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Ist Deutschland das neue Armenhaus Europas?

Die Flucht der Deutschen in das Ausland bleibt bei unseren Nachbarn nicht unbemerkt. Trotz Wirtschaftswachstums ist die Kaufkraft der Löhne gesunken. Der Grund ist nicht nur die Lohnzurückhaltung in den letzten zehn Jahren.

Während z. B. in Schweden der Reallohn um 28,5 Prozent stieg, sank er in Deutschland um 5,1. Der Grund ist schnell gefunden und liegt unter anderem an der extrem niedrigen Arbeitslosenunterstützung, deren Grenzen die untersten Arbeitslöhne bestimmen.

Die Aussichten für Arbeitnehmer in Deutschland sind derart schlecht, dass Gehälter wie in der Schweiz regelrecht paradiesisch anmuten.


WebReporter: Justinius
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Europa
Quelle: www.blick.ch

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26.02.2007 18:17 Uhr von Justinius
 
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Wie immer empfehle ich die Quelle.
Es ist schon traurig, was aus dem Potential unseres Landes gemacht wird. In dem Original wurden z.B. die Worte "mutwillig" und "abartig" benutzt, das sagt ja wohl schon alles!
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26.02.2007 18:45 Uhr von ArrowTiger
 
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Verschwörungstheorie! Diese oder andere Begriffe und Begründungen werden sicher wieder von der einen oder anderen Seite kommen, wenn die Realität mal wieder das schöne (perfide) Weltbild zerstört...

)B->

Die deutsche Politiker- und Wirtschaftsriege scheint nur aus verbohrten oder korrupten Dummköpfen zu bestehen. Statt das Ruder rumzureißen, wird sicher weiter Demagogie für Blöde fabriziert und die Daumenschrauben noch ein wenig enger angezogen. Langsam ekelt mich unsere politische Führung regelrecht an.
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26.02.2007 18:48 Uhr von Enrico Bartsch
 
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Auswanderland: Vielleicht macht man ja die Lohnzurückhaltung deswegen um viele leute aus Deutschland zu vertreiben und so die Arbeitslosenzahlen zu senken?! Manchmal glaube ich das Deutschland seit geraumer Zeit nicht mehr von Deutschen regiert wird!!!
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26.02.2007 18:50 Uhr von shadow#
 
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bravo: das ist er nun also, der aufschwung, den alle so bejubeln...
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26.02.2007 19:21 Uhr von gatita
 
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doch die löhne in d steigen schon!!!!!!! aber eben nicht beim otto-normalverbraucher oder beim familienvater, sondern bei den bossen, politiker und manager etc!! :p
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26.02.2007 19:31 Uhr von Götterspötter
 
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Frage - Antwort !: Ja - und nicht erst in der Zukunft !!

ander interessante Antworte auf "noch" ungestellte Fragen !!

Ja - Deutschland ist auch das "Haus der Dummen" und nicht nur weil Sie verlernt haben sich gegen die Willkühr der Gewählten "VOLKS"-Vertreter wären !!

und

Ja - bald ist Deutschland auch das "Alten-heim" von Europa !! Weil wer noch "Klug" und "Jung" ist findet einen besseren Anfang ausserhalt von Deutschland !!

und

Ja - vieleicht ist Deutschand auch bald wieder ein "Endbindungs-haus" des neuen Faschismus in Europa .... und ich tippe mal das die olle NS-Zeit dagegen wie ein Kinder-garten wirken wird !!

das "Gute" daran wird sein ...... das "Europa"-Haus wird abgerissen und es kann nochmal von vorne Anfangen .....

Das ist die Macht der Wiederholung !!
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26.02.2007 19:33 Uhr von Fritze Bollmann
 
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Na logo wird die BRD das Armenhaus Europas! Immerhin wirkt ja noch der alte Glanz Deutschlands wie ein Magnet auf Einwanderungswillige. Das diese dann aber mit ihrem Dorfschulabschluss aus Nigeria oder dem was der Hodscha am Basar erzählte nunmal keine Managerpositionen hier erreichen können ist auch klar. Genau hier beginnt die soziale Schieflage. Hochqualifizierte Deutsche verlassen das Land und kaum oder gar keine qualifizierten Leute wandern in das Hochlohnland BRD zu.
Nun ja, und wer kann schon ein Millionenheer an nicht vermittelbare Arbeitslose verköstigen?
Jedes Unternehmen würde mit so einer Bilanz schon längst bankrott sein und der Manager öffentlich gesteinigt.
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26.02.2007 19:35 Uhr von thesithlord
 
