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Studie: Selbstverstümmelung bei Jugendlichen als Stressabbau

Der Leiter der Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Ulm Paul Plener fand heraus, dass viele Jugendliche sich bewusst Verletzungen zufügen. An der Studie nahmen 605 Schüler im Alter von 14 bis 17 Jahren teil.

Das Schneiden mit Rasierklingen oder Glasscherben sei bei ihnen ein Symptom für Stressabbau, wie Plener vermutet. Selbstverletzungen dieser Art - von Experten "Ritzen" genannt - werden durch das Gehirn gesteuert.

Dabei sollen so genannte Opioide frei werden, die für eine kurzfristige Entspannung sorgen. Junge Mädchen, das zeigte die Studie, waren überdurchschnittlich häufig betroffen. Nicht immer ist eine psychologische Behandlung notwendig, so der Forscher.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Studie, Jugend, Jugendliche, Stress
Quelle: www.n-tv.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.04.2007 22:41 Uhr von SaSaLe
 
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Das hatter: aber schnell rausgefunden :/
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02.04.2007 22:46 Uhr von borgir
 
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am meisten überrascht mich: bei der news, dass "experten" sagen, dass eine psychiatrische behandlung nicht immer nötig sei.....unfassbar mal sowas von einem "experten" zu hören....
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02.04.2007 22:49 Uhr von kleiner erdbär
 
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uuuuralt das gabs vor 20 jahren schon - ich kannte leute, die dann sogar mit ihren narben angegeben haben....
viele jugendliche hatten/haben so eine phase...oft vergeht das schnell wieder - meist mit ende der pubertät ... es kann aber auch eine ernsthafte krankheit sein (borderline syndrom), die dann schon einer behandlung bedarf

nur kann ich jetzt in dem artikel nichts entdecken, was neu ist....?!?
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02.04.2007 23:25 Uhr von Beta-Tester
 
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Verstümmelung? Ich hab schon gedacht, die schneiden sich den Schw*** ab. Wäre lustig gewesen, wenn sich einer selbst kastriert. LOL

Trotzdem krank. Hat man später Narben, die man nur operativ wegkriegt, das geht ins Geld.
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02.04.2007 23:27 Uhr von Jorka
 
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Gottseidank: habe ich sowas früher nicht gemacht, dafür war ich in Stressituation ein exzessiver Nägelkauer...
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02.04.2007 23:29 Uhr von Extr3m3r
 
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Ich kenne ein Mädel das an dem Borderline Syndrom leidet oder litt. Die hat sich auch öfter mal "zerhackt". Naja, und dann halt die verpeilten Irren die auf "Schmerz" stehen.
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02.04.2007 23:56 Uhr von StYxXx
 
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Was soll das denn? Was ist denn daran neu? Wenn das der Leiter der Psychiatire erst jetzt herausgefunden hat, dann wöllte ich kein Patient bei ihm sein...

Das ganze ist tatsächlich verbreiteter, als die meisten glauben. Und es hat auch viele Formen, nicht nur so direkte Verletzungen, wie durch Rasierklingen. Sich selbst zu schaden kann auch in Form von Schlafentzug, massivem Sport, riskantem Verhalten, etc.. vorliegen. Wenn ich zb um Frust abzubauen nen Kilometer renne ohne auf sämtliche Signale des Körpers (Schmerz, Erschöpfung) zu achten ist es im Prinzip nichts anderes. Auch Magersucht und ähnliches sind Formen der Selbstverletzung.
Und bei einigen Naturvölkern gab und gibt es das Ritual, sich Finger oder Zehen beim Verlust eines geliebten Menschen abzuschneiden. Dass man durch körperlichen Schmerz von psychischen Dingen ablenken kann ist also wirklich seit Ewigkeiten bekannt.

