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Osttimor: Australische Soldaten erschossen Widerstandskämpfer

Australien geht mit seiner Armee gegen den Rebellenführer Alfredo Reinado vor. Dieser hatte sich mit seinen Männern in der Stadt Same verschanzt.

Damit erreichen die Unruhen in Osttimor einen weiteren Höhepunkt. Bei dem Einsatz sind vier Widerstandskämpfer getötet worden.

Bei der Erstürmung der Stadt wurden Panzer, Hubschrauber und Flugzeuge eingesetzt. Die Stadt ist Augenzeugenberichten zufolge unter Kontrolle der australischen Armee.


WebReporter: Pferdefluesterer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Soldat, Widerstand
Quelle: derstandard.at

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.03.2007 12:43 Uhr von muli11111
 
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@pferdeflüsterer: immer wieder les ich kommentare, die die interpunktion, oder die art und weise des beitrags in frage stellen, oder schlecht machen. das ist immer wieder witzig, war mir aber bisher nicht nötig. jetzt wird´s aber zeit.

wenn ich deine überschrift lese, assoziere ich da ein regelrechtes standgericht. so an die wand stellen und niederknallen. leider les ich davon nix in der quelle. natürlich war ich nicht selber dabei, natürlich kenn ich nicht mal die hintergründe der dortigen revolutionäre. aber deine überschrift ist erschreckend. besser wäre gewesen:

australische armee stürmt die von rebellen um alfredo reinado besetzte stadt Same.

die dabei getöteten 4 rebellen starben im feuergefecht mit den regulären truppen, die mittlerweile die stadt unter kontrolle zu haben scheinen.

dann vielleicht ein paar hintergrundinfos, die ich selber jetzt auch nicht rausgesucht hab. DAS wäre eine gute meldung. objektiv, nicht reisserisch. so wie´s jetzt ist, hat´s für mich den typischen bildzeitungscharakter. nicht persönlich nehmen, ok? ich hab´s schliesslich noch nicht besser gemacht.
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04.03.2007 13:38 Uhr von Pferdefluesterer
 
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@muli11111: Du wirfst mir vor, ich würde Headlines im Bildzeitungsstil formulieren. Auch wenn diese Kritik in höflicher Form vorgetragen wird, geht sie an der Sache vorbei. Mir geht es darum, dass hier Menschen getötet worden sind. Und so einen Vorgang darf man in keiner Weise so bagatellisieren, wie du das tust. Du tust so, als ob es das Normalste der Welt wäre, dass man von "regulären Truppen" (!!) abgeknallt wird. Solche Standpunkte kann ich nicht teilen.
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04.03.2007 14:13 Uhr von muli11111
 
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sorry: ich bin höflich geblieben, weil ich mich mit dem thema, den hintergründen der revolutionäre und der art und weise, wie die rebellen dort ums leben gekommen sind eben nicht befasst habe. du offensichtlich schon. sonst würdest du ja keine meldung darüber schreiben.

ich finde KEINE hinweise die deine formulierung, die ein "an die wandstellen" assoziiert, irgendwie rechtfertigt. und der bildzeitungsvergleich ist vielleicht etwas hart, trifft aber den nerv. du hast die überschrift ja extra so gewählt, damit man erst mal geschockt ist und dann weiterliest. und DAS IST bildzeitungsniveau. erst mal total reisserisch irgendwelche blutigen sätze hervorsprudeln, die aber dann nicht so belegt werden können.

und mir vorwerfen, ich würde das als das normalste der welt ansehen, lass ich nur bedingt gelten. es IST normal, daß im kampf leute sterben. es IST normal, daß auf einen rebellen geschossen wird, wenn er die reguläre, legitime armee, die in diesem falle das staatsorgan repräsentiert, feuert. geh du doch mal mit dem drilling auf nen trupp bundeswehrsoldaten los. die knallen dich auch nieder, allerdings stellen die dich nicht an die wand. und darum geht´s. das warum ist mir, da ich die hintergründe nicht kenne und solange ich nicht tiefer in die materie "ist die revolution dort gerechtfertigt, oder nicht" oder "hat die australische armee die legitimation diese rebellion mit waffengewalt zu bekämpfen oder nicht", wirklich unerheblich.

so wie du deinen beitrag gehalten hast kommen gedanken an wilde sturmtruppen, die alles niederknallen, was sich ihnen in den weg stellt und regelrechte standgerichte ausführt in den sinn. und das ist falsch, solange das nicht tatsächlich so geschehen ist und zumindest irgendwo so beschrieben ist.

kennst du die geschichte, als im stadtpark von washington ein hund eine passantin anfiel und ein anderer passant den hund mit dem regenschirm verpügelte und damit die frau rettete? da kam ein journalist dazu und wollte schreiben "mutiger amerikaner rettet frau vor kampfhund" als dann rauskam, daß er libanese st stand in der zeitung "amerikanischer hund von libanesen getötet. verbindungen zum terrornetzwerk vermutet".

