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Schweiz: Eine Religionsstunde pro Woche wird zur Pflicht

Am Montag wurde im Kanton Zürich beschlossen, dass pro Woche eine Stunde im Fach "Religion und Kultur" in den Klassen eins bis sechs zum Pflichtunterricht wird. Die Einführung ist für das Schuljahr 2008/2009 vorgesehen.

Das Hauptaugenmerk im neuen Unterrichtsfach wird auf die Vermittlung von Traditionen und Werten des Christentums, aber auch anderer Religionen und Kulturen gelegt.

Der Unterricht soll so angelegt werden, dass eine Beeinflussung der Glaubensfreiheit ausgeschlossen ist.


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WebReporter: Streetlegend
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Schweiz, Woche, Religion, Pflicht
Quelle: www.20min.ch

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27 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.03.2007 18:42 Uhr von Streetlegend
 
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So wichtig wie ich einerseits die Erklärung von bestimmten Glaubensrichtungen finde, so wichtig finde ich dennoch, Schule und Religion zu trennen, auch wenn das hier sicherlich einige anders sehen. Sorry, aber das ist meine Meinung.
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12.03.2007 20:07 Uhr von rip_tupac_rip
 
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wtf O.o: bin ich voll der meinung des autors...
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12.03.2007 20:16 Uhr von SelltAnasazi
 
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@beide vorher: Zum einen muss ich euch recht geben.

aber zum anderne gehört Religion zu dieser Welt und sollte als solches au vermittelt werden, solange es keine Propagande für das christentum ist ist es ok.
Das das Augenmerk auf christliche Werte ligt finde ich ok, da diese ja grundsätzlich nicht schlecht sind und wir in einer Welt (europa) leben die auf solchen Grundsätzen basiert.
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12.03.2007 20:25 Uhr von Der_Dios
 
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Richtig: Natürlich muss Religion in der Schule pflicht sein. Eine Stunde ist natürlich echt wenig, um was vernünftiges machen zu können. Besonders wichtig ist die Vermittlung von Traditionen und Werten, grade für die Integration von Migrantenkindern.
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12.03.2007 20:30 Uhr von ccwm
 
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Falsche Richtung das geht ja völlig in die falsche Richtung! Stattdessen wäre es dringend nötig, den Jugendschutz dahingehend zu ändern, daß jede religiöse Betätigung an und mit Kindern und Jugendlichen bei Strafe verboten wird, damit die lieben Kleinen unbeeinflusst die nötige Reife erlangen können um ihre Religionsfreiheit auch wirklich in Anspruch zu nehmen!

Aber das werden die Kirchen natürlich nie und nimmer zulassen, eher würden sie einen Krieg anzetteln. Ohne die Möglichkeit, leicht beeinflussbare Kinderhirne mit ihrem Aberglauben zu indoktrinieren (sprich zu waschen) hätten die Religionen schon längst Konkurs angemeldet und das einzige Schulfach, in dem sie noch Erwähnung fänden wäre der Geschichtsunterricht.
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12.03.2007 20:36 Uhr von Bibip
 
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haben die Pfaffen sich durchgesetzt? das ist der erste Schritt .....
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12.03.2007 20:37 Uhr von SelltAnasazi
 
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@ccwm: Was bist du den für ein ignorant... ich hatte religions untericht und fands toll. hab viel über buddhismus, hindus Islam, christen usw gelernt. Um in dieser Welt klar zu kommen sicherlich von Vorteil.
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12.03.2007 21:53 Uhr von ccwm
 
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@SelltAnasazi: Wieso Ignorant? Weil ich der Meinung bin, man sollte nur Fakten unterrichten?
Es gibt nun mal nur eine Wahrheit. Du hast selbst einige Religionen aufgelistet, die können ja nicht alle richtig liegen, also hat man dir (falls überhaupt irgend eine Religion die "Richtige" wäre) überwiegend Unsinn beigebracht...
Überleg mal, hat man dir wirklich über die verschiedenen Religionen was erzählt um dir eine objektive Wahl (wozu auch gar kein Religion gehört) zu ermöglichen? Hat dein Lehrer am Schluss gesagt "So ihr wisst jetzt alles über die Religionen, sucht euch eine aus."? Oder liess er nicht vielmehr von Anfang an keinen Zweifel daran, daß seine Religion die einzig richtige wäre (obgleich bei den Anderen natürlich auch ein paar positive Ansätze zu erkennen sind, man ist ja tolerant)?

