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Major der Bundeswehr erhielt Preis für Zivilcourage wegen Anti-Irakkriegs-Haltung

Florian Pfaff, 49 Jahre alt, ist Major der Bundeswehr, aber vor allem auch ein Staatsbürger in Uniform. Und so sah es Pfaff als seine Pflicht an, sich einer indirekte Beteiligung am Irakkrieg zu verweigern.

Die Unterstützung sah Pfaff in seinen Aufgaben bei der Bundeswehr gegeben. Pfaff arbeitete am SASPF-Projekt der Bundeswehr mit, dem die administrative und logistische Optimierung der Bundeswehr zu Grunde liegt.

Pfaff prozessierte gegen sein weiteres Mitwirken an dem Projekt und bekam letztendlich vom Bundesverwaltungsgericht Recht. Für sein Handeln wurde Pfaff jetzt mit dem AMOS-Preis für Zivilcourage ausgezeichnet.


WebReporter: teledealer
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Preis, Bundeswehr, Zivilcourage
Quelle: www.swr.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.03.2007 09:50 Uhr von PruegelJoschka
 
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Bundeswehr gänzlich pazifistisch! Ich finde es schön, daß irgend ein einfacher Soldat nun entscheiden darf, ob und wie er sich an den Aufgaben der Bundeswehr beteiligt. Auch wenn ich den Irakkrieg scheiße finde, bin ich doch etwas entsetzt über die derzeitigen Zustände in der Bundeswehr. Ich meine, irgend so eine Tussi, die Handgranaten zusammenschraubt, darf nicht einfach so ihrem Arbeitgeber sagen, daß sie Handgranaten für die Israelis nicht bauen wird. Ein Soldat darf das schon. Da wird man ja als Zivi mehr gedrillt!

Vielleicht sollte man den Soldaten noch beibringen, wie sich juristisch Wasserdicht und schnell dessertieren können oder wie man einen Putsch organisiert.

Aber ich verstehe ja eh nicht wozu wir eine Bundeswehr brauchen. Verteidigen kann uns dieser aberüstete Kindergarten eh nicht. Und selbst wenn, die einen würden es dann tun und die anderen würden dagegen klagen. Dann könnte selbst Dänemark in 2 Wochen Detuschland einnehmen.
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05.03.2007 10:18 Uhr von blitzlichtgewitter
 
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offiziere haben mehr freiheiten: leider können mannschaftssoldaten und unteroffiziere sich solch eine aktion nicht leisten. offiziere schweben eh in einer anderen liga. die meisten jedenfalls. ich habe mich auch mal mit dem thema befehlsverweigerung beschäftigt. darauf hin wurde mir mit einem diziplinarverfahren und sofortiger entlassung der bundeswehr gedroht.

es kann natürlich sein, dass sich in den letzten zwei jahren einiges geändert hat. nur glaube ich, dass der normale soldat keine andere wahl hat und an die front ziehen muss.
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05.03.2007 10:28 Uhr von mod667
 
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hat sich absolut nix geändert war bis ende septembe beim bund, und offiziere schweben da in ner ganz anderen liga... obwohl sie auch nur mit wasser kochen...
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05.03.2007 10:29 Uhr von H5N1
 
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die frage ist: was steckt dahinter meiner meinung ist die verweigerung an auslandseinsätzen keine philosofische frage ob es gut ist das .de an einem kriegseinsatz teilnimmt oder nicht sondern eher die angst davor als soldat mal eionen richtigen sodaten einsatz zu fahren da können ja allerhand dinge passieren di man al unpraktisch empfinded da wird z.b. auf jemand geschossen das geht schon gar nicht wann man es gewohnt ist daheim in seinem schönen warmen büro zu sitzen

auch muss ich daran denken wies im kosovo war woh sich ein nachschubsoffizier auser dienst stellen lassen hat weil er die psychische belastung nicht mer ertragen konnte weil bei einem einsatz sein trub in ein gefecht verwickelt wurde

die bundeswehr sollte lieber mal soldaten einstellen als nur faulenzer und karriere geile idioten
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05.03.2007 11:44 Uhr von Garviel
 
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@blitzlichtgewitter: "sofortiger entlassung der bundeswehr"

Geile Vorstellung... Warum hast du da nicht weitergemacht?