du siehst die art der berichterstattung bildet schon ab der ersten zeile die meinung der lesenden. und wird oft reisserisch missbraucht.

so wie von dir. allerdings hab ich jetzt nicht weiter gesucht, das überlass ich dir. zeig mir die quelle, wo etwas in der art wie an die wand stellen steht und ich nehme alles zurück. für mich sieht das bis jetzt aus wie:rebellen haben sich verschanzt und bei den daraus logischerweise resultierenden feuergefechten mit den ausführenden staatsorganen kamen eben vier davon ums leben. mehr nicht. kühl objektiv und nicht gleich wertend. DAS wäre journalismus. und nicht wie bei dir stimmungsmache, die noch nicht mal belegt werden kann.

zudem, wenn ich schon revoltiere, dann muss ich damit rechnen, daß mich jemand stoppen will. egal, ob ich jetzt für ne gerechte sache kämpfe, oder die anderen. und die wahl der mittel, mich zu stoppen, werden meinem verhalten angepasst sein. wenn ich mich auf der autobahn zum sitzstreik hinsetze, wird mich kein polizist mit der automag beiseite schiessen, sondern mich einfach wegtragen. wehr ich mich dagegen, wird er die wahl seiner mittel meinem verhalten anpassen. bedrohe ich sogar sein leben (und nicht nur mit worten) wird er seines und das seiner kameraden schützen und notfalls mich eben umnieten.
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04.03.2007 14:48 Uhr von Pferdefluesterer
 
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@multi11111: Über vieles kann man ja diskutieren, wo ich aber nicht klar kommme, sind deine "Assoziationen". Mir erschließt sich nicht wie man mit meiner Überschrift ein "an die wandstellen" verknüpfen kann. Ich kann auch nicht sehen, dass "total reisserisch irgendwelche blutigen sätze hervorsprudeln." Das sind doch wirklich wilde Phantasien. Ich sehe auch nirgends "regelrechte Sturmtruppen" oder "wilde Standgerichte". Es fällt mir wirklich nicht leicht bei solchen völlig willkürlichen, bösartig manipulierenden Interpretationen sachlich zu bleiben.
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04.03.2007 15:02 Uhr von muli11111
 
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nochmal: ohne dir zu nahe treten zu wollen:

"soldaten erschiessen widerstandskämpfer"

wenn man nur das hat, ohne hintergrundwissen, hat man zwar ne faktisch richtige meldung. die 4 burschen sind tot, allerdings denke ich, wenn ich sowas lese nicht an kampfhandlungen, sondern eben an wehrlose, arme widerständler, die kaltherzig niedergeknallt wurden, oder sogar an die wand gestellt wurden. und wenn mir solche gedanken kommen, kommen die anderen auch. und da sich die ganze sache, bei quellen nachlesen und so weiter als nicht ganz komplett erweist, ist die überschrift für mich einfach scheisse, da sie eine situation darstellt, die unnötige grausamkeit der australischen truppen unterstellt. und gleichzeitig wertend eingreift. das soll ein journalist eben nicht! schau dir mal die tagesschau an. reine fakten, keine färbung, keine stimmungsmache. DAS ist jouranlismus. alles andere ist bildzeitungsschmiererei und hetzjournalismus.

fakten. nicht mehr. drunter kannst du ja deine persönliche meinung abgeben. aber ansonsten nicht.

und nimms nicht persönlich, ich hab ja nix gegen dich. nur fall deiner meldung geht das sogar mir zu weit.

ich will jetzt nicht mich als das nonplusultra darstellen, aber lies mal die meldung über südafrika und den abschuss der elefanten. und meine beiträge dazu.

da kann die bildzeitung auch so titeln:

"südafrikanische regierung startet schlachtfest an vom aussterben bedrohten elefanten! Tierschutzorganisationen weltweit mehr als besorgt! SAUEREI!"
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04.03.2007 15:04 Uhr von muli11111
 
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sorry link vergessen: http://www.shortnews.de/...
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04.03.2007 15:32 Uhr von Schwertträger
 
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@Pferdeflüsterer: Die Wahrheit liegt dazwischen: Also: Wenn mir auch nicht gleich ein Standgericht vor Augen schwebte, sondern die Möglichkeit, dass die WIderstandskämpfer einerseits in einem Feuergefecht, anderseits aber in einem illegalen Akt ohne Widerstand erschossen wurde, mir gleichberechtigt vor Augen schwebte, stimmt der Vorwurf mit der Bildschlagzeile natürlich 100%ig. Und ich denke, das weisst Du auch. Du willst es nur nicht zugeben.

Da das aber auf sehr viele Schlagzeilen hier auf SSN zutrifft, regt mich das nicht weiter auf.

Du musst selber entscheiden, zu welcher Sorte Newsauthor Du gehören möchtest. :-)



Was jetzt die Normalität von getöteten Menschen angeht, muss ich muli mit seinen Ausführungen zu Rebellen und den Polizeimassnahmen Recht geben.
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04.03.2007 16:01 Uhr von TimG
 
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eeeehm....
Ich versteh das Problem nicht so ganz.