Wie kommst du darauf, man bräuchte eine Religion um in der Welt klarzukommen? Die ist da eher hinderlich, weil sie einen objektiven Blick auf die Realität versperrt. Die Realität ist doch keine Glaubenssache, Glauben ist vielmehr das Verleugnen der Realität. Einfach ausgedrückt: Niemand fängt plötzlich an zu schweben, nur weil er (wie fest auch immer) glaubt, er könne es....
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12.03.2007 22:01 Uhr von ChaoticVorteX
 
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@ccwm: Auf deine Meinung geh ich jetzt mal nicht weiter ein. Da kannst du glauben(ja, auch das ist eine Art von Glauben) was du willst.

Aber entweder bist du eher vom älteren Semester oder du hast nie Religionsunterricht gehabt. Denn da wird heutzutage nicht mehr bibeltreu erzogen, sondern sich kritisch mit Weltreligionen und Sekten auseinandergesetzt. Mein Reliunterricht damals hat mir sehr geholfen andere Kulturen und Religionen zu verstehen und ich denke der hätte so einigen Moslemhassern hier bei SN (meine nicht dich) ganz gut getan.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich finds auch gut.
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12.03.2007 22:09 Uhr von SelltAnasazi
 
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@ccwm: Er hat mich vor keine Wahl gestellt. ich musste mich nie entscheiden in diesem unterreicht. und es geht ja auch nicht darum das du dich einer anschlisst durch diesen unterricht, sondern etwas über unsere welt lernst, und du kannst nicht bestreiten das religion seit urzeiten zu unserer kultur gehört. egal wo du landest auf dieser welt du wirst immer in einer form mit diesem thema konfrontiert. da ist es wohl besser etwas darüber zu wissen oder aus ignoranz einfach mal auf taub stellen.

Ich zb gehöre keiner Religion an, ich glaube nicht an einen gott oder an mehrere, tortzdem fand ich den reli unterricht sehr interesant und ich habe vieles gelernt.

Wenn du weisst wie ein Mensch glaubt oder an was er glaubt, kannst du in bestimmten situationen dies auch gebrauche um mit diesem mensch klar kommen zu können.
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12.03.2007 23:33 Uhr von kockott
 
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@SelltAnasazi: allerdings kommt mit Religion prima klar - man kann jedes Probleme, jede Tat auf seinen Gott abschieben - man kann es sich auch leicht machen oder den schweren Weg gehen und akzeptieren das die Realität weder Himmel noch Hölle oder überirdische Macht anbietet

Religion kann man ohne Probleme in den Geschichtsunterricht einbringen - tja soll man Religion nun akzeptieren oder ablehnen ??? wie sah denn der Unterricht aus - wurden Kritiken ernst genommen - war der Lehrer hoffentlich ein neutraler Mensch - sprich kein gläubiger (soll heißen nicht manipuliert)
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12.03.2007 23:57 Uhr von Mr.Gato
 
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Für Religionsquatsch gibt es Kirchen.
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13.03.2007 00:22 Uhr von dragon74
 
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Wer regt sich denn hier auf? "Religion" in Schulen ist doch nichts weiter, als ne vereinfachte Form für "Kultur" oder "Sozialkunde"! Wir haben da immer diverse Filmchen über andere Religionen oder aktuelle Themen geguckt. Vor allem aber kann man damit prima Noten ausgleichen. Besonders wenn man schei.... in Sport ist! ;-)
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13.03.2007 01:02 Uhr von John_Lenor
 
