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Magdeburg: Drohung bei Sozialbestattung - Vorkasse oder Abbruch der Beisetzung

"Hier findet heute keine Beisetzung statt", mit diesen Worten wollte die Leiterin des Friedhofes der Nicolai- und Martinsgemeinde in Magdeburg nach Angaben der Trauergemeinde die Beisetzung des kleinen Yassin abbrechen.

Der Junge starb kurz vor der Geburt im Mutterleib. Erst als der Bruder der arbeitslosen Mutter die Übernahme der Kosten zusicherte, fand Yassin die letzte Ruhe.

Die Friedhofsleiterin bestand auf Begleichung der Gebühr von 384 Euro gemäß Beschluss des Verwaltungsausschusses vor der Bestattung, während das Sozialamt die Kosten vorschriftsgemäß erst nach Prüfung nachträglich erstattet.


WebReporter: Besitzstandswahrer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Drohung, Magdeburg, Abbruch, Beisetzung
Quelle: www.volksstimme.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.04.2007 22:22 Uhr von Besitzstandswahrer
 
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Selbst bis in den Tod hinein müssen sich sozial Schwache mit den Behörden herumschlagen. Vor einiger Zeit gab es hier eine News, wo für gestorbene Arbeitslose ein Holzkreuz aus dem Baumarkt ausreichen sollte.
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13.04.2007 08:51 Uhr von opppa
 
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Alles muß seine Ordnung haben! Warum bezieht sich das nicht auch auf den Geisteszustand von Verwaltungen und Volksvertretern?
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13.04.2007 08:55 Uhr von sluebbers
 
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man sollte meinen dass die leiterin eines friedhofs mit dem konzept der "pietät" vertraut ist. die 384 euro hätten den friedhof bestimmt nicht in die pleite gejagt wenn sie nicht bezahlt worden wären.

aber sie hat sich ja nur an vorschriften gehalten. wenn jeder so denken würde wäre vor kurzem in schweden ein super-gau passiert.
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13.04.2007 08:58 Uhr von artefaktum
 
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Einen Vorschlag an die Friedhofsleiterin: Sie könnte den Leichnam beschlagnahmen: Die Leiche wird erst rausgerückt, wenn das Geld bezahlt ist.
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13.04.2007 09:04 Uhr von HolyLord99
 
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Du bist Deutschland: .
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13.04.2007 09:05 Uhr von peteradolf86
 
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@Autor: versteh mich jetzt bitte nicht falsch, das was hier passiert ist ist geschmacklos und hätte sicher auch anders geregelt werden können, aber was die Sache mit dem Holzkreuz aus dem Baumarkt angeht ist das vollkommen in Ordnung finde ich!
Es geht darum jemand der keine Arbeit hat ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, und auch eine menschenwürdige Beerdigung wenn er stirbt. Dafür sind unsere sozialen Sicherungssystem gedacht, und für nichts anderes! Es ist natürlich vollkommen richtig dass an der Stelle nicht unnötig Geld ausgegeben wird um einen schönen Grabstein oder ähnliches zu beschaffen!
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13.04.2007 09:32 Uhr von Artemis500
 
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Mal ehrlich den Toten kann das doch eigentlich egal sein, zumal viele Leute heutzutage eh nicht an ein Leben nach dem Tod glauben.
Und ich schätze mal gläubigen Christen ist die Beisetzung in geweihter Erde und das Kreuz obendrauf das Wichtigste, ein protziger Grabstein muss nu echt nicht sein.

Ist natürlich blöd, dass das Sozialamt erst im Nachhinein bezahlt, aber wenn das Geld dann gleich an das Beerdigungsinstitut geht könnten die ihre Vorschriften ändern.
Wenn nicht verstehe ich das Vorgehen, denn wenn sie einmal ohne Vorausbezahlung bestatten und ihr Geld nicht kriegen wirds garantiert wieder jemand versuchen, und Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.
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13.04.2007 09:49 Uhr von Teralon01
 
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ich weiss ganz genau wie ich reagiert hätte: wenn so etwas bei der Bestattung meiner Mutter vor 6 Jahren passiert wäre... tja, vermutlich hätte ich eine Nacht in der Zelle verbracht...

Unfassbar so etwas...
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13.04.2007 11:20 Uhr von denksport
 
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Sozialamt sind die zuverlässigsten Zahler: Wenn die Firedhofsleiterin einen Beleg vom Sozialamt hat, dass die Kosten nach getaner Arbeit bezahlt werden, hätte das doch ausreichend sein müssen. Erst die Ware, dann das Geld ... wie im normalen Leben. Schwach von der Firedhofsleiterin.
Ehm was soll jemand der nicht Christ ist mit einem Holzkreus anfangen?
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13.04.2007 11:27 Uhr von Jorka
 
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So langsam hacks wohl! Was glaubt dieses Sozialamt eigentlich, was die Mutter jetzt machen soll:
Den kleinen im Garten verbuddeln weil sie die Kosten dafür nicht aufbringen kann?!
Menschenfeindlich hoch 10 ist sowas und da wundern sich alle warum die Geburtenzahl in Deutschland so niedrig ist!
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13.04.2007 11:37 Uhr von SchlachtVati
 
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schade zu lebzeiten kein celebrity: und so fotogen als angegammelter im mutterleib , ist ja auch nicht .

pech gehabt

"Tote Prominente und ihre Traumgehälter:
Picasso verdiente im letzten Jahr 339 Mio $
Reiche werden immer reicher, selbst nach ihrem Tod "

