. Bis man dann einmal selbständiger Facharzt mit gutem Einkommen wird, ist es wohl oft ein schwieriger Weg. Bei Lehrern ist es mit den psychischen Problemen oft ähnlich. Da denken auch die meisten, "Jau, viel Geld verdienen, andauernd Ferien und ein bisschen mit den Kindern das Rechnen üben, toll". Viele Berufe bekommen halt nich die Wertschätzung, welche sie eigentlich verdient haben.
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05.05.2007 23:25 Uhr von Mr.Gato
 
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@klebe: Hast du Zahlen?
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06.05.2007 01:31 Uhr von borgir
 
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schon komisch: dass das schon so viele leute erlebt haben. bei mir auch vor kurzem ein anästhesist, der sich das leben genommen hat....schlimm
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06.05.2007 19:42 Uhr von LinkeKlebe
 
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Klar: "Hast du Zahlen?"

Klar, 1 2 3 4 5.
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06.05.2007 21:54 Uhr von Mouhtaram
 
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immer wieder : armes Deutschland es ist nicht nur unverantwortlich die Ärzte, die mitunter die verantwortungsvollste Aufgabe haben, nämlich am menschlichen Körper zu arbeiten, einen solchen Arbeitszeitplan auf zu zwingen, sondern auch beschämend und nicht gerade motivierend das für ein so geringes Gehalt zu tun....auf der anderen Seite wieder mal ein schönes deutsches Beispiel, daß hiesige Politiker wirklich jeden Scheiss vom Volk verlangen können, ohne je Angst vor einem Aufstand (wie zB in Frankreich etc.) haben zu müssen......nein, die Deutschen sind nur wahre Meister im mekkern, motzen und sich beschweren, aber um sich zu wehren (was auch nicht mit einer demo getan is..)dazu sind sie nicht in der Lage.
Und so geht es weiter, daß der eine Teil sich halbtot arbeitet, und der andere Teil sich mit Drogen über Wasser hält oder sich den letzten Stoss gibt...damit er`s hinter sich hat...
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07.05.2007 11:17 Uhr von ArrowTiger
 
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@Mr.Gato: -- "Wie sieht denn das Einkommen der schlecht bezahlten Ärzte aus? Ist das etwa verhältnismässig schlecht oder wirklich schlecht?"

Kommt darauf an, wo man niedergelassen ist, wieviel Konkurenz mit anderen Kollegen besteht, wieviel Personal man braucht und wie viel und wie sorgfältig man zu arbeiten bereit ist. Auf dem Land sieht es oft so aus, daß man seine Praxis kaum halten kann und dann zusätzlich hinzuverdienen muss (s. Beispiel mit GB-Wochenenden).

Es ist schon so, daß Ärzte in ländlichen Gegenden von der Gemeinde Land oder kostenlose Pacht für ein Haus angeboten bekommen, wenn sie eine Praxis dort eröffnen.

Jedenfalls ist man als Arzt in D schon sehr gefordert, wenn auch i.d.R. nicht arm. Im Verhältnis zum Aufwand verdiene ich als nicht studierter Softwerker mehr als meine Frau. Kein Wunder also, das besonders junge Ärzte ihr Glück immer häufiger im Ausland suchen.
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08.05.2007 10:45 Uhr von ArrowTiger
 
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@Aguirre, Zorn Gottes: -- "Die Ärzte.. sollten mal weniger Überstunden machen, dann entgehen sie auch dem Risiko des Suizids."

Schön wäre es, wenn das so leicht möglich wäre.

1. Niedergelassene Kassenärzte: Beschränkung der Patientenzahl bringt weniger, ohnehin schon schlecht vergütete Punkte = weniger Umsatz = Praxis evtl. nicht mehr tragfähig. (Ganz abgesehen von den Patienten mit ihren Problemen. Wohin mit denen, wenn das alle Ärzte machen würden?)

2. Krankenhaus Assistenzärzte: Nach dem Studium ist eine gewisse Zeit als Arzt im KH Pflicht. Allein das reicht schon - neben anderen Umständen - um Druck auf diese völlig unterbezahlten Ärzte auszuüben. Zumal man ja gerne nach der Assistenzzeit weiterhin einen Job hätte.

3. Krankenhaus Oberärzte: Hier ist es üblich, nur kurzfristige Verträge abzuschließen. Wenn Du "bockst", gibt es eben keinen Folgevertrag.

4. Krankenhaus Chefärzte: Haben sehr oft kein Interesse an Veränderungen, da sehr gut vergütet und eher mit der Verwaltung beschäftigt. Zudem besteht Druck durch immer weniger Geld von den Kassen und "moderne" Kostenkontrolle. Gesundheit als Ware eben...

Das war jetzt natürlich nur ein sehr oberflächlicher Blick, sollte aber ausreichen um zu sehen, daß einfach nur Dienst nach Vorschrift in diesem Bereich nicht so einfach ist - v.a. als Einzelner. Und zumal viele (ältere) Ärzte auch einen Berufsdünkel mitbringen: Ärzte streiken nicht!

Aber es hat sich ja diesbezüglich in letzter Zeit doch einiges bewegt, und wird sich auch weiter bewegen. ;-)

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