25.03.07 13:22 Uhr
 681
 

Berlin: Bundesminister Müntefering (SPD) sagt Hungerlöhnen den Kampf an

Der Bundesminister für Arbeit und Soziales Franz Müntefering (SPD) plant Dumpinglöhnen in Deutschland durch neue gesetzliche Regelungen einen Riegel vorzuschieben.

Es verstoße gegen die Menschenwürde, wenn Arbeitnehmer, die Vollzeit arbeiten, von ihrem Lohn nicht leben könnten. Es läge des Weiteren eine Sittenwidrigkeit vor, wenn Löhne 30 % unterhalb der üblichen Gehaltszahlungen der jeweiligen Branche lägen.

Müntefering spricht von einer Ausbeutung öffentlicher Gelder durch einige Unternehmer. Diese würden ihre Angestellten so schlecht bezahlen, dass diese ihr Einkommen mit Sozialleistungen des Staates aufstocken müssten, um davon leben zu können.


WebReporter: artefaktum
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Berlin, SPD, Kampf, Hunger, Franz Müntefering, Bundesminister
Quelle: www.tagesschau.de
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

37 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
25.03.2007 14:02 Uhr von Jorka
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Endlich hat er es erkannt: nun sollten seine Worten aber auch Taten folgen, und dieses Lohndumping endlich verboten werden.
Kommentar ansehen
25.03.2007 14:04 Uhr von real.stro
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
So ein Sprüchklopfer: Politiker halt. Als ob er an dieser diese gesellschaft tragenden Tatsache auch nur etwas ändern wollte. Von Können will ich hier gar nicht sprechen. Politiker sind halt wie Schauspieler. Bezahlte Lügner.
Kommentar ansehen
25.03.2007 14:07 Uhr von nasa01
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Die Nachricht: verstand ich wohl!
Allein - mir fehlt der Glaube!
Soll heißen, dass sich wohl in absehbarer Zukunft nichts ändern wird.
Legen wir´s ab unter "Politikerphrasen"
Kommentar ansehen
25.03.2007 14:16 Uhr von michaelberlin22
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
1 Euro Job: Erst soll man jeden Job annehmen müssen, selbst wenn man davon nicht leben kann - nun wieder sollen Hungerlöhne abgeschafft werden (auch die 1-Euro-Jobs?) - was denn nun? Die Politikkasper haben es doch erst unterstützt, dass die Firmen entlassen können und zu Niedriglöhnen wieder einstellen dürfen. Der ALBA-Chef in Berlin, der jetzt groß an der Politikspitze sitzt, hat noch vor 3 Jahren alle Leute entlassen und im Nebenzimmer schon neue Arbeitsverträge für gleiche Arbeit zum halben Lohn fertig gehabt. Das Unternehmen macht Gewinne und der Staat zahlt zu. Nicht wahr Herr Schweitzer. Schön wenn man in der Machtposition sitzt und regeln kann, dass der Staat das eigene Unternehmen finanziert, wenn auch über Umwege. Egal wenn dadurch Lohnsteuerausfälle entstehen und die Sozialabgaben für Rente und Krankenkasse verringert werden. Soll der Staat mal schön zusehen wie er klar kommt. Hauptsache der IHK-Chef Schweitzer hat ein fettes Konto und kann für Mami in Spanien den privaten Benz im Firmenkonstrukt abschreiben - macht nochmal weniger Steuern für den Staat. Prima Job, Herr Schweitzer, der bestimmt richtig geil bezahlt wird. Und wenn der Betriebsrat im Unternehmen mal durchgreifen will, dann wird die Polizei geholt, die ihn ruhig stellt. Kostet ja nur dem Steuerzahler das Geld für den Einsatz. Solange Unternehmer den Staat regieren, werden die schon zusehen, dass die Gesetze für maximalen Gewinn Bestand haben.
Kommentar ansehen
25.03.2007 14:28 Uhr von swald
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Mindestlohn: Der erste Schritt ist die Einführung eines Branchenübergreifenden Mindestlohn in einer wirtschftverträglichen und Sozialkassenentlastenden Höhe.

Dieser Mindestlohn muss dann aber auch Durchgesetzt werden.
Kommentar ansehen
25.03.2007 14:37 Uhr von freddy111
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
der hat wohl gemerkt das die SPD immer mehr an wählerstimmen verliert
Aber wie sagt man so schön!! wer einmal lügt........

