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Kohlendioxid kann mit Solarenergie in flüssigen Treibstoff verwandelt werden

US-Chemiker der Universität San Diego haben ein Gerät entwickelt, das mit Hilfe von Solarzellen CO2 in Kohlenmonoxid (CO) und Sauerstoff aufspalten kann. Das entstehende Kohlenmonoxid kann anschließend in flüssigen Treibstoff verwandelt werden.

Diese Methode zur Herstellung von Flüssigtreibstoff aus Kohlenmonoxid wurde schon in den Zwanziger Jahren in Deutschland entwickelt, war aber bis jetzt nicht rentabel genug. Das Kohlenmonoxidgas ist auch in der chemischen Industrie sehr begehrt.

In dem vorgestellten Prototypen fangen Solarzellen die Photonen aus dem Sonnenlicht ein, ein Halbleiterbauteil verwandelt die Lichtenergie in elektrischen Strom, der seinerseits an zwei Katalysatoren die Aufspaltung von CO2 in CO und O2 veranlasst.


WebReporter: Hier kommt die M...
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Solar, Kohle, Treibstoff, Kohlendioxid
Quelle: www.sciencedaily.com

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.04.2007 11:57 Uhr von Hier kommt die M...
 
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Die Quelle ist da viel ausführlicher. Die Technik der Solarzellen ist auch noch nicht effizient genug, was die Forscher jetzt ändern wollen. Zur Methode von Treibstoff aus CO habe ich nur folgendes gefunden: " 1925 ließen Professor Franz Fischer und Dr. Hans Tropsch vom Mühlheimer Institut für Kohlenforschung eine Methode zur Herstellung von flüssigen Kohlenwasserstoffen aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff patentieren"
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19.04.2007 13:03 Uhr von JP_Walker
 
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Ich denke mal: damit kann man sogar bei richtiger anwendung die umweltverschmutzung wieder zurückschrauben oder ganz vlt. den treibhauseffekt bekämpfen. bin gespannt was in der hinsicht noch kommt
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19.04.2007 13:13 Uhr von Le_Atze
 
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@mcinternet: nur is die umwandlung 2 CO2 -> 2CO + O2 -> 2 CO2 im endeffekt wieder neutral. du bekommst am ende so viel CO2 raus wie du reingesteckt hast. is nix andres wie bei regenerativen energieträgern wie z.b. holz. Nur eben fossile brennstoffe sind nicht aufwandsneutral, daher fällt der punkt "Außerdem ist das Abfallprodukt wieder einmal CO2" schonmal weg
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19.04.2007 14:50 Uhr von _Neo_Cortex
 
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WOW was für ne tolle Erfindung: nur kein Schritt in Richtung Globaler Umweltfreundlichkeit,
für mich sind KohlenWasserstoffe als mobile Brennstoffe
einfach keine Option für die Zukunft, egal wie sie hergestellt werden.

Is klar, dass sich die Industrie freut, würde mich als Chemiker auch, aber für Autos und Co. hat das keine Verbesserung zur Folge da immer noch COx emmitiert wird.

Die Zukunft von Solarzellen ist die Stromerzeugung und Ermärmung von Wasser und dann die Elektrolyse von Wasser.

Ausserdem mit genug Strom kann man doch alles Spalten oder? Atome(indirekt), Moleküle und Meinungen.
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19.04.2007 15:00 Uhr von kirov
 
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Wie der Autor schrieb, ein wichtiger technischer: Fortschritt für die chemische Industrie. Braunkohle/Steinkohle/Erdöl und Erdgas sind nicht mehr notwendig um einfache Kohlenwasserstoffketten herzustellen. (Cracken=hoher Energieverbrauch)
Das einzige was man braucht, sind Kraftwerke die CO2 emittieren, welche in der Nähe von Chemiestandorten wegen ihrer Notwendigkeit oft vorhanden sind.
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19.04.2007 15:01 Uhr von vorGebrauchschütteln
 
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@Matthias: Und woher soll man die Energie für so eine Spaltung hernehmen? Sauerstoff bildet eine der stärksten Bindungen überhaupt (glaube Stickstoff ist da noch "besser"). Ein Sauerstoffatom aus einem Molekül durch physikalische und nicht durch chemische Prozesse heraus zu bekommen ist schon nicht schlecht. Aber gleich zwei O`s von einem C... naja.

