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Kosten der Pflegeheime doppelt so hoch wie die Leistung der Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung zahlt monatlich für einen Patienten mit der höchsten Pflegestufe III einen Betrag von 1.432 Euro. Dieser Betrag deckt allerdings nur knapp die Hälfte der Kosten ab, die die Heime pro Monat berechnen.

Ein Platz für einen Menschen mit der Pflegestufe III kostete im Jahr 2005 im Schnitt 2.706 Euro monatlich. Dabei werden auch Kosten geltend gemacht, die in der Pflegestatistik nicht auftauchen. So zum Beispiel Investitionsaufwendungen.

Die Kosten, die die Pflegeversicherung nicht mehr abdeckt, müssen von den Bewohnern selbst getragen werden. Geht dies nicht, müssen Sozialleistungen beantragt werden.


WebReporter: borgir
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Sicherheit, Kosten, Leistung, Pflege, geheim, Pflegeheim
Quelle: portal.gmx.net

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32 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.03.2007 19:01 Uhr von borgir
 
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Ich weiß, die News ist schon etwas "veraltet". Dennoch hoffe ich, dass der Checker sie durchgehen lässt. Ein wichtiges Thema. Vor allem, weil die Altenheime (zumindest 99,9 Prozent) in keinster Weise rechtfertigen können, dass ein Aufenthalt so teuer ist. Weder mit qualitativ guter Pflege (warum kommen exsikkierte Senioren in die Krankenhäuser?) noch durch gutes Essen oder Betreuung. Eine Schande, dass alte Menschen so abgezockt werden.
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18.03.2007 19:31 Uhr von borgir
 
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Noch was vergessen: Bevor es heißt ich rede von Dingen, von denen ich keine Ahnung habe:
Ich habe seit meinem Examen in insgesamt vier Altenheimen gearbeitet und in allen war die Versorgung schlecht (weshalb ich letzten Endes gegangen bin), das Essen unter aller Sau, die Hygiene einer Müllhalde war besser und die Leute wurden von inkompetenten und unglernten "Schwestern" betreut. Was die Pflegestufen betrifft wurde viel gemauschelt, genauso in der Dokumentation (was ich aber nie mitgemacht habe, ich will ja schließlich nicht in den Knast). Also die Preise sind in keiner Weise nachzuvollziehen und im Endeffekt ist der Bereich der Altenpflege (wenn man den noch so nennen kann) eine einzige Gelddruckmaschine. Kontrollen von Seiten der Behörden fehlen oder werden angekündigt, so dass es kein Wunder ist, wenn an dem Tag der Kontrolle alles in Ordnung ist.

Der Staat sowie die Pflege- und Krankenkassen müssen endlich aufwachen und diesem unmenschlichen Treiben ein Ende machen. Aber sogar auf gezielte Anzeigen wird kaum reagiert. Betroffene Angehörige werden nicht ernst genommen und Pflegekräfte die positive Veränderungen durchsetzen wollen, werden rausgemobbed. Aufklärungen von Mißständen wie die vor etwa anderthalb Jahren in Stuttgart sind zwar ein Erfolg, aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn in tausenden anderen Heimen sind die Zustände genauso schlecht und die Heime müssten geschlossen werden.

Letztendich deshalb bin ich aus der Pflege soweit raus, dass ich nun im Funktiondienst einer großen Klinik tätig bin und mit der Pflege so gut wie nichts mehr zu tun habe. Denn letztendlich werden für die Mißstände und deren Duldung die Pflegenden verantwortlich gemacht, die aber ihren Job verlieren, wenn sie nicht so parrieren, wie der Arbeitgeber das will: Nämlich Geld verdienen, Geld verdienen, Geld verdienen. Menschlichkeit, soziale Verantwortung und dergleichen gehen im heutigen Sozialsystem und in der Pflege total unter. Es gibt Ausnahman, aber nur sehr wenige.
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18.03.2007 19:36 Uhr von flofree
 
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falsch wiedergegeben: Für alle, die sich da nicht auskennen ist etwas unklar:

"Ein Platz für einen Menschen mit der Pflegestufe III kostete im Jahr 2005 im Schnitt 2.706 Euro."