Einmal soviel verdienen wie ein verstorbener Prominente! Der Physiker Albert Einstein verdiente allein letztes Jahr unglaubliche 20 Millionen Dollar. Nur allzu oft übersteigt das Gehalt eines toten Celebrity´s, das eines durchschnittlichen Arbeiters in seinem ganzen Leben um ein Vielfaches.

http://www.networld.at/...
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13.04.2007 11:58 Uhr von Besitzstandswahrer
 
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@wok: Die Magdeburger Volksstimme ist die dortige, regionale Tagesszeitung und kein Boulevardblatt.
>>Bundesweit vertrieben und zitiert wird die Lokalausgabe der Landeshauptstadt, die Magdeburger Volksstimme, die im Untertitel einige Jahre den traditionsreichen Namen der ehemaligen bürgerlich-liberalen Magdeburgischen Zeitung weiterführte.
Die Volksstimme ist als regional erscheinende Tageszeitung in der Mitte Sachsen-Anhalts Monopolist.<<

Die Friedhofsleitung hat das "forderte lautstark und gestikulierend" bestritten, nicht den Vorfall als
solches mit der verlangten Vorkasse. Diese Vormulierung taucht in der SN-News auch gar nicht auf.
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13.04.2007 12:08 Uhr von Johnny Cash
 
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Technisch: gesehen habe ich Verständnis für die Situation aber das hätte man sicherlich auch anders regeln können.
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13.04.2007 16:42 Uhr von The Last
 
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Armes Deutschland ! Wie es leider so schön heißt:

Von der Wiege bis zur Bahre,ist auch der Mensch nur eine Ware !

Gruß
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13.04.2007 22:32 Uhr von WITS
 
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Das Einzige: was man der Friedhofsleiterin vorwerfen kann (wenn es denn überhaupt so ist) ist, dass Sie unbedingt auf Vorkasse bestanden hat obwohl eine Behörde die Zahlung zugesichert hat.

Andersrum:
Wenn ich hier Kommentare lese wie: "Die 400,- € hätten den Friedhof nicht arm gemacht, wenn er sie nicht bekommen hätte." dann könnte ich kotzen.
KEIN Unternehmen muss irgendjemanden irgendwas schenken - und das hört auch bei dem Tod nicht auf!
Wenn jemand in seinem Leben schon nichts erreicht hat, dann kann er auch nichts nach dem Tod bzw. beim Eintreten eines Todesfalles erwarten!
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13.04.2007 23:07 Uhr von SpyBreakOne
 
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kopf schütteln: naja da kann mann mal wieder sehen das es in diesem land
nur ums geld geht, echt arm.
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14.04.2007 09:27 Uhr von Airstream
 
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@WITS: "Wenn jemand in seinem Leben schon nichts erreicht hat, dann kann er auch nichts nach dem Tod bzw. beim Eintreten eines Todesfalles erwarten!"

Du Clown... Lies mal die News. Was soll schon ein Kind, was im MUTTERLEIB verstarb, großartig geleistet haben, damit es eine Bestattung verdient? Schon mal ne Doktorarbeit schreiben, ohne überhaupt geboren zu sein?

Ich find die soziale erkaltung in Deutschland einfach nur zum ko....
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14.04.2007 10:51 Uhr von Troll-Collect
 
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@Witz: "Wenn jemand in seinem Leben schon nichts erreicht hat, dann kann er auch nichts nach dem Tod bzw. beim Eintreten eines Todesfalles erwarten!"

Wieder diese klugen Sprüche. Kennst du die Leute?
Das betrifft auch Leute, die 30 oder 40 Jahre gearbeitet haben, vielleicht sogar mit hohem Gehalt. Dann Entlassung (damit der Konzern die Rendite von 15 auf 25% verbessert) und nach einem Jahr ALG2 - Vermögen ist weg, damit im Todesfall Sozialbestattung.
Die Betroffenen müssen nicht einmal selber arbeitslos sein, da reicht es, wenn der Partner (mit dem man nicht einmal verheiratet sein muß) arbeitslos ist - da werden auch Einkommen und Vermögen angerechnet, alsob man selber keinen Job hat.

Und was heißt nicht erreicht? Weißt du, was es für ein Mensch ist? Ob er sich ehrenamtlich engagiert? Was er für seine Mitmenschen tut? Ob er vorher lange berufstätig war (siehe oben), berufsunfähig wurde ...

Abgesehen davon gilt immer noch das Grundgesetz "Würde des Menschen" - und da wird der Wert eines Menschen nicht nach Renditekriterien festgemacht (was im übrigen auch im Widerspruch zu allen mir bekannten humanistichen und religiösen Werten und Normen steht).
Und mit einer Billig-Beerdigung (die von den üblichen Bestattungsritualen abweicht) stigmatisiert man die Menschen bis über den Tod hinaus.
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14.04.2007 10:53 Uhr von ottonilli
 
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überrascht mich überhaupt nicht: immerhin Leben wir in einem Land in dem man eine Baugenemigung für Grabsteine braucht- und das ist keine Geschichte sondern mehreren Verwandten von mir passiert...

Eines Tages wird Deutschland noch untergehen wegen den ganzen Bürokraten...
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18.04.2007 21:15 Uhr von jsbach
 
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Bürokratenpack.. Soll mal: die Leiterin vor das selbe Problem gestellt werden...
Pietät ist wohl ein Fremdwort für die abgehalfterten
Mähren aus diesem Stall. Wenigstens die richtigen bekommen manchmal das Gnadenbrot...

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