Ich mache mir eher nur sorgen darüber, dass wenn so etwas wirklich in Mode kommen würde, wir einen Überschuss an Sauerstoff bekommen würden.. und ich denke das Sauerstoff noch viel schlimmere Wirkung auf unsere Umwelt hätte als CO2
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19.04.2007 15:04 Uhr von vorGebrauchschütteln
 
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Korrektur: Nicht Stickstoff N bindet noch stärker als Sauerstoff, sondern Fluor
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19.04.2007 15:09 Uhr von kirov
 
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@vorGebrauchschütteln: Elektrolyse durch Mebranen: Funktionierte bisher nur bei einfachen Wasser.

Der hier beschiebene Vorgang wird Energie benötigen, aber weniger als beim "Cracken" von Erdöl.
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19.04.2007 15:16 Uhr von kirov
 
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Wissenschaftlicher und technischer Durchbruch
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19.04.2007 16:33 Uhr von sanfterRebell
 
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@neo_cortex: CO2, CO und O2 sind aber keine KohlenWASSERstoffe, die enthalten nämlich auch Wasserstoff, wie der Name schon sagt.
Wenn das wirklich effizient ist, dann sollte man drüber nachdenken, weil ja im Endeffekt nicht mehr CO2 rauskommt als vorher rein kam.
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19.04.2007 18:54 Uhr von CarbonBird
 
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Allmächtiger - *kopfschüttel* .........
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19.04.2007 19:03 Uhr von soereng
 
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@matthias1979: Wie ein Vorsprecher schon sagte wäre es absoluter Schwachsinn das CO2 zu Diamant zu verarbeiten, da das entstehende CO2 bei mehrwöchigen Diamantsynthesen unter hohem Druck und hohen Temperaturen deutlich das übersteigen würde, was man damit unschädlcih machen will. Im übrigen wäre das viel zu umständlich...

Aber im Prinzip wäre die Idee schon nicht schlecht, da man ja nur das entstehende CO2 in den Fabriken aufzufangen braucht und dieses direkt in nahe gelegenen Solaranlagen umwandeln kann. Da wäre nur die Frage wie groß solche Anlagen sein müssten, um den CO2 Umsatz eines solchen Kraftwerkes umwandeln zu können.
So könnte man schon einiges an CO2 Emissionen einsparen, wenn man diese CO dann in Autos verwenden würde, da praktisch doppelt verwendet.
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19.04.2007 19:45 Uhr von Caletta
 
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@Matthias: Wenn du CO2 wieder in C+O2 umwandeln willst brauchst du soviel energie wie du beid er Verbrennung erhalten hast, also anstatt den Kohlenstoff wieder umzuwandeln könnte man gleich das von dir geplante Solarkraftwerk zur Stromerzeugung nutzen ;)

Zu der Entwicklung:
Es stimmt zwar, dass am Ende wieder CO2 rauskommt wennn mand en Kraftstoff benutzt, aber ist wenn man den Kraftstoff mit dieser Methode gewinnt der rohstoff hierfür kein fossiler brennstoff sondern auch CO2, somit wäre es völlig CO2-Neutral.
Im Endeffekt würdest du mit Sonnenenergie fahren, ich denke es wird an der Effizienz der solarzellen scheitern.
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19.04.2007 20:31 Uhr von Il_Ducatista
 
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o Verzweiflung: wieder mal wird gezeigt, wie die Grünen uns verarschen. Jedoch wird auch diese Erfindung - auch wenn sie glaubwürdig wäre - uns von der grünen Verarsche nicht erlösen.
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19.04.2007 21:14 Uhr von thrice
 
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sehr gut: das ist doch mal eine gute "erfindung"
wenn der wirkungsgrad von solarzellen wirklich einmal steigen wird damit es auch wirtschaftlicher wird sich auch mal selbst solarzellen aufs dach zu bauen, wird das sicherlich eine gute energiequelle sein.

im moment liegt der wirkungsgrad von solarzellen doch knapp unter 20% glaub ich, was noch sehr gering ist.

auf jeden fall ist diese art von treibstoff umweltschonend, da nur das am ende produziert wird, aus was es ja egtl gemacht ist.

im gegensatz zu anderen alternativen zukünftigen treibstoffen, wie methan doch sehr positiv zu betrachten.
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19.04.2007 21:59 Uhr von Beta-Tester
 
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Einzig wahrer Rohstoff: http://de.wikipedia.org/...