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Auswandern: wenn meine frau mitziehen würde, wäre ich aus diesem 2 klassenland schon längst abgehauen.
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26.02.2007 20:06 Uhr von JR-Europe.de
 
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Deutschland ist bevölkerungsreich und rohstoffarm: somit ist es Schwachsinn uns mit dem kleinen Bankenland Schweiz und Schweden (haben immerhin viel Holz, auch Öl (was noch?), zu vergleichen. Trotzdem leistet sich Deutschland in Sachen Forschung und Technologien, welche keine Rohstoffe brauchen, Unfreiheiten und darf das dann später teuer im Ausland kaufen (Patente) . Deutschland sägt auf dem Ast wo es sitzt. Nur Autos, Maschinenbau und Grundlagenforschung funzt nicht mehr.

Gruss JR-E
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26.02.2007 20:35 Uhr von claudiane
 
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Nix wie weg, solange deine Ersparnisse und Einzahlungen in die Sozialtöpfe für Faulenzer und Arbeitsscheue geopfert werden müssen, und du später nix mehr kriegst an Rente und so...
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26.02.2007 20:51 Uhr von Jorka
 
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Es stimmt leider, seit den Neunzigern sinkt das Einkommen der meisten Leute (ausser eben den Zehntausend) beständig die Arbeitslöhne fallen ins Bodenlose (nicht Hartz 4 ist zu hoch sondern die Löhne zu niedrig) und damit ist keine Kaufkraft da. Und wenn ich hier nach meinem Studium auch keinen vernünftigen Job finde, werde ich wohl ebenfalls das Land verlassen.
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26.02.2007 21:32 Uhr von vorgebrauchschütteln
 
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Jammern und Meckern: das können wir Deutschen gaaanz vortrefflich.
Aber sich gegen missstände wehren....

Wir Deutschen sind ein echtes Kopfeinzieh-Volk
Wenn es Probleme gibt dann wird auf der einen Seite alles totgequatscht und auf der anderen Seite einfach nur gekuscht. Das war nie anders.

Ab und zu gab es kleinere Gruppen, die anders dachten und etwas wirklich verändern wollten. Aber die scheiterten leider an der untätigkeit des eigenen Volkes, für das man eingetreten ist.

Es geschieht uns einfach recht! Es ist richtig so, dass das Land den Bach unter geht. Weil man in diesem Land einfach keine Entscheidungen mehr treffen kann. Die meisten haben einfach keine Eier mehr in der Hose. Lassen sich von anderen vorschreiben wie sie zu leben haben.

Andererseits sind wir aber auch total frei... frei von sozialen Zwängen, moralischen Grenzen und zunehmend frei von eigenen Entscheidungen.
Wir sind so frei, dass wir schon nicht mehr einsehen, dass wir uns um eine Arbeitsstelle kümmern sollten.

Aber ich rege mich jetzt unnütz auf! Denn selbst das was ich schreibe ist nichtmal richtig und nicht falsch. Das ist unsere neue Welt... willkommen im freien 21.Jahrhunder in dem nichts richtig und nichts falsch ist!!!

Irgendwie habe ich den Faden verloren ;-)
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26.02.2007 21:46 Uhr von bartoy
 
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Himmel auf Erden: Ich weiß gar nicht was ihr habt. :)

Irgendwie bekomme ich hier im Westerwald bzw in unserer Stadt und Umgebung nichts von armen Verhältnissen zu spüren.Hier floriert alles. Anscheinend ist das die einzige Ausnahme wenn man euch so hört.

Zitat: "... Der Grund ist schnell gefunden und liegt unter anderem an der extrem niedrigen Arbeitslosenunterstützung, deren Grenzen die untersten Arbeitslöhne bestimmen."

Warum sollten Arbeitslose auch mehr bekommen? Ich hätte ein schlechtes Gewissen wenn ich als Arbeitsloser mehr verdienen würde als viele arbeitende Menschen.
In Amerika bekommen die nichts. :)
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26.02.2007 22:21 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Was ist denn das für ein Artikel? Was für ein billiger Aufmacher ist das denn?

Zu den Fehlern:
1. Der Einbruch der Löhne bezieht sich ausschließlich auf die unteren Einkommensgruppen, nicht auf alle Löhne wie vom Autor missverständlich umformuliert. Hier gibt es in der Tat "Anpassungsdruck", die unteren Lohngruppen machen jedoch nur einen Teil der gesamten Arbeitnehmerschaft aus.

2. Der Zusammenhang zwischen Höhe der Arbeitslosenbezüge und dem Lohnniveau ist völlig verzerrt und damit grob missverständlich wiedergegeben. Aus "Kern und Symbol der Niedriglohnpolitik" (Originalquelle) wurde deren "Hauptgrund". Das ist eine grob fahrlässige Verkürzung und damit eine sinnmäßige Verzerrung. In der Quelle ist es wesentlich besser, weil vorsichtiger formuliert.