Was vielleicht neuer ist, ist der Trend unter Jugendlichen damit anzugeben und es auch ohne Wirkliche Probleme zu tun. So zählen Schnittnarben in einigen Kreisen tatsächlich als modisch. So verrückt es sich anhört. Dadurch werden natürlich die Leute mit echten Problemen weniger ernst genommen. Denke, man muss auch noch weiter unterscheiden. Bei denen, die es nicht aus Gruppenzwang machen: Machen sie es um dadurch mit Problemen fertig zu werden oder um Aufmerksamkeit zu erzielen (und ggf. dann ein Problem zu bewältigen)? Bei ersterem wird man die Verletzung wohl normal nicht sehen, weil diejenigen sich dafür schämen.
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02.04.2007 23:58 Uhr von StYxXx
 
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@Jorka: Nagelkauen gehört auch dazu ;)
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03.04.2007 00:11 Uhr von kleiner erdbär
 
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@ styxxx: auch das damit angeben ist nicht neu - es erinnert doch sehr an initiationsriten vieler naturvölker, wo man durch das zufügen von verletzungen (und die dadurch entstehenden narben) seinen mut beweist und somit in den kreis der erwachsenen aufgenommen wird...


(...ganz zu schweigen von den schlagenden studentenverbindungen - aber zu denen äußere ich mich lieber nich, sonst werde ich ausfällig!!)


...aber du hast recht, für diejenigen, die wirklich unter borderline leiden, ist es unter umständen schwerer, ernst genommen zu werden....kann aber auch sein, dass durch eine "normalisierung" dieses themas die hemmschwelle abgebaut wird, sich hilfe zu suchen...und ein guter psychologe erkennt den unterschied zwischen krankheit und pubertät...
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03.04.2007 00:28 Uhr von Johnny Cash
 
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Gerade: neu ist das ja nicht aber besser wird es dadurch auch nicht. Ich kenne eine junge Frau die das macht.
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03.04.2007 01:09 Uhr von ika
 
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kenne eine die das macht und damit aufgehört hat, nachdem ich sie nun schon ein Jahr kenne und ihr vielleicht sogar auch ein wenig dabei geholfen habe.

Aber was ich letztens sah fand ich schon krass:

ich steig Lichtenberg in die U-bahn, da sitzt da ein mädel und trocknet sich ihre blutenden, aufgeritzten Arme und tut dabei so, als wäre es das normalste der Welt O_ô

Und für Schlaumeier: Nein, die Wartezeit hat sie sich nicht aufm Arm notiert, denn dann hätte sie nach 4 strichen immer einen durchgezogen (:

Und um nochmal was ernsthaftes zu sagen:
Ich denke nicht nur Stress ist ein Grund, auch, wenn Mädchen vergewaltigt wurden und sich nicht äußern können oder das gefühl haben damit die familie zu zerstören bei vergewaltigung durch ein familienmitglied, dann äußern sie ihren schmerz eben so, mit dem tiefen wunsch, aufmerksamkeit geschenkt zu bekommen. Leider können damit viele Eltern nicht umgehen und ignorieren es statt nach den Ursachen zu suchen, vielleicht, weil sie es selbst gar nicht wissen wollen was derl iebe Bruder oder der eigene Mann mit der Tochter angestellt hat. Da ist Ritzen dann einfach ein Ventil um auf die eigenen Wundern aufmerksam zu machen, ein Hilfeschrei. Leider ist mir so ein Fall Bekannt im bekanntenkreis.
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03.04.2007 01:10 Uhr von wi.mp3
 
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"...fand heraus...": das hat der Herr Professor ja ganz toll herausgefunden. Danke für diese neue Erkenntnis
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03.04.2007 01:30 Uhr von daemona
 
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vielleicht ist jede der derarigen erkrankungen wirklich nur ein schrei der seele.
für was auch immer.
jeder mensch ist einzigartig.
und vielleicht brauchen solche menschen einfach aufmerksamkeit, das sie ernstnehmen oder anerkennung.
keine ahnung- echt.
daher plädiere ich mal dafür, auch gesunde und glückliche menschen zu untersuchen um eventuell herauszufinden waum sie es sind.
nicht nur "warum krank"- sondern warum gesund?

würde das sehr gerne wissen...
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03.04.2007 01:45 Uhr von vorGebrauchschütteln
 
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Kaue an Fingernägel: Ja ich oute mich jetzt. Ich verstümmele meine Fingernägel regelmäßig. Asche auf mein Haupt!

