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UN: Zweiter Weltklimabericht ist unter Dach und Fach

"Der Text ist verabschiedet", mit diesen Worten trat der Leiter der internationalen Expertengruppe Rajendra Pachauri am Freitag vor die Weltpresse. Intensive und harte Verhandlungen der Delegierten aus mehr als 100 Ländern gingen dem voraus.

In dem Papier geht die UN davon aus, dass vor allem die ärmeren Länder dieser Erde vom Klimawandel betroffen sein werden. Unter anderem werden zunehmende Hungersnöte in Afrika sowie ein Abschmelzen der Gletscher in Zentralasien befürchtet.

Erneut haben vor allem die USA und China darauf hingewirkt, allzu harte Textpassagen, z.B. bei Beschränkungen des CO2-Ausstoßes, aus dem Text streichen zu lassen. Insgesamt 2.500 Wissenschaftler haben ihre Kenntnisse in diese Studie eingebracht.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Politik
Schlagworte: UN, Dach
Quelle: de.today.reuters.com

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.04.2007 12:54 Uhr von reziprok
 
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Dafür wurden die Wissenschaftler ja auch bezahlt, um entsprechende Erkenntnisse und Prophezeiungen zu liefern. Wäre was anderes als Panikmache dabei rausgekommen, dann würden sie ja in Zukunft keine weiteren Forschungsgelder erhalten, da die Klimaerwärmung kein bedrohliches Problem mehr wäre...

Vor einigen Tagen stand übrigens im Spiegel, dass sich der Mars in den letzten Jahren stärker erwärmt hat als die Erde. Wenn ich der Logik unserer Klimagurus folge, muss es wohl daran liegen, dass die Marsmännchen noch mehr CO2 in die Athmosphäre pusten als wir hier auf der Erde. :D
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06.04.2007 13:08 Uhr von WMD
 
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reziprok: Mehr Geld bekäme ich aber als Klimaskeptiker. Die helfen den mächtigen Energieunternehmen viel mehr. Auch die großen Umweltverschmutzer auf der Welt sind eher auf der Seite der Skeptiker. Der Bericht des IPCC ist doch auch durch Druck der USA und China, eher Skeptiker, weichgespült.

Deine Mars-CO2 Analyse ist wissenschaftlich nicht sehr tragfähig :-)
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06.04.2007 13:19 Uhr von WMD
 
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Nur die armen müssen wieder Leiden: Reiche Industrienationen wird ein ansteigen der globalen Temperatur weniger anhaben. Die haben die techn. Möglichkeiten und die Mittel, die Folgen weit genug abzumildern.
Richtig Leiden werden aber wieder die armen Länder. Menschen die zur Umweltverschmutzung am wenigsten beitragen.
Erst werden sie von den Industrienationen ausgebeutet, dann dürfen sie auch noch unter den Folgen der maßlosen Industrialisierung leiden.
Der Stufenplan der EU sieht vor, dass die Mittel der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit bis 2010 in allen alten Mitgliedsstaaten der EU auf 0,51 Prozent des Bruttonationaleinkommens steigen, bis 2015 auf 0,7 Prozent. Eine riesen Leistung. Deutschland hat 2007 einen Etat für Entwicklungspolitik von 4,5 Milliarden. Allein die Deutsche Bank hatte einen höheren Ertrag im Jahr 2006 (http://geschaeftsbericht.deutsche-bank.de/...).

Keine gerechte Welt.
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06.04.2007 13:49 Uhr von MRPink
 
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WMD: reziprok hat schon recht. Es gibt einige Ungereimtheiten bei der globalen Klimaerwärmung.

les mal das http://www.faz.net/...~EA6895AEBF7494CD19A105CD9D8A4D154~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Diese ganzen Studien sind fürn Arsch solang die Wissenschaftler wissen woher das geld kommt werden die auch ihre Studien so auslegen dass der Geldgeber weiter zahlt. Und das die großen Firmen kaum eine Chance haben, ihre Studien groß rauszubringen liegt einfach daran das es nicht populär ist. Die Welt braucht irgendwie ein Angst Thema. Früher war es der kalte Krieg und schwups ist der vorbei kommt das große Thema "Globale Erwämung".

mal sehen ob die Welt untergeht. Bin schon gespannt ;)
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06.04.2007 13:53 Uhr von El_Chris
 
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ist doch egal: wir sind doch schon alle tot, und habens nur noch nicht kapiert

:-p
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06.04.2007 17:28 Uhr von kirov
 
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Katastrophale Folgen in den nächsten 50 Jahren: bei einer Mindesterwärmung von 2,5K.
Erste Folgen werden in den kommenden Jahren auftreten.

06.04.2007
http://www.heute.de/...

Bildquelle dpa
Im zweiten Weltklimabericht steht die Tier- und Pflanzenwelt im Mittelpunkt. Rat einigt sich auf Weltklimabericht
Kritische Passagen gestrichen

Der Weltklimarat der Vereinten Nationen hat sich am Freitag in Brüssel auf einen Bericht zur Erderwärmung geeinigt. Der Report solle in einigen Stunden veröffentlicht werden, sagte der Vorsitzende des Gremiums, Rajendra K. Pachauri. Die Sitzung des Rates sei beendet. Wegen schwieriger Verhandlungen war die ursprünglich für den Vormittag geplante Vorstellung verschoben worden.