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warum regen sich alle so auf? in deutschland (ich komme aus thüringen) ist es normal das man 2 religionsstunden die woche hat,oder man wählt ethik. allerdings unterscheidet sich der stoff im wesentlichen nicht einmal so sehr. außer das in ethik mehr über die grundlagen des gesellschaftlichen denkens gesprochen wird und man sich in religion mit den grundlagen der theologie beschäftigt. aber fremde glaubensrichtungen und kulturen kommen in beiden fächern drann.
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13.03.2007 02:15 Uhr von VdZdG
 
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ein schwachsin: ich würd mein kind nicht zu diesen unterricht zwingen, ich würd den 100 euro geben wennse das boykotieren !!!
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13.03.2007 04:16 Uhr von Katatonia
 
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@SelltAnasazi @ChaoticVorteX: Ich bezweifle mehr als stark, das ihr euch kritisch mit dem Glauben und er Religion auseinandergesetzt habt. Und wer intelligent im Denken ist, braucht keinen Religionsunterricht. Er informiert sich selbst.

Habt ihr jemals Deschner, Lüdemann oder Uta-Ranke Heinemann behandelt? Jemals euch wirklich mit Humanismus und der Aufklärung beschäftigt. Ich zweifle stark.

Und sollte das der Fall gewesen sein, war es eine Ausnahme. So wie es immer vom alleinig vom Lehrer abhängt.
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13.03.2007 11:48 Uhr von Dessi_Dess
 
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ethik: also ich hatte "ethik" oder "werte und normen" in der schule anstatt religion .... gibts das heut nicht mehr?

wobei ich in der 11. klasse auch religion machen musste und nicht drum rum kam was ich ja eigentlich schon beschissen genug fande aber man ja eigentlich nur da zu sein brauchte und sowieso meisst irgentwas anderes gemacht wurde. lol und hab dann trotzdem eine 2 bekommen. und ist so gesehen wie schon gesagt ein netter ausgleich zu anderen faechern.
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13.03.2007 12:43 Uhr von ChaoticVorteX
 
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@Katatonia: Das hat nichts mit Intelligenz zu tun, sondern mit Neugier und Toleranz. Und daran mangelt es vielen Leuten. Der Großteil der jüngeren Generation lehnt doch Religion grundsätzlich ab ohne sich jemals mit dem Thema beschäftigt zu haben. Also warum soll man den Schülern nicht in der Schule wenigstens die Grundprinzipien der Religion näherbringen?

Dass du Religionsunterricht automatisch mit religiöser Propaganda gleichsetzt zeigt, dass es anscheinend auch dir an obengenanntem fehlt. Genausogut könnte ich auch argumentieren, dass den Philosophieunterricht auch mitunter eingefleischte Atheisten leiten, die ihre Einstellung an die Schüler weitergeben. Gute und schlechte Lehrer gibt es immer. Und ein guter Lehrer lässt seine persönliche Meinung nicht in den Unterricht einfließen.
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13.03.2007 13:01 Uhr von vst
 
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katatonia: ich fände es auch richtig, dass in den ersten klassen so ein unterricht stattfindet.

es gäbe wesentlich weniger probleme zwischen den kulturen, wenn die einen die anderen kennen würden.

andrerseits kann ich dich auch fragen, warum unterrichtet man an schulen erdkunde, können die kinder nicht selbst in einen atlas schauen?
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13.03.2007 15:33 Uhr von Moloche
 
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und wieder: ein Schritt in die falsche Richtung.
Anstatt den Mysthizismus mal hinter sich zu lassen, werden Kinder die ohnehin anfällig für Meinungen sind, mit Schwachsinn gefüttert.
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13.03.2007 15:56 Uhr von Schwertträger
 
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Durchaus nicht schlecht: Wenn man diesen Unterricht nutzt, um den Kindern eine ausgewogene Sicht auf alle Religionen zu vermitteln, ist Religionsunterricht eine sehr nützliche Sache.

