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Familien-Prozess: Richterin zeigt Einsicht

Die Familien-Richterin, die mit ihrem Urteil im Scheidungsprozess um eine von ihrem Mann geschlagene Frau für Empörung sorgte, zeigt erste Einsicht. Sie hatte sich bei der Urteilsfällung auf das Züchtigungsrecht im Koran berufen.

Ein Sprecher des Frankfurter Amtsgerichts nahm dazu Stellung. Der Richterin war die "Tragweite und Sprengkraft" des Urteils nicht bewusst. Hessens Justizminister Banzer (CDU) sieht wenig Chancen dienstliche Maßnahmen einzuleiten.

Gleichzeitig wies er aber auf die gute Funktionsfähigkeit des Rechtsstaates hin. Die Richterin wurde zuvor von einem Richterkollegen als befangen eingestuft.


WebReporter: MassL_LP
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Prozess, Familie, Richter
Quelle: www.focus.de

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.03.2007 08:53 Uhr von ccwm
 
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Was soll der Quatsch diese Richterin hat nie was über den Koran gesagt. Sie hat lediglich gesagt, daß die Frau schon vor der Heirat mit einem Marokkaner hätte wissen müssen, was ihr in einer solchen Ehe blühen kann. Und damit hat die Richterin auch völlig recht. Daß sie eine schnelle Scheidung abgelehnt hat, war auch begründet, schließlich besteht für den Mann schon ein Näherungsverbot.

Bei der ganzen Geschichte handelt es sich also mal wieder um eine antiislamische Hetzkampagne, sonst nichts...
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23.03.2007 09:07 Uhr von neuruebchen
 
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@ccwm: "Sie hat lediglich gesagt, daß die Frau schon vor der Heirat mit einem Marokkaner hätte wissen müssen, was ihr in einer solchen Ehe blühen kann. Und damit hat die Richterin auch völlig recht."
Nochmal zur Klarstellung: Du meinst: Wenn eine Frau in D einen Mann aus dem islamischen Kulturkreis heiratet (weil sie ihn vielleicht liebt), muss sie schon damit in Kauf nehmen, eines Tages mit Recht verprügelt zu werden. Und dann verwahrst Du Dich gegen antiislamische Hetze? Ist nicht gerade diese Interpretation das eigentliche Problem?
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23.03.2007 09:10 Uhr von Skolle
 
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ccwm: "Dies hatte sie mit einer Stelle aus dem Koran begründet, wonach Gewalt des Ehemannes..."

hat sie nicht?
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23.03.2007 09:17 Uhr von ccwm
 
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@neuruebchen: NEIN! sie musste damit rechnen NICHT MIT RECHT aber trotzdem verprügelt zu werden!

Ist das denn so schwer zu begreifen?
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23.03.2007 09:21 Uhr von Mi-Ka
 
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ccwm: Dann informiere dich mal. Das war ihre Begründung:
"Die Ausübung des Züchtigungsrechts begründet keine unzumutbare Härte gemäß Paragraph 1565 BGB"

Und warum soll es eine Hetze gegen den Islam sein, wenn man gegen diese Begründung ist.
Glaub mir! Wenn irgendein Richter auf die Idee kommen würde, einen freizusprechen, weil dieser einen praktizierenden Homosexuellen umzubringen, weil es so in der Bibel steht, wäre es genaus keine Hetze gegen das Christentum, wenn man es als Skandal ansehen würde.


Aber auch die Argumention mit dem Kulturkreis wäre absoluter Quatsch.

Und warum ist es begründet?
Warum soll denn die Scheidung nicht vorm Trennungsjahr durchkommen.
Eine Rettung (der Sinn des Trennungsjahres) ist ja offenstichtlich schon deshalb nicht möglich, weil sie ihm verboten hat, sich ihr zu nähren, eben weil er gewalttätig ist.