Ich glaube diesem Möchtgernpolitiker kein wort mehr
Kommentar ansehen
25.03.2007 14:41 Uhr von Malik2000
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Kombilohn: Hier verurteilt er die Firmen, die gerade wegen des möglichen zusätzlichen ALG2-Bezuges wenig bezahlen und andererseits beklatschen alle den sogenannten Kombilohn, der genau das gleiche ist nur mit einem neuen Wort.

Mein Lohn wird auch mit ALG2 aufgestockt, sonst wäre der Nettolohn nicht ausreichend, da ich Frau und 2 Kinder habe. Für mich alleine würde es wahrscheinlich reichen.
Kommentar ansehen
25.03.2007 14:46 Uhr von Malik2000
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Festlegung Mindestlohn: Diese Medien-Hampelmänner können sich aus Angst vor der Industrie ja nichtmal auf die Höhe eines annehmbaren Mindestlohnes einigen.

Wer Vollzeit arbeitet (egal als was) und weniger als 1300 Euro verdient wird ausgebeutet. Bei 1300 ist es schon kläglich.
Kommentar ansehen
25.03.2007 15:07 Uhr von Cpt.Proton
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Keiner: sollte weniger als eine bestimmte Summe x Einkommen haben. Dieser sollte aber durch Transferleistungen ergänzt werden, wenn das Lohneinkommen nicht ausreicht.
Nur so ist es möglich den Menschen ein Einkommen zu ermöglichen,daß man als richtig empfindet, ohne dabei Arbeitslosigkeit zu schaffen. Mit einem so grobschlächtigen Instrument wie dem Mindestlohn ist das nicht zu schaffen.
Kommentar ansehen
25.03.2007 16:04 Uhr von luthienne
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@proton: ja ne ist klar.. deswegen haben ja Länder mit Mindestlohn auch nach deren Einführung in der Regel sinkende Arbeitslosenzahlen...
Liegt bestimmt daran, dass der Binnenmarkt ja eine sooooo unwichtige Größe in dem ganzen Konstrukt ist, und der ortsansäßige Friseur Angst hat, dass seine Kunden nach China fahrn um sich die Haare machen zu lassen, weils da 5€ billiger ist.
*ironie off*
Kommentar ansehen
25.03.2007 16:16 Uhr von Troll-Collect
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Das Gefährliche an diesen Spezialdemokraten: ist, dass sie noch von ihrer sozialdemokratischen Vergangenheit zehren, hin und wieder ein paar wohlklingende Luftnummer starten, die nachdem sie durch die Presse gingen vergessen oder eingestellt werden, während sie im Politalltag genau das Gegenteil von dem machen, wofür sie sich verkaufen.

Unvergessen Kanzler Görd 2002:
"Mit uns wird es keine Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe geben"
(naja, hat es auch nicht, die Arbeitslosenhilfe wurde abgeschafft)

oder Wahlkampf 2005:
"Mit uns wird es keine Mehrwertsteuererhöhung geben"
Kommentar ansehen
25.03.2007 16:27 Uhr von opppa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ist in der nächsten Woche Wahl? Warum entdeckt Herr Müntefering plötzlich sein soziales Gewissen!?

Der soll sich ganz ruhig in eine Ecke setzen, bis dieser Anfall vorbei ist!
Kommentar ansehen
25.03.2007 16:29 Uhr von opppa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
luthienne: Der "Binnenmarkt" der Koalitionsparteien sind die "Zuwendungen" der Industrie!
Kommentar ansehen
25.03.2007 18:14 Uhr von swald
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Malik2000: "Wer Vollzeit arbeitet (egal als was) und weniger als 1300 Euro verdient wird ausgebeutet. Bei 1300 ist es schon kläglich. "

Das berifft aber große Teile des Sozialwesens. Kranken-, Altenpfleger, Erzieherinnen und Pflegehelfer sowieso.

Ich halte 1300 Netto als MINDESTlohn für zuhoch, denn es ist der Lohn für den Berufsanfänger in unqualifizierten Arbeitsfeldern, der keine verwertbaren Referenzen und Erfahrungen mitbringt. Ergo jeder andere (mit Qualifikation) wird danach dann mehr als die von dir geforderten 1300 Netto verdienen müssen.
Kommentar ansehen
25.03.2007 18:19 Uhr von swald
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Cpt.Proton: Ich denke das ein Kombilohn ohne eine durch einen Mindestlohn definierte Untergrenze zu einem Mißbrauch des Instruments von Seiten der Unternehmer führt.