Auch um hinterher das Prinzip Religion für sich selber abzulehnen, muss man es vorher kennengelernt haben. Denn abzulehnen, was man nicht kennt, ist Ignoranz und nicht Weisheit.

Eine Stunde ist da fast zuwenig. Wichtig ist auch, dass ausgewogen unterrichtet wird, also auch Humanisten zu Wort kommen, klar.


Wer jedopch wie katatonia glaubt, dass Kinder sich schon alleine für alles mögliche interessieren, hat nicht sehr viel mit Menschen, insbesondere mit Kindern zu tun. Die meisten Leute (nicht ur Kinder) interessieren sich gerade für den Mainstream, und für den noch nicht mal vollständig.
Denken ist etwas Anstrengendes und der Grossteil des Volkes vermeidet es erfolgreich.
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13.03.2007 16:06 Uhr von h0pe
 
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ich finde es durchaus: sinnvoll über religion zu unterrrichten, aber die reihe sollte so ähnlich heissen wie "die größten fehler der menschheit" -.-

sie sollten sich auch mal kritisch mit religion auseinander setzen und nich von nächstenliebe und so sachen schwafeln
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14.03.2007 15:59 Uhr von ElaineM
 
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Der Religionsunterricht sollte in einer Zeit wo immer mehr Religionen an einen Fleck vertreten sind sich auch mit allen Religionen auseinander setzen. Die Bibel zu lehren oder ähnliche Schriften sollte dabei aber nicht so extrem ausfallen. Lieber sollten die Gemeinsamkeiten hervor gehoben werden um Religion nicht als etwas entzweiendes sondern als etwas verstanden wird das Menschen alle gleich sind und ähnlich denken.

Kinder brauchen Religionsunterricht, und das sage ich obwohl ich sonst auch in der Schule gemeint habe das ich darauf auch gut verzichten könnte. Mittlerweile hab ich mich über so manche Religion informiert und muss sagen das das alles nichts für mich ist. Aber um das heraus zu finden braucht man eben einen Überblick über das Thema.
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15.03.2007 03:28 Uhr von Katatonia
 
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@ChaoticVorteX @vst: >>Das hat nichts mit Intelligenz zu tun, sondern mit Neugier und Toleranz.<<

Dies ist aber ein Teil von Intelligenz. ;)

>>Der Großteil der jüngeren Generation lehnt doch Religion grundsätzlich ab ohne sich jemals mit dem Thema beschäftigt zu haben.<<

Stimmt. Finde ich zu diesem Thema aber auch überhaupt nicht schlimm. Solange demokratische und weltliche Werte vermittelt werden, das ist u.a die Toleranz, ist doch alles im Lot.

>>Also warum soll man den Schülern nicht in der Schule wenigstens die Grundprinzipien der Religion näherbringen?<<

Ja darf man doch. Aber der Kern der Sache ist, dass christliche Vertreter diesen Unterricht unter dem Deckmantel der Informationsvermittlung lehren. Wenn dann, baut man die Religion in ein Fach namens Philosophie ein oder vermittelt dies im Geschichtsunterricht unter aufsicht eines normalen staatlichen Lehrkörpers.

>>Dass du Religionsunterricht automatisch mit religiöser Propaganda gleichsetzt zeigt, dass es anscheinend auch dir an obengenanntem fehlt.<<

Und weil du ihn besucht hast, fühlst du dich als etwas Besseres? Ja natürlich habe ich diesen Unterricht=für mich Schwachsinn nie besucht. Ich hab mir mein Wissen selbst angeeignet und das in einem Umfang, mit dem du sicherlich nicht rechnen würdest. Nach den vielen haarsträubenden Geschichten zum Thema Religionsunterricht, war ich sehr froh über meine Entscheidung. Ich hab doch damals live mitbekommen, wie dort unterrichtet wurde, durch meine Klassenkameraden. Und wenn du mir jetzt erklären willst, es hätte was gebracht, hast du von der Thematik ebensowenig Ahnung.