Ah ja,
für die Rechten hier.
Schaut! Hier wird eure Argumenttion entkräftigt, dass die Linken die Frauen nicht schützen.
Der Aufschrei unten den Gründen, der Linkspartei oder der SPD ist mindestens genau so laut wie bei den Anderen.
Es gibt keine einzige Stimme, die es auch nur ansatzweise gutheisst, wie die Richterin argumentiert.
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23.03.2007 09:22 Uhr von Maverick Zero
 
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Genauer Wortlaut: Hat hier jemand den genauen Wortlaut der Äusserung der Richterin zur Hand?
Die Aussage "sie begründete xy mit" ist etwas schwammig:

Hier zwei Mögliche Aussagen:
"Wenn Sie einen Marrokkaner heiraten, dann müssen Sie auch an Recht XYZ aus dem Koran denken"

"Laut dem Koran hatte Ihr Mann ja im Prinzip sowieso das Recht dies und jedes zu tun"


Ein riesiger Unterschied. Beide Sätze können mit "sie begründete xy mit Zeilen aus dem Koran" umschrieben werden.
Ihr versteht, was ich meine?
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23.03.2007 09:30 Uhr von djcray
 
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... Medienberichte Es zeigt sich für mich wieder, dass Medienberichte immer erst hinterfragt werden müssen, bevor man sein eigenes Urteil bilden sollte.

Man könnte nun aus dem ersten Bericht glauben, dass die Richterin eine Islam-Beführworterin ist.

Meiner Meinung nach hat die Richterin eine komplett entgegengesetzte Ansicht.

Nach dem Motto: "Wer so blöd ist in einem islamischen Land zu heiraten, der ist selber Schuld und muss die Konsequenzen tragen."

Jedoch wird auch nicht hingewiesen, ob es sich um eine Zwangsehe oder um eine gewollte Ehe handelt.

Und selbst wenn, sollte man IMMER dem Opfer zur Seite stehen.

Leider ist es mit dem Koran fast genauso schlimm wie bei uns im Mittelalter, als die Mehrheit der Bevölkerung nicht lesen konnte.

Im nahen Osten ist immer noch eine hohe Zahl der Mädchen und Frauen Analphabeten.

Es wird Ihnen etwas vorgehalten, dass in ähnlicher Weise so im Koran steht.

Und Nachlesen kann es ja dann keiner.

Der genaue Wortlaut wird fast nie zitiert.

Auch hier:

Das angebliche "Züchtigungsrecht" wird natürlich nur von den Männern so interpretiert.

Es geht um die "Sünde" des "Vertrauensbruch" oder genauer "Ehebruchs", dass dem Mann das Recht zur "Strafe" bzw. zum "Verlassen" der Frau einräumt.

Klar wird aus "Strafe" schnell "Schlagen" und dann wird auch noch der erste Teil des Satzes weggelassen.

Ich toleriere aber auch die vermilderte Version, wie im Koran von vielen interpretiert.

"Strafe" darf NIE durch ein Privatperson allein erfolgen, sondern kann nur durch ein Gericht beurteilt und durch eine Exekutive ausgeführt werden.

Das hat vielleicht in den Nomadenzeiten Sinn gemacht, jedoch in unserer Zeit völlig Fehl am Platz.

Gruß
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23.03.2007 09:44 Uhr von api
 
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Frauen und Frauenrechte: für mich immer wieder sehr eigenartig, dass es just Frauen sind, die sich zurecht über die fehlende Gleichstellung und Achtung der Frau beschweren, dann aber andererseits patriarchalische Kulturen und deren männliche Vertreter verehren und z.B. als Frau Richterin solche Urteile sprechen. Wir haben eine säkularisierte Gesellschaft, da hat Religion und Scharia rein gar nichts verloren. Diese Frau Richterin gehört weg und in den Orient deportiert.
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23.03.2007 10:50 Uhr von jesse_james
 
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Bevor ihr euch alle die Rübe einschlagt die Richterin hat sich nicht auf den Koran berufen (jede Presseagentur schreibt etwas anderes daher dürften es natürlich einige behauptet haben), aber die Richterin bezog sich darauf das diese aus Marokko stammende Frau, die ihren Mann auch dort geheiratet hatte aufgrund der Tatsache das es eine Ehe nach muslimischem Vorbild sei, diese Frau auch damit rechnen müsse das diese Züchtigung vollzogen wird.


