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Erdwärme: Lange Wartezeiten - Riesenpotential für Beheizung von Wohnhäusern

Die Nachfrage nach der alternativen Energiequelle Erdwärme ist gegenüber dem Vorjahr um 100 % gestiegen. Doch die Interessenten müssen bis zu einem Jahr warten, es fehlt an geeigneten Bohrgeräten für die erforderlichen 25 bis 100 Meter tiefen Bohrungen.

Erdwärme ist im Überfluss vorhanden. Je tiefer man bohrt, um so heißer wird es, im Inneren der Erde herrschen Temperaturen bis 6.000 Grad. Doch bisher wird nur ein verschwindend kleiner Teil genutzt. Erst sechs Prozent der Neubauten heizen mit Erdwärme.

Die im Erdinneren zerfallenden Isoptope produzieren eine "natürliche (...) Kernenergie" und bieten dabei, so die Berechnungen der Experten, täglich die "zweieinhalbfache Menge des menschlichen Energiebedarfs" an.


WebReporter: sarazen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Riese, Warte, Wartezeit, Erdwärme
Quelle: www.heise.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.02.2007 16:45 Uhr von PruegelJoschka
 
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Eine Chance für die Zukunft. Ist nicht Spektakulär aber sogar an Menschlichen Verschwendungsfähigkeiten gemessen grenzenlos. Bleibt nur zu hoffen, daß man diese Energie in der Zukunft besser nutzen kann ...
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26.02.2007 19:48 Uhr von CHR.BEST
 
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Sicherer als Atomkraftwerke aber mindestens genauso abgasfrei und definitiv absolut Müllfrei. Auch wird die Erde sicher noch viele weitere Milliarden Jahre lang so "warm" im Innern bleiben. Der technische Aufwand um so ein Loch in die Erde zu bohren ist auch weitaus geringer als z. B. bei einem Fusionskraftwerk. Letzteres existiert noch garnicht während die Bohrtechnik schon sehr ausgereift ist.

Verschwiegen sei aber nicht die "Probleme" mit dem Basler Geothermieprojekt, sprich die Erdstöße, die manche Bürger dort beunruhigen. Die rühren meines Wissens aber daher, weil man Wasser mit hohem Druck runterpumpt um eine Querverbindung zwischen zwei Bohrungen herauszusprengen. Die Isländer haben es da besser. Dort kommt das heiße Wasser von alleine bis zur Oberfläche.

Ein Vorteil von Geothermie ist auch daß die Wärme bzw. Energie immer zur Verfügung steht und nicht wie Wind und Sonne vom jeweiligen Wetter abhängig ist (Energiespeicherung ist immer ein Verlußtgeschäft).
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26.02.2007 23:19 Uhr von nogaroblau
 
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Erdwärme lassen wo sie ist ! Hat es nicht einen Grund warum die Erdwärme unter der Erde ist ?
Wenn das nun von vielen genutzt wird, heißt es irgendwann der Erdkern wird zu kalt und es passiert was weiß ich dann.

Aber das wissen wir erst wenn es "vielleicht" zu spät ist.
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26.02.2007 23:36 Uhr von Rhicey
 
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@ nogaroblau: 1. WOW


2. Nein, keine Sorge, den Erdkern kriegen wir Menschen nicht kalt. Die Geothermie-Anlagen, die für die Beheizung von Häusern genutzt werden, reichen aus geologischer Perspektive minimal tief (und für ein Einfamilienhaus werden auch kaum einmal 100 m gebohrt werden).

Die Anlagen entnehmen dem Erdreich auch relativ wenig Celsius-Grade, möglichst gleichmäßig und über lange Dauer. Dadurch können insbesondere Flächenheizungen (Fußboden!) wirtschaftlich beheizt werden; für knalleheiße Radiatoren an der Wand "("Heavy Metal") sind diese Systeme gar nicht ausgelegt. Das größte Problem ist das Bohren (breit und flach im großen Garten? oder schmal und tief weil wenig Platz? Kommt der Bohrbagger überhaupt an den Garten oder ist da keine Straße...).
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26.02.2007 23:44 Uhr von Slippy01
 
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@CHR.BEST: Im Grunde hast du recht. Ich hab mich vor 2 Jahren damit beschäftigt und hab ich mich gefragt warum es quasi nie als Alternative gesehen wurde. Damals war es noch unwirtschaftlich, heute hoff ich einfach mal, dass es nicht so ist. Aber Mrd. Jahre ist doch ein wenig übertrieben. Zur Zeit heißt es "über 100.000 Jahre", und ich bezweifel das die auswirkungen schon berücksichtigt wurden. Auswirkungen die man heute bestimmt noch nicht kennt.
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26.02.2007 23:57 Uhr von Slippy01
 
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@Rhicey: 100m reichen nicht, bei uns (Norddeutschland) bekommst du da kaltes Wasser. Ehr 1000m.
Und ob es wirtschaftlich ist, mag ich noch bezweifeln. Ich denke es wird eine hohe Amortisationszeit brauchen.

@weimargg;
man kann damit auch Strom erzeugen, die deine Klimaanlage braucht.
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27.02.2007 21:06 Uhr von Rhicey
 
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@ Slippy01: 100 Meter sind nur deshalb der übliche "Maximal-Grenzwert", weil es tiefer deutlich teurer wird (Man braucht eine Genehmigung nach dem Bergbau-Recht, was natürlich ein überragender Behördenaufwand ist; man kann ja nicht mal eben einen Garzweiler III für sein Gartenhaus bohren).

Einige Grad "kaltes" Wasser reichen für die Anlagen aus. Und klar, die Amortisationsdauer ist nicht sehr kurz, aber man baut sich sein (neues) Haus ja auch nicht nur für die nächsten paar Jahre, oder?
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20.04.2008 18:45 Uhr von wkaltenleitner
 
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... Erdwärme ist oft Sonnenenergie Tiefenbohrungen sind meienr Ansicht nach eher in der Minderheit - die meisten nutzen Flächenkollektoren (im Garten vergrabene Leitungen, die der Erde die darin gespeicherte Sonnenenergie entziehen) oder aber die im Grundwasser gespeicherte Sonnenenergie. Dazu hab ich bei meiner eigenen Anlage ein bisschen mitgeschrieben - unter http://members.aon.at/... hab ich die Daten zusammengefasst...

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