SCNR.
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05.03.2007 11:56 Uhr von PruegelJoschka
 
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@Garviel: Weil er sonst nirgendswo so einen ruhigen Job bekommt. :-)
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05.03.2007 12:01 Uhr von horror2
 
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also: manche kommentare zeugen von einer sehr simplen sichtweise.
der irak krieg war völkerrechtswidrig und alle daraus resultierenden aufgaben basieren auf eine völkerrechtswidrigen krieg und dürfen laut unserer verfassung verweigert werden, ist ja auch klar warum ,denn unsere geschichte hat genug zu bieten.
als soldat muss man eben NICHT nur tun was einem gesagt wird.
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05.03.2007 12:15 Uhr von Muta
 
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Informationen, insbesondere@H5N1: "die angst davor als soldat mal eionen richtigen sodaten einsatz zu fahren da können ja allerhand dinge passieren di man al unpraktisch empfinded da wird z.b. auf jemand geschossen das geht schon gar nicht wann man es gewohnt ist daheim in seinem schönen warmen büro zu sitzen"
Immer ordentlich rumpöbeln, aber nichtmal fähig sein ne einfache news richtig zu lesen. Pfaff ist Informatiker und sollte an einem Projekt für die logistische Optimierung im Zusammenhang mit dem Irakkrieg arbeiten. Seine Weigerung wird also wohl kaum etwas mit der Angst angeschossen zu werden, zu tun haben^^.

Ansonsten @die Anderen bezüglich "offiziere schweben da in ner ganz anderen liga":
Klar kann er als Offizier seine Rechte bisher durchsetzen als ein Unteroffizier/Mannschaftssoldat. So einfach war das für Pfaff allerdings weiß Gott trotzdem nicht. Er wurde u.a. degradiert für seine Courage und wurde nach der Weigerung nicht gerade positiv von den Vorsitzenden behandelt...
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05.03.2007 12:56 Uhr von Mr.E Nigma
 
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@h5n1

>>was steckt dahinter meiner meinung ist die verweigerung an auslandseinsätzen keine philosofische frage ob es gut ist das .de an einem kriegseinsatz teilnimmt oder nicht sondern eher die angst davor als soldat mal eionen richtigen sodaten einsatz zu fahren<<

Meiner Meinung nach liegt das an der Wehrpflicht ! Wenn Deutschland "richtige" Soldaten will, sollen unsere Herren Politiker eine Berufsarmee aufstellen, solange es aber die Wehrpflicht gibt, hat man als Einberufener immernoch das Recht sich auf die Verteidigung der Heimat zu beschränken und irgendwelchen Weltpolizei Ansprüchen zu entsagen!

Die Bundeswehr entwickelt sich immer mehr zu einer Weltweiten Einsatztruppe und daher sollte die Wehrpflicht abgeschafft werden!

Weil sie zum einen total ungerecht ist und zum anderen eine Berufsarmee kleiner ausfallen könnte und damit leichter und besser ausgerüstet werden kann. Außerdem gehen dann auch nur Leute da hin, die bereit sind in den Kampf zu ziehen!
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05.03.2007 13:28 Uhr von callow
 
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Ich finde den Mann toll Wie schon oben gesagt der Herr Pfaff war ausschließlich für die Entwicklung von Logistiksoftware zuständig und somit meilenweit vom Irak entfernt.

Um hier seine Meinung abgeben zu können sollte man sich erst näher zu seinem Fall und über die Hintergründe des Irakkrieges informieren.
Nur dann kann man auch seine Beweggründe richtig verstehen.

Im Dezember kam F. Pfaff in meine Stadt und ich war in seinem Vortrag. Einer der besten die ich je gehört habe.

Dazu kam in unsrer Zeitung (Backnanger Kreiszeitung) auch ein kurzer Bericht zu seinen Worten.

hier der Link:
http://www.bkz-online.de/...

und da nach "Keine Beteiligung am Irak-Krieg" suchen (Es gibt kein direkten Link)

Der Artikel stammt übrigens von mir falls es jmd intressieren sollte ;o)
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05.03.2007 13:38 Uhr von callow
 
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noch was wichtiges @ fast alle: horror 2 hat vollkommen recht.

Florian Pfaff war laut unsren eigenen Gesetzen dazu verpflichtet sich zu weigern.
Es ist nämlich gesetzlich geregelt das man sich nicht an einem Angriffskrieg beteiligen darf und die Planung und Vorbereitung ist verboten.
Indem er ein Logisatikprogramm für die Amis geschrieben hätte, hätte er an der Planung eines Angriffkrieges teilgenommen.

Das heißt er hat nur nach dem Gesetz gehandelt.

Und der Irakkrieg war unbestreitbar ein Angriffskrieg da diese Waffen niemals gefunden wurden!!

Ziemlich intressant das ganze. Im Wiki findet man auch viel darüber.

Zusammen gefasst: der Krieg war Verfassungswidrig Punkt
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05.03.2007 13:48 Uhr von PruegelJoschka
 
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@callow: Von einem Produkt für die Amis und für den Irakkreig steht hier nix. Vielleicht wird es AUCH von den Amis eingesetzt und dadurch kommt es AUCH im Irakkrieg zum Einsatz. Aber eigentlich ist es ein "Projekt" von und für die Bundeswehr.

