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AOK: Prämien für sparsame Ärzte geplant

Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) wollen zukünftig Ärzten, die kostengünstigere Medikamente verschreiben, finanzielle Anreize bieten. Die Versicherten profitieren von günstigeren Tarifen mit bis zu 600 Euro Einsparungen pro Jahr.

Ein neuer Rabattvertrag sowie die Umsetzung der beschlossenen Gesundheitsreform werden ab dem ersten April in Kraft treten. Alleine der Rabattvertrag mit Pharmaherstellern soll einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag einbringen.

Einen 30-prozentigen Anteil an den Einsparungen wollen die Ortskrankenkassen dann den Ärzten zugute kommen lassen. Der Patientenverband kritisierte die "kick-back"-Zahlungen. Die AOK verspricht, dass auch die Patienten davon profitieren.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Arzt, Prämie, sparen, AOK
Quelle: www.welt.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.03.2007 06:52 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Warum hat das so lange gedauert? Jetzt, wo die Krankenkassen offenbar weitgehend ohne Blessuren aus der ersten Stufe der Gesundheitsreform herausgekommen sind, fangen die Krankenkassen mit Einsparinitiativen an. Warum nicht früher? Weil es nicht opportun war angesichts eines milliardenschweren Marktes? Ich blick bis heute nicht wirklich hinter das gesamte System, aber eines ist klar: Effizienz geht anders.
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04.03.2007 10:26 Uhr von opppa
 
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Wo führt das hin? Schon jetzt habe ich bei der Augenärztin meiner Mutter (90) oft Schwierigkeiten, ein täglich notwendiges Medikament gegen den grauen Star zu bekommen!

Langfristig wird das dahin führen, daß die Patienten sich Privatrezepte ausstellen lassen.

Auch so kann man die Wirtschaft dadurch fördern, daß sie noch mehr am Arbeitgeberanteil sparen kann!
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04.03.2007 12:34 Uhr von Ronin3058
 
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Die kapieren es nicht: Es liegt nicht an den Ärzten, sondern an den Patienten.

Was kann den der Arzt dafür, dass er Patienten hat, die teure Medikamente brauchen?
Im Gegenzug kassieren diejenigen Ärzte die Prämien ab, die schwierige/teure Patienten abweisen.

Dh. die Ärzte, die gemäß ihrer Patienten arbeiten, werden bestraft, diejenigen, die gemäß der Krankenkassen arbeiten belohnt.

Tolle neue Welt!
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04.03.2007 21:14 Uhr von Deniz1008
 
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Wege in die Armut? warum sagen die volksvertretter nichts?


mfg

Deniz1008
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04.03.2007 21:19 Uhr von jsbach
 
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Das es manchen Ärzten seit: einiger Jahren nicht mehr so rosig geht, sieht man ja an Schließungen von Praxen oder auch Zusammenschlüsse zu Praxis-Gemeinschaften
wegen der Kosten.
Der neueste Porsche oder die 4. Wohnung oder
Domizil, dürfte wohl nur noch den sehr gut verdienenden Zahnärzten und natürlich den Chefärzten vorbehalten sein.
Jetzt noch die Zusatzförderung für Ärzte, die billigeren Generika verschreiben, noch zusätzlich
auf dem Rücken der Patienten auszutragen, da bin
ich anderer Ansicht.
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05.03.2007 09:41 Uhr von PruegelJoschka
 
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Ja, ja, die Krankenkassen. Ein Arzt macht die Praxis für Privatpatienten auf. Und da er meistens nicht genug von denen bekommt, nimmt er halt eben den lausigen Rest. Danke liebe Krankenkassen und Gesundheitsminister, daß ihr aus einer Krankenverucherung eine Notfallverischerung gemacht habt.
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05.03.2007 10:49 Uhr von Mondelfe
 
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!!!UNVERSCHÄMTHEIT!!! Ich finde das ist eine Unverschämtheit, dass die AOK überhaupt ausspricht, auf was für eine Idee sie da gekommen ist, sie weiß nicht, was sie manchen Patienten damit antut...

Ich kann da nur für die Epilepsie sprechen, denke aber, dass es bei anderen Erkrankungen ähnlich aussehen wird...
Wenn jemand mit z.B. dem Wirkstoff Carbamazepin von Pharmafirma XY anfallsfrei wird und der Arzt dann plötzlich die Tabletten der Pharmafirma ABC verschreibt, nur weil diese billiger sind, KANN es sein, dass der Patient wieder Anfälle bekommt...

...was ganz einfach daran liegt, dass neben dem Wirkstoff der Tablette ja noch weitere Wirkstoffe zugefügt werden, die zwar eigentlich nicht gegen die Epilepsie helfen... so dass man sagen könnte, ist doch egal, welche Tabletten er nimmt...

es ist aber schon oft passiert, dass ein Patient eben aus dem Grund, weil sein Arzt "Einsparungen" machen wollte, nach jahrelanger Anfallsfreiheit plötzlich wieder Anfälle bekam, und das nur, weil er ein billigeres Präparat verschrieben bekommen hat...
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05.03.2007 11:14 Uhr von Mondelfe
 
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Und dann noch das hier: !Die 16 Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) erzielten einen Überschuss von 275 Millionen Euro"

(Quelle: http://de.today.reuters.com/... --> entnommen aus der News von Ralph_Kruppa - http://www.shortnews.de/... )

finde ich die Unverschämtheit sogar noch größer...
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05.03.2007 13:22 Uhr von opppa
 
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Die Unverschämtheit liegt darin, daß "unsere" (nicht meine) Regierung weiterhin nicht bereit ist, die Pharmaindustrie zu zwingen, in Deutschland dieselben niedrigen Preise für ihre Medikamente zu zu nehmen, wie im Ausland.

Aber die (Abzock)Verdienstgrundlage der Pharmaindustrie und der Apotheker muß ja erhalten bleiben, damit die "Zuwendungen" an die Koalitionsparteien erhalten bleiben.

Und das so lange, wie sich die Patienten (Wähler) dasd gefallen lassen!
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05.03.2007 13:49 Uhr von marshaus
 
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traurig: hier kann man nun schon sagen das herzpatienten in gefahr kommen.....denn die billigversion von amlodipine ist gefaehrlich....hoffe das aerzte und krankenkassen dies auch wissen
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05.03.2007 13:57 Uhr von EddyBlitz
 
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Die Chefs: der Kassen müßen sich ihr Gehalt verdreifachen, dann kann der Arzt darauf warten das denen noch mehr Scheiße einfällt.
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05.03.2007 14:30 Uhr von marshaus
 
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das problem: ist sie setzen patienten eine gefahr aus....hier in england weigern sich die aerzte billig medikamente zu verschreiben.....
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06.03.2007 01:50 Uhr von kuehlingo69
 
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@ Ronin 3058: Genau das steckt dahinter, nur wenn man von Prämiensystemen redet, hört sich das natürlich besser an. Nur noch Billigmedikamente zu verschreiben halte ich auch für unhaltbar, denn einerseits sind einige Patienten nunmal auf teurere Medikamente angewiesen und andererseits sind solche Unternehmen wie Ratiopharm ja nicht gerade für herausragende Forschungsergebnisse bekannt...
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06.03.2007 21:02 Uhr von borgir
 
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unfassbar: da wird an der gesundheit der menschen geld gespart.....wo soll das denn noch hinführen??

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