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Sinkende Krankenstände gehen auf Kosten der Gesundheit

Der Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte gibt bekannt, dass die sinkenden Zahlen für krankeitsbedingte Ausfälle bei Arbeitnehmern duchaus nicht nur durch medizinischen Fortschritt oder erleichterte Arbeitsbedingungen verursacht werden.

Stattdessen veranlassen Gründe wie Angst vor Arbeitsplatzverlust oder auch Druck von Seiten der Firmen, welche Krankheiten ihrer Beschäftigten als persönliche Verfehlung sehen, viele Betroffene dazu, ihre Krankheiten zu verdrängen.

Gerade bei Beschäftigten ab 50 Jahren werden so oft Herz- Kreislaufprobleme wie z. B. erhöhter Blutdruck nicht erkannt, was dann zu einem Herzinfarkt führen kann. Langfristig kann das ständige Ignorieren von Krankheiten also sehr gefährlich werden.


WebReporter: Hier kommt die M...
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Gesundheit, Kosten, Krank
Quelle: www.focus.de
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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.04.2007 12:13 Uhr von Hier kommt die M...
 
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Viele Firmen sollten wirklich mal ihre Einstellung gegenüber ihren Beschäftigten überdenken. Profit ist doch nicht alles, wenn der Mensch dabei langfristig gesehen auf der Strecke bleibt. Ich habe es jetzt erst wieder im Bekanntenkreis erlebt, dass einem Familienvater aufgrund einer Erkrankung nach über 25 Jahren Betriebszugehörigkeit gekündigt werden soll, weil er nicht mehr voll belastbar ist. <kopfschüttel>
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01.04.2007 13:48 Uhr von Scopion-c
 
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Das kenne ich: Meiner Mutter wurde trotz sehr guter Arbeit aufgrund von einem Bandscheibenvorfall gekündigt.

Mich hat man zuhause angerufen ob ich denn nicht Arbeiten kommen könne weil ich ja schon eine woche krank zu hause bin.
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01.04.2007 14:00 Uhr von Jorka
 
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Gesundheit ist das höchste Gut: des Menschen, und das sollte es zu bewaren gelten und auch dann wenn das einigen profitorientierten Heinis nicht in den Kram passt.
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01.04.2007 14:43 Uhr von opppa
 
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Scopion-c: Das geht jan noch!

Ich wurde auf allgemeinen Wunsch einer Krankenkasse (BEK) mit einem akuten Bandscheibenvorfall gesundgeschrieben!

Meine Klage vor dem Sozialgericht Düsseldorf habe ich, nachdem das Gericht nach etwas mehr als einem Jahr den Eingang der Klage schon bemerkt hatte, zurückgezogen!

Da ziehen alle, die meinen, sie könnten von den "Gesunden" mehr profitieren, als von Kranken, gemeinsam an einem Strick!
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01.04.2007 17:19 Uhr von Troll-Collect
 
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"auf Kosten der Gesundheit": Das zahlen dann aber nicht die Unternehmen (in Form von Lohnfortzahlung), sonder aufgrund der Spätfolgen die Krankenkassen, wobei man die gestiegenen Kosten dann gleich als Rechtfertigung für weitere Leistungskürzungen und private Absicherung nutzen kann.
Zwei Fliegen mit einer Klappe.

Halt, sogar drei Fliegen: Wenn die Leute mit Mitte Fünfzig ausgebrannt sind und vorzeitig in Rente müssen gibt es gleich entsprechende Rentenabschläge, mit entwas Glück sterben sie sogar vorzeitig, also gleich noch einmal gespart.

Wirtschaftsliberalismus ist doch was geiles.
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01.04.2007 18:09 Uhr von opppa
 
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Troll-Collect: Das ist nicht ganz so!

Die Arbeitgeberseite versucht doch schon seit geraumer Zeit, sich aus der Solidarität mit ihren Arbeitnehmern unter tätiger Beihilfe "unserer" (nicht meiner) Regierung, zurückzuziehen.

Die Arbeitnehmer zahlen jetzt schon Praxixgebühr und Anteil an den Medikamenten o h n e Arbeitgeberanteil.

Und "unsere" (nicht meine) Regierung wird schon Mittel und Wege finden, der Wirtschaft außer den Steuergeschenken noch mehr zukommen zu lassen!
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01.04.2007 18:58 Uhr von Alfadhir
 
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NEIN ??!!!!! wirklich das hät ich jetzt aber nicht gedacht ich hatte angenommen die leute sind wirklich gesünder geworden dardurch das man sie mehr unter druck setzt in den betrieben und ihnen mit kündigung usw droht bzw dardurch das arztbesuche und medikamente teuerer geworden sind..........
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01.04.2007 19:10 Uhr von mephisto92
 
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nunja: wenn ich mir angucke was so abgeht auch auf arbeitgeber seite kann ich die arbeitgeber durchaus schon verstehen. Ich hab letztens meine chefin förmlich gezwungen nach hause zu gehen und sich ins bett zu legen. Sie hatte eine akute Mandelentzündung und das ist ne sache mit der nicht zu spaßen ist so harmlos sie auch klingt.

