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Demonstration im Bundestag: Störer springen von der Tribüne in den Plenarsaal

Im Bundestag stand heute die Debatte zur Kinderbetreuung auf dem Programm. Dazu hatten sich auch Demonstranten auf den Zuschauerrängen eingefunden. Dort entrollten sie ein Plakat mit der Aufschrift: "Die Wünsche der Wirtschaft sind unantastbar".

Zwei der Demonstranten gingen allerdings noch einen Schritt weiter. Sie sprangen von ihren Sitzen in den Plenarsaal runter. Dort machten sie jedoch keine Probleme, sondern ließen sich ohne Widerstand zu leisten abführen.

Die Abstimmung selbst musste abgebrochen werden. Grund dafür war jedoch nicht die Demonstration, sondern die Tatsache, dass nicht genug Politiker anwesend waren, um beschlussfähig zu sein.


WebReporter: HolyLord99
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bundestag, Demonstration, Tribüne
Quelle: www.spiegel.de

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27 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.04.2007 15:29 Uhr von reziprok
 
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Unsere Politiker faule Schw...??? "Da nur 268 Abgeordnete anwesend waren, erklärte Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse das Parlament für nicht beschlussfähig. Es hätten mindestens 307 Abgeordnete anwesend sein müssen. Die Sitzung wurde beendet."


Die waren bei dem schönen Wetter wohl schon im Wochenende.... Tolle Arbeitsmoral!
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27.04.2007 15:33 Uhr von flecher
 
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Hammer geile Aktion!!: Geil!!

Diese Aktion war ja mal der Ober geile Hammer überhaupt!
Für die Deutsche Wirtschaft !!*lol*

Coole Aktion !!!!

Gerne mehr davon!!
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27.04.2007 15:35 Uhr von flecher
 
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nachtrag: Hab dies grade im Fernsehen gesehen die haben ein riesen Fettes Banner über deem Eingang des Reichstages gespannt.
Für die Deutsche Wirtschaft!!!


Geil!!!!
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27.04.2007 17:19 Uhr von JohaGle
 
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Gibts ein Bild
zu der "Der deutschen Wirtschaft" - Aktion?

is das geil.. :-D

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27.04.2007 18:16 Uhr von flecher
 
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leider gab es die Bilder nur bei Phönix: Und das auch nur einmal!
Bei n tv haben sie zum beispiel nur gezeigt wie die Demonstranten im Reichstag ein ablenkungsmanöver gestartet haben damit die Hobbie Bergsteiger ungestört vorn am Reichsstag rum kraxeln konnten und das riesen Fette Banner über dem Eingang zu spannen.

Ich nehme mal an das die Deutschen Medien einen Maulkorb von der Bundesregierung bekommen haben deswegen auch nur die kurze Bericht Erstattung bei n tv.
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27.04.2007 18:19 Uhr von reziprok
 
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27.04.2007 18:45 Uhr von Caletta
 
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DIe Abstimmungen: Sollten stattfinden egal wieviele Politiker anwesend sind, so würden halt die Stimmen von denen mehr zählen die ihren a****** zur Arbeit schwingen und sich also offensichtlich kümmern.
Würde außerdem automatisch die Anzahl der Anwesenden erhöhen, da keiner übergangen werden will.
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27.04.2007 19:14 Uhr von necesite
 
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Beitrag: http://youtube.com/...

Seitdem ich dich kenne - hab ich ein Problem;
du gehts mir auf die Nerven alter - und zwar extrem;
du sagst du lebst zum Wohl des Volkes - rund um die Uhr;
du wirst nochnichmal rot dabei - wie machst du das nur?

gib mir bitte eine Chance - halt doch bitte mal den Mund!
ich werde langsam sauer - und das nicht ohne Grund!
ich würd dich gerne Abwählen - es lässt mir keine ruh.
doch dann kommt einfach nur der nächste der genauso ist wie du!