3. Die 3. KA fängt mit einem Satz an, den ich in Zeiten dieses Aufschwungs überhaupt nicht nachvollziehen kann. Hier wäre etwas mehr Abstand und etwas weniger Empathie für den offenbar gründlich missverstandenen Artikel angebracht gewesen.

Fazit:
Selten einen solchen Unken-Artikel wie diesen gelesen. Da wächst die Wirtschaft und schon wird aus einem mittelmäßigen Artikel eines Schweizer Käseblättchens ein weinerliches Motzen über die bösen Wirtschaftsbosse und Politiker. Wir haben in Deutschland weiß Gott andere Sorgen, als die wenigen positiven Entwicklungen durch eine öffentliche Neiddebatte kaputt zu reden. Mir schien, der Autor hat die positiven Zwischentöne bewusst ausgeklammert, um ein besonders negatives Bild dieses Landes und seiner Arbeitnehmerschaft zu zeichnen. Das aber ist eine persönliche Wertung und damit nicht unbedingt hinzunehmen.

Die negative Bewertung bleibt wegen der tendenziösen (und dadurch viel zu negativen) Darstellung. Bitte zukünftig etwas sorgfältiger und sachlicher formieren.

Ich danke für die Aufmerksamkeit und gebe zurück ins Funkhaus!
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26.02.2007 22:25 Uhr von questchen999
 
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@vorredner: siehe quelle: blick.ch.... das ist die bild der schweiz... reine panikmache und übertriebenes hobbyjournalistisches herumgeschreibe :P
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26.02.2007 22:29 Uhr von Götterspötter
 
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@bartoy ......: ne ... schon klar ??

Darf ich raten ??

In deiner "Stadt" herrscht auch eine Woche Trauern wenn "der Stadt-Penner" an Altersschwäche gestorben ist ...

leider geht es in den Ballungsgebieten (Berlin - Düsseldorf - Bremen ... etc. ) wessentlich rauher zu .... ich denke du würdest nicht eine Woche überleben in unserem "Jungle" .... wenn hier eine "alleinerziehende Mutter mit Ihren 3 Kindern" am HarzIV-Wohlstand verhungert .... nennt man das hier "freigewordener Wohnraum" !!!!!!

Aber man kann von einer "Insel" die Realität nicht erkennen wenn man sich kein "Boot" baut !!

Das selbe "Problem" wie du haben auch unsere Politiker in Berlin ...die Ihr Nachtbarschaft .... Kreuzberg - Neu Kölln ...etc. nur aus den Statistiken kennen weil der Blick auf die "Elend"Flecken vom Gucci-Tower versperrt wird !!
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26.02.2007 22:31 Uhr von Götterspötter
 
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@bartoy ...... PS ....: Ich will dich damit übrigends nicht "anmachen" sondern einfach nur "was" richtigstellen !
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26.02.2007 23:13 Uhr von bartoy
 
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Du hast Recht. Vielleicht sehe ich wirklich nicht was in diesen Ballungsgebieten oder Problemteilen los ist.

Meine Äußerung war auch ein wenig überspitzt.

Ich war nur über die Aussage in dem Zitat etwas aufgebracht.

Genau das was "Bleissy" anspricht will mir einfach nicht in den Kopf.

Menschen die Schwerbehinderte Familienmitglieder oder Kinder haben gönne ich viel Geld um sich das sowieso schwere Leben zu vereinfachen.

Aber Arbeitslose die mehr verdienen als ein Angestellter sind mir ein Dorn im Auge. Auch sind nur ein kleiner Teil von Ihnen solche Schmarotzer die es ausnutzen.
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26.02.2007 23:15 Uhr von stellung69
 
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Naja Armenhaus: ist ja wohl leicht übertrieben; da gibt es im Osten und Süden Europas wohl einige Länder, die wesentlich schlechter dran sind.
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27.02.2007 00:49 Uhr von weigibabe
 
