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Peptide als mögliche Alternative zu Antibiotika

Kanadische Forscher von der University of British Columbia in Vancouver haben in Tierversuchen eine mögliche Alternative zu Antibiotika getestet. Dabei wird das körpereigene Immunsystem zu vermehrter Aktivität angeregt.

Möglich wird das durch Gabe von speziellen Peptiden. Dieses kleine, eiweißartige Molekül namens IDR-1 besteht aus 13 Aminosäuren und wurde Mäusen vor oder bis zu vier Stunden nach einer künstlichen Infizierung mit verschiedenen Bakterien verabreicht.

Diese Bakterienstämme waren sogar zum Teil resistent gegen Antibiotika. Trotzdem war die Überlebensrate bei den behandelten Mäusen deutlich erhöht. Durch das Peptid werden spezielle Blutzellen aktiviert, die der Abwehr von Bakterien dienen.


WebReporter: Hier kommt die M...
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Alter, Alternative, Alternativ, Antibiotika
Quelle: www.faz.net

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.03.2007 11:19 Uhr von Hier kommt die M...
 
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Das klingt ziemlich interessant, vor allem für die Behandlung gegen Antibiotika-resistente Keime. Zumal die Versuche mit den Mäusen offenbar keine schweren Nebenwirkungen hatten. Mal abwarten, ob das auch für uns Menschen eine Alternative sein könnte.
Ein Nachteil könnte allerdings sein, dass die Behandlung wohl anscheinend umgehend erfolgen muss.
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29.03.2007 23:09 Uhr von AndiButz
 
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wäre es: auch möglich das krankheitserreger ressistent dagegen werden?
warscheinlich doch nicht wenn es nicht gegen die erreger gerichtet ist sondern diese blutzellen aktiviert.
aber echt ein fortschritt, den die nebenwirkungen von atibiotika vor allem auf den verdauungstrakt sind doch stark.
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30.03.2007 03:11 Uhr von mephisto92
 
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nunja: problematisch ist vor allem das gefährliche bakterielle infektionen vorwigend bei patienten mit geschwächtem immunsystem auftreten insofern wird der anwendungsbereich nicht gerade sehr groß sein. Denn wo nix oder wenig ist kann man auch nur wenig bis nix aktivieren
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30.03.2007 10:16 Uhr von windsurfer83
 
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vor allem: sollte man sich mal fragen woher diese ganzen antibiotikaresistenten bakterienstämme kommen. wenn ich auf der arbeit sehe, dass pat. teilweise sogar ein halbes! jahr antibiotika bekommen, muss man sich nicht wundern. das wird doch wie bonbons verteilt.
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30.03.2007 10:23 Uhr von mephisto92
 
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resistenzen treten auf: wenn antibiotika zu kurz oder zu gering dosiert gegeben werden
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30.03.2007 12:00 Uhr von Hier kommt die M...
 
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nein: Resistenzen treten auch völlig spontan auf, wenn die Umweltbedingungen für die Bakterien zu negativ werden. Dann kommt es zu spontanen Mutationen der RNS und dabei können sich auch Antibiotikaresistenzen ausbilden.
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31.03.2007 01:45 Uhr von jesse_james
 
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@alle Vorredner: Die Wissenschaft sucht nicht nach Alternativen zu Antibiotika, weil diese so viele Nebenwirkungen haben, sondern weil der Menschheit in gut 50 Jahren ein Desaster droht.

Denn ´50 Jahre´ ist noch die mildeste Schätzung ab wann Antibiotika keine Wirkung mehr erzielen werden !

Wenn das eintritt ohne Alternative, dann werden Menschen an einem einfachen Schnupfen krepieren !

Es sollte somit klar sein warum geforscht wird.


Darüber hinaus ist natürlich wie hier einige vermuten der massenhafte Einsatz von Antibiotika schuld an der Resistenz.

Aber der medizinische Einsatz ist ein kleiner Bruchteil an dem was verantwortlich ist.

Wir mischen Antibiotika in Tiernahrung oder geben es den Tieren direkt, z.B. bei Schweinen.
Diese sind im Fleisch der Tiere noch dann enthalten wenn wir das Fleisch verzehren !

Käsesorten enthalten PILZE, Penicillinarten.....

Es kommt an so vielen Orten vor das wir dem nicht ausweichen können.


Und das was hier einige als Mutation der RNS bezeichnen ist keine, das ist der Ablauf der Evolution, auch Bakterien entwickeln sich weiter.

Das es z.B. Bakterien gibt, die jene Antibiotika die mit einem Beta-Lactamring versehen sind, gezielt hemmen können ist keine Mutation sondern Entwicklung.
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31.03.2007 10:28 Uhr von mephisto92
 
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grundsätzlich: hast du recht jesse aber nur die wenigsten antibiotika kommen in der natur vor. Es gibt 2 arten von antibiotika.

1. die wie schon genannt die antibiotika und 2. die chemotherapeutika. die man im sprachgebrauch auch zu den antibiotika zählt. diese sind aber künstlich hergestellt und kommen auch in ähnlicher form nicht in der natur vor.

gerade bei den chemotherapeutika wird das problem der missbräuchlichen anwendung von offenbar denn normalerweise dürfte es da nur sehr wenige bis garkeine ressistenzen geben
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01.04.2007 18:22 Uhr von jsbach
 
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@jesse_james: da muß ich dir beipflichten.
Habe es schon in einem Comment geschrieben.
Wer Zeit und Lust hat, sollte sich mal das Buch
"Krankheit und Kultur" von David B. Morris zu Gemüte führen. Sehr aufschlußreich.

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