Zudem hast du meinen Kritikpunkt auch überhaupt nicht verstanden. Aber scheinbar läßt du dich gerne von Lobbyisten, was anderes sind kirchliche Lehrkräfte nicht, vereinnahmen. Nur so mal eine Vermutung...

>>Genausogut könnte ich auch argumentieren, dass den Philosophieunterricht auch mitunter eingefleischte Atheisten leiten, die ihre Einstellung an die Schüler weitergeben.<<

Du solltest dir ersteinmal aneignen, differenziert Definitionen zu betrachten. Als wäre der Atheist mit einem Theist gleichzusetzen. Als wäre Atheismus eine eigene Religion. Nonsens. Zumal es hier auch nicht bloß um Theisten geht, sondern um Monotheisten einer christlichen Religion. Das ist so offensichtlich einseitig, dass diese Erkenntnis deine Argumentation mehr als schlecht darstellt.

Und natürlich leiten zumeist nichtchristliche Lehrkörper den Philosophieunterricht. Sollten zumindest, wenn sie dies studiert. Sie besteht ja auch hauptsächlich aus nichtchristlichen Idealen und Ideen.

>>Gute und schlechte Lehrer gibt es immer. Und ein guter Lehrer lässt seine persönliche Meinung nicht in den Unterricht einfließen.<<

Das geschieht aber, hauptsächlich bei religiösen Menschen. Die Mehrheit der Atheisten versucht eben nicht zu "bekehren". Umgedreht schon. Vorallem wenn man einer monotheisten Religionsgemeinschaft angehört. Wie das Wort Mono ja schon ausdrückt, duldet diese Form keine weiteren Formen neben sich.

Wie kann man also argumentieren, ein Anhänger eines Glaubens, der nur eine Wahrheit kennt, setze sich mit anderen Glaubensformen sachlich und objektiv auseinander?

Denkt ihr eigentlich auch mal nach? In deinem Falle scheint dir der Religionsunterricht jedenfalls keine differenzierte und objektive Sicht beigebracht zu haben. Aber schlag doch vielleicht nocheinmal im Lexikon unter "Monotheismus" nach und betrachte die Geschichte aller drei großen Religionen des Monotheismus. Vielleicht fällt dir dein Denkfehler dann umso offensichtlicher auf. ;)

Gehen wir von staatlichen Lehrkörpern aus, sieht das Ganze wieder anders aus. Aber diese Forderung konnte ich aus deinen Worten nicht heraus lesen. Sie würde die Objektivität wahren.

@vst

Ich glaube, du hast mich ziemlich missverstanden oder ich mich missverständlich ausgedrückt.

Aber Kultur hat nicht nur etwas mit Religion zutun. Was du meinst, ist Völkerkunde. Dann sprich es auch so aus und rede bitte nicht vom begrenzten Begriff des Religionsunterrichtes. Religion ist eben nur ein Teil dessen. Dies muss beachtet werden und sollte weder übermäßig in den Vorder- noch in den Hintergrund rücken.
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15.03.2007 04:06 Uhr von Katatonia
 
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@schwertträger @ElaineM: >>Wer jedopch wie katatonia glaubt, dass Kinder sich schon alleine für alles mögliche interessieren, hat nicht sehr viel mit Menschen, insbesondere mit Kindern zu tun.<<

Gut, dass du unwissend über meine Person. Hochmut ist auch keine Form der Weisheit. ;)

Kinder sind sehr Interessierte Wesen, die es natürlich auch anzuleiten und zu bilden gilt. Und ich kann dir da nur widersprechen, was deine Sicht auf meine Worte ergeben haben. Ich habe zu diesem Thema ausschließlich von mir geredet. Religionen sind dennoch nicht wirklich eine Form wichtiger Bildungsinhalte. Was vermitteln sie? Sie können eine Menge. Aber was derzeit vermittelt wird, besteht aus den drei Großen. Einzig allein der Buddhismus nebenher vermag noch wichtiges Wissen zum Teil zu vermitteln. Die drei Großen vermitteln ausser schon längst bekannte weltliche Werte garnichts. Das ist meine Erkenntnis, nach jahrelangem Laien/Hobbystudium. Das beweist auch der Buddhismus selbst. 2 große Religionen in getrennter Entwicklung mit identischen Merkmalen. Das stellte schon Schopenhauer fest. Und Karl Kautsky stellte fest, das es keine explizit christlichen Werte gäbe. Womit er recht hat, betrachten wir uns all die Paralellen zu früheren Kulten und Religionen.

