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Ägyptische Altertümerverwaltung will gegen Deutschland mobil machen

In fünf Jahren wird in Ägypten das neue ägyptische Museum an den Pyramiden eröffnet. Zu dieser Eröffnung würde Ägypten nun gern die Nofretete-Büste, welche sich im Ägyptischen Museum Berlin befindet, ausstellen und hat Berlin um die Leihgabe gebeten.

Bernd Neumann, seines Zeichens Kulturstaatsminister, lehnt die Bitte mit der Begründung ab, dass die Büste unter dem Transport leiden könnte. Für Sahi Hawass von der ägyptischen Altertümerverwaltung ist das nur ein "fadenscheiniger Vorwand".

Hawass meinte gegenüber dem "Spiegel": "Falls Berlin mir diesen Wunsch verweigert, werde ich andere Seiten aufziehen" und gab zu verstehen, dass er andere Länder dazu animieren wolle, ihre Kulturgüter, die sich im Ausland befinden, zurückzufordern.


WebReporter: Ingo_S
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Alter
Quelle: www.rbb-online.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.04.2007 14:22 Uhr von Ingo_S
 
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Ein kleiner Erpressungsversuch von Herrn Hawass würde ich dass nennen. Kompromissvorschlag: Man könnte doch zum Beispiel auch eine exakte Kopie in Auftrag geben und diese dann in Ägypten ausstellen ...
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22.04.2007 16:07 Uhr von Fabian030
 
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dieser hawass: das is doch einer der scheinheiligsten typen, die es überhaupt gibt.
von dem sollte man auch nichts anderes erwarten.
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22.04.2007 17:56 Uhr von opppa
 
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Wenn die Büste nach Ägypten geht, wird sie auch da bleiben!

Und Sahi Hawass würde ich in diesem Zusammenhang noch viel weniger als nichts glauben!

Übrigens, ich bin der Meinung, daß Nofrete nach Ägypten gehört!
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22.04.2007 18:32 Uhr von gierin
 
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Bitte korrigieren: Es heisst "andere Saiten aufziehen" (nicht "Seiten")
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22.04.2007 19:35 Uhr von Bundespropagandamin.
 
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@opppa: Finde ich in Ordnung Nofrete geht nach Ägypten und Nofretete bleibt in Deutschland. Warum sollten wir das Teil zurück geben? Wir habens gefunden, dann dürfen wir es auch behalte. Sollen die Ägypter doch in ihren anderen Pyramiden nach neuen Schätzen suchen.

Mal ehrlich, ich sehe keinen Grund, das Stück nach Ägypten zu bringen. Ihr etwa?

Bis dann
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22.04.2007 20:55 Uhr von christi244
 
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Tja Kinnings: die Büste ist nun einmal ägyptisches Eigentum ... oder wurde sie in Berlin bei Ausgrabungen gefunden? Bzw. lebten die alten Ägypter ursprünglich in Berlin? Oder wurde die Büste irgendwann vom ägyptischen Staat an D veräußert?

Klar hat Herr Hawass recht, dass es sich um eine fadenscheinige Ausrede handelt.
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23.04.2007 00:09 Uhr von Mond-13
 
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Also Die Nofretete-Büste gehört eindeutig nach Ägypten. Auch wenn Deutsche sie ausgegraben haben, letztendlich ist es ägyptisches Kulturgut und gehört auch dorthin zurück. So einfach ist das.
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23.04.2007 00:20 Uhr von Jorka
 
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Herr Hawass: hat Recht. Die original Büste ist ägyptisches Eigentum und daher sollte sie auch Ägypten wiedergegebn werden.
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23.04.2007 01:52 Uhr von borgir
 
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so ein: kindisches gehabe....eigentlihc müsste man von einem kulturminister mehr als das erwarten können.
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23.04.2007 07:50 Uhr von vmaxxer
 
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christi244: also wenn man das so sehen würde würd jeder (in deutschland gebaute) vw auch deutschland gehören ;o)

Ich weiss zwar nicht wie und auf welchen wegen die nach Berlin gekommen ist... aber wenn wir sie bezahlt haben ist sie unser Eigentum.
Warum soll man sowas empfindliches wie diese alten maroden Gesteine durch einen transport absolut unnütz gefährden ?
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23.04.2007 09:06 Uhr von Mi-Ka
 
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Es ist aber: anscheinend so, dass Hawass einer der wenigen sein soll, der alle Denkmäler dauerhaft nach Äghypten zurück haben will.
Die anderen argumentieren, dass sie mit so vielen Sachen nichts ausstellen können und es besser wäre, im Ausland quasi Werbung für Ägypten zu machen.
So ein Teil stellt man nun mal nicht einfach irgendwo im Keller ab.
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23.04.2007 10:03 Uhr von fraggle16
 
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wenn es immer so einfach wäre Nofrete gehört Ägypten, weil sie dort gefunden wurde und die Ägypter dort leben... schön und gut...

aber uns werden doch auch nicht unsere ganzen Kulturgüter zurückgegeben...