Pflanzenöl setzt auch nur so viel CO2 frei, wie die Pflanze vorher in Sauerstoff (O2) und Zucker (Kohlenstoff C) umgewandelt hat.

Die in der News beschriebene Methode ist schlecht, weil man aus hochgiftigem Kohlenmonoxid keine Dämmplatten und keine Drogen herstellen kann.
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19.04.2007 22:15 Uhr von CarbonBird
 
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Apropo Solarzellen ich verarbeite sowas zuhauf am Flieger. Kundenwunsch halt.
Der Wirkungsgrad eines (bezahlbaren) Moduls beträgt etwa 17%. Da trifft dann was Hübsches zusammen. Und daß der Herstellungs-Prozeß der Dinger auch nicht grad so umweltfreundlich ist, hat sich wohl herumgesprochen.

Daß die Technologie (auch für Privat) gefördert wird, liegt NICHT an der Umweltfreundlichkeit. Sondern daran, daß man so die Weiterentwicklung intensivieren und lukrativ machen möchte, damit man später und vielleicht mal sowas OHNE schlechtes Umweltgewissen einsetzen kann. Vorher sollte man mal kleine Brötchen backen.
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19.04.2007 22:17 Uhr von mcgiotto
 
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Bin nicht beeindruckt: Das Problem ist das man eine solche Solarzelle nicht auf sein Haus stellen wird; weil was macht man dann mit dem entstehenden (hochgiftigen) CO. Diese Technik lohnt sich nur für die Großindustrie und auch daran habe ich meine Zweifel. Wer ´verbaut´ sich seinen (teuren) Platz mit Solarzellen wenn man die Reaktion theoretisch auch mit (billigen) Strom machen kann. Zudem sollte dann wegen dem CO gleich einen Industriekomplex anschließen. Außerdem braucht man noch H2 für die Fischer-Tropsch-Synthese. Das muss man auch erst mal gewinnen (z.B. Elektrolyse von Wasser) womit die ´neutrale´ CO2-Bilanz ins Wanken gerät. Dann muss man auch noch die ganzen entstehenden Verbindungen aus der Fischer-Tropsch-Synthese trennen... Dann kann man ja gleich die Wasserstofftechnik benutzen anstatt über Umwege an Benzin zu kommen. Ich glaube es ist leichter CO2 zu vermeiden als es wieder aus der Luft zu bekommen.
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19.04.2007 22:47 Uhr von Tichondrius
 
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Naja Was heisst verbauen? Auf dem Dach ist ja Platz, wäre nicht die erste Anlage dieser Art und das CO kann man speichern in einem Gastank...aber ob das für den Privatmann so rentabel ist, da hast du wohl Recht.
Ich finds eh viel interessanter, dass man so anscheinend auch Ethanol herstellen kann :D
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20.04.2007 00:06 Uhr von mcgiotto
 
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@Tichondrius: Komplexe der chemischen Industrie haben allerdings die Eigenschaft eher kaum flache Dächer zu haben bzw. überhaupt keine Dächer zu haben...
Naja. Ethanol ist eher ein Nebenprodukt. Lässt sich anders leichter herstellen *g*
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20.04.2007 13:57 Uhr von Nabach
 
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Ist so was wie mit der Wasserstoffgewinnung also eine Möglichkeit die Energie zu Speichern und zu transportieren.
Der Versuch ist es wert hier zu forschen!
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21.04.2007 12:36 Uhr von slice123
 
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@mcinternet: stimmt, das Abfallprodukt ist CO2, aber es ist auch das Ausgangsprodukt.
Bedeutet, dass nachdem das CO2 in CO und O2 aufgespaltet wurde, ist nach der Verbrennung (oder was weiss ich wie das dann verwertet wird) nicht mehr CO2 als vorher da ist.

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