Ob das Kinder alles verstehen, wage ich stark zu bezweifeln. Religion ist meineserachtens für Kleinkinder und Kinder mit noch mangelnder geistiger Reife Gift. Im entsprechenden Alter kann man diese Thematik gerne auch umfangreich vermitteln, jedoch im kritischen Kontext. Vorallem die biblischen Geschichten sind höchst fragwürdige und in meinen Augen literarisch miserable Werke. Da gibt es mittlerweile deutlich bessere Alternativen.

Aus dem Grunde der Komplexität der Religionen und deren Inhalte sprechen wir hier also auch nicht mehr von Kindern, sondern weitestgehenst von Jugendlichen. Diese sind mit entprechender Bildung sehr wohl in der Lage selbstständig Themen zu finden und sich dafür auch zu begeistern. Die Probleme der heutigen Jugend haben herzlich wenig mit religiösen Inhalten zutun, sondern liegen woanders.

Soll ich dir hingegen jetzt vorwerfen, nicht viel von heutigen Jugendlichen und die Arbeit mit diesen zu verstehen? Halte ich aber nichts von... ;)


@ElaineM

>>Der Religionsunterricht sollte in einer Zeit, wo immer mehr Religionen an einen Fleck vertreten sind sich auch mit allen Religionen auseinander setzen.<<

Ja das ist schön, aber nicht unter dem Deckmantel der Pflicht und der einseitigen Leitung des Unterrichts durch die Kirchen.

>>Die Bibel zu lehren oder ähnliche Schriften sollte dabei aber nicht so extrem ausfallen. Lieber sollten die Gemeinsamkeiten hervor gehoben werden um Religion nicht als etwas entzweiendes sondern als etwas verstanden wird das Menschen alle gleich sind und ähnlich denken.<<

Nunja, die Gemeinsamkeiten lassen sich in den schon lang bekannten weltlichen Werten wiederfinden. Keine Erkenntnis, die erst jetzt gemacht wurde.

>>Kinder brauchen Religionsunterricht, und das sage ich obwohl ich sonst auch in der Schule gemeint habe das ich darauf auch gut verzichten könnte.<<

Kannst du diesen Widerspruch näher erläutern?

>>Mittlerweile hab ich mich über so manche Religion informiert und muss sagen das das alles nichts für mich ist. Aber um das heraus zu finden braucht man eben einen Überblick über das Thema.<<

Ich glaube nicht, dass dich der Religionsunterricht zu größerem Wissensdrang verleitet hat. Hier ist doch das Thema Religion auch nichts anderes, wie das Thema Goethe, das Rezept eines Apfelkuchens oder wie man am besten einen PC bedient... usw. Dies könnte man ins unendliche ausdehnen. Es gibt zuviele Themen. Und viele von diesen Themen werden dich früher oder später eben mal interessieren und du wirst nach Wissen dürsten und dir deine Informationen erarbeiten und besorgen. Die Schule kann nicht alle Themen der Welt abdecken, nur die wichtigsten. Ob dazu das Thema Religion zugehört, ja. Aber eben in einem begrenztem Rahmen, in einem entsprechendem Unterrichtsfach. Ein eigenes Fach namens Religion halte ich für falsch. Da gefällt mir die Berliner Lösung deutlich besser, eine Umgestaltung des Fachs Religon, hin zu einem Fach, dass das Thema zwar unterordnet, aber nicht primär heraustilisiert. Weder Inhaltstechnisch, noch Lehrkörpertechnisch.

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