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Verbraucherfreundliches Urteil zu Lebensversicherungen erneut bestätigt

Wie bereits die Richter am Landgericht Hamburg und jetzt auch das LG München I in ihren Urteilen ausführten, muss dem Kunden das Recht zugestanden werden, den angebotenen Rückkaufswert plausibel nachzuvollziehen.

Diese Obliegenheit des Versicherers wurde in der Vergangenheit vielfach umgangen. Der Kunde wurde vielmehr mit einem Geldbetrag abgefunden, der im Einzelfall nicht nachprüfbar war.

Wie der Berliner Mathematiker Kleinlein vorschlägt, sollten Kunden die angebotenen Rückkaufswerte bei einer Verbraucherzentrale nachrechnen lassen. Durch eine von ihm entwickelte Software könnten sich dort die Betroffenen vorerst Auskunft holen.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Leben, Urteil, Sicherheit, Verbraucher, Verbrauch
Quelle: www.focus.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.04.2007 21:03 Uhr von jsbach
 
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Es war schon immer sehr schwierig den so genannten Rückkaufswert
nachzuvollziehen. Für Interessierte stehen in der Quelle auch die Aktenzeichen der Gerichte zur Verfügung. Immer größere Paläste,
exorbitante Gewinne, da soll wenigstens der Kunde auch daran beteiligt werden. Sollte die Erstauskunft der VZentr. etwas kosten; der Mehrerlös dürfte dies mehr als wettmachen. Zahlenbeispiele in der Quelle.
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19.04.2007 04:01 Uhr von Deniz1008
 
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Gut, aber nicht für etliche Vermittler u. Berater da die gesellschaften konkrete auskünfte sogar an ihre mitarbeiter/innen bzw. außenstehende vermittler nicht preisgeben.

die verbraucher können nun quasi mit diesem vorwand die versicherung als auch den vermittler wegen falschberatung usw. auf schadenersatz usw. verklagen.

lol*

mfg

Deniz1008
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19.04.2007 08:45 Uhr von Bretonas
 
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Wenn ich das in der Quelle lese "Die gängige Praxis, abtrünnige Versicherungsnehmer einfach mit irgendeinem Geldbetrag abzuspeisen, ist damit passé.
", dann könnt ich schon wieder ne Krise kriegen. Das klingt so, als würde jedem Versicherungsnehmer "irgendwas, nach nem Zufallsprinzip" ausgezahlt werden. Die sollen mal mit ihrer Berichterstattung wieder auf den Boden der Tatsachen kommen. Dass die Berechnung nicht immer offengelegt wird ist ein Sache, aber kein Versicherer kann ich sich erlauben da "irgendwas" auszuzahlen.

Ich glaube verbraucherfreundlichere Versicherungsbedingungen würden schon etwas Licht ins Dunkle bringen. In den meisten Fällen stehen dort nämlich Berechnungsgrundlagen drin. Aber 1.) liest sich das nie einer durch und 2.) kann kein Normalsterblicher das für seinen persönlichen Fall nachvollziehen.
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19.04.2007 09:26 Uhr von opppa
 
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Bretonas: Aber eins ist doch sicher:

Die Aktionäre - also die Arbeitgeber der Vorstände - sind doch viel eher daran interessiert, die Beträge, die an den zu niedrig "ermittelten" Rückkaufswerte fehlen, bei ihren Dividenden wiederzufinden!
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19.04.2007 12:24 Uhr von Troll-Collect
 
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Sicherlich haben die Verbraucherschutzverbände, Stiftung Warentest und auch der BdV eine wichtige Rolle zur Verbraucheraufklärung und insbesondere als Gegengewicht zu den Versicherungsgesellschaften.
Aber der unabhängige Anwalt der Verbraucher sind sie schon lange nicht mehr, spätestens seitdem die staatliche Finanzierung zurückgefahren wurde und sie sich selber finanzieren müssen.
Die Organisationen sind daran interessiert, möglichst viel Verunsicherung unter den Kunden zu schüren, denn so bringen sie gleichzeitig ihre "Lösungen" an den man - die kostenpflichtigen Versicherungsvergleiche, Testberichte und Sonderhefte.
Die einzelnen Testelemente mögen so weit in Ordnung sein, die Gewichtung und insbesondere die (wertenden) Texte bisweilen recht einseitg und fragwürdig.

Wenn sie (mal übertrieben) sagen würden: Leute, heile Welt, wendet euch vertrauensvoll an euren Finanzberater, dann wären sie selber schlicht und einfach überflüssig.
Wie Wahrheit liegt, wie meistens, irgendwo zwischen dem, was beide Seiten sagen.


@Topic
Das mehr Transparenz nötig ist, ist zweifellos richtig, da besteht in der Tat Nachholbedürfnis.
Die niedrigen Rückkaufswerte resultieren aus der Zillmerung, bei der die Abschlußkosten auf die ersten Jahre verteilt werden. Ist für die Kunden sicherlich ärgerlich, aber die Kosten fallen für die Gesellschaft und Berater nun einmal in den ersten Jahren an. Beim Autohändler kann ich ja auch nicht sagen, hey, die Karre hält 15 Jahre, also zahle ich deine Spanne in 15 Jahresraten.

Würden die Abschlußkosten (wie die Verbraucherheinis wollen) auf die Gesamtlaufzeit verteilt werden, hätte das zur Folge, das viele (insbesondere kleine) Gesellschaften und insbesondere zahllose der hauptsächlich sebständigen Berater aufhören müssen. Ein riesiger Konzentrationsprozeß wäre die Folge, was nun wirklich nicht im Verbraucherinteresse sein kann.

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