Der Betrag war nicht jährlich, sondern monatlich!!!
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18.03.2007 20:22 Uhr von borgir
 
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@terrorstorm: da hilft nur anzeigen bei den pflegekassen, krankenkassen und gesundheitsämtern. die heimaufsicht sollte auch informiert werden. vorher sollte man aber mit der pflegedienstleitung sprechen. hilft das nicht, dann den stellen oben melden und das auch der pdl sagen. oft muss man druck machen bevor sich was ändert. leider sind viele angehörige zu ängstlich und lassen sich von den pflegenden einspinnen "wir haben so wenig personal", "keine zeit" usw. aber sorry, wer für menschen keine zeit hat, für was hat er dann zeit?
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19.03.2007 00:58 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Gelddruck-Maschine ich miete kleine Wohnungen für je 360 Euro und stelle eine Person ein, die sich um je 4 Patienten kümmert: Kochen, Waschen, Kleidung etc.
Dieser Person zahle ich 2000 Euro (brutto).
Dies beeinhaltet jedoch, dass sie auf Notrufe auch nachts reagiert.
Ich beschäftige einen Arzt auf 70 Patienten.
Ich kaufe normale Nahrungsmittel, usw,

Ich hab dieses Gedankenspiel schonmal mit einem höheren Tier der BW-Bank besprochen.
Es ist ein Millionengeschäft.
Ein luxeriös geführtes Altersheim finanziert sich in wenigen Jahren als Immobile selbst mit anschliessenden riesigen Gewinnen und kommt mit den Zahlungen der Pflegeversicherung lässig aus.

Die Bundesregierung verbietet (laut diesem Banker) Kredite für neue Altersheime nach dieser Modellrechnung.
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19.03.2007 09:12 Uhr von Ugly Duck
 
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@ThomasHambrecht mich würde mal interessieren, wie lange das Pflegepersonal das für 4 Bewohner zuständig ist, am Tag arbeiten soll? 8 Stunden? Was ist Nacht, wer kümmert sich dann um die Leute?, wie sieht das mit Freizeit aus? Und vorallem mit der "Rufbereitschaft"?



Der größte Kostenfaktor ist immer das Personal und daran wird eben gespart.(Wenn das Fachpersonal rund 1,500 EURO netto verdient müssen vom Heim aber 3000 EURO Brutto für Lohnkosten berechnet werden) Es gibt sehr viele "versteckte" Kosten, denn es bleibt ja nicht nur beim Pflegepersonal. Was ist mit der Verwaltung, Köche, Putzfrauen, Hausmeister, Gärtner, Arzte und so weiter ? Auch müssen ja bauliche Veränderungen sein. (Befahrbahre Duschen, Badewannen mit Türen, Hebevorrichtungen. und so weiter. siehe Investitionsaufwendungen.

Ich glaube nicht, das man für 100 EURO am Tag das alles im einen Hotel bekommt....

Warum, pflegen nicht Angehörige Ihre Verwandten selber???
Eben darum...
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19.03.2007 10:44 Uhr von Slippy01
 
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Altersheime sind einfach überteuert: Sehe es auch so das das Preis-Leistungsverhältnis überhaupt nicht angemessen ist.
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19.03.2007 11:36 Uhr von Jorka
 
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Während: meines Zivildienstes habe ich einen interessanten Einblick in ein Seniorenheim erhalten... ....und kann dazu nur sagen ich hoffe ich bleibe lange genug selbstständig das mir sowas später erspart bleibt.
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19.03.2007 11:44 Uhr von ThomasHambrecht
 
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@Ugly Duck gerade bei der Pflege werden bekanntermassen 1-Euro-Jobber eingesetzt.
Anderes Personal verdient vielleicht 1200 Euro im Monat (brutto) für offiziell 40 Stunden Arbeit (in der Praxis 60).