Also für mich ist das ganze ein bischen weit hergeholt. Vor allem weil es nix mit der direkten Tötung von Menschen zu tun hat. Wahrscheinlich benutzen die Amis eine Schnittstelle des Programms um mit diesem Deutschen Programm zu kommunizieren. Sind aber alles Vermutungen.

So gesehen, ist die Deutsche Post auch am Irakkrieg beteiligt. Die haben auch eine Weltweite Logistik und diese reicht sicherlich bis nach Irak.
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05.03.2007 14:36 Uhr von Muta
 
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@PruegelJoschka: Nunja da wir beide keine Insider zu dem Logistikprogramm sind, ist das schwer zu beurteilen. Aber er war immerhin vor Gericht erfolgreich, und die Bundeswehr hat nicht wenige "Geschütze" aufgefahren um den Prozess selber zu gewinnen (geht ja um eine wichtige Grundsatzentscheidung für die Generäle) , also wird er wahrscheinlich eine etwas deutlichere Verbindung von dem Logistikprogramm zum Irakkrieg nachgewiesen haben.
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05.03.2007 16:20 Uhr von Ferkel2k
 
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genau gut der mann! einer aus 80 millionen :P
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05.03.2007 17:48 Uhr von mutschy
 
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Zucht und Ordnung sucht man bei der Bundeswehr vergebens. Wenn ich Soldat bin, mache ich das, was die Politik vorgibt. Punkt. Und wenn Politiker sagen, ich soll in den Krieg ziehen, dann zieh ich in den Krieg. Nochn Punkt. Soldaten haben nich zu denken, sondern zu gehorchen und zu handeln. Dritter Punkt. Solch ein Verhalten wäre in meinen Augen untragbar u eine unehrenhafte Entlassugn aus dem Schützenverein die logisch eKonsequenz.
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05.03.2007 18:09 Uhr von polake
 
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Im gleichen Zug sollte: aber Frau Merkel gewaltig eins auf den Deckel bekommen. Weil die war damals in der Opposition klar auf der Seite der USA und Befürworterin der Intervention.
Leider wird das gerne unter den Tisch gekehrt...
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05.03.2007 20:21 Uhr von callow
 
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@PruegelJoschka: Naja das hab von ihm persönlich. Dieses Programm sollte an die USA verkauft werden oder sowas in der Art.
Aufjedenfall hat er durchaus vorher dazu Nachforschungen bzw. nähere Fragen gestellt um herauszufinden für was er genau programmiert.
Wenn es nix mit dem Irak zu tun gehabt hätte, wäre er auch niemals damit durchgekommen
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06.03.2007 17:36 Uhr von Mr.Gato
 
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@callow: Und war mit der Sache in Bosnien (oder Serbien; irgendwo im Osten halt)?

Da haben wir - soweit ich das noch weiss - aktiv an nem Angriffskrieg teilgenomen.
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06.03.2007 20:12 Uhr von niklove
 
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so kann man das nicht stehen lassen: Auch wenn ich kein besonderer Fan der Bundeswehr bin muss ich hier doch mal was zu sagen. Wer meint es handele sich dabei um einen "abgerüsteten Kindergarten" sollte sich zumindest mal die Mühe machen, sich anzuschauen, was die Bundeswehr im In- und Ausland leistet. Wenn ich sowas lese wird mir genauso übel, wie wenn ich Punks sehe, die Soldaten bespucken und "Soldaten sind Mörder" schreien.

Als die Bundeswehr damals in den Kosovo gegangen ist wurde sie ausgelacht. Soldaten wurden gefesselt und öffentlich zur Schau gestellt, weil sie Befehl hatten sich nicht zur Wehr zur setzen, sofern sie nicht lebensbedrohlich angegriffen werden.
Heute weinen Einheimische wenn Soldaten dort abziehen. Es werden teils sogar Feste ausgerichtet, weil der Bevölkerung dort durch Bundeswehrsoldaten sehr geholfen wurde. Sowas steht natürlich heute in keiner Presse. Die interessieren sich ja bloß für neue Skandale.

Desweiteren riskieren Soldaten täglich ihr Leben in Afghanistan um dort den Frieden zu sichern. Wenn man sich einmal anschaut, was unsere Leute da unten leisten und welcher Gefahr sie sich aussetzen, dann kommt man mit Sicherheit nicht mehr zu Kommentaren wie denen, die hier einige User von sich geben.
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06.03.2007 20:51 Uhr von PruegelJoschka
 
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@niklove: "Desweiteren riskieren Soldaten täglich ihr Leben in Afghanistan um dort den Frieden zu sichern. "

Dem gibts nichts hinzuzufügen. Es leben die 2/3 der Welt-Heroinproduktion im friedlichen Afghanistan.

Ansonsten ist die Bundeswehr natülich eine der sympathischten Armeen, gerade eben weil sie so lieb und nett sind und keinem was böses wollten. Ich mag die Bundeswehr, aber ob ich in einem Krieg auf sie setzten würde ...

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