Aber gleichgültig ob diese Richterin sich auf den Koran bezog oder nicht, sie hat in jedem Fall nicht entsprechend ihres Amtes gehandelt.

Denn es ist egal ob eine Ehe in Marokko oder in Deutschland geschlossen wird, Gültigkeit hat deutsches Recht im deutschen Staat (von der EU-Gerichtsbarkeit mal abgesehen) !

Ob nun Prügel oder Züchtigung genannt, es ist KÖRPERVERLETZUNG und das ist hierzulande Strafbar !
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23.03.2007 11:27 Uhr von urmelinchen
 
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ich bin doch etwas anderer meinung: die frau hätte garnicht WISSEN müssen das sie gschlagen oder gezüchtigt wird.
VERMUTEN bzw damit RECHNEN ja.
ich bin kein freund von marokanern also ich habe auch kein problem mit denen wenn man mich in ruhe läßt....bevor das irgendjemand falsch versteht...
ob das im koran steht oder nicht..in der bibel steht auch so viel und wer hält sich daran?
aber so nen bischen kann das jetzt den eindruck erwirken als wenn jeder marokaner (ob er an den koran glaubt oder nicht) seine frau schlägt und ich glaube das das auch nicht der fall ist.
die richterin hat (wie schon mal vor mir erwähnt) eine körperverletzung gerechtfertigt mit einer ausrede was sie nun mal ist.
wenn es schon ein nährungsverbot gibt ist auch gegen eine härtefallscheidung auch nichts einzuwenden
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23.03.2007 11:36 Uhr von michaelberlin22
 
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Richter eben: Willkür der Richter zeigt sich auch daran, dass in Berlin anders als in Köln in der gleichen Sache geurteilt werden kann. Recht zu bekommen ist nur noch eine Frage des Geldes, das man hat oder eben nicht. Das war ja der Osten rechtsstaatlicher als das was wir jetzt erleben. Da wusste man, dass man kein Recht bekommt - jetzt weiß man es, wenn man auf sein Konto schaut, und nicht ins Gesetzbuch. Mich interessiert es ja eigentlich nicht mehr. Wir Heimatvertriebenen hatten ja Gründe zu gehen - einer ist der kurrupte Staat und seine Richter...
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23.03.2007 11:36 Uhr von ccwm
 
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23.03.2007 12:21 Uhr von falkone
 
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Belobigung mit Blick ins Mündungsfeuer: oder?
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23.03.2007 12:54 Uhr von reinhold_berlin
 
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Worin dieses "Einsicht zeigen": besteht, geht aus der News leider nicht hervor!

In der Quelle heißt es dazu, sie bedauere ihre Äußerung und billige auch keinesfalls Gewalt in der Ehe.
Das ist mir - für das, was sie angerichtet hat - ein bißchen zu wenig.

Interessant dazu auch die Auffassung des Islamrats für die BRD: "Die körperliche Züchtigung einer Frau durch ihren Ehemann wird nicht vom Islam gedeckt."(!)
Auch wenn man sich einen Absatz später schon wieder auf Interpretationen und Übersetzungen hinausredet:

http://www.focus.de/...
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23.03.2007 13:04 Uhr von Mi-Ka
 
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Und jetzt ccwm? Was willst du uns mit dem Heisebericht nun sagen?

Da steht auch, dass die Richterin unrechtmässig gehandelt hat.
Und auch, dass sie mit dem Koran argumentiert hat.

Nur weil sie auch von der christlichen Seite krisisiert wird, ändert das nichts an der Rechtmässigkeit der Kritik.
Die Hauptkritik kommt von islamischer Seite.
Und nur weil es einige gibt, die in ihrer Kritik zu weit gehen und es auch welche gibt, die das für ihre Sache ausnützen, bleibt die Kritik berechtigt.
Das kannst du drehen, wie du willst.