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23.04.2007 11:19 Uhr von Grevioux
 
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Aber mal dran denken: die jetzt hier Schreien das Teil gehört Rechtmäßig den Ägyptern..... ist ja so nicht ganz Richtig den wen man ihm Ausland Ausgrabungen machen will muß man das Land Teuer dafür bezahlen für genemigungen usw. Wie das dann genau aussieht wen was gefunden hat wems dann gehört weiss ich nicht aber ich finde wen man schon dafür bezahlen muß dann gehört einem auch das gefundene
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23.04.2007 12:46 Uhr von fraggle16
 
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Ergänzung: Hab mich mal etwas schlau gemacht.
Die Büste kam 1913 nach Deutschland. Nach ihrem Fund wurde sie wohl zusammen mit anderen Entdeckungen der ägyptischen Altertumsverwaltung vorgelegt und dort musste zur damaligen Zeit wohl 50 : 50 aufgeteilt werden. (Die Hälfte der Funde blieb in Ägypten, die andere Hälfte durfte nach Deutschland).

Die Büste wurde Deutschland zugesprochen und so kam sie mit den entsprechenden Genehmigungen hierher. Seit dem versucht Ägypten immer wieder die Büste zurückzubekommen (Tauschangebote etc.).
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23.04.2007 14:00 Uhr von HEINZMEMBER
 
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Tja: wie Fraggle sagt, gehört sie rechtmäßig nach Deutschland.

Hört sich nach einem klassischen Fall an in dem man etwas falsch eingeschätzt hat damals: Pech.

Aber ich bin mir ziemlich sicher, daß Hawass - ihr könnt ma etwas Googlen über diesen zwielichtigen Typen - alles tun wird um den Rücktransport nach .de zu verhindern wenn sie einmal dort ist.
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23.04.2007 14:14 Uhr von Ophiuchus
 
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Grabräuber: Es wäre an der Zeit, diesen Grabräuber und Mumienhehler Hawass mal in die Schranken zu weisen... schon aus diesem Grund würde ich einen Transport der Büste nach Ägypten ablehnen.
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23.04.2007 15:50 Uhr von ron11
 
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erst einmal: dort .....bekommt deutschland sie nicht wieder....ist doch klar das es jahre dauern wuerde dieser rechtsstreit
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23.04.2007 17:14 Uhr von kirov
 
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Dieser Typ ist geldgierig und profilneurotisch: Die ägyptischen Kulturgegenstände sind Erbe der Menschheit, und nicht dazu da in irgendwelchen Kasematten zu vergammeln oder von irgendwelchen geldgeilen Leuten in aller Welt Museen verschickt und vermarktet zu werden. (Risiko beim Transport)

Dieser Typ hat einen Deutschen der mit einer Robotsonde in einen Schacht der Ceops Pyramide eindringen wollte, jahrlang den Zugang verwehrt,
so lange bis er die TV Vermarktungsrechte für die Expedition hatte.
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24.04.2007 15:03 Uhr von marshaus
 
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das ist ja nun laenger bekannt das man ihm nicht trauen kann.....aber nehmen wir ihn auch ernst.......
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25.04.2007 02:41 Uhr von muli11111
 
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zur verteidigung des herrn hawass: ich kenne ihn und seine arbeiten aus diversen publikationen und auch aus einigen dokumentationen. seine qualifikation und sein wissen um die ägyptologie ist für mich unbestritten. daß er eher unkonventionell vorgeht und sich gerne profiliert... nunja. das kann man so oder so sehen. er ist nunmal sowas wie ein kleiner indiana jones und hört den vergleich auch sehr gerne.