du redest Quark - den ganzen Tag

keiner glaubt mehr deine Lügen - du hast uns zu sehr gequält;
du hast uns den ganzen Schwachsinn schon 10.000mal erzählt;
du redest ohne pause - und du redest laut und schnell;
du denkst noch nichtmal nach dabei - das ist sensationell;

und du schüttelst ein paar Hände;
und dann streichelst du ein Kind;
und dann hängst du erstmal kräftig deine Fahne in den Wind;

ich wollt dich liquidieren doch du wirst zu gut bewacht -
ich werd´ dich mal besuchen irgendwann tief in der Nacht!

du redest Quark - im Bundestag;
du redest Quark - den ganzen Tag (oh yeah)

(Zitate einschnitt)
heuchelei, heuchelei, bla bla bla bla bla bla bla

du redest Quark - sogar im Sarg;
du redest Quark - den ganzen Tag (oh no)
du redest scheisse, du redest Müll, du redest dummes Zeug, du redest Quark und du redest und du redest Quark Quark Quark Quark
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27.04.2007 21:24 Uhr von flecher
 
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Englandsking: Die breite Öffendlichkeit sieht dies aber ein wenig anders als unsere Politiker!
Endlich hat sich mal jemand getraut und hat den aller ersten Stein geschmissen.
Die Jungen Demonstranten sind Volkshelden und ich finde man sollte dies mit Respekt behandeln.
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27.04.2007 21:26 Uhr von sunset54
 
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Nur Die Wahrheit: Die haben nur die Wahrheit gesagt. In Deutschland herrscht die Wirtschaft durch Ihrer Lobbies und Politiker mit bestimmten "NEBENEINKÜNFTEN". Das Volk hat nichts mehr zu bestellen. Daran ändern auch Wahlen egal ob CDU,SPD,FDP,Grüne,Linke oder wer auch immer die Regiwerung bildet.
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27.04.2007 22:19 Uhr von DemonBuster
 
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Weiter so! Wird sowieso mal Zeit den Deutschen eine Demonstrantenkultur nahe zu legen, so wie bei den Franzosen.

Ich hab zum Thema ne kleine Anekdote:

Irgendso ein Reporter (oder wars ein Philosoph, naja egal) hat paar Manager von so einem Multinational gefragt, warum sie einen Deutschen Standort der Firma platt machen, obwohl dieser am produktivsten von Allen ihren internationalen Standorten war. Zuerst haben sie natuerlich um den heißen Brei geredet, irgendwelche Gruende vorgeschoben, erst als das Aufnahmegeraet aus war haben sie Klartext geredet, sie sagten:
Wenn wir einen Standort in Frankreich vernichten, kriegen wir Aerger mit der Regierung, wenn wir in Spanien einen Standort kappen, machen die Arbeiter einen Aufstand und besetzen das Gelaende, hier in Deutschland kommen alle Arbeiter bis zum letzten Tag und der Letzte der rausgeht macht das Licht aus und schließt die Tuer ab.

Da sieht mans mal wieder. Das ist Deutsches Gedankengut, den "Fuehrern" blind gehorchen und keinerlei eigene Verantwortung uebernehmen, bloß nichts "Anruechiges" machen, sonst wird man ja von der Gesellschaft "verstoßen". Fuer mich gar kein Wunder.

http://comixfuzzy.de/...
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27.04.2007 22:30 Uhr von M:H:S
 
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Erklärung zur Aktion„Der Bundestag ist gescheitert: Junge politische Menschen setzen ein Zeichen vor und in dem Bundestag. Die Betitelung der Aktivisten als „Humankapital“, das Verstreuen von Geld und das Entrollen von Bannern mit Sprüchen wie „Die Wünsche der Wirtschaft sind unantastbar“ sollen verdeutlichen, dass der Bundestag lediglich das Ausführungsorgan der großen Unternehmen ist und keine freiheitliche, demokratische Institution darstellt. Dieses Bild wird dadurch verstärkt, dass auf dem Dach des Reichstags der Schriftzug „Dem deutschen Volke“ durch das Banner „Der deutschen Wirtschaft“ ersetzt wird. Ziel dieser Aktion ist es, einen Diskurs anzustoßen, der die Scheindemokratie kritisch hinterfragt und mit Vehemenz gesellschaftspolitische Veränderungen durchsetzt. Wir fühlen uns durch die Größe der Probleme zu dieser Aktion genötigt.

