16.04.07 14:48 Uhr
 224
 

Berlin: Erzbischof Sterzinsky untersagt Gedenkgottesdienst für Filbinger

Ein für den morgigen Dienstag geplanter Gedenkgottesdienst zu Ehren des ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten und NS-Marinerichters Hans Filbinger (CDU) in der Berliner Hedwig-Kathedrale wird nicht stattfinden.

Der Berliner Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky will mit der Absage der Andacht nicht nur Kritik an Oettingers umstrittener Trauerrede üben, sondern auch verhindern, "dass der Gottesdienst missbraucht und missverstanden wird."

Auch der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche Deutschlands, Bischof Wolfgang Huber, schloss sich der Kritik an. Eine relative Mehrheit der Deutschen, so eine Forsa-Umfrage, hält Oettingers bisherige Entschuldigung für unzureichend.


WebReporter: Uli Radtke
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Berlin, Gedenk, Erzbischof
Quelle: www.morgenpost.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Die Akte Scientology - Die geheimen Dokumente der Bundesregierung
Moskau: Ausstellung verherrlicht russischen Präsidenten als "Superputin"
Sizilien: Pfarrer segnet Smartphones für "positiven Gebrauch"

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
16.04.2007 14:41 Uhr von Uli Radtke
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Und wieder mal eine Situation, in der ich auf Deutschland (oder besser gesagt: auf die Mehrheit der Deutschen) stolz sein kann ;-)
Kommentar ansehen
16.04.2007 16:27 Uhr von bopper
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Autor: Stolz auf die Mehrheitsmeinung wäre ich höchstens, wenn die Senfdazugeber auch wissen, worüber sie abstimmen bzw. ihre Meinung äußern.

Beim konkreten Fall gehe ich mal davon aus, dass die wenigsten Befragten mehr über Filbinger wissen, als das, was in den letzten sieben Tagen alles an Halbwahrheiten und Unfug publiziert wurde.

Teilweise wurde der schon längst widerlegte Dünnpfiff von Hochhuth 1:1 abgeschrieben.
Kommentar ansehen
16.04.2007 17:53 Uhr von Fritze Bollmann
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Das jämmerliche Selbstverständnis der Kirche: Ziemlich armselig für die katholische Kirche!!! Immerhin predigt sie ja, dass im Tode alle Menschen gleich seien und den Weg ins Himmelreich finden.
Dadurch macht sich "die Kirche" mehr als unglaubwürdig und zum Verräter ihrer eigenen Ideale.
Der letzte große Kirchenführer Deutschland war wohl tatsächlich Kardinal Graf Gahlen der als NS-Verfolgter doch immerhin noch soviel menschliche Größe besaß um für zu unrecht Verurteilte in den NS-Kriegsverbrecherprozessen um Gnade zu bitten.

Rein gesellschaftlich betrachtet ist die Diskussion in de heutigen Form typisch für unsere Wegwerfgesellschaft - ich hoffe es wird Merkel und Konsorten einmal genauso treffen !!!
Kommentar ansehen
16.04.2007 19:15 Uhr von kuehlingo69
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
bopper: Meinen Vorredner ignoriere ich mal gekonnt, auch es mal wieder ein perfektes Beispiel dafür ist, was Halbwissen so alles anrichten kann (ich schätze von Galen sehr, aber er war nicht DER Widerstandskämpfer da er wie fast alle zu der Zeit auch an das Regime angepasst war, was anhand von frühen Predigten sehr deutlich wird)

"Beim konkreten Fall gehe ich mal davon aus, dass die wenigsten Befragten mehr über Filbinger wissen, als das, was in den letzten sieben Tagen alles an Halbwahrheiten und Unfug publiziert wurde."

Sehr gute Einschätzung, was in den letzten Tagen so alles publiziert wurde grenzt an Rufmord, so einseitige Berichterstattung habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Das sind ja schon fast amerikanische oder italienische Verhältnisse. Schade, dass man diese eintönigen Hetzkampagnen schlucken muss. Von daher ist es auch mehr als lächerlich dazu eine solche Umfrage zu machen.Viel interessanter wäre doch eine Umfrage zum Thema "Was wussten sie vor Oettingers Rede von Filbinger?"

Schade finde ich auch, dass die Kirchen dem öffentlichen Druck so schnell nachgeben und skandlös ist, dass ein Gedenkgottesdienst für einen Toten verweigert wird.
Kommentar ansehen
17.04.2007 11:25 Uhr von toffa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Fritze Bollmann: "Ziemlich armselig für die katholische Kirche!!! Immerhin predigt sie ja, dass im Tode alle Menschen gleich seien und den Weg ins Himmelreich finden"

Ja und? Er wird ja sicherlich auch eine schöne Begräbnisfeier erhalten, wie jeder andere Verstorbene auch. Wo ist denn das armselig?
Ich finde es eher richtig, mit einer Absage des Gottesdienstes nicht u.U. den falschen Leuten ein Selbstdarstellungsforum zu geben oder missverständliche Signale zu senden.
Ich finde die Entscheidung absolut richtig.
Kommentar ansehen
18.04.2007 14:57 Uhr von wossie
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Für einen Menschen zu bitten und nach seinem Tod für ihn zu beten ist etwas anderes als einen Gedenkgottesdienst für ihn abzuhalten.
Kommentar ansehen
23.04.2007 20:40 Uhr von Nessy
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Der: Oettinger soll mal in Ruhe überlegen was er da gesagt hat !!! Und dann sollte er sich dafür entschuldigen !!!

Refresh |<-- <-   1-7/7   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Bundesbank: 12,67 Milliarden D-Mark noch im Umlauf
Olympische Winterspiele 2018: Russen dürfen starten
US-Weltraumpläne: Trump will Mond- und Marsmission


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?