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Sind Fachhochschulen nicht mehr "zweitklassig"?

Neben den Universitäten erfreuen sich die Fachhochschulen immer größerer Beliebtheit. Grund hierfür ist die Praxisnähe, kleine Lerngruppen und ein möglicher rascher Studienabschluss. Mehr als 500.000 Studenten gibt es derzeit an Fachhochschulen.

Eine Umfrage unter Absolventen des "Spiegel" hat ergeben, dass FH-Studenten gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. In fast allen Fachbereichen wurde festgestellt, dass FH-Absolventen schneller ihren Berufsweg finden als die Uni-Absolventen.

Die Verdienstmöglichkeiten sind jedoch unterschiedlich. Uni-Absolventen verdienen im Durchschnitt mehr als die Abgänger von Fachhochschulen. Auch die Top-Jobs werden vorzugsweise an Uni-Absolventen vergeben.


WebReporter: Streetlegend
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Fachhochschule
Quelle: www.rp-online.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.04.2007 15:02 Uhr von guaranajones
 
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naja: darum ja eben auch FH. FH = Fast Hochschüler. :D
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30.04.2007 15:06 Uhr von pippin
 
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Kann ich bestätigen: Angefangen hab´ ich mit meinem Studium an einer Uni.
Aber da lebt man häufig fernab der Realität in der absoluten Theorie.
Lasst euch mal von einem Mathematik-Professor eine neundimensionale Matrix am "praktischen" Beispiel erklären .... da fällt einem nix mehr ein.

Da ich nach meinem Studium aber nicht als Theoretiker an der Uni bleiben wollte, habe ich mein Studium an eine Fachhochschule verlagert und bereue diesen Schritt bis heute nicht.
Es mag von Uni zu Uni und von Fachhochschule zu Fachhochschule Unterschiede geben, aber ich persönlich kann bestätigen, dass eine FH wesentlich praxisbezogener ist, als eine Uni.
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30.04.2007 15:12 Uhr von kaetzchen2
 
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Der Unterschied ist tatsächlich da, deswegen ist eine FACHhochschule ja eine FACHhochschule.
Aber ohne die Theorie geht es nicht. Irgendjemand muss ja mal die Grundlagen legen, die man dann in der Praxis durchführt / anwendet.
Außerdem, wo/ warum soll ein zukünftiger Bibliothekar (Magisterstudiengang) ein Berufspraktikum machen? Das ist nicht immer so praktikabel. Medizin hat viel praktische Ausbildung dabei, egal ob Uni oder FH.
Also meines Erachtens nach haben beide ihre Existenzberechtigung. Ein schneller Abschluss ist nicht immer gut, denn in mehr Zeit erwirbt man auch mehr wissen. Ich möchte mein Haus von einem fachlich guten Architekten geplant bekommen, und nicht von einem der schnell fertig war.
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30.04.2007 15:15 Uhr von sluebbers
 
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nicht vergessen: es gibt so einige dinge die man an einer universität gar nicht studieren kann. da fällt mir z.b. pflegewissenschaften ein. kannst ein abi haben wie du willst, wenn du keine ausbildung im pflegebereich hast kannst du sowas nicht studieren. das ist nur ein beispiel.
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30.04.2007 15:18 Uhr von Chimaira911
 
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Vorteile liegen auf der Hand Ich selbst studiere Wirtschaftsinfo an der Uni und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass der höhere Praxisbezug und auch der schnellere Studienabschluss massive Vorteile auf dem Arbeitsmarkt mit sich bringen (hab ich in etwa bei der Praktikumssuche gemerkt)...

Allerdings, und das soll jetzt nich von oben herab oder eingebildet klingen, ist das fachliche Niveau an den Unis (zumindest an meiner) doch ein anderes.. Ich hatte mal die Möglichkeit einen Kumpel auf seinen Statistik II-FH-Klausur vorzubereiten, und die war, milde gesprochen ein Witz... Gleiche Stundenzahl, aber max der halbe Stoffumfang, zusätzlich praktisch kein theoreticher Unterbau, nur stupides Formeln-Können..

Ich glaube, ein Uni-Absolvent mit genug Praktika hat meistens noch die besseren Karten, FH-ler sind für praktisch orientierte Job (in meinem berufl. Umfeld: Programmierer, Maintenance..) auf jedem Fall einem 0815-Uni-Studi der sich irgendwie durchgemogelt hat vorzuziehen... (obwohl es extrem schwierig ist sich durchzumogeln, mein stud gang ist z.B. auf 40 beschränkt von denen jetzt noch 18 übrig sind, unter 90%-Einsatz ist es auch fast nicht zu schaffen)..

Naja, wie auch immer, Einstiegsgehalt und Position sind nicht alles, gute Leute, egal mit welchem Abschluss werden ihren Weg machen..