Wir üben harte und tiefgreifende Kritik am bestehenden politischen System.

Schon in der Schule wird uns beigebracht, dieses System eine Demokratie zu nennen. Es soll eine Herrschaft aller darstellen. Diese Herrschaft beschränkt sich dann aber in der Praxis darauf, einmal in vier Jahren wählen zu dürfen. Eine Weiterentwicklung des Systems ist offenbar nicht angedacht. Diese parlamentarische Demokratie ist keine Demokratie, sondern eine Scheindemokratie: Die WählerInnen werden nicht als teilnehmendes Element am gesellschaftlichen Aufbau betrachtet, sondern nur als passive KonsumentInnen, die über unterschiedliche Marketingstrategien der Parteien zu urteilen haben.

Die Regierung hat kein Vertrauen in die Bevölkerung, sie kontrolliert sie, setzt sie immer stärker einem Allgemeinverdacht aus und schafft ein Klima der Angst. Die Parteien haben sich von weitergehenden Visionen verabschiedet und leben nur noch in einer engen Welt der Realpolitik. Die Menschen reagieren mit Politikverdrossenheit auf die zunehmende Ununterscheidbarkeit der Parteien. Politik fungiert nur noch als Verwalterin der Wirtschaft, als Ausführungsorgan der großen Unternehmen. Das liegt einerseits am massiven Lobbyismus der Unternehmen, welcher mit viel Geld betrieben wird, andererseits an der erstaunlichen großen Schnittmenge von Abgeordnetenmandaten und Aufsichtsratposten. Entscheidenden Problemen wie Klimawandel, Armut und Perspektivlosigkeit begegnet die Scheindemokratie mit staunender Unfähigkeit. Der eingeschlagene Weg der kleinen Reformen bewirkt, wenn überhaupt, negative Entwicklungen und dreht die Spirale des scheiternden Systems immer weiter.

Wir haben keine Hoffnung in die PolitikerInnen dieser Zeit, sie sind zu fest im System verankert, um über den Tellerrand blicken zu können. Sie unterstützen eine fatale Entwicklung. Die Entmündigung aller durch ihre sogenannten Vertreter muss zugunsten einer ständigen, politischen Einflussnahme der gesamten Bevölkerung abgeschafft werden. Es ist Schwachsinn, dass dieses System alternativlos ist. Wir wollen eine Gesellschaft, in der alle Menschen Politik leben und ein andauernder Diskurs grundlegende Veränderungen ermöglicht. Dafür ist eine radikale Form der Demokratie notwendig.

Statt der Entwicklung politischer Visionen zur Verbesserung der allgemeinen menschlichen Lebensumstände beherrscht ein unkritischer Wirtschaftsglaube das politische Handeln. Das heutige politische System hat das nationale Wirtschaftwachstum zum einzigen Maßstab politischen Erfolgs erkoren. Konsum gilt als Ausdruck individueller Selbstverwirklichung. Es handelt sich hierbei um ein System, das, in seiner einzig logischen Konsequenz, die Umwelt zerstören, soziale Ungleichheit verschärfen und das menschliche Leben in Formen pressen muss.
Der Mensch ist ein austauschbarer Funktionsträger in einer sinnlos wachsenden Wirtschaft, wer sich weigert oder scheitert, ist nur noch Abfall. In einer Gesellschaft, in der es wichtig ist, zu den Gewinnern zu gehören, bleibt immer eine Mehrheit von Verlierern übrig. Das Ideal des mobilen, flexiblen, motivierten und leistungsbereiten Menschen führt zu einer vereinzelten Gesellschaft, in der ein solidarisches Miteinander zugunsten eines wirtschafts-vergötternden Denkens dem Geld geopfert wird.

Gerade junge Menschen gestalten ihr Leben nur noch nach Bewerbungskriterien. Unter dem Damoklesschwert der Arbeitslosigkeit ordnen viele ihr Leben scheinbar freiwillig der wirtschaftlichen Verwertbarkeit unter.

Wir brauchen die Entkopplung von Arbeit und materieller Grundausstattung. Eine kostenlose Grundversorgung, sprich Bildung, Gesundheit, Wohnraum, Lebensmittel und Kultur, ist notwendig, um den Menschen ein freies und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
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27.04.2007 22:31 Uhr von M:H:S
 
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fortsetzung: Die immer stärkere Einflussnahme der Wirtschaft auf Bildungseinrichtungen sowie die Orientierung vorgefertigter Lehrinhalte an ihrer ökonomischen Nutzbarkeit sind maßgeblich verantwortlich für eine geistige Verkümmerung und Normierung der Gesellschaft. Nicht soziales Denken, sondern Konkurrenz und Leistungsdruck bestimmen den Ausbildungsalltag. Ziel einer jeden freien und emanzipierten Gesellschaft muss es sein, die Entwicklung der individuellen Persönlichkeit und selbstbestimmten Meinungsbildung zu fördern. Dabei darf es Selektionskriterien wie solche nach sozialem Status, persönlichen Fähigkeiten, Geschlecht sowie religiösem, nationalem oder kulturellem Hintergrund, nicht mehr geben.

Während der Großteil der Weltbevölkerung in Armut lebt und durch transnationale Konzerne ausgebeutet wird, kaufen wir alle wesentlich mehr, als wir tatsächlich benötigen, als für uns ausreichend ist. Um den Menschen in eine den Rest der Welt und die Herstellung ihres Produkts ignorierende Kaufmaschine verwandeln zu können, bedient sich die Wirtschaft eines trickreichen Instruments: der Werbung. Werbung ist keine Produktinformation, sie ist Propaganda - subtile Propaganda, welche uns einen Lebensstil aufzwängen soll, der dem Unternehmen Gewinne beschert und der Volkswirtschaft gute Zahlen. Dass ein Geländewagen und Billigflüge den Klimawandel anheizen, Kleidung unter menschenrechtsverachtenden Zuständen entsteht, wird in dieser freundlichen Warenwelt nicht erwähnt. Wir lehnen Werbung ab. Die Öffentlichkeit muss einer politisierten Gesellschaft zurückgegeben werden.

Die Wirtschaft wird immer mehr von größeren Subjekten bestimmt und unterwirft alles ihrem Streben nach Gewinn. Hier an das nicht vorhandene Verantwortungsdenken der Unternehmen zu appellieren, greift zu kurz.
Den Konzernen muss der politische Einfluss und die Beherrschung öffentlicher Räume entrissen werden. Dabei ist eine Zerschlagung aller Konzerne notwendig, darunter verstehen wir eine Zerteilung und Vergesellschaftung. Die Gesellschaft könnte somit wieder selbständig handeln, ihren politischen Rahmen selbst definieren.

Wir verlangen, Utopien leben zu dürfen. Die Menschen sollten auf ihre Art und Weise leben und an der Gesellschaft partizipieren dürfen. Die fortschreitende technische Entwicklung und Produktivitätssteigerung würde der Bevölkerung ermöglichen, weniger zu arbeiten für das Lebensnotwendige und insgesamt mehr Freiräume zu haben. Der Einzelne muss den Glauben an die Gesellschaft, an einen Sinn in seinem Leben außerhalb des Geldbeutels wiederfinden.

Wir treten für eine Demokratie ein, die es Menschen gestattet, den politischen Rahmen und ihr Umfeld zu gestalten und mitzubestimmen. Wir treten für eine menschliche, ökologische und soziale Wirtschaft ohne Konzerne und eine solidarische, freie, emanzipatorische Gesellschaft ein.

