13.03.07 13:14 Uhr
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Dauer der Kindheit seit 160.000 Jahren gleich

Anthropologen des Max-Planck-Instituts in Leipzig haben anhand des Wachstumsprofils eines fossilen Backenzahns festgestellt, dass die Kindheitsdauer vor 160.000 Jahren schon genauso lang war wie heutzutage.

Die Anthropologen stellten fest, dass der Zahn einem etwa achtjährigen Kind gehört hatte. Die Studie stützt sich auf den Vergleich der Wachstumslinien des Zahnes und dem Zeitpunkt, zu dem die Backenzähne bei Kindern durchbrechen, mit heutigen Daten.

Zuvor war man davon ausgegangen, dass die Kindheit bei unseren Vorfahren, ähnlich wie heute noch bei Menschenaffen, deutlich kürzer gewesen sei. Eine längere Kindheit bietet jedoch bessere Lernmöglichkeiten für Kinder.


WebReporter: Hier kommt die M...
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Jahr, Kindheit
Quelle: rhein-zeitung.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.03.2007 12:46 Uhr von Hier kommt die M...
 
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Ich finde das sehr interessant, denn es zeigt, dass die Evolution schon vor Hunderttausenden von Jahren genau wusste, was gut für die Entwicklung des Menschen ist.
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13.03.2007 13:57 Uhr von PruegelJoschka
 
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@Autor: Skuriller Kommentar *gg*: ".. dass die Evolution schon vor Hunderttausenden von Jahren genau wusste ..". Soll das jetzt heißen, daß alle Mädels ab 12 wieder als Sexpartner zugelassen werden sollten, nur weil die Natur es damals (als der Mensch kaum 30 Jahre lebte) so vorgesehen hat? *gg* Ich denke das ganze ist wohl eher "ungeplannt" aus Not entstanden und so geblieben.

@topic

Daß sich nicht an der Kindheit ändert ist wohl logisch. Das hat etwas mit den Anforderungen an den Menschen, seiner gesamten Entwicklung zu tun. Ein Affe hat ein kleineres Gehirn, welches nicht so viel Energie verbraucht wie das Menschliche. Da braucht es auch nicht so eine lange Kindheit um erstmal stabil (!! ohne Hormonschock !!) die Welt im Hirn zu manifestieren und den Körper auf die Pubertät vorzubereiten. Und selbst heute trifft die Pubertät manche Menschen noch richtig hart.
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13.03.2007 14:05 Uhr von Hier kommt die M...
 
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PruegelJoschka: NEIN! lol..so war das sicher nicht gemeint:)

Aber es zeigt zumindest, dass sich trotz der Weiterentwicklung am menschlichen Gehirn in den letzten paar hundertausend Jahren, zumindest in der Individualentwicklung nichts Grundlegendes geändert hat. Gerade im Hinblick auf die gestiegene Lebensdauer und andere Umstände, also war das wohl damals schon ein Optimum.
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13.03.2007 14:10 Uhr von PruegelJoschka
 
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Naja, ich denke die Natur bietet dem kindlichen Gehirn genauso viel Input, wie die modere Welt, wenn nicht mehr. Und im Endeffekt ist heute alles nur anders. Aber bestimmt nicht einfacher für ein junges Gehirn. ;-)
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13.03.2007 14:48 Uhr von Thomas Baierle
 
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30 Jahre lebte: Vorsicht, Denkfehler:
Die geringe durchschnittliche Lebenserwartung damals kommt AUCH wegen der hohen Kindersterblichkeitsrate zustande. Das bedeutet, die Überlebenden sind schon älter als 30 Jahre geworden..:-)
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13.03.2007 15:31 Uhr von Kampfpudel
 
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@Autorin: Ich wußte gar nicht, daß die Evolution ein Bewußtsein hat bzw. der Mensch deren Optimalprodukt darstellt. ;-)

Unabhängig davon ergibt sich ein Widerspruch. Einerseits ging man bei unseren Vorfahren von einer kürzeren Kindheit aus, andererseits spricht man heute von einer immer früher eintretenden Geschlechtsreife Jugendlicher (Kinder), also ebenfalls von einer kürzer werdenden Kindheit.

Demnach war die Kindheitsphase in der menschlichen Entwicklung zwischenzeitlich einmal länger? Also vor dieser umwerfenden Feststellung, meine ich...
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13.03.2007 15:37 Uhr von PruegelJoschka
 
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@Thomas: Ich denke nicht, daß jemand 10000JvCh die durchschnittliche Lebenserwartung inclusive Kindersterblichkeit gemssen hat. Ich würde sagen, die Aussagen über das normale Alter der damaligen Menschen beruht auf Knochenfunden. Sicherlich gabs Ausnahmen, wie die Stammesältesten. Aber die waren ja bei weitem in der Unterzahl. Aber da bin ich echt unbewandert.
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13.03.2007 15:44 Uhr von hady
 
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@ Thomas Baierle: Nicht nur die Kindersterblichkeitsrate war anno dazumal viel höher.
Der Steinzeitmensch hat sich auch gerne mal vom Säbelzahntiger oder Höhlenbären auffressen lassen oder sich mit dem falschen Mammut angelegt.