MfG
Chimaira
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30.04.2007 20:04 Uhr von Slippy01
 
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Das die FH praxisnäher ist, ist doch logisch. Die Uni sieht darin überhaupt nicht ihren Auftrag. Sie will die Theorie vermitteln und das man selbstständig Lösungen findet und nicht alte Lösungen aufgreift.
Das man an einer FH aber schneller einen Abschluss bekommt, finde ich falsch. Ich denke das die vielen Uni-Studenten selber zu nachlässig sind um es schnell durchzuziehen, zumindest im durchschnittsvergleich.
Die Chance es schneller durchzuziehen seh ich jedoch ehr bei der Uni, da es nicht so verschult ist. Wie es nun mit den Bachelor ist, weiß ich selber nicht.

Der eigentliche Nachteil aber sehe ich darin, dass der FH-Titel hinderlich ist, je weiter man die Karriereleiter empor steigen will.

Und ja ich bin befangen, bin aufe Uni ;)
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01.05.2007 13:51 Uhr von Dana85
 
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Beispiel aus dem Alltag: Ich mache eine Fachhochschule in Zürich, arbeite 80% und gehe 20% plus Samstags in die Schule.
Ne Freundin studiert das selbe Fach an der Uni, ist nur in der Schule.
Wir haben uns beide für die selbe Stelle beworben (nach der Ausbildung) die Stelle wurde an mich vergeben da ihr eine "Fachidiotie" vorgeworfen wurde sprich grün hinter den Ohren weil man alles nur vom hörensagen kennt und noch selbst keine Erfahrungen auf dem Gebiet gemacht hat. Übrigens kenn ich das Problem von vielen Bekannten.
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01.05.2007 16:49 Uhr von Summersunset
 
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selbes spiel mit gymi und realschule: Beide haben ihr Existenzrecht. Ich bin eher der Theoretiker und spiele auch gern abstrakte Situationen durch, braucht ein Unternehmen auch. Und dann gibt es eben auch Praktiker, die für die abstrakten Theorien dann gute Umsetzungen entwickeln.

Also, alles gut, nur anders ;-)
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01.05.2007 18:45 Uhr von derSchmu
 
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Also nach Ausstattung und Fachkraeften sind sowohl Unis als auch Fachhochschulen als Zweitklassig zu bewerten...eigentlich sollte man ja was von den Studiengebuehren nun merken...naja es gibt dolle bunte Broschueren hier, aber generell kommt ja wohl auch in Zukunft net viel von der Kohle in den Instituten an...
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01.05.2007 19:01 Uhr von thrawni
 
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agree: ich studiere im moment WIWI an der HU-Berlin und werd demnaechst auch an die FHW wechseln, da
a) der stoffvermittlung effizienter von statten geht
b) die FHW in unirankings in den top10 ist
c) man ja nach dem bachelor an der FH seine(n) master(s)
immernoch an der Uni machen kann (was ich auch vor habe)
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02.05.2007 13:21 Uhr von drgary
 
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Uni: Backgroundwissen FH: Praxis: Unis: Backgroundwissen mit selbsterarbeiteter Praxis (von engagierten Studenten only)

FH: Viel Praxis, allerdings nur mit einer Prise Background
Lösung von Problemen nach Schema F

Ergo:
FH-Absolventen sind schneller im Beruf einsetzbar
UNI-Abgänger lösen Probleme nach Analyse und dadurch effizienter und angepasster an die jeweiligen Aufgabenstellungen

Wir stellen nur UNI-Absolventen ein. Die denken mehr mit.
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02.05.2007 14:00 Uhr von MiA.MaX
 
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FH vs Uni: Ich selbst bin ein Informatik FH Student in Zürich (20% Studium, 80% Arbeiten - und das ganze 4 Jahre).
Anders als einige hier "behaupten" wird uns ständig mitgeteilt, dass wir als zukünftige Ingenieure eben nicht nach Schema F arbeiten, sondern uns um neue und innovative Lösungen bemühen müssen.
Und dementsprechend werden auch die ganzen Lernaufträge bewertet.

Die Praxis kommt aus dem Beruf, während in der Schule sehr viel Theorie durchgenommen wird - und das ganz sicher nicht oberflächlich !

Natürlich: Ein Vollzeitstudi, welcher an einer Uni Zeit bis zum geht nicht mehr hat wird in der Theorie noch Stück weitergehen und somit schlussendlich noch etwas tiefer in der Materie stecken.
Trotzdem werden FH Studenten sehr gut ausgebildet und werden mindestens genausogut wie Uni Abgänger darauf trainiert eigene Ideen zu haben und aus dem gelernten neue Ansätze finden zu können.

Hier im Team (bei ner grossen CH-Bank) haben wir jedenfalls nicht sehr gute Erfahrungen mit ETH Studis gemacht...
resp. sie waren so dermassen schlecht, dass ein Uni/ETH Student wohl vorerst gar nicht mehr in Betracht gezogen wird.

Grundsätzlich habe ich das Gefühl wenn jemand eine FH macht und nachher seinen Master an der Uni nachholt, ist dieser klar mehr zu gebrauchen als ein reiner Uni Student mit dem Master.

Dies gilt natürlich nur für die technischen Berufe.
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02.05.2007 14:03 Uhr von jesusschmidt
 
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vergleich mit gymnasium/realschule hinkt gewaltig: mehr praxisbezug gibt es an der realschule nun wirklich nicht. dafür aber weniger vermitteltes wissen. unterm strich ist es aber eigentlich egal.
wenn man nicht studieren will, bietet abi nur den vorteil, daß es auf dem gymnasium wesentlich weniger gewalt gibt als auf anderen schulen.