Unsere Forderungen richten sich an keine herrschende Elite. Wir rufen zu einem öffentlichen Diskurs und zu einer neuen freien Bewegung auf. Mit dieser Aktion setzen wir ein Zeichen gegen das derzeitige System. Alle, die mit dem Bestehenden unzufrieden ist und die Hoffnung auf eine freie bessere Gesellschaft nicht aufgegeben hat, rufen wir auf, Widerstand zu leisten.

Geld oder Leben


quelle: http://geldoderleben.blogsport.de/
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27.04.2007 22:53 Uhr von Troll-Collect
 
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passend hierzu: >>>
Bis heute ist die deutsche Gesellschaft in eine repräsentative parlamentarische Demokratie als politischer Überbau und einen nicht demokratisierten ökonomischen Unterbau gespalten. In der Wirtschaft herrscht einseitig das Kapital - nach der weltweiten Liberalisierung der Märkte insbesondere das Finanzkapital. Auf den Märkten sind die Strukturen weitgehend vermachtet und in den Unternehmen gibt es immer weniger Mitbestimmung der abhängig Beschäftigten. Autokratische und paternalistische Führungsstile sind auf der einzelwirtschaftlichen Ebene an der Tagesordnung. Das "Investitionsmonopol" (Erich Preiser) ist ungebrochen. Die Angst um den Arbeitsplatzverlust vor dem Hintergrund der Massenarbeitslosigkeit schüchtert die Menschen ein. Eine in den letzten Jahren vertiefte Segmentierung der Arbeitsmärkte in Stamm- und Randbelegschaften hat immer mehr prekäre Beschäftigungs- und Ausbeutungsverhältnisse geschaffen. Die Arbeit wurde individualisiert, d. h. jede und jeder einzelne Beschäftigte muss nun ihren oder seinen Anteil an der unternehmerischen Wertschöpfung individuell nachweisen. Selbst die kapitalistische Logik wurde dabei auf den Kopf gestellt. Nicht mehr der Profit ist Residualeinkommen, sondern zunehmend das kontraktbestimmte Arbeitseinkommen.

Gleichzeitig ist der Markt- und Wettbewerbsgedanke geradezu zu einem "Wahn" mit "Realitätsverlust" (John Kenneth Galbraith) degeneriert. Alles soll dem Wettbewerbsprinzip ausgesetzt werden, selbst die bisher (noch) uneingeschränkt anerkannten öffentlichen Güter wie Bildung und Gesundheit. Privatisierungsorgien öffentlicher Unternehmen und staatlicher Leistungen der Daseinsvorsorge mit Strom, Gas, Wasser, Post, Telekommunikation u. a. ergänzen die neoliberale Strategie der Umverteilung. Auf europäischer Ebene konkurrieren die einzelnen Länder um die Unternehmen, die in geradezu erpresserischer Art und Weise von der Politik im Sinne einer Standortkonkurrenz kapitalfreundliche Verwertungsbedingungen verlangen und nur noch auf das Ziel Profitmaximierung ausgerichtet sind.
[...]
Die Gründe hierfür liegen vielmehr in dem massiven und wirksamen Widerstand derer, die von der herrschenden Politik profitieren und über viel Macht und Einfluss verfügen, um ihre Interessen der Politik, den Medien und dem größten Teil der Wissenschaft als alternativlos zu präsentieren. Das sind im Wesentlichen die großen Konzerne und Finanzinstitute sowie die sehr kleine Schicht sehr reicher Personen und Familien. Immerhin hat die (wissenschaftliche) Kritik an den Aussagen und der Politik des Neoliberalismus zugenommen und der Protest in der Gesellschaft gegen die herrschende Wirtschafts- und Sozialpolitik wächst. Die Chancen für einen wirtschaftspolitischen Kurswechsel werden in dem Maße größer, wie Kritik und Protest sich mit einleuchtenden Vorstellungen über eine sozial gerechtere, ökologisch nachhaltigere und ökonomisch leistungsfähige Struktur und Steuerung der Wirtschaft verbinden. (…)
<<<
http://www.fr-online.de/...
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27.04.2007 23:06 Uhr von flecher
 
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Man muß jetzt weiter machen Die Aktionen müßen weiter gehen!
Nur so merken die im Reichstag das man das Volk ernst nehmen muß!
Vor alle dingen will ich wissen wie man diese Demonstranten für dies was sie gestern getan haben bestrafen möchte!
Möchte man sie überhaupt bestrafen?
Oder vieleicht sogar einen Exzempel an ihnen stattieren.
Allein dies würde mich brenned intressieren um enventuell eine Gegendemonstration zu starten damit die Obrigkeit weiss das wir das Volk auf der Seite der Demonstranten sind.
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28.04.2007 01:32 Uhr von SaSaLe
 
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Shice auf Plakate, take Steine: In Frankreich wäre unsere Regierung nach spätestens 6 Stunden erhängt, gesteinigt oder geköpft.
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28.04.2007 01:51 Uhr von flecher
 
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SaSaLe: Das ist das Problem!

Der Deutsche ist nun mal nicht so wie der Franzose!
Ich selbst hätte den Mut mich gegen unsere Politiker aufzulehnen aber was kann ein Mann alleine schon ausrichten?
Richtig bewegen könnten nur wir alle etwas.
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28.04.2007 02:22 Uhr von spacerader73
 
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Aber bei Arbeitslosen kürzen Die selben Pappenheimer haben die Verschärfungen bei HartzIV beschlossen. Daher müsste den Abgeordneten, die der Sitzung ohne triftigen Grund fern blieben ebenfalls für 3 Monate die Bezüge um 30 % gekürzt werden!

Die Aktion der Demonstranten war mutig und nicht schlecht. Die Abwesenheit der Abgeordneten bewies doch- sie sind da, wenn es darum geht, der Wirtschaft wieder Vorteile zu verschaffen!
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28.04.2007 09:43 Uhr von christi244
 
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Daran kann man sehen, wie "bewegend" politischerseits das Thema "Kids" in diesem Lande wirklich ist und wie arbeitsintensiv ein politisches Amt tatsächlich wahrgenommen wird:

>Die Abstimmung selbst musste abgebrochen werden. Grund dafür war jedoch nicht die Demonstration, sondern die Tatsache, dass nicht genug Politiker anwesend waren, um beschlussfähig zu sein.<

Und dann die Krönung: Frau van der Leyen rudert zurück ... wurde sie zurückgepfiffen? ;-)
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28.04.2007 11:28 Uhr von Johnny Cash
 
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Eine: gelungene Aktion.

Aber schlimmer finde ich die Anzahl der Abgeordneten
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03.05.2007 19:51 Uhr von flecher
 
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Das darf nicht in vergessenheit geraten!! Also schön weiter dazu texten!!
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03.05.2007 20:13 Uhr von christi244
 
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Nö flecher: mit "Text" allein kommen wir nicht weiter ... die Aktionen an sich sind recht löblich und sollten fortgesetzt werden!
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03.05.2007 20:17 Uhr von SchlachtVati
 
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da kommt mir einfach die wurst: "Die Abstimmung selbst musste abgebrochen werden. Grund dafür war jedoch nicht die Demonstration, sondern die Tatsache, dass nicht genug Politiker anwesend waren, um beschlussfähig zu sein."


was sind denn das für sozialhilfeempfänger ? ,,... können die nicht mal ihren verpflichtungen nachkommen ,.... frei nach `schnöber , oder schnorrer , schremper` etc .,....

"die rechte halbieren , die pflichten verdoppeln" !
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03.05.2007 20:34 Uhr von Fritze Bollmann
 
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vati: Schopenhauer wars :o)
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04.05.2007 10:50 Uhr von maki
 
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@M:H:S: Sorry, das kann kein Ernst sein - das ist der in ein Stück gegossene und idealisierte Werdegang der Deutschen Demokratischen Republik ;-)

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