Zuvor waren auf Druck von Regierungsvertretern entscheidende Passagen des Berichts abgeschwächt worden. Dabei geht es nach Angaben von Teilnehmern um das Ausmaß der erwarteten Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten. Strittig war auch noch die Frage, ob eine Schätzung zu den finanziellen Kosten der Klimakatastrophe in den Bericht aufgenommen werden soll oder nicht. Im Mittelpunkt des zweiten Berichts stehen die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Tier- und Pflanzenwelt.
In dem von Wissenschaftlern erstellten Entwurf für den Bericht heißt es, dass etwa 20 bis 30 Prozent aller Arten von unumkehrbarer Auslöschung bedroht sind, wenn die globale Durchschnittstemperatur um 1,5 bis 2,5 Grad steigt. Diese Stelle sei bei den Beratungen für die Endfassung verwässert worden, kritisierte Ian Burton vom Stockholmer Umweltinstitut, der an den Beratungen teilnahm.
Druck von den USA und China
Fallen gelassen wurde den Angaben zufolge zudem ein Abschnitt zu erwarteten Klimaschäden in Nordamerika. Im Entwurf hatte es zunächst geheißen, als Folge der Erderwärmung werde es auf dem Kontinent unter anderem Wirbelstürme, Trockenheit, Überflutungen und Brände geben. Dieser Passus sei auf Druck der USA gestrichen worden.
China habe in den Verhandlungen darauf bestanden, eine Textstelle zu entfernen, wonach gewisse Schäden mit "sehr hoher Wahrscheinlichkeit" eintreten würden. Anwesende Wissenschaftler seien daraufhin aufgestanden und hätten einen Erhalt dieses Hinweises verlangt. Daraufhin wurde eine Kompromissformel gesucht.
Auch verschiedene Grafiken wurden nach Darstellung von Sitzungsteilnehmern aus dem Dokument entfernt. Eine stellte den Temperaturanstieg auf Grundlage verschiedener Annahmen dar, eine andere die erwarteten regionalen Auswirkungen in Afrika. Die Konferenz ging den gesamten Text am Freitag Satz für Satz durch.
Über Empfehlungen für Politik beraten
Der gesamte Abschlussbericht hat einen Umfang von 1572 Seiten. Bei den einwöchigen Verhandlungen des Weltklimarats (IPCC) in Brüssel ging es jedoch nur um die Empfehlungen für die Politik mit einem Umfang von 21 Seiten. Es handelt sich um den zweiten von insgesamt vier Berichten, die der IPCC in diesem Jahr vorlegen wird.
Der belgische Delegierte Julian Vandeburie verglich die gegenwärtige Situation der Welt mit der Münchener Konferenz von 1938, als Großbritannien und Frankreich zugunsten einer "Appeasement-Politik" darauf verzichteten, sich der Großmachtpolitik Hitlers entgegenzustellen. "Wir sind in der gleichen Situation", sagte Vandeburie. "Wir müssen entscheiden, ob wir etwas unternehmen oder nicht."
1988 ins Leben gerufen

Der Anfang Februar in Paris vorgestellte erste Bericht stellt die Verantwortung des Menschen für die Erderwärmung so deutlich heraus wie kein Report zuvor: Als sehr wahrscheinliche Ursache des Temperaturanstiegs wird der von Menschen verursachte Ausstoß von Treibhausgasen genannt. Anders seien die Veränderungen in der Atmosphäre und den Weltmeeren sowie das Abschmelzen der Pole nicht zu erklären.
Der Weltklimarat wurde 1988 vom UNO-Umweltprogramm (UNEP) und der Welt-Meteorologie-Organisation (WMO) ins Leben gerufen. Seine Berichte dienen als wissenschaftliche Grundlage für die internationale Klimapolitik. Dem "Intergovernmental Panel on Climate Change" (IPCC) mit Sitz in Genf sind 2500 Wissenschaftler und Regierungsvertreter angeschlossen.
Sicherheitsrat will Folgen beraten
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen will am 17. April in einer Sondersitzung über die politischen Implikationen des Klimawandels diskutieren. Die britische Ratspräsidentschaft veröffentlichte am Donnerstag ein Konzeptpapier, wonach das Gremium unter anderem über erwartete Konflikte um den Zugang zu Rohstoffen und Wasser beraten will. Zu der Sitzung hat die britische Außenministerin Margaret Beckett ihre Kollegen aus den anderen 14 Mitgliedsstaaten des Rates eingeladen.
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06.04.2007 19:28 Uhr von WMD
 
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MRPink: Du hättest einen besseren Artikel der FAZ nennen können, als einen Artikel aus dem Feuilleton.

Die Intention der FAZ ist mir auch nicht ganz klar.
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06.04.2007 21:50 Uhr von urwaldschreck
 
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Der Temperaturanstieg: kommt zweifels
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06.04.2007 21:54 Uhr von urwaldschreck
 
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Der Grund des Temperaturanstiegs: sind zweifelsfrei vor allem auch die Atombombenversuche der USA in der Ionosphäre, die riesige Löcher in der Ozonkappe haben entstehen lassen.
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07.04.2007 09:38 Uhr von WMD
 
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urwaldschreck: "Atombombenversuche der USA in der Ionosphäre"

Genau, das würde ja auch keiner merken (http://www.ctbto.org/). Möglicherweise sind die Verschwörungstheorien über HAARP ja wahr. Dann haben die Amerikaner mittels Gedankenmanipulation diese Atombombenversuche Geheim gehalten.

Jetzt habe ich auch die Ursache für den großen Stromausfall 2003 gefunden, EMP *g*
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07.04.2007 11:41 Uhr von freddy111
 
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solange sich die menschheit nicht endlich aufrafft und gemeinsame Lösungen findet wird das nix!!
dieser Planet wird langsam aber sicher zugrunde gerichtet

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