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@bartoy: dann verrate mir mal wie es sein kann das ein hochqualifizierter IT-Profi (ja, ich hab das sogar auf papier), mit reichlich berufserfahrung und dem Willen zu arbeiten (und ja, ichbin bereit dafür umzuziehenoder 250 kilometer am tag zu pendeln) trotz knapp 2000 bewerbungen in drei jahren keinen job in seinem beruf gefunden hat sondern ziemlich oft zu hören bekommt *10 jahre zu alt* (ich bin 34) oder, noch besser, *sie haben ein kind und sind verheiratet und uns damit zu unflexibel*.. krass oder? einerseits soll man kinder in die welt setzen und die, die den damit definitiv verbundenen sozialen abstieg in kauf nehmen bekommen dann noch in den arsch getreten.. achso, den größten teil meiner bewerbungen durfte ich selber bezahlen, weil in diesem land hier bekommt man zwar angeblich bewerbungskosten erstattet, das wird aber gedeckelt, unser kreisjobcenter hier bezahlt 4 euro pro bewerbung, jedoch maximal 254 euro im jahr.. und nu rechne dir aus wieviel bewerbungen das sind...

und nein, ich habe mittlerweile wieder arbeit, ich stehe trotz drei berufen die ich gelernt habe als hilfsarbeiter am fliessband und packe ketchupflaschen in kartons und das für einen lohn der gerade mal für miete, strom und telefon reicht, den rest schiesst gottseidank immer noch der staat zu, aber damit gilt meine frau und mein kind in diesem scheissland ja als sozialschmarotzer nur weil sie was essen wollen. meine frau ist auch hochqualifiziert, aber da sie mutter ist bekommt sie auch nirgends einen job mehr weil sie ja unflexibel ist und sich ums kind kümmern muss.. wir haben eben keine großeltern mehr die sich tagsüber um den bengel kümmern könnten, die sind schwerkrank, und meine frau würde heute noch in der letzten firma arbeiten wenn die nicht von innen heraus kaputtgemacht wurde weil ein investor an das grundstück wollte...

also mal ehrlich... wir, und meine frau steht da voll hinter mir, planen definitiv unser auswandern, europa ist schön und es gibt länder in denen arbeit noch was wert ist und die einen deutschen mit handkuss nehmen
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27.02.2007 07:57 Uhr von TheOrigin
 
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politikverdrossen, aussichtslos und arbeitslos: das sind doch die Eigenschaften der Deutschen heutzutage. Von den vielen Sozialschmarotzern ganz zu schweigen. Wundern tu ich mich schon lang nicht mehr darüber, aber ich werd es meiner Schwester nachmachen.

Ausbildung beenden und dann nichts wie weg. Sie wohnt seit 2 Jahren in Irland. bekommt jede Woche Lohn - zwar insgesamt weniger als in Deutschland - dafür hat sie aber auch nur 5% Abgaben .. und nicht 52%. Also bekommt sie wesentlich mehr raus am Ende. Was für sie in Deutschland undenkbar war - in Irland Realität. Eigene Pferde, zwei Autos, große Wohnung und am Ende des Monats mehr als genug Geld über.
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27.02.2007 08:35 Uhr von eros007
 
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Immer mit der Ruhe: Diese Neuigkeit ist ja nicht besonders toll. Dass die Löhne in Schweden in den letzten 10 Jahren stark stiegen, während sie bei uns real gesunken sind, stimmt zwar. Aber:
1. Die Bruttolöhne liegen in Deutschland pro Arbeitnehmer nach wie vor deutlich höher als in Schweden (ca. 20 %). Das ist nicht zuletzt ein Grund, warum in Schweden fast alle Mütter berufstätig sind, während bei uns immerhin noch recht viele mit einem Verdiener durchkommen (auch wenn die Zahl dieser sinkt)
2. Bei einer Einschränkung des Blicks auf die letzten 10 Jahre übersieht man, dass die Schweden zwischen 1990 und 1995 eine starke Lohnanpassung (nach unten) mitgemacht haben. Zu der Zeit sind die Löhne in Deutschland (auch wegen der Wiedervereinigung) immens gestiegen. Betrachtet man die letzten 15 Jahre, schneiden wir zwar immer noch schlechter aber als Schweden (ca. 12-15%), aber der Unterschied ist viel geringer als 33%.
3. Der Grund für diesen Unterschied zwischen Deutschland und Schweden liegt u.a. darin, dass bei uns die Bildung schlechter ist. Unsere Unternehmen feiern Exporterfolge, weil die Arbeitnehmer Lohnzurückhaltung üben. Die schwedischen Unternehmen feiern Exporterfolge (in ähnlichem Ausmaß pro Kopf wie wir), weil die Leute immer besser qualifiziert sind. Sprich: Wir konkurrieren und gewinnen über den Preis, die Schweden mittels Qualität.


Außerdem:
Die Arbeitslosenunterstützung in Deutschland ist mit die höchste in der EU. Nur in skandinavischen Ländern sowie der Schweiz und Österreich erhält man mehr Arbeitslosenunterstützung. Frankreich, GB, Italien, USA, Spanien - alle diese Länder unterstützen ihre Arbeitslosen weniger stark als wir. Wenn man ehrlich ist, dann sind die finanziellen Zustände unserer Arbeitslosen fast paradisisch (nicht aber die Aussichten, das Leben lang keinen Job mehr zu finden)...