Andererseits liegt das problem auch vielfach beim gesetzgeber. wenn ich in ner firma arbeite als schlosser z.B. dann könnte ich mit nem gebrochenen bein zwar nicht als schlosser arbeiten aber andere arbeiten könnte ich erledigen. Das ist aus rechtlicher sicht nur schwer machbar zwar nicht unmöglich aber dafür gibts viel zu viele stolpersteine und gerade das wäre die möglichkeit die kosten für krankheitsausfall zu senken.
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01.04.2007 20:10 Uhr von TheTrash
 
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Wer macht das nicht?
Bin auch schon mal krank in die Arbeit gegangen, weil einfach der totale Personalmangel herrscht. Aber danken tut es dir keiner.....
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01.04.2007 20:41 Uhr von Troll-Collect
 
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@oppa
genau das meinte ich

@mephisto/trash
Ja, wenn du krank zu Arbeit gehtst und deswegen nicht die volle Leistung bringst, heißt es nicht "schön das sie trotzdem da sind", sondern man kriegt noch eine zwischen die Hörner. Also bleibt man am besten zu hause, bis es auskuriert ist.
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02.04.2007 08:35 Uhr von lucky strike
 
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Ich geh auch mit 40° Fieber arbeiten. Ich bleib so gut wie nie zuhause. Lieber geh ich 30min auf die Arbeit, damit mein Chef mich nachhause schickt. Zumindest sieht er dann dass ich nicht simuliere.
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02.04.2007 10:57 Uhr von Maverick Zero
 
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Simulieren Leider ist Geld wohl inzwischen wirklich das höchste Gut - das Wohl des Menschen so gut wie egal.

Folgender Fall: Selbständiger auf dem Bau hat einen Arbeitsunfall und einen daraus resultierenden Bandscheibenvorfall.
-> Mehrere Wochen bewegungsunfähig, bettlägrig, kann nur mit Rollstuhl bewegt werden. Danach starke Schmerzen beim Heben schwerer Lasten, wie es auf dem Bau vonnöten ist. Bei wiederholtem Heben von schwerer Last wieder Bewegungsunfähigkeit.

Krankenkasse will nicht zahlen da angeblich simuliert wird. Also soll ein Gutachten eingeholt werden (welches der Patient bezahlen soll(!) ). Der Gutachter bescheinigt eine Berufsunfähigkeit von ~28%. Krankenkasse sagt, der Patient könne mit einer 28%igen Einschränkung gut weiterarbeiten und zahlt nicht, da eine Berufsunfähigkeit nicht festgestellt werden kann.
Klar, einen Schreibtischjob kann der Patient ausführen, nicht aber seinen Beruf auf dem Bau. Und mit über 50 Jahren umlernen ist Blödsinn - wer würde den denn überhaupt noch nehmen?

D.h. nicht nur als Angestellter sondern auch als Selbständiger ist man der Depp wenn man krank wird. Entweder verliert man seinen Job oder wird von der Krankenkasse veräppelt.
Also einfach nicht krank werden...
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02.04.2007 12:09 Uhr von Troll-Collect
 
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@maverick: Berufsunfähig oder Arbeitsunfähig? Die Krankenkasse ist für Krankheiten (Arbeitsunfähigkeiten) zuständig. bei einer _generellen_ (und nicht kurzfristigen) "Berufsunfähigkeit von ~28%" wäre die Rentenversicherung oder eine Berufunfähigkeitsversicherung zuständig (wobei bei 28% i.d.R. keiner von beiden zahlen wird, außer vielleicht im Rahmen Reha).
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02.04.2007 12:21 Uhr von rainer007
 
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tja so ist das nun mal heutztage. Man sollte auch nicht vergessen jeden Tag seinen Arbeitgeber für den tollen, schlecht bzahlten Job zu huldigen ^^. Hier bei uns ist es z.B. so, dass es eine Anwesenheitsprämie gibt.. Ein schönes Wort für eine Gehaltskürzung im Krankheitsfall. Tja.. da kann man halt abwägen ob man auf einen Teil seines Gehaltes verzichtet oder doch arbeiten geht.. Naja und wenn man halt eh schon nicht so besonders gut verdient, geht man halt doch arbeiten bzw. meidet es zum Arzt zu gehen, da man sich es gerade mal nicht leisten kann auf das Geld zu verzichten..
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02.04.2007 12:54 Uhr von opppa
 
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Maverick Zero: Offensichtlich bekommen die Bosse der Krankenkassen auch Gewinnbeteiligung! Und die Herren "Sachverständigen" wissen ganz genau, wer sie bezahlt!!
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02.04.2007 12:55 Uhr von Maverick Zero
 
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@Troll-Collect: Tschuldigung, hier gehts natürlich um die Berufsunfähigkeit / Berufsunfähigkeitsversicherung.
Der Knackpunkt ist, dass 28% durch einen "Gutachter" festgestellt wurden, für den betreffenden Beruf (/-szweig) aber praktisch 100% anzusetzen wäre.
Nach mehrjährigem Rechtsstreit hat ein anderer Gutachter auch eben das (Berufsunfähigkeit) bestätigt.
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02.04.2007 21:19 Uhr von borgir
 
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eine unfassbare erkenntnis: natürlich ist das so....wenn man laufend oder öfter krank arbeiten geht kann das nicht lange gut gehen....aber die krankenkassen sehen das nicht.....obwohl sie durch kurze krankheitsphasen und gute behandlung sicher geld sparen würde....aber im gesundheitswesen ist der blick und die investition für die zukunft ein fremdwort....leider
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03.04.2007 16:31 Uhr von ticarcillin
 
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oberklug! Lieber Verein Deutscher Betriebs- und Werksärzte!
Das fällt Euch JETZT erst auf?
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03.04.2007 17:20 Uhr von opppa
 
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Den Arbeitgebern geht es nicht darum, die Belegschaft gesund zu erhalten, denen geht es um Gewinne.

Der Arbeitnehmer wird bis zum Letzten ausgelutscht, und dann der Nächste bitte...!

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