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Urteil: Mutter hat ihr Kind erstickt und in eine Gefriertruhe gelegt

Vor dem Nürnberger Gericht ist eine 39-jährige Frau,die im Juli 2005 ihr Kind umgebracht hat, zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Sie hatte das Kind seinerzeit heimlich zur Welt gebracht, erdrosselt und in eine Gefriertruhe gelegt.

Als Tatmotiv gab die Frau an, dass sie befürchtete ihr Lebensgefährte würde sich von ihr trennen, wenn er von der Schwangerschaft erfahren hätte. Der Lebensgefährte hatte das tote Kind damals in der Gefriertruhe gefunden.

Der Richter blieb mit seinem Strafmaß von zehn Jahren deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft von lebenslanger Haft. Die Verteidigung hatte vier Jahre beantragt und dies mit Totschlag im minderschweren Fall begründet.


WebReporter: Ingo_S
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Kind, Mutter, Urteil, Gefriertruhe
Quelle: www.spiegel.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.03.2007 10:59 Uhr von Ingo_S
 
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Einfach nur Schrecklich solch eine "Verzweiflungstat". Ich kann solche Denkweise nicht verstehen. Wenn sie Angst vor einer Trennung hat, dann sollte sie sich überlegen, ob die Gefühle (Liebe) des Partners ehrlich und stark genug sind. Und wenn dies nicht der Fall ist, dann hat ER sie nicht verdient.
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30.03.2007 11:51 Uhr von Garviel
 
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Das Schlimme daran: ist neben dem Tod des Säuglings, dass die Frau auch noch zwei Kinder aus früheren Beziehungen hat, die jetzt vermutlich in Pflegefamilien oder Heimen aufwachsen werden. Das ist zwar nicht per se schlimm, aber angesichts der Umstände schon extrem belastend...
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30.03.2007 12:34 Uhr von DieSchatten
 
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Forderung der Verteidigung: "Totschlag im minderschweren Fall"????

Also echt, die sind doch nicht ganz zu retten... Totschlag... OK geht vielleicht noch, aber minderschweren Fall? Aus solchen niederen Motiven "mein Mann soll mich nicht verlassen" ein wehrlosen Säugling umbringen und in die Kühltruhe stecken, sehe ich definitiv nicht als "minderschweren Fall" an...
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30.03.2007 13:47 Uhr von artery123
 
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@DieSchatten: Du vergisst dabei, dass Frauen vor dem Gesetz mit Samthandschuhen angefasst werden.
Seien es Betrügereien, Gewaltverbrechen, geplante Morde oder Totschlag: In den meisten Fällen gibt es Bewährungsstrafen.

Diese wahre "Säuglings-Tötungs-Welle" die seit Monaten am Laufen ist, zeigt das Bestens, denn die Urteile sprechen für sich.

Eine Frau schmeisst ihr Baby aus dem Fenster, die andere stopft ihr Baby in eine Mülltonne, wieder die nächste ertränkt ihr Baby, eine andere zerstückelt ihr Kind und schmeisst die Leichenteile in Zeitungspapier verpackt in die Mülltonne etc...

...und alle bekommen sie milde Urteile bzw. Bewährungsstrafen, weil beim Urteilsspruch eine Menge Subjektivität einfliesst. So hört man ständig nur davon dass "die Frau es WAHRSCHEINLICH nicht böswillig getan hat, sondern MÖGLICHERWEISE so furchtbar hilflos und verzweifelt war", dass sie "VIELLEICHT geisteskrank ist, und deshalb eigentlich nichts dafür kann" und schon gibt es eine milde Bewährungsstrafe.
Es klingt blöd, aber da werden die "lieben Mütter" die solche Sachen tun sogar noch als Opfer dargestellt.
In vielen Fällen werden die Fakten letztendlich auch so gedreht, dass der Ex-Mann der Frau schuld ist, weil er sie ja verlassen hat, sie dadurch verzweifelte, und deshalb ihr Kind umbrachte. Da werden dann schon dritte Personen als "wahre Mörder" dargestellt. (So wurde es u.a. im Plädoyer eines Säuglingsmordes vor etwa einem Monat in Wien dargestellt, und es kam problemlos durch).

Bei dieser gängigen Auffassung, dass Frauen selbst dann noch das "Opfer" sind, wenn sie ihre eigenen Kinder umbringen, wundert es mich ehrlich gesagt nicht, dass die "Säuglings-Morde" in letzter Zeit so zunehmen. Mütter deren Kinder grob gesagt "Unfälle" waren, und die in ihnen lediglich eine persönliche und finanzielle Belastung sehen, greifen in letzter Zeit verdammt zahlreich zum Säuglings-Mord, und das liegt sicher nicht zuletzt daran, dass mittlerweile allgemein bekannt ist, dass die Strafen in solch einem Fall für die Frau übermässig milde ausfallen.
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30.03.2007 16:43 Uhr von Garviel
 
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@artery123: Erklär deine Ansicht doch bitte der Frau in Oberbayern, die ihr Baby im Winter erfrieren hat lassen. Die bekam - zu Recht - ebenfalls 10 Jahre.
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31.03.2007 09:56 Uhr von artery123
 
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@Garviel: Das läuft es in Deutschland wohl geordneter.
Bei uns in Österreich gab es in letzter Zeit zahlreiche Säuglingsmorde, und die Täterinnen kamen sogut wie immer mit Bewährungsstrafen oder Therapien davon.

Im Endeffekt waren die letzten offiziell zu diesen Fällen gesagte Dinge immer: "Sie hat es ja nicht "böse gemeint"", bzw. "Der Mann hätte es verhindern müssen."

Es ist schon fast witzig. Ein Mann der seiner Freundin eine Verbrennung im Gesicht zufügte, bekam 8 Jahre ohne Bewährung. Eine Mutter die ihr Baby killt, kommt mit vier Jahren auf Bewährung, und einer Therapie davon.
Ich hoffe, dass diese "Tötungs-Welle" mit ihren obskuren Strafmassen langsam für ein Umdenken sorgt.

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