Zur Auswanderung: Wenn Hochqualifizierte, etwa Ingenieure, auswandern, dann müssen sie sich darauf einstellen, dass sie in fast allen anderen Ländern weniger Lohn bekommen. Erst im vergangenen Jahr gab es eine Studie, dass die Löhne für Ingenieure in Deutschland höher sind als in GB, Frankreich, USA, Italien und Spanien. Nur die Schweiz überflügelt uns hierbei. Zwar ist die Abgabenlast höher, aber selbst nach Steuern kommt ein Ingenieur in Deutschland auf einen ähnlichen Nettolohn wie in den USA. Mittlerweile kann man sich bei uns davon real sogar mehr kaufen als in den USA. Das nur so nebenbei.

Und als Ingenieur hat man es nun wahrlich nicht so schwierig, eine Arbeit zu bekommen. Nach Abschluss meines Studiums hatte ich zig Angebote auf dem Schreibtisch, viele davon >45.000 Euro (was für Berufseinsteiger nicht schlecht ist). Von den Angeboten aus dem Ausland kam diesem Wert auch keines nur in die Nähe... Ich habe nachgerechnet, dass selbst nach Abgaben in Deutschland immer noch mehr übrig bleibt.

Aber leider sehen viele immer nur die schlechten Seiten. Wenn man unser Land weniger hassen würde, stieße man schnell auf die Tatsache, dass manches bei uns sogar richtig gut ist. Auch wenn Politiker dazu definitiv nicht gehören. Es gibt keinen Grund, alles in schwarzen Farben auszumalen. Es gibt Licht und Schatten, ja, aber eines sei Euch gesagt: Auch im Ausland ist nicht alles Gold, was glänzt. Es mag bessere Angebote geben. Aber der Großteil der Angebote von dort sind schlechter.


Nicht zuletzt überzeugt mich ein Kollege aus Indien jeden Tag aufs Neue, wie "toll" es in Deutschland ist. Er war auch in den USA und Irland, fand es dort aber nicht so prickelnd. Wenn er aber auf seine Übersiedelung nach Deutschland zu sprechen kommt, gerät er regelrecht ins Schwärmen... Der ist überzeugter von unserem Land als die allermeisten Deutschen. Das Komische daran: Statt sich mit ihm zu freuen, wollen ihm manche Deutschen Kollegen auch noch einreden, wie böse unsere Bürokratie doch ist und man doch solchen Zwängen ausgesetzt ist... :-)
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27.02.2007 09:00 Uhr von asmodai
 
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@eros: Na.. ist doch prima, wenn es wenigstens den Indern noch bei uns gefällt. Dann können wir ja so weitermachen wie bisher. /sarkasmus off
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27.02.2007 09:35 Uhr von PruegelJoschka
 
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Bauen wir eine Mauer wie die DDR es damals machte, nachdem die dortigen Gelehrten zunehmend abgehauen sind. Dann darf auch Deutschland das Ausländerrecht unterstützen und schnurstraks in Richtung "Agrarland" marschieren.

Weg hier!
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27.02.2007 09:36 Uhr von eros007
 
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@asmodai: Du hast das Problem anscheined nicht verstanden: Wir könnten eigentlich jeden Hochqualifizierten brauchen, der zu uns kommt. Bei Hochqualifizierten brauchen wir wahrlich keine Angst zu haben, dass wir überlaufen werden. Das haben höchstens manche unserer Nachbarländer, weil sie vor lauter Deutschen nicht mehr wissen, wohin damit... :-)

Das Fatale an unserer Einwanderungspolitik ist, dass wir nur Sozialfälle aufnehmen, aber so gut wie keine Leistungsträger. Wir sind eigentlich stärker denn je auf gute Kräfte angewiesen. Nur dann können wir auch in Zukunft noch erfolgreich sein. Leider ist noch nicht beim Volk angekommen, wie wichtig gute Kräfte sind. Wir sind noch nicht mal in der Lage, die bei uns ausgebildeten Spitzenkräfte zu halten, geschweige denn, ausreichend neue anzuwerben. Der Auswanderungsüberschuss bei Akademikern ist bedenklich. Es müsste eigentlich umgekehrt sein.

Da müssen wir noch viel an unserer Attraktivität arbeiten. Aber solange man darüber sogar Witze macht, haben wir noch nicht mal angefangen, den Weg zu beschreiten...

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