Und noch einmal.
Stell dir mal vor, was geschehen würde, wenn ein Sohn seinen christlich-fundamentalistischen Eltern seinen männlichen Liebhaber vorstellt, diese ihn umbringen und ein Richter darauf verweist, dass der Junge wissen müssten, was geschen könnte, wenn er seinen fundamentalistischen Eltern seinen schwulen Freund vorstellt, und die Strafe in Bezug auf die Bibel herabsetzt.
Glaubst du nicht, dass das auch einen Skandal geben würde?
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23.03.2007 13:10 Uhr von lsdangel
 
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Originalzitat: "Koran Sure 4, Vers 34 (Auszug): Wenn ihr fürchtet, dass irgendwelche Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!"
http://taz.de/...
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23.03.2007 13:21 Uhr von ccwm
 
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@Mi-Ka: Wie kommst du darauf, ich hätte dieses Urteil befürwortet? Ich habe nur die verzerrende Berichterstattung darüber kritisiert! Die machen doch alle so, als hätte die Richterin diese Frau zu ihrem Mann zurückgeschickt, und das ist schlicht und ergreifend falsch!

Tu nicht so, als wären prügelnde Ehemänner ein rein islamisches Phänomen, sowas gab´s schon, lange bevor der Islam übverhaupt entstand, auch in den beiden anderen nahöstlichen Religionen, bei den Juden und Christen (z.B. die Mormonen, die sorgar Vergewaltigung für ein gottgegebenes Recht des Mannes halten!)...
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23.03.2007 14:06 Uhr von normalo78
 
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Kann mir irgendjemand mal erklären, warum die Richterin für befangen erklärt worden ist? Ich lese das überall, aber nirgends eine Begründung dazu. Befangen ist man normalerweise doch nur, wenn man z. B. in einer Beziehung zu einer der Parteien steht oder persönliche Vorteile bzw. Nachteile aus dem Prozeß/Urteil erwachsen könnten.

Gruß
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23.03.2007 14:45 Uhr von opppa
 
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Wenn sich diese Richterin nicht von ihrem Urteil: distanziert, kann sie demnächst Hartz IV beantragen!

Schon deshalb wird sie "Einsicht" zeigen!
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23.03.2007 14:51 Uhr von KillA SharK
 
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wie wird so eine trulla Richterin? zuerst so einen Blödsinn absondern:

"Für diesen Kulturkreis ist es nicht unüblich,
dass der Mann gegenüber der Frau ein Züchtigungsrecht ausübt. Hiermit musste die in Deutschland geborene Antragstellerin rechnen, als sie den in Marokko aufgewachsenen Antragsgegner geheiratet hat"


und dann so etwas:

"Ihr sei die politische Tragweite und Sprengkraft ihrer Erklärung nicht bewusst gewesen.
Keinesfalls, habe sie aber mit ihrem Verweis auf religiöse Regeln diese auch billigen wollen:
"Das war nie ihre Intention.
Im Rückblick versteht sie es selber nicht."
Kurzum: "Sie bedauert ihren Fehler."

da kann man doch nur die Hände vors Gesicht schlagen.

Und das soll Rechtsprechung sein?
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23.03.2007 14:57 Uhr von ChristianWagner
 
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@ccwm Du hast es halt nicht kapiert. Und selbst wenn die aus Tief-Afrika oder Dunkel-Türkei kommen: Auf dt. Boden gilt dt. Gesetz.
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23.03.2007 15:04 Uhr von Alfadhir
 
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ja extrem tolleranz gegenüber fremden kulturen: ist schon was tolles......
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24.03.2007 04:06 Uhr von gpest
 
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Familien-Prozess: Richterin: diese richterin sollte man in den aktenkeller verbannen,bevor
sie nach der scharia urteilt.
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24.03.2007 10:18 Uhr von Superhecht
 
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lol: warum gerade jetzt so ein Aufschrei?

Als in Münster das sogenannte "Kamel-Urteil" gesprochen wurde, war die Aufregung weitaus geringer.

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