07.03.07 16:00 Uhr
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Streit um Forschungsgelder verhindert angemessene Behandlung bei Tuberkulose

Millionen von Menschen weltweit erkranken und sterben aufgrund der Immunsupprimierung bei Aids auch an Tuberkulose, obwohl diese durch verhältnismäßig billige Medikamente für 16 Dollar vollständig geheilt werden könnte.

Doch Streitigkeiten um Fördergelder zwischen Aids- und Tbc-Forschern verhindern, dass vor allem in Ländern mit hohem Aidsaufkommen eine vernünftige Behandlung auch gegen Tbc möglich ist.

Nach Meinung von Experten liegt der Grund für die ungerechte Verteilung der Finanzmittel im Verhältnis von 1:10 am unterschiedlichen sozialen Status der Erkrankten. HIV betrifft auch Reiche und Prominente, während an Tbc meist nur Arme erkranken.


WebReporter: Hier kommt die M...
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Streit, Forschung, Behandlung
Quelle: www.spiegel.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.03.2007 15:06 Uhr von Hier kommt die M...
 
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Ich empfehle unbedingt, die Quelle zu lesen, da die doch sehr ausführlichen Daten hier leider nicht unterzubringen waren.
Es ist schrecklich, dass Millionen von Menschen so unnötig sterben müssen, nur weil sie keine Lobby haben. Alleine in Afrika stirbt 1/3 der HIV Positiven an Tuberkulose und selbst global sind es noch 15%.
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07.03.2007 16:21 Uhr von JCR
 
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Naja Natürlich ist es tragisch, dass TBC in weiten Teilen der Welt nicht ichtig behandelt wird, aber solange Aids nicht heilbar ist, sind die Forschungsgelder dort wohl besser aufgehoben.
Denn eine Erkrankung verläuft tödlich, ob mit TBC oder ohne. Nur die Symptome, in disem Fall die TBC-Erkrankung selbst, zu bekämpfen, reicht eben nicht aus.
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07.03.2007 17:45 Uhr von Hier kommt die M...
 
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Naja dann sterben die eben ein bisschen früher..auch net so schlimm. Oder im dem Fall, dass sie nur HIV positiv sind und noch kein Aids haben, könnte das ja nur ein paar Jahre ausmachen, gell?
<Ironie off>

Nein, es ist einfach traurig, dass jemand wegen nicht verabreichten Medikamenten im Wert von 16 Dollar überhaupt sterben muss, völlig egal, wie seine weitere Lebenserwartung auch wäre. Imho
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07.03.2007 17:47 Uhr von FredII
 
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Vor zirka 20 Jahren gab es in Westeuropa nur noch wenige, isolierte Fälle von (offener) Tuberkulose. Seit Öffnung des Eisernen Vorhangs nehmen Infektionen durch diesen bakteriellen Erreger wieder vermehrt zu. Nicht zuletzt durch Einwanderungen aus Ost- und Südosteuropa, wo wirtschaftliche Situationen weit unter der uns bekannten Armutsgrenze bestehen.
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07.03.2007 19:26 Uhr von borgir
 
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das erinnert: doch sehr an die politik. dort geht es nicht um hiv- und tbc-forscher, sondern um spd und cdu. und die können sich auch nicht über die farbe von schei*e einigen....
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07.03.2007 20:18 Uhr von Superhecht
 
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eine interessante Parallele dazu: als Ende der 80´er ein australischer Arzt herausfand, dass ein "heliobacter pylorii" im Magen für überhöhte Säureproduktion und damit für viele Magenkrankheiten verantwortlich ist, und dieser Erreger mit einer preiswerten Kombination aus Penicillin und Wismut vollständig ausgemerzt werden kann, interessierte das die Pharmaindustrie und die von ihnen ausgehaltenen Ärzte und Politiker herzlich wenig.

Schließlich kann man nur mit den teuren Magensäureblockern genügend Profit erzielen.

Und so ist es heute auch: Mit preiswerter Medizin gegen TBC lässt sich kein Maximalprofit erzielen und deshalb wird sowas auch nicht hergestellt.

Dagegen äußerst lohnenswert sind die teuren Medikamente zur Unterdrückung der HIV-Viren.
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09.03.2007 12:51 Uhr von jsbach
 
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@superhecht.. stehst mit deiner: Meinung nicht alleine da.
Das gilt vor allem für die Pharma-Giganten.
TBC ja, aber peconia non olet!
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13.03.2007 19:43 Uhr von Nessy
 
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sind: die doof oder was ??? Dann soll die USA mal 0,00000000001 Prozent vom Militärhaushalt sparen !!!

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