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Zeitarbeit-Boom nur zum Teil durch Konjunktur

2006 hat sich mit 600.000 Arbeitnehmern die Zahl der per Zeitarbeit Beschäftigten gegenüber 2003 mehr als verdoppelt, dieses Jahr wird mit weiteren 20 % Zuwachs gerechnet. Doch der Boom der Branche hat nur teilweise konjunkturelle Gründe.

Einen großen Anteil hat die Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes, welches zahlreiche Beschränkungen, etwa bei der Dauer der Überlassung, aufgehoben hat. Die Löhne der regulär Beschäftigten liegen rund 50 % über jenen der Zeitarbeitnehmer.

Laut dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen setzt dieses das allgemeine Lohnniveau unter Druck und Unternehmen umgehen auf diese Art Branchenstandards, indem sie vermehrt Zeitarbeitskräfte einsetzen.


WebReporter: Besitzstandswahrer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Teil, Konjunktur, Boom
Quelle: www.innovations-report.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.03.2007 16:21 Uhr von Besitzstandswahrer
 
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Ex-Wirtschaftsminister Clement, der die Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes maßgeblich vorangetrieben hat, erhielt zur Belohnung einen Aufsichtsratsposten bei einer Zeitarbeitsfirma. Sicherlich zu besseren Konditionen als jene, die an andere Unternehmen "verliehen" werden.
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23.03.2007 18:28 Uhr von merjon
 
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bewerbungen: braucht man schon fast nirgends mehr abgeben. Man wird nur noch unter den Bedingungen über Zeitarbeitsfirmen eingestellt, und mit etwas sehr viel Glück, befristet daraus übernommen. Aber Befristungen gehen halt auch nur wieder über eine gewisse Zeit. Danach wird man abgeschossen, "Frischlinge" geholt und der Kreislauf beginnt von Neuem.
Aber was bleibt einem noch übrig?
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23.03.2007 18:44 Uhr von freundkettensaege
 
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Deutschland ist bisher noch Schlußlicht: andere Länder haben eine wesentlich höhere Qoute von AN in der Zeitarbeit.
Schuld ist das schlechte Image der Zeitarbeit, aber auch gilt ubedenken: Wenn größere Unternehmen Verträge mit Zeitarbeitsfirmen verhandeln, werden erheblich die Stundensätze gedrückt.
Wo ist dann der Betriebsrat, wo der Gewerkschaftsvertreter?
Warum hat Deutschland noch keinen Mindestlohn in Gegensatz zu EU Mitgliedern aus der ehem. Sowjetunion
und der vielgeschmähten USA?
Warum gibt es absurde Gesetze die den Verleih zB in Bauhauptgewerbe und andere Bereiche verbieten, während ausländische Firmen das in Deutschland mit Arbeitnehmern aus der ganzen Welt praktizieren?
Auf Baustellen wie den Bundeskanzleramt war das Dauerzustand.
Vielleicht hängt das auch mit unser Geiz ist geil Menalität zusammen.
Wie sollen den Waren zu Schleuderpreisen verammscht werden, wenn die Kosten der Produktion zu hoch sind?
Nun sollten sich auch viele der Gutmenschen mal überlegen, welche Zahl an menschen die Zeitarbeit in Lohn und Brot gebracht haben und nicht unbedingt in einen Betrieb 5 Arbeiter mit 20 jähriger Betriebszugehörigkeit herauspicken, deren höhere Entlohnung als Basis ansetzen und die restlichen leute, die noch nicht eine solch lange Betriebszugehörigkeit vorweisen einfach ignorieren.
Das ist bitte schön eine Milchmädchenrechnung.
Ferner sollte noch der Bereich Arbeitsmarktförderung (Einstellungsbeihilfen) mal in Augenschein genommen werden.
Zeitarbeitsfirmen erhalten grundsätzlich nichts aus diesen so großzügig gestalteten Fördertöpfen.
Können Sie sich vorstellen, das bspw. ein Dachdeckerbetrieb die ganze Saison hindurch jeweils 2 Arbeitssuchende für je 14 Tage kostenlos zur Verfügung auf Probe arbeiten lässt?
In Management der Zeitarbeit sind letztlich genau so viele an schwarzen Schafen wie in anderen Berufen.
Nur käme niemand auf die Idee, Schulen abzubrennen und den Lehrerberuf zu verbieten, weil wieder mal ein Sportlehrer Fotos beim Duschen seiner Schützlinge ins Netz gestellt hat.

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