Aber ich kann einfach nicht anders... :-D der Stress auf der Uni und dann sie ständig nörgelnde Freundin. Das versteht ihr doch alle oder?
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03.04.2007 15:06 Uhr von Mondelfe
 
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@ika: >>> "Leider können damit viele Eltern nicht umgehen
>>> und ignorieren es statt nach den Ursachen zu
>>> suchen, vielleicht, weil sie es selbst gar nicht
>>> wissen wollen was derl iebe Bruder oder der
>>> eigene Mann mit der Tochter angestellt hat."

Du stellst das mir so ein bisschen zu allgemein dar... Es kann ja sein, dass es bei deiner Bekannten so war, aber es ist mit Sicherheit nicht so, dass jede(r), die / der ritzt, sexuell missbraucht wurde / wird...

Das kann eine Ursache sein, aber es gibt auch hunderte andere Ursachen, die die Jugendlichen dazu treiben...
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03.04.2007 18:55 Uhr von StYxXx
 
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@kleiner erdbär: Stimmt.

Wobei man noch sagen sollte, dass nicht alle, die sowas wegen echten Problemen tun Borderline haben und umgekehrt nicht alle Borderliner sich derart selbst verletzen (gibt da ja auch verschiedene Typen). Wird aber sehr gerne gleichgesetzt. Borderline ist sowieso schwer zu diagnostizieren. Im Prinzip hat jeder Pubertierende die Symptome ;) Zählt übrigens inzwischen auch als Modekrankheit, weil es sehr oft und teils wohl auch falsch diagnostiziert wird (aber wie gesagt: Bei Jugendlichen halte ich das meist für eher kritisch, da eine Aussage zu treffen). Hab aber schon in Foren Kiddies gesehen, die stolz angegeben haben, das zu haben oO
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04.04.2007 18:21 Uhr von beXzecher
 
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da hab ich doch gestern erst n tolles statement von albert hofmann gelesen (Pflanzen der Götter)...

"Das Zentralnervensystem ist ein höchst komplexes Organ, und die Psychiatrie hat - hauptsächlich in Ermangelung geeigneter Methoden - weniger rasche Fortschritte gemacht als andere Gebiete der Medizin. In dieser Hinsicht dürften die aktiven chemischen Bestandteile aus solchen bewusstseinsverändernden Pflanzen, gezielt eingesetzt, von weitreichender Bedeutung sein. Denn die menschliche Psyche bedarf ebenso der heilkräftigen und ausgleichenden Wirkstoffe wie der Körper und seine Organe."

ich wills jetzt nicht propagieren (schon garnicht bei kindern bzw. teenagern)... aber vielleicht würde man sich mit nem joint im hals nicht mehr so verstümmeln...
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04.04.2007 22:01 Uhr von blaa&keks
 
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na super: also, darf ich mich outen?

ich finde diesen artikel sehr bescheiden! denn a)ist es absolut nichts neues und b) in so einer art und weise?!

zu euch: ich denke SvV ist eine schwerwiegende krankheit, und niemand. NIEMAND tut sich ohne grund selber verletzen!!! die beweggründe können sehr verschieden sein...

"Nicht immer ist eine psychologische Behandlung notwendig, so der Forscher."

--> ja, einige schaffen davon los zukommen ohne therapeuten, ein geringer prozentsatz,den, wenn man einmal in diesem teufelskreis gefangen ist, kommt man so schnell und einfach nicht mehr hinaus.
denn SvV ist eine sucht! und eine psychische störung.

nunja, das ist meine bescheidene meinung dazu...

p.s. die armen patienten bei dem.. das der das JETZT mitbekommt... schade... ich dachte eig therapeuten haben etwas im köpfchen...

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