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GfK: Schwächephase beim privaten Konsum hält auch im Februar 2007 an

Die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat in ihren am Montag vorgelegten Zahlen zur Verbraucherstimmung einen weiteren Rückgang der Anschaffungsneigung festgestellt. Der Indexwert sank im Februar um weitere elf Punkte.

Bereits im Januar ging der Indexwert um 65 Punkte zurück. Nach Ansicht der GfK ist dieser Rückgang alleinverantwortlich für die derzeitige Schwächephase. Positiv entwickelten sich hingegen die Indikatoren für Zuversicht und Einkommenserwartung.

Für das Jahr 2007 rechnen die Konjunkturforscher aus Nürnberg mit einem leichten Umsatzplus von 0,5 Prozent beim privaten Konsum. Die GfK hofft, dass die derzeit leichte Schwächephase schon im Frühjahr überwunden werde.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Konsum, Februar, privat, Schwäche
Quelle: www.heute.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.02.2007 14:11 Uhr von das allsehende auge
 
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Ja ne is klar: Der Aufschwung rulet, sonst kein Kommentar sind schon alle vor Ewigkeiten abgegeben worden und auf der "Deutschland-Wette" Seite stehts ja auch. ;-(

http://www.deutschland-wette.ch.vu/

mal was "gutes" zu lesen (einen Blick in die Zukunft)

Wirtschaftswachstum - Alles für die Katz?

Entgegen der euphorisch anmutenden Nachrichten sieht die ökonomische Zukunft weniger rosig aus, als erhofft: Das wirtschaftliche Wachstum in Deutschland wird 2007 voraussichtlich stark gebremst. Die momentan robuste konjunkturelle Entwicklung kann den Nachfrageschock nicht kompensieren, den Mehrwertsteuererhöhung, staatliche Sparanstrengungen sowie Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) auslösen. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) wird sich nahezu halbieren - von 2,5 Prozent in 2006 auf 1,3 Prozent in 2007. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung. Der Wachstumsverlust behindert auch die weitere Entspannung am Arbeitsmarkt. Die Vorhersage für 2007 sei schwierig, schrieben die Konjunkturexperten im Update ihrer Herbstprognose, die bereits im Dezember vergangenen Jahres als IMK Report erschien - und in den Medien kaum Beachtung fand.

Schließlich gebe es "bisher keine Erfahrungen mit derart drastischen Erhöhungen der Mehrwertsteuer in Kombination mit anderen fiskalischen Sparmaßnahmen und geldpolitischen Bremsmanövern". Trotzdem gehen die Wissenschaftler weiterhin davon aus, dass der derzeit zu beobachtende "robuste Auschwung" im Jahr 2007 einen "signifikanten Tempoverlust" hinnehmen muss. Daher bekräftigen die Forscher ihre Herbstprognose, die für 2007 ein BIP-Wachstum von nur noch 1,3 Prozent veranschlagt. Den Wert für dieses Jahr hebt das IMK auf der Basis der neuesten Daten des Statistischen Bundesamtes geringfügig an - auf 2,5 Prozent.

Die geringere Wachstumsdynamik hat weltwirtschaftliche, vor allem aber politische Ursachen: Allein die Maßnahmen der deutschen Finanzpolitik setzen einen deutlich restriktiven Impuls von 27 Milliarden Euro beziehungsweise 1,2 Prozent des BIP. Die stärkere Reduzierung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung verringert diesen Betrag nur wenig. Die Forscher halten es für unwahrscheinlich, dass der daraus entstehende reale Einkommensverlust bei den privaten Konsumenten kompensiert werden kann oder die Sparquote weiter sinkt. Auch die deutlichen Vorzieheffekte beim Privatkonsum und beim Bau tragen zu der Nachfragepause bei, die das IMK für die erste Jahreshälfte prognostiziert.

Quelle: http://www.lifegen.de/...

Brandneu(er) augenöffnender Spam. ;-)

Viva la V wie Vendetta (das Auge) der mit der Deutschlandwette
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26.02.2007 14:29 Uhr von eros007
 
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das allsehende Auge: Natürlich ist die derzeitige Mehrwertsteuererhöhung ein "Schock", aber wir wollen mal abwarten, wie es sich tatsächlich entwickelt. Noch ist es zu früh - sowohl für Entwarnungen als auch für Schwarzmalerei...

Zur Konjunkturprognose vom gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Institut: Kann schon sein, dass die Wirtschaft nur mehr mit 1,3% wächst. Aber warum dann kein Arbeitsplatzaufbau erfolgen kann, musst Du mir erst mal erklären. Eines vorweg: Ich kenne die These, wonach erst ab so und so viel Prozent Wachstum Arbeitsplätze entstehen!
Aber jetzt zum Thema: In Italien ist die Wirtschaft in den letzten 5 Jahren ähnlich schwach gewachsen wie bei uns. Trotzdem ging die Arbeitslosigkeit von 11 Prozent im Jahr 2000 auf heute 6,5% zurück - beinahe zwei Millionen Menschen mehr haben heute einen Job. Und das bei Wachstumsraten von 1% und weniger, wohlgemerkt! Was lernen wir daraus? Nicht nur Wachstum erzeugt Jobs, auch andere Maßnahmen sind dafür geeignet. Für den Fall Italien: Man hat konsequent auf den jobintensivsten Sektor, die Dienstleistungsbranche, gesetzt (die Industrie baut nicht nur bei uns ab, sondern auch in Italien). Die Macht der Gewerkschaften wurde gestutzt, der Kündigungsschutz gelockert und niedrige Löhne für Arbeiten, die sonst "schwarz" erledigt würