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Schweden plant Gesetz, das den Chat-Kontakt zu Minderjährigen bestraft

Internetkontakte stehen immer mehr mit Sexualverbrechen an Minderjährigen in Verbindung. Aus diesem Grund legte eine Untersuchungskommission am Montag der schwedischen Regierung den wohl bisher strengsten Gesetzentwurf vor.

Das Gesetz soll ein frühzeitiges Eingreifen der Polizei ermöglichen, um bereits bei eindeutig sexuellen Absichten des erwachsenen Chatters reagieren zu können. Indizien hierfür sind z. B.: Überwiegend Kontakte zu Minderjährigen, falsche Altersangabe.

Der Chef der obersten Anklagebehörde Schwedens, Fredrik Wersäll, gesteht jedoch einen Konflikt zum derzeitigen Strafrecht ein: "Normalerweise wird man ja für etwas bestraft, was man getan hat, nicht für eine verbrecherische Absicht."


WebReporter: cozmixx
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Gesetz, Schweden, Schwede, Kontakt, Chat, Minderjährige, Minderjährig
Quelle: www.sueddeutsche.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.04.2007 11:56 Uhr von ksros
 
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Lustig: <ironie>
Wenn es jetzt schon eine Straftat ist flasche Altersangaben zu machen, müsste man sämtliche Frauen wegsperren. ;-)
</ironie>
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24.04.2007 12:03 Uhr von cidre
 
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wieder mal ein schritt in richtung überwachungsstaat.
sicherlich sollte man jugendliche besonders im internet vor missbrauch schützen, jedoch werden so sicherlich auch ein haufen unschuldiger "überwacht" und registriert.
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24.04.2007 12:08 Uhr von HEINZMEMBER
 
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naja: und wer soll das wie überwachen?

Gar nicht zu reden von den ganzen 14jährigen Chatter(inne)n die sich ma eben 18 oder 20 machen im Chat...
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24.04.2007 13:10 Uhr von toffa
 
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Man sollte viel eher wirklich mal die Kinder und Jugendlichen mit den Gefahren des Inets vertraut machen anstatt so ein monströses Überwachungsgesetz, dessen Einhaltung eh niemand sicherstellen kann, zu verabschieden.

Fühle mich da wirklich etwas an die "Gedankendelikte" aus Orwells "1984" erinnert ...

Wo mag der Irrsinn bloß enden? Nehmt doch endlich mal die lieben Eltern in die Pflicht, die ihre Kinder 24/7 unontrolliert im Netz surfen lassen
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24.04.2007 13:29 Uhr von M.C.Manara
 
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Grüppchen: Neulich stieß ich im Internet auf eine geschätzte Angabe zu Pädophilen in Deutschland. Es sollen "angeblich" 4% sein. Der Anteil potentiell gefährlicher Terroristen in Deutschland bedarf Schätzungsweise unter einem 1%. Unter Bezugnahme der jährlich zu beklagenden Opfer aus Straßenverkehr und anderen Gewaltdelikten wird dieser Personengruppe doch eine imense gesetzliche Aufmerksamkeit zu Teil.

Im Grunde ist das ganze doch einfach nur noch lächerlich. Das "Pädophil-Terroristische Problem" scheint vielmehr in den Köpfen zu sitzen als auf den extrem beschriebenen Tatsachen zu basieren.
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24.04.2007 15:17 Uhr von Nihilist1982
 
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Gutes Gesetz. Allein schon das Vorhaben und ranmachen an Kindern sollte bestraft werden.

Wenn sich ein 50 Jähriger als 12 Jähriger ausgibt und sich in Chats versucht 12 Jährige zu einem Treffen zu bewegen sollte dies schon Anlass genug sein ihn zu bestrafen.

Und darum geht es hier.

Das hier einige die wohl auch auf "junges Gemüse" stehen wieder ihre Felle retten wollen ist bedauerlich.

Lustig was sich hier manche für Ausreden einfallen lassen.
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24.04.2007 15:51 Uhr von M.C.Manara
 
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Schlechtes Gesetz denn wenn eine Quelle versiegt, wird eben die nächste aufgetan. Das war so, ist so und wird so sein. Grundsätzlich sei doch die Frage gestattet wem damit geholfen wurde?
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24.04.2007 17:08 Uhr von denksport
 
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wenigstens ehrlich: besser es gibt so ein Gesetz als dass stillschweigend Daten gesammelt werden.
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24.04.2007 22:58 Uhr von bress
 
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@M.C.Manara et al. 4% hört sich sicher nach relativ wenig an... aber 4% von ca. 85.000.000 bundesbürgern, das sind immerhin fast dreieinhalb millionen...

ich bin der ansicht, dass alles, was potenziellen tätern den "zugriff" auf ihre potenziellen opfer erschwert ein schritt in die richtige richtung ist. und wenn der preis dafür ein größeres maß an überwachung ist, so mag das problematisch sein, aber ich habe mir nichts vorzuwerfen und bin daher in diesem fall auch zu diesem "opfer" bereit. ich finde es umgekehrt schlimm, dass den ermittlungsbehörden die hände gebunden sind, so lange z.b. pädophile noch nicht offensichtlich zu tätern geworden sind, denn so laufen viele von ihnen frei herum, obwohl ihre neigungen bekannt und "kleinere" übergriffe möglicherweise bereits erfolgt sind...

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