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Dresdner Elbtal könnte Unesco-Weltkulturerbe-Titel verlieren

Das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen hat am Dienstag entschieden, dass eine umstrittene Brücke über die Elbe in Dresden gebaut werden muss. Dieses Urteil ist juristisch nicht mehr anfechtbar.

Mit dem Bau der Brücke ist es aber sehr wahrscheinlich, dass dem Elbtal in Dresden der Titel als Unesco-Weltkulturerbe wieder aberkannt wird. Dies könnte sich auch negativ auf andere Kulturstätten in Deutschland auswirken.

Während Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) das Urteil begrüßte, wurde es von Politikern von SPD, Grünen und Linkspartei heftig kritisiert. Das OVG stufte einen Bürgerentscheid höher ein als die "Bindungswirkung der Welterbekonvention".


WebReporter: Tira2
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Titel, Weltkulturerbe, Elbtal
Quelle: www.spiegel.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.03.2007 15:47 Uhr von Tira2
 
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Ein sächsisches Privinzgericht setzt sich über Völkerrecht hinweg – das muss man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen. Dresden wäre damit die erste Stadt weltweit, die diesen werbeträchtigen Titel wieder verliert und das Dank ein paar betonköpfigen Provinzpolitikern!
--> http://www.waldschloesschenbruecke.de/
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15.03.2007 16:01 Uhr von vst
 
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tira: völkerrecht? was ist daran völkerrecht?

die unesco vergibt einen titel und kann ihn auch wieder nehmen.

aber völkerrecht?

ist eine volksabstimmung nichts?
ich gebe diesem "provinzgericht" recht.

und wenn die unesco den titel wieder will, soll sie ihn sich holen.

ich habe schon in köln nicht verstanden wie man vor der unesco so in die knie gehen kann.

oberverwaltungsgericht als provinzgericht bezeichnen.
dein glück, dass man kommentare nicht bewertet.
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15.03.2007 16:12 Uhr von terrordave
 
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@Tira2: hehe, ruhig blut, vst kommt aus "esslinge" und kann dir emotionen der dresdner in diesem fall nicht nachvollziehen.


aber ich hab mich immer gefragt: tunnel? wieso kann man keinen tunnel bauen?!
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15.03.2007 16:15 Uhr von vst
 
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terrordave: wieso emotionen der dresdner?
die dresdner haben doch in einer abstimmung für die brücke gestimmt.

wieso also emotionen?

oder sind die bürger dresdens genauso bescheuert wie die politiker bei uns?
erst abstimmen und eine woche später genau das gegenteil behaupten und alles wieder rückgängig machen wollen?
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15.03.2007 16:19 Uhr von terrordave
 
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lol: ich hab´s doch gesagt^^
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15.03.2007 16:19 Uhr von $h1zZo
 
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unsere abstimmung zählt also doch. ich hab mit für die brücke gestimmt. plötzlich meinen ein paar deppen "die brücke brauchen wir nicht" und setzen unsere abstimmung auser kraft. ich muss zugeben, dass das design nochmal überarbeitet werden sollte.....aber fackt ist, dass wir dresdener diese brücke brauchen.

tunnel geht angeblich nicht, da unser untergrund gestein zu hart ist!!!

ich bin froh, dass das gericht den willen des volkes ausführt!!!
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15.03.2007 16:24 Uhr von vst
 
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terrordave: danke für deinen nichtssagenden kommentar.

ich wäre dir dankbar, wenn du außer dummen, nichtssagenden bemerkungen einen ahnungslosen schwaben aufklären könntest
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15.03.2007 16:39 Uhr von Whitechariot
 
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Womit wäre der Verlust des Unesco-Titels verbunden? Gibt es da auch Subventionen oder ähnliches? Ich glaube eigentlich nicht, also ist es doch nichts weiter als ein Prestige-Faktor.

Auch der Kölner Dom würde mit Sicherheit nicht weniger Besucher haben oder auf einmal einen niedrigeren Bekanntheitsgrad, nur weil in der Nähe ein Hochhaus mehr stehen würde. Und dann ging es da sogar auch noch (wenn ich mich nicht irre) um ein Bauwerk auf der anderen Rheinseite.

Und wenn eine Brücke aus städtebaulicher Sicht so notwendig ist, dass sogar die Bürger selber sich schon dafür ausgesprochen haben, dann sollte das doch wohl oberste Priorität haben und nicht irgendwelche Schall- und Rauchtitel der optimalen städtebaulichen Entwicklung im Weg stehen.
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15.03.2007 17:00 Uhr von Son_of_Doom
 
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Tira: so kann auch nur jmd reden der den ganzen Tag mit der Bahn fahren kann...

nfc

PS.: Eine Wortwahl legst du an den Tag...
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15.03.2007 17:29 Uhr von encore-cgn
 
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keine Subvestionen: Whitechariot hat leider recht.

In Köln war auch schon die Situation das der Dom den Titel verlieren sollte, weil die Unesco sich gegen notwendig gelante Neubauten sowie Hochhäuser sträubte (und das in einer Millonenstadt). Fazit: alle Investoren zogen sich zurück und nun kommt es zu irgenwelchen hässlichen "Notlösungen".
Der Titel Weltkulturerbe für den Dom ist nicht umsonst und muß von der Stadt mit sehr strengen Auflagen bezahlt werden.
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15.03.2007 18:31 Uhr von Schwertträger
 
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@Tira: Man muss sich schon fragen, was einem der Titel "Weltkulturerbe" bringt.

Es ist, wie whitechariot schon sagte, nur ein Titel (wenn auch kein Wald- und Wiesen-, Schall- und Rauchtitel).

Auf der anderen Seite muss man sich aber auch fragen, mit welchem Recht willkürlich aus der Menschheitsgeschichte gegriffene für alle Zeit in ihrem Erscheinungsbild festgeschrieben werden sollten?

Und diese Willkürlichkeit ist vorhanden, denn mit welchem Recht massen sich Bürger des 21. Jahrhunderts an, plötzlich ihren Fokus auf irgendwelche Stellen des Erdballs richten zu wollen?

Hätte es sowas wie das Weltkulturerbe schon kurz nach Christi gegeben, wäre wahrscheinlich nicht mal der Kölner Dom gebaut worden, sondern das ursprüngliche Stadtbild zum Erbe erklärt worden.

Und wenn man diese Geschichte mit den Weltkulturerben die nächsten 1000 Jahre weiter fortführt, wird mehr und mehr der Erdoberfläche zum Museum und man darf nur noch auf dem Mars was verändern.

So herum muss man es auch mal sehen!


Die Wahrheit liegt in der Mitte. Das die Verkehrsverbindung gebraucht wird, scheint recht klar zu sein. Also geht´s um Geld. Um nichts anderes.

Man könnte eine Brücke im alten Stil bauen, wie die beiden an der Altstadt. Die würde sich bestimmt toll ins Bild einfügen. Geht alles. Kostet nur eine Kleinigkeit.
Man könnte bestimmt auch einen Tunnel bauen, egal wie hart das Gestein ist. Geht alles. Kostet nur eine Kleinigkeit.
Wie gesagt, es geht um Geld.

Wie wär´s mit einer Zwangsabgabe für die Brücke? Und zwar besonders für die Innenstadt-Dresdner, die ja den Luxus des Nicht-Fahren-Müssens geniessen.

Ich als regelmässiger Dresdenbesucher sehe das Flussstück auch lieber ohne Brücke, aber ich wohne dort auch nicht und muss mich nur manchmal durch den Verkehr quälen (was für mich zu Dresden dazu gehört, ich kenn´s nicht anders seit Maueröffnung), deshalb werde ich mich arg zurückhalten mit einer Verweigerung der Brücke nur eines Weltkulturerbes wegen.


Und dass die Festlegung von Weltkulturerbestätten Völkerrecht ist, treibt mich auf die Palme.

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15.03.2007 19:34 Uhr von Schwertträger
 
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Ich habe mir die verlinkte Seite nochmal ange- schaut, wie schon 2006, und ich verstehe nach wie vor nciht, warum die Stadt gegen die Tunnelvariante ist.

Für den Fall, dass die teurer ist, verstehe ich aber auch die Tunnelbefürworter/Brückengegner nicht, warum sie nicht politische Unterstützung einer Mehrabgabe für eben diesen Tunnel signalisieren.

Meine Güte, ein grosser Teil der Dresdner Bürger schwimmt im Geld. Woanders werden armen Häuslebauern 20.000 EUR für die Schmuckpflasterung der Strasse vor ihrer Tür aus der Tasche gezogen, und in Dresden gelingt es nicht, rechnerisch jedem Stadtbürger 300,- aus dem Rücken zu leiern?

Und wie gesagt: Das Ganze völlig unabhängig von diesem Gerangel um den Weltkulturerbe-Titel.
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15.03.2007 20:16 Uhr von vst
 
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manmanman: ich habe vielleicht keine ahnung, aber wenigstens lüge ich nicht.

tira, keine knappe abstimmung, die befürworter der brücke haben ziemlich genau 70% der stimmen auf sich vereinigt.
dann haben die gegner der brücke die unesco benachrichtigt um die brücke doch noch zu verhindern.
könnt ihr ossis keine demokratische abstimmung annehmen?

das war jetzt vielleicht etwas hart, aber mich als unwissend und blöd hinstellen und hier lügen verbreiten.
bravo.

whitechariot
der verlust des titels ist mit dem verlust mit geld verbunden.
außerdem macht die stadt dresden mit diesem titel tourismuswerbung .
und wenn er weg ist fällt auch ein werbeargument weg.

nochmal tira
>Sagt mal, seit ihr so bescheuert, oder wollt ihr mich nur provozieren...!?<
ja, wir sind bescheuert und wir wollen dich nur provozieren.
übrigens seid, nicht seit.
das ist kein schall- und rauchtitel, das stimmt. aber in einem hat whitechariot recht.
es ist ein titel der die entwicklungen von städten und regionen behindert.
wie in köln, wie jetzt in dresden.

denkmalschutz des denkmalschutzes wegen.
als ob der anblick des kölner doms oder der blick auf die stadt dresden für immer und ewig geschützt werden könnte.

stellt dresden doch unter eine glasglocke und ändert ja nichts mehr an dieser stadt.
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15.03.2007 20:19 Uhr von vst
 
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pfft: natürlich nicht:
ist mit dem verlust mit geld ...
sondern:
ist mit dem verlust von geld ...
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15.03.2007 20:33 Uhr von $h1zZo
 
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dresden unter ne glasglocke??? mir reicht die steinerne der frauenkirche, danke!! *gg*
nochmal zu diesem "weltkulturerbe":
dresden ist weltberühmt, auch ohne diesen sinnlosen titel. die touristen kommen auch so. die touristen schreckt ja nicht mal unser bunker (verzeihung.....ich glaub das ding nennt sich "synagoge") ab. mitten in der schönen altstadt steht ein "klotz". darüber regt sich niemand auf.... aber ne brücke die außerhalb der gefahrenzone ist....
http://www.das-neue-dresden.de/...
(zur erinnerung: dieses "ding" mitten in der altstadt. ca 50-100m von der frauenkirche entfernt!!!)
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16.03.2007 10:50 Uhr von vst
 
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tira 2: >Deine Beleidigungen kannst du echt stecken lassen!<
achne, du beleidigst mich, terrordave ist zu doof um ein argument zu bringen, und dann spielst du die beleidigte leberwurst, wenn das wörtchen ossi fällt.

>Sorry, aber echt hanebüchener Blödsinn. Wieso "behindert" der Unesco-Titel die "Entwicklung" von Städten und Regionen?<
ganz einfach, schau dir köln an, schau dir dresden an.
was ändert sich am kölner dom, wenn am anderen rheinufer hochhäuser gebaut werden?
mal davon abgesehen, warum müssen die kölner den dom auch direkt neben den bahnhof bauen :-))
was ändert sich an der dresdner altstadt, wenn in ein paar kilometern entfernung zur frauenkirche eine brücke gebaut wird?

nichts. der zwinger, die frauenkirche, albertinum, brühlsche terrassen, grünes dingsda, semperoper, nichts ändert sich.
wie du siehst war ich schon in dresden, du aber höchstwahrscheinlich noch nicht in esslingen.
insofern ist es nett, wenn du dich aus der esslinger stadtplanung heraushältst :-)
ich halte mich aber trotzdem auch aus dem brückenbau raus.

die brücke ist mir scheißegal.
mich regt nur auf, dass ein bürgerentscheid stattgefunden hat und ein paar jungs und mädls so verbohrt sind und das nicht anerkennen können.
verliert ihr euer gesicht, wenn die brücke gebaut wird?

und dass das unter anderen voaraussetzungen stattfand, wessen schuld ist das?
doch die der brückengegner.
wenn ich gegen was bin versuche ich alles um den bau zu verhindern.
das heißt ihr hättet den bürgern damals sagen müssen das mit dem weltkulturerbe ist nichts wenn die brücke kommt.
habt ihr das?
habt ihr die bürger mobilisiert?

scheinbar nicht genügend.
aber hinterher beleidigt nach paris rennen und die unesco zu alarmieren: "die pösen purschen wollen eine brücke bauen"
kleinkinderkram.

jede veränderung an eurer stadt ruft die unesco auf den plan und wenn die nicht von allein kommt machen ein paar kleine beleidigte leberwürste sie auch noch darauf aufmerksam

nicht genug, dass jeder in deutschland alles blockiert, weil jeder glaubt er und nur er habe die weisheit mit löffeln gefressen, nein, man begiebt sich in die hände der unesco und sorgt dafür, dass die auch noch blockiert.

viel spaß beim leben in einem museum.

noch was zu meinen dresdenkenntnissen.
der australier in der nähe der frauenkirche ist zu empfehlen, das krokodilsteak ist super, das straußensteak auch, die cocktails sind klasse und die auswahl an zigarren ist auch nicht schlecht.

wir werden uns sicher nie einigen, aber wir können mal versuchen mit dem anschreien und beleidigen aufzuhören.

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