Es gibt sicherlich viele Leute die bereit wären, für eine freie Wohnung + 40 Stunden Arbeitswoche + 800 Euro netto in diesem Haus zu wohnen. Die Bereitschaft hiesse dann auchmal nachts aus dem Bett zu müssen, wenn ein Notfall ist (macht auch jede freiwillige Feuerwehr). Freizeit ausser Haus kann man absprechen.

Mit Garantie kann man in 30 Tagen ein gutgehendes selbstfinanziertes Pflegeheim planen, das mit den Kosten auskommt.

Wieso pflegt nicht die Familie?
Gibst Du Deine Arbeitsstelle auf um dich den ganzen Tag um eine Person zu kümmern, die man keine Stunde aus den Augen lassen kann?
Und finanzierst Du das dann aus Harz4?
Macht Deine Komune mit, wenn Du nicht mehr arbeiten gehst?
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19.03.2007 11:47 Uhr von Ophiuchus
 
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@ThomasHambrecht: Ich sehe das genau wie Du. Das Problem bei den "Kosten" ist, dass "gefühlvolle Mitmenschen" aus einem Pflegeheim auf Gedeih und Verderb Gewinne ziehen wollen. Auf der Strecke bleibt wieder mal der Mensch. Meine Ansicht nach dürfte so ein Pflege- oder Altenheim überhaupt keine Gewinne erwirtschaften dürfen...
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19.03.2007 12:03 Uhr von ThomasHambrecht
 
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@Ophiuchus vor Jahren war meine Schwiegermutti (Schlaganfall) ein Pflegefall und das Sozialamt ging auf uns los um eine finanzielle Unterstützung anzufordern.
Das hatte ich abgelehnt, da die Schwiegermutti sehr schnell wieder gesund wurde, sie der Arzt des Heimes aber nicht gehen liess.
Meine Begründung: Die Pflege ist überflüssig.

Das ging dann soweit, dass die Stadt Stuttgart einen Vertrauensarzt schickte, der sie in betreutes Wohnen unterbrachte.
Auch wurden der Frau ca. 2000 DM unterschlagen, weil das Heim ihr Taschengeld verwaltete - wurde aber auch von der Stadt Stuttgart aufgedeckt.

Soll ich erwähnen dass das Pflegeheim - vormals städtisch - kurz zuvor privatisiert wurde?
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19.03.2007 12:21 Uhr von Nasa01
 
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@borgir, das schlechte an Deinem Kommentar: ist, dass du Recht hast.
Eine Bekannte von mir ist im Altenheim und prangert die gleichen Mißstände an wie du.
Sollte ich mal ins Altersheim müssen so hoffe ich, dass eins meiner Kinder zwischendurch mal nach dem Rechten sieht.
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19.03.2007 13:01 Uhr von opppa
 
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Was war denn der Sinn der Übung? Die gesamte Pflegeversicherung ahtte doch den Sinn, die Städte von den Ausgaben für die Pflege zu entlasten und die Arbeitgeber so wenig wie möglich zu belasten.

Und "unsere" (nicht meine) Politiker haben das doch erreicht!

In diesem Zusammenhang fällt mir noch auf, daß die privaten Pflegedienste wie die Pilze aus dem Boden kamen, um sich diesen Kuchen zu teilen!
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19.03.2007 13:42 Uhr von DasEvilchen
 
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Wenn ich mal soweit bin das ich in ein Pflegeheim muss, dann hoff ich das ich noch auf dem Weg dahin mein Ende finde. Ich will niemals in ein Pflegeheim, die Geschichten die mir ein Kumpel (der war wegen Zivi da) erzählt will ich nicht am eigenen Leib erfahren. Sowas wie mal eine Woche nicht gewaschen werden, egal ob man sich eingeschi**** hat oder nicht usw.....
Ich will es so wie es meine Verwandten bisher hatten. Gesund bis ans Ende, und dann einfach Abends einschlafen und morgens nimmer aufwachen. So wäre es am schönsten.
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19.03.2007 13:49 Uhr von Nasa01
 