In der Überschrift wird einfach eine Information/Sachinhalt übermittelt.
Es ist Fakt, dass die Wiederstandskämpfer erschossen wurden. Wie soll denn der Autor bitte eine Überschrift mit max. 80 Zeichen verfassen, die muli111 gefällt???
Wenn ein Soldat einen anderen mit einem Gewehr tötet, nennt man das nunmal erschießen (außer er erschlägt ihn). Eine Überschrift soll nunmal den nachfolgenden Text zusammen fassen ODER die Hauptaussage darstellen. Das hat der Autor gemacht. Was der Leser nun assoziiert ist das Problem des Lesers.
Die Schuld für bestimmte Assoziationen dem Autor zu geben kann ich in diesem Fall nicht nachvollziehen. Der Autor lässt in der kurzen Überschrift überhaupt keine Möglichkeit für fundierte Assoziationen. (Außer man will unbedingt eine News schlecht reden)

Außerdem frage ich mich, wie man sich über so eine News Seitenweise aufrgegen kann. (@ multi)
95% der News behandeln Themen wie Big Brother, DSDS, Popstars, Paris Hilton und i-welche Kuriositäten.
Diese Nachricht hier wird weder in Zeitungen noch in den Nachrichten zu sehen sein. Daher finde ich es gut, dass der Autor sie verfasst hat.
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04.03.2007 17:57 Uhr von adsci
 
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muli11111: hat meines erachtens völlig recht mit der kritik aus seinem ersten post, auch wenn ich nicht verstehe warum solche posts immer solche flamewars initiieren müssen. ein post und fertig sollte immer reichen. stattdessen wirds immer nen halber streit und am ende ist nix gewonnen.

ich finde auch, dass die überschrift besser gewählt hätte werden können. das klingt einfach nicht nach einer erstürmung einer stadt, sondern eher nach hinrichtung. das IST reisserisch auf kosten der objektivität und dem kontext. die news an sich find ich gut. und zu sagen "da sind aber menschen gestorben!!" ist kein grund für ne bildschlagzeile ;)

"Australische Armee tötet Widerstandskämpfer bei Kampf um eine Stadt"

oder ähnlich hätte mir besser gefallen. Da weiss man wenigstens um was es geht und malt sich nicht schockierendere Dinge aus. Das bewusste Weglassen von Infos im Titel wird zwar leider mit Klicks belohnt gefällt dann aber am ende doch niemanden (ausser dem newsschreiber). ist ne charakterfrage ;)

ich werde um den flame einzuschränken den thread nicht weiter verfolgen.
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04.03.2007 18:21 Uhr von Davor
 
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muli11111: ich freue mich auf deine erste news

ja ich weiß man muß keine eier zerschlagen können um ein omelett zu beurteilen aber es käme weniger hypothetisch

ich finde die news ok

nix für ungut
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05.03.2007 00:45 Uhr von muli11111
 
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muss doch noch was dazu sagen: keine panik, nur kurz ;)

@TimG: natürlich ist es im endeffekt für die erschossenen einerlei, ob sie erschossen, oder im kampf getötet wurden. das ist ne formulierungsfrage. solange aber nicht klar ist, daß sie möglicherweise einfach so erschossen wurden, muss man meiner meinung nach davon ausgehen, daß dies im zuge der kampfhandlungen geschah. und das assoziiert ein "erschossen" meiner meinung nach nicht. seitenweise aufregen nenn ich anders. ich habe nur versucht meinen standpunkt darzulegen und vielleicht auch zu überzeugen. mit flamerei hat mein stil hoffentlich nix zu tun (oder pferdeflüsterer? hab ich dich geflamet?) . und die schuld an assoziationen geb ich sehr wohl dem autor, da er ja schliesslich die news verfasst und seine headline, wenn er nicht subjektiv, sondern objektiv bleiben will, dementsprechend gestalten sollte. an der sinnhaftigkeit der meldung hab ich rein gar nix gemeckert. das überlass ich der waynefraktion.

@davor: ehrlich gesagt macht´s mir sorum mehr spaß. bin eben der geborene kritiker. :) zudem ist mirs scheiss egal, wieviel punkte ich hab und muss deshalb nicht mit meldungen meinen score puschen. was hätt ich denn davon?
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05.03.2007 16:04 Uhr von Davor
 
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muli: " ehrlich gesagt macht´s mir sorum mehr spaß. bin eben der geborene kritiker. :)"

auf soviel herzerfrischende ehrlichkeit ein hefe :)

"zudem ist mirs scheiss egal, wieviel punkte ich hab und muss deshalb nicht mit meldungen meinen score puschen. was hätt ich denn davon?"

k. a. - jedenfalls ersparst du dir herabbewerter und profilinguisten ;)
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06.03.2007 02:35 Uhr von muli11111
 
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@davor: bingo.

und prost.

schönen abend noch.

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