In vielen Branchen (z.B. Gatronomie, Friseure) ist es heute schon üblich das die Gehälter auf tiefsten (zuschußwürdigem) Niveau sind, während es oft steuerfrei Barprovisionen oder Trinkgelder gibt.
Kommentar ansehen
25.03.2007 19:51 Uhr von christi244
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Gaaaaaaaaaanz toll was Münte da fordert, nachdem Schröder dem Dumping erst Tür und Tor geöffnet hat ... siehe Hibi-Dienstleistungstarife über die "Selbständigkeit" aus "O".
Kommentar ansehen
25.03.2007 19:53 Uhr von opppa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
swald: Dafür ist der Kombilohn doch geplant!

Schon jetzt vernichtet "unsere" Regierung durch 1,--€ Kräfte doch schon massenhaft Arbeitsplätze, weil diese Kräfte

- Arbeiten ausführen, die sonst von regulären, sozialversicherungspflichtigen Kräften ausgeführt würden und

- weil 1,--€-Kräfte zwangsweise dazu mißbraucht werden, die regulären Löhne (noch weiter) zu drücken!
Kommentar ansehen
25.03.2007 21:19 Uhr von swald
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
opppa: "- weil 1,--€-Kräfte zwangsweise dazu mißbraucht werden, die regulären Löhne (noch weiter) zu drücken! "

Naja bei uns rechnen sich die Beschäftigungsbetriebe gerade so. Einzelne Abteilungen machen sogar richtig (schmerzhaften) Verlust.

Das ganze in passiert in einem geschützten Rahmen, daher sehe ich keine Konkurrenzfähigkeit. Für die einzelnen Stellen die evtl. verloren gingen werden in anderen Bereichen Aufpasser/ Betreuer eingestellt.
Kommentar ansehen
25.03.2007 21:21 Uhr von swald
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
1100 Euro: http://www.focus.de/...

"Orientierungsmarke sollen die Hartz-IV-Ansprüche eines Singles inklusive Mietpauschale sein. Das entspräche einem Bruttoverdienst von etwa 1100 Euro."

Die Orientierung am Hartz IV Anspruch halte ich für richtig der Mindestlohn müsste jedoch meiner Meinung nach in etwa 10 Prozent darüber liegen.
Kommentar ansehen
25.03.2007 21:47 Uhr von Troll-Collect
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Höhe: Gewerkschaften und Linkspartei (WASG) gehen vom Selbstbehalt bei Lohnpfändung aus, rund 950 Euro (dieser Maßstab sollte jemandem der Vollzeit arbeitet zugestanden werden).
Auf Brutto hochgerechnet wären das rund 1300 Euro, dieses sollte die allerunterste Grenze sein.

Hatz4 als Maßstab ist nicht geeignet, da die Arbeitnehmer durch die Werbungskosten dann unter das Existenzminimum rutschen würden. Außerdem fallen Kosten für private Vorsorge an, um die drängendsten Folgen des Kahlschlags am Sozialstaat aufzufangen.
Kommentar ansehen
25.03.2007 21:58 Uhr von Cpt.Proton
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Hier werden: Werte zugrunde gelegt, die wir für sozial gerecht halten, zu grunde gelegt.

Wer denkt mit solch willkürlichen Werten funkionierende Instrumente schaffen zu können liegt falsch.
Kommentar ansehen
26.03.2007 07:02 Uhr von Asalin
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Swald: 1100€ brutto ist zu wenig, ausser man wohnt noch bei muttern und isst sich da durch!

Was du da schreibst von wegen 1300€ sind zu viel kann ich als Selbstständiglebender nicht ganz nachvollziehen, da das Geld hinten und vorne nicht reicht für die unterhaltskosten. Ich kenne Wohnungen in HH die kosten soviel wie ich im Monat verdiene und das noch nicht einmal in einer Villengegend!

Den Mindestlohn kann man schwer pauschalisieren, aber eigentlich sollte man daran arbeiten das den Leuten mehr Geld zu verfügung stehen, damit mal wieder der Inlandsverbrauch zunimmmt!
Kommentar ansehen
26.03.2007 10:20 Uhr von swald
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Cpt.Proton: Ein Mindestlohn beruht in den meisten Fällen auf einer willkürlichen Festlegung.
Kommentar ansehen
26.03.2007 10:21 Uhr von swald
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Asalin: Es ist der Mindestlohn, der fordert eben Abstriche.
Kommentar ansehen
26.03.2007 10:34 Uhr von Cpt.Proton
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
swald: Eben.... daher mein Kommentar. :D

Refresh |<-- <-   1-25/37   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2018 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?