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Medienstudie: Emotionalisierung der Sprache - Feminisierung der Informationsmedien

Eine deutliche Emotionalisierung in der Berichterstattung von Fernsehen, Radio und Zeitungen stellt eine Studie der "Carma International" fest, die über 10 Jahre die Berichterstattung britischer Medien zu bestimmten Themen untersuchte.

So werden Schicksale von Einzelpersonen stärker betont, statt Experten kommen Betroffene und Angehörige vermehrt zu Wort und auch Wortwahl und Grammatik werden benutzt, um Emotionen zu erzeugen, was als Feminisierung der Medien bezeichnet wird.

Zugleich verringert sich der Unterschied zwischen Qualitäts- und Boulevardmedien. Problematisch ist der Trend, da die Berichte weniger Neutralität und Distanz haben, Ratio durch Emotionen ersetzt werden und hierdurch auch die Qualität der Politik.


WebReporter: Besitzstandswahrer
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Medium, Sprache, Info, Emotion
Quelle: www.zeit.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.03.2007 22:07 Uhr von Besitzstandswahrer
 
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Interessant, dass eine Beobachtung, die ich schon seit einiger Zeit mache nun auch offiziell bestätigt wird. Man vergleiche mal die Tagesschau vor 20Jahren mit der heutigen, wobei es hier, im Gegensatz zu den Privaten noch harmlos ist.

Die Meldung ist noch keine zwei Sätze alt, schon kommt ein "Betroffenen" Interview mit 0 Informationsgehalt, aber schicksalsgeladenen Pathos.

Gefährlich: So läßt sich leicht manipilieren, Begriffe und Themen positiv oder negativ besetzen.
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09.03.2007 08:28 Uhr von CarbonBird
 
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Genau .....
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09.03.2007 08:41 Uhr von fanatiker
 
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so wat kann einen ärgern: Emotionen haben in Nachrichten nichts zu suchen, wenn ich alleine die Boulevardnachrichten (RTL & Co.) sehe, weil ich blöderweise mal schon vor 20:15 den Fernseher auf den Kanal meiner Wahl gestellt habe rege ich mich jedesmal endlos auf. Wenn ich die geheuchelt betroffenen Gesichter der "Nachrichtensprecher" sehe während sie über irgend einen uninteressanten Sch****kram berichten.
Der Gipfel ist wenn sie dann noch irgend ein persönliches Kommentar zur Sache abgeben, was keine S** interessiert oder den Kopf schütteln.
So wat von manipulierend und dämlich, ich frag mich immer: wer nimmt solche BILD-Meldungen bitte ernst???

"Feminisierung der Medien"???
Das ist schön harmlos ausgedrückt für eine GEZIELTE Politik polarisierender und manipulierender Information.
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09.03.2007 08:45 Uhr von Maverick Zero
 
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Richtig: Dem Ganzen kann ich nur zustimmen - allerdings ist das an sich schon länger bekannt. Schön dass das jetzt aber auch offiziell bestätigt wird.

Schade nur, dass diese Information zu denjenigen, die es bisher noch nicht wussten, mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht durchdringen wird.
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09.03.2007 09:36 Uhr von ChaoticVorteX
 
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Die Sender: haben halt gemerkt, dass sich von Showelementen mehr Leute begeistern lassen als von minimalistisch präsentierter trockener Materie. Finde ich übrigens garnicht mal so verkehrt.

Die unseriöse Berichterstattung hat damit aber wohl kaum etwas zu tun. Das ist eher das Werk von Lobbyisten aller Art, die dadurch die politische Meinung der Bürger beeinflussen wollen.
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09.03.2007 09:56 Uhr von fanatiker
 
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@ChaoticVorteX: "Die unseriöse Berichterstattung hat damit aber wohl kaum etwas zu tun."

Emotionalisierte Nachrichten SIND unseriös.
Von Grund auf.
Wo soll man da Grenzen ziehen?
Wenn z.B. ein "Bericht" über Hartz IV Betrüger kommt und dann einige Interviews a la "Wir haben in der Bevölkerung gefragt" gezeigt werden, wo kritische Stimmen selbstverständlich vorher aussortiert wurden und der Eindruck entsteht: Ja, diese Arbeitslosen, das sind schon ein paar Schmarotzer.
Und der dämliche Moderator dann auch noch eine "qualifizierte" Meinung dazu abgibt, da geht einem automatisch der Hut hoch.
Zu der ausgelutschten Killerspieldebatte habe ich unzählige derart meinungsmachender Nachrichten auf allen Privat-Kanälen gesehen.
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09.03.2007 10:21 Uhr von ChaoticVorteX
 
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@fanatiker: Wie gesagt, diese "Feminisierung" und die Manipulation sind meiner Meinung nach 2 Paar Schuhe. Nur weil man Nachrichten mit mehr Showelementen aufwertet muss das noch nicht eine Manipulation bedeuten. Wobei man sagen muss, dass Medien wahrscheinlich immer manipulieren. Wirklich neutrale Medien hat es in Deutschland zumindest wahrscheinlich nie gegeben.
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09.03.2007 11:21 Uhr von Johnny Cash
 
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Die ÖR: haben sich beim Fall Susanne Osthoff auch stark an Spekulationen und Vermutungen beteiligt. Die Seriösität ist bei denen mittlerweile teilweise auch sehr gering.

Zu den Privaten muß man kaum etwas sagen
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09.03.2007 23:06 Uhr von Jorka
 
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Und dies ist: ein Grund warum ich mir die Nachrichten im Fernsehen nur noch sehr selten anschaue.

Ich will informiert werden mehr nicht, irgendwelche Emotionen braucht mir ein Nachrichtensprecher nicht vorzuheucheln da mache ich mir nämlich meine eigene Meinung. Schlimmstenfalls stelle ich dann solange
den Ton ab.
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10.03.2007 15:04 Uhr von Hier kommt die M...
 
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Stimmt Emotionen haben in seriösen Nachrichtensendungen nichts zu suchen.
Allerdings ist mir als Frau völlig schleierhaft, wieso das Feminisierung genannt wird :) Haben denn nur wir Frauen Emotionen? *g*
Ihr armen Männer ;)
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11.03.2007 00:46 Uhr von cefirus
 
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Ist das nicht ein bisschen sexistisch? :D
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13.03.2007 00:47 Uhr von savra
 
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@cefirus: Nein.
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15.03.2007 21:29 Uhr von vst
 
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cefirus: doch. und zurecht
huahuahua

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