jetzt zur büste. oder besser allgemein zu kunstgegenständen die auf ägyptischem boden gefunden wurden. wenn ich an diverse grabanlagen im tal der könige zurückdenke, erfasst mich das nackte grausen. für instandhaltung wurde in den letzten jahren nicht grade viel getan. viele wandmalereien, selbst in den "jüngst" entdeckten anlagen zerbröseln regelrecht. in den ägyptischen museen sind sehr viele exponate durch falsche handhabung/aufbewahrung dem verfall preis gegeben. die sicherheitsvorkehrungen waren auch nicht üppig (wie´s gerade heute aussieht weiss ich natürlich nicht, ich kenn´s nur vor 6 jahren). der schwarzhandel boomt noch immer (afaik) und staatliche stellen verdienen mit. allgemein eher "orientalische leichtfüssigkeit" meiner meinung nach. da ziehe ich die ägyptische abteilung in berlin eindeutig vor.

jetzt zur geschichte. ägyptische altertümer wurden erst mit napoleons feldzug in ägypten zum exportschlager und somit interessant. allerdings wurden viele mumien regelrecht als feuerholz verbrannt und die ersten grabungen hatten wohl eher etwas von einer meute wilder schatzsucher bzw grabräuber, die gierig nach dem gold der pharaonen schaufelten und dabei wohl jede menge der interessantesten objekte wegwarfen oder anderweitig vernichteten, solange sie nicht massiv golden waren und auch die waren in handliches barrenformat geschmolzen einfacher zu verkaufen.... kurios ist auch der handel mit mumien zu medizinischen zwecken. kein witz, bis anfang des 19ten jahrhunderts wurden mumien zu pulver vermahlen und gegen alles mögliche verabreicht.

von daher könnte man den forschern um borchardt und carter eher die hand schütteln. deren interesse, das weit über gold und edelsteine hinausging hat der welt unglaubliches zugänglich und vor allem erhalten gemacht, was sonst vielleicht im ziegelofen eines heimischen dattelhändlers oder im magen eines europäischen zahnfäule-opfers gelandet wäre. oder man hätte es gar nicht beachtet, wie den stein von rosetta, der noch heute völlig unspektakulär (NUR wegen dem bin ich rein) in einer kleinen ecke im britischen museum von london sein dasein fristet.

die ägyptische regierung hat schon lange begriffen, daß man mit exponaten touristen anziehen kann.... hätten die mal ihren herodot gelesen, dann wär´s ihnen früher klar geworden... und daß viele der interssantesten stücke eben nicht in kairo oder theben liegen, ist natürlich bitter. vor allem, wenn man damals gelacht hat über die deppen vom kontinent, die für altes holz und scherben so viel geld ausspucken und heute nur leere gräber, die langsam aber sicher keinen putz mehr an den wänden haben vorweisen kann. bitter auch, wenn durch terrorgefahr oder legionellen die touristen wegbleiben. da kommt herr sawass, der sich für die sache stark macht gelegen. soweit nachvollziehbar.

aber die meiner meinung nach begründete sorge wegen transport, sicherheit & vor allem spätere rückführung beim verleih der nofretete ist auch nicht ganz von der hand zu weisen. die IST nunmal eines der zugpferdchen in berlin. was könnte man denn als sicherheit, bzw leihgabe solange hergeben, was dementsprechend wäre? mir fällt da nicht viel ein, von dem man sich in ägypten trennen wollte/könnte... euch vielleicht?

von daher NIX DA !
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25.04.2007 04:13 Uhr von kirov
 
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Viele Historiker und Archäologen kritisieren: diesen Profilneurotiker, der ihr Arbeiten behindert.

Was erbringen Funde, wenn diese nur abgepackt in irgendwelchen Lagern im
Ägyptischen Museum in Kairo vergammeln.

Ich finde die Ära vor den Pharaone sowieso weitaus interessanter als die Zeit des "Alten Reises" 1 - 8 Dynastie und des schnellen Verfalls der ägyptischen Kultur am Ende der 4 Dyn.
Präydynastische keramische Funde (Negride Kultur) sind weitaus schöner (Verzierungen) und eleganter als alles andere was in der Pharaonenzeit hergestellt wurde.

Die Grundmauern der Tempel ,der Pyramiden und vor allem der Sphinx weisen außerdem eher auf megalithische Kulturen hin , als auf Pharaonen der 1 Dynastie bis 3 Dyn.

Man beachte das die ältesten Pyramiden nicht in Ägypten gebaut wurden, sondern auf den Mittelmeerinseln und auf den Azoren auf dem Atlantik.

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