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@ DasEvilchen: Da hast Du recht, aber leider können wir´s uns nicht aussuchen!
Hoffen wir also das Beste!
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19.03.2007 16:21 Uhr von Kampfpudel
 
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Tja, solange die Berufswahl ein Überlebenskampf bleibt und nicht der Selbstverwirklichung dient, wird sich das leider bei nicht wenigen auf die Arbeitsleistung und -qualität niederschlagen. Das gilt auch für den Pflegeberuf. Jemand, der zur Pflegetätigkeit nicht geboren ist, sollte es lieber lassen, jedoch bieten Langzeitarbeitslosigkeit und Geldnot oft keinen großen Spielraum bei der Jobsuche, und so haben die Alten nicht selten unter schlecht ausgebildetem oder unmotiviertem Personal zu leiden.
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19.03.2007 16:58 Uhr von ArrowTiger
 
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Privatpflege evtl. günstiger? Ein Bekannter von mir hatte einmal aufgrund der teuren und schlechten Leistungen von den meisten hiesigen Pflegeheimen kurzerhand eine polnische Pflegerin für seine bettlägerige Mutter direkt aus ihrem Heimatland eingestellt. Sie wohnte bei der Mutter zu Hause, war äußerst herzlich und bemüht, und deutlich "günstiger" als das zuerst in Betracht gezogene Pflegeheim.

Ob dies immer eine Lösung ist, mag fraglich sein - zumindest war es in diesem Fall eine für alle Beteiligten gute Alternative. Dies nur als zusätzliche Möglichkeit für Betroffene.

Ich erinnere allerdings leider nicht, ob die Pflegekasse dafür aufkam, oder dies privat bezahlt wurde. Sorry...
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19.03.2007 17:03 Uhr von ArrowTiger
 
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@ThomasHambrecht: -- "... gerade bei der Pflege werden bekanntermassen 1-Euro-Jobber eingesetzt."

Was definitiv kriminell wäre! Wenn das wirklich so ist, sollte dies, von wem auch immer, sofort zur Anzeige gebracht werden, da 1€-Jobber nur für zusätzliche und gemeinnützige Arbeiten eingesetzt werden dürfen. Dies trifft auf die Arbeit von Pflegepersonal definitiv nicht zu. (Hier: keine "Zusätzlichkeit", es sei denn sie lesen nur ab und zu etwas vor, o.ä.)

Wenn mehr Anzeigen von Betroffenen eingehen würden, würde dieser Mißbrauch m.E. schnell zum Erliegen kommen. Ich fürchte nur, die wenigsten 1€-Jobber kennen ihre Rechte.
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19.03.2007 17:14 Uhr von Troll-Collect
 
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@Arrow: "da 1€-Jobber nur für zusätzliche und gemeinnützige Arbeiten eingesetzt werden dürfen."

Wieso? Inzwischen läßt man sich dafür sogar öffentlich feiern:

Hier bauen 1€-Jobber einen Golfplatz
http://www.szon.de/...

Hier übernehmen sie Aufgaben von Polizei und Ordnungsamt und über die Pauschale für Qualifikation soll eine reguläre Stelle finanziert werden
http://www.maerkischeallgemeine.de/...
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19.03.2007 17:44 Uhr von Slippy01
 
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@ArrowTiger: Ich denke das die Kasse auch für eine Privatpflege aufkommen muss. Es wird ja nach Bedürftigkeit gestaffelt.
Sonst könnte man glaub ich sowas auch nicht finanzieren.
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19.03.2007 18:32 Uhr von borgir
 
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es dreht sich ja nicht nur um die kosten: sondern in erster linie um die schlechte betreuung durch personal, das einfach unqualifiziert ist und die falsche berufsauffassung hat. soziale berufe fordern engagement, was leider nicht mehr vorhanden ist, nicht zuletzt durch die eindeutige unterbezahlung der pflegenden (mit examen) und das einstellen von berufsfremden leuten. habe auch schon erlebt dass putzfrauen alte leute pflegen. nix gegen putzfrauen, hab selbst mal als nebenbeschäftigung geputzt, aber die haben in der pflege nix verloren.
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19.03.2007 18:52 Uhr von ArrowTiger
 