"Wir stellen nur UNI-Absolventen ein. Die denken mehr mit."

dumme verallgemeinerung, die meines erachtens reines wunschdenken ist. zum glück aber nicht mein problem. :D

wer möchte schon in ner firma arbeiten, wo es "probleme" gibt? das wort "problem" ist bei uns geächtet. bei uns gibt es nur "herausforderungen". :)
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02.05.2007 18:34 Uhr von Moloche
 
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kann man schlecht vergleichen: Uni macht mehr Grundlagenforschung und ..wie gesagt... Fachhochschule mehr fuer den Betrieb.

Aber ohne jetzt Arrogant zu wirken.
Das Niveau an der Uni ist wesentlich höher.
Ich kenne einige(!!), die haben sich an der gequält und sind dann doch noch rausgeflogen, die gingen dann an die FH und spazierten danach regelrecht durch, und überholten noch ihre Kollegen von der Unio.
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02.05.2007 22:32 Uhr von Slippy01
 
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@MiA.MaX: >>"Grundsätzlich habe ich das Gefühl wenn jemand eine FH macht und nachher seinen Master an der Uni nachholt, ist dieser klar mehr zu gebrauchen als ein reiner Uni Student mit dem Master."

Zumindest in Deutschland ist es noch reine Theorie.
Aber erstens wird der größtteil sich mit dem Bachelor zufrieden stellen und zufrieden stellen müssen. Denn viele sind froh über ihren akademischen Titel und wollen Geld verdienen. Und viele andere schaffen es von den Noten nicht.
Ich denke auch das viele Unis ehr ihre eigenen Bachelor-studis übernehmen als von anderen FHs oder anderen Unis.
Und anderseits ist fraglich ob die auch von den Noten so gut sind wie die anderen. Nicht wegen "blöde" FH oder so, sondern wegen der Umstellung. Denn es ist schon ein anderes lernen und außerdem müssen die Schwerpunkte der FH mit der Uni übereinstimmen sonst muss man zusätzlich ein paar Sachen nacharbeiten.

Aber abgesehen davon hast du recht. :D
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03.05.2007 09:35 Uhr von MiA.MaX
 
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@Slippy01: nun wie die FH´s der Schweiz und Deutschland überreinstimmen weiss ich nicht.
Aber klar müssen die Schwerpunkte überreinstimmen.
An der Uni wird halt auf jedes Thema noch detaillierter eingegangen.

Ein FH Titel ist in der Schweiz schon relativ hoch gewertet.

Viele machen hier die 3 oder 4 jährige Berufslehre und mit einem FH Titel hebst dich halt schon klar von der Masse ab.
k.a. wie das in Deutschland läuft... sind aber soviel ich weiss ziemlich verschiedene Bildungssysteme.
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03.05.2007 16:08 Uhr von Whitechariot
 
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Trend ist nicht neu Da gab es vor ein paar Jahren schonmal einen Artikel, dass gerade höher begabte Schüler inzwischen lieber an einer FH studieren wegen der besseren Betreuungsmöglichkeiten (nicht ein paar Wochen warten, um mal einen Prof. zu sprechen), der oftmals moderneren Ausstattung und dem höheren Praxisbezug.

FH-Professoren sind alle bereits in der Wirtschaft tätig gewesen oder immernoch aktiv und keine reinen Theoretiker - dadurch ist man an einer FH einfach näher am Puls der Zeit.

Dass FH-Absolventen in Unternehmen oftmals einen besseren Ruf genießen, weil sie keine planlosen Theoretiker sind, habe ich auch schon mehrfach mitbekommen.

Mir persönlich war damals ein Uni-Studium (Informatik) einfach zu langwierig und weltfremd, der Reiz an einer FH zu studieren war deutlich höher.

Unser Studiengang wurde schließlich umstrukturiert, weil er (laut einem Prof.) offensichtlich zu schwierig war (ca. 50 % sind bereits in den ersten Semestern ausgesiebt worden). In einer Uni werden mit Nachprüfungen und Auge zu drücken viel mehr Leute mitgeschleppt. Ich hatte mal unsere Mathematik-Klausuren von uns einem Freund an der RWTH Aachen (also einer UNI) gezeigt, das war mindestens das gleiche Niveau - eben ein Ingenieur-Grundstudium.
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03.05.2007 16:10 Uhr von Whitechariot
 
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@ MiA.MaX: Den Master kann man ggf. auch an einer FH machen...
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03.05.2007 16:23 Uhr von Whitechariot
 
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Zu meinem ersten Beitrag noch:

Letztendlich ist es aber relativ egal, ob man an einer Uni oder FH studiert hat - das (Berufs)Leben schenkt einem so oder so nichts. Entweder man findet seinen erfolgreichen Weg oder mangels Was-auch-immer eben nicht.

Wobei das ziemlich weit gefächerte FH-Wissensspektrum durchaus von Vorteil ist ;-).

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