Nicht zu vergessen: Krankheiten, die uns Dank der modernen Medizin höchstens ne Woche von der Arbeit abhalten (Grippe, Knochenbrüche, etc.), Streitereien innerhalb der Sippe mit tödlichem Ausgang, oder Unstimmigkeiten mit den Nachbarn aus der Höhle nebenan, die weniger vor Gericht als vielmehr mit dem guten, alten Knüppel aus der Welt geschafft wurden.
Dass ein alter Mensch (50 oder 60 Jahre alt) vor 100.000 Jahren ganz lässig im Schaukelstuhl entschlief, war wohl eher die Ausnahme.
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13.03.2007 16:31 Uhr von Hier kommt die M...
 
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@ Kampfpudel: Ich denke, da liegt kein Denkfehler vor:) Kleines Zitat, wenn auch nur aus wiki:

"Aber damit war die biologische Evolution nicht abgeschlossen. Unter dem Selektionsdruck, Werkzeuge und Kommunikation zu verfeinern, und dem Angebot von reichlich hochwertigem Eiweiß waren höhere intellektuelle Fähigkeiten von Vorteil. Nachdem der Mensch schon Jahrmillionen zuvor den aufrechten Gang erworben hatte, entwickelte er nun auch ein größeres Gehirn. Da sich das weibliche Becken unter Einfluss des aufrechten Ganges aber nicht an den wachsenden Kopfumfang des Neugeborenen anpassen konnte, kamen diese zu einem biologisch immer weiter vorverlegten Termin, also immer weniger weit entwickelt und immer mehr und länger auf Brutpflege angewiesen, zur Welt. Zudem war mehr Zeit nötig, um die Fähigkeiten von den Erwachsenen zu erlernen. Die Evolution half mit der „Erfindung“ der Pubertät. Die Entwicklung der Keimzellen wird für einige Jahre gestoppt, wodurch eine längere Zeit von Kindheit und Jugend entsteht, die es dem Menschen ermöglicht, alle überlebensnotwendigen Fähigkeiten zu erlernen (Neotenie). Das menschliche Gehirn wächst bis zum 23. Lebensjahr; Bei den Primaten ist es nach 6 bis 12 Monaten ausgewachsen. Das ermöglicht eine verlängerte Lernphase. Die Geschlechtsreife findet jedoch schon vorher statt, (Menschen)Affen werden erst „spät“, im Verhältnis zu ihrer mentalen Reife, mit 6 bis 7 Jahren geschlechtsreif."

http://de.wikipedia.org/...

Das bedeutet also eindeutig, dass nicht das Einsetzen der Pubertät das Ende der Kindheit bedeutet, sondern erst die vollständige Reifung des Gehirns. Deswegen ergibt sich also auf den ersten Blick diese Diskrepanz.
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13.03.2007 16:57 Uhr von Kampfpudel
 
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Gut. Abgesehen davon, daß in dem Zitat von zur Welt kommenden Neugeborenen die Rede ist (Kausalität?), bliebe als nächtes zu klären, warum sich das weibliche Becken trotz evolutionärer Anteilnahme nicht der zunehmenden Kopfgröße des Embryos(?) anpassen konnte. Wegen des aufrechten Ganges? Hmm...

PS: Und das, wo ich doch ein Zweifler der Evolution bin! *g*
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13.03.2007 19:54 Uhr von Hier kommt die M...
 
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Kampfpudel :): Die Neugeborenen stehen da nur im Zitat, um klarzumachen, dass die zunehmende Grösse des Gehirns und der damit verbundene größere Kopfumfang eine Geburt früher nötig machen und um diese zusätzliche Unreife wettzumachen, muss die Kindheit..bis zur vollständigen Reife des Gehirns...eben so lange sein und die Pubertät hat deswegen nicht mit dem Ende der Kindheit zu tun:)
tjo..das mit der Beckengrösse..lol..ich denke mal, das ist einfach der optimalste Kompromiss zwischen der Unreife der Neugeborenen und deren Überlebenschance und der Tatsache, dass die Mutter tatsächlich nicht x-beliebig verformt werden kann..:) Natürlich muss die Mutter noch aufrecht gehen können und in Gefahrensituationen auch schnell genug flüchten können, sie muss ihre Aufgaben in der normalen Lebenssituation ausführen können...und irgendwann ist sicher auch bei Organen, Bändern, Muskeln und der Verschiebemöglichkeit der Beckenknochen mal ein Ende erreicht. Somit ist das wahrscheinlich die grösstmögliche Optimierung bei kleinstmöglichem Aufwand? hihi..keine Ahnung, ich bin kein Entwicklungsbiologe:)
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14.03.2007 16:00 Uhr von jsbach
 
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Die Kindheit, der Erwachsene, das Tier es ist schon interessant, was da noch alles geforscht wird. Schon Desm.Morris schreibt u.a. in seinem Bestseller "Das Tier Mensch" folgendes:
Er zeigt uns was ein Homo sapiens in Wirklichkeit
ist - kein gefallener Engel, sondern das Tier Mensch-.
Gut zu lesen. :-)

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