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@Troll-Collect: Ja, irgendwie wird eben immer getrickst. Das funktioniert aber nur so lange, wie kein Betroffener vor Gericht zieht (die sind ja oft froh überhaupt was tun zu können, und merken dabei nicht, daß sie dadurch ihr eigenes Grab tiefer schaufeln), und die (privaten) Vermittler zwischen denen und der BA hängen. So kann die BA immer schön auf die Vermittler zeigen (die sie eigentlich kontrollieren sollen), wenn was daneben läuft. Staatlich sanktionierter Rechtsbruch ist das! Immerhin haben die Klagen vor dem Sozialgericht massiv zugenommen...
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19.03.2007 21:13 Uhr von Kampfpudel
 
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@ArrowTiger: 1€-Jobber dürfen auch für die (mit den) Senioren einkaufen gehen, sie zum Friseur begleiten, mit ihnen spazierenfahren, Arzt- und Apothekenwege erledigen, Betten machen und beziehen, Staub wischen auf den Zimmern, Post und Telefonate erledigen, Essen reichen, leichte Körperpflege an den Bedürftigen verrichten (Rasieren, Schminken, Kämmen, Kleiden), auch das Spielen mit den Bewohnern ist wichtig - was glaubst Du, was alles zur Pflegetätigkeit gehört? Auf jeden Fall nicht nur Blutabnehmen und Poabwischen. Pflegen heißt auch kommunizieren, und speziell dort besteht ein großer Defizit, das weiß ich aus eigener Erfahrung...
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20.03.2007 07:41 Uhr von opppa
 
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Wenn ich mir ansehe, daß fast die halbe Zeit der Pflegekräfte dafür draufgeht, irgendwelche "Arbeitsnachweise" auszufüllen, weiß ich, warum die Kosten so stark gestiegen sind.

Aber nach den Vorschriften des heiligen Bürokratius müssen diese Zettelchen nun mal ausgefüllt werden, damit die Pflegekasse auch wirklich j e d e n Handgriff einzeln bezahlt.
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20.03.2007 10:36 Uhr von ArrowTiger
 
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@Kampfpudel: Klar, bei 1€-Jobs fällt alles "zusätzliche" drunter, was nicht zwingend im Aufgabenbereich der Pflegekräfte liegt. Allerdings würde ich schon beim Staubwischen, Körperpflege und Dienstwege erledigen davon ausgehen, daß sich dies mindestens an der Grenze zur Illegalität bewegt, und zur unrechtmäßigen Einsparung von Personal mißbraucht wird. Gäbe es die 1€-Jobber dort nicht, müssten die Auftraggeber zwangsläufig mehr Personal einstellen. Nicht zu vergessen, daß es eine nicht geringe Menge Geld vom Staat für jeden beschäftigten 1€-Jobber gibt, um die Aufwendungen seitens der "Arbeitgeber" auszugleichen. Es wird also klar davon ausgegangen, daß der 1€-Jobber keine geldwerte Arbeit verrichtet, sondern seine Betreuung einen Aufwand darstellt!

Es geht ja letztlich darum, daß die 1€-Jobs eben keine "Jobs" im herkömmlichen Sinne sind und sein dürfen, sondern eben nur eine "Wiedereingewöhnung" in regelmäßige Arbeit darstellen (so u.a. die rechtliche Definition). Daher auch die sehr enge Eingrenzung der erlaubten Tätigkeiten (gegen die allerdings immer wieder verstoßen wird).

Der Mißbrauch dieser Art von Beschäftigung führt damit zwangsläufig zu Lohndrückerei und Wettbewerbsverzerrung. Wäre ich betroffen, ich würde jede Tätigkeit zuerst auf ihre Rechtmäßigkeit prüfen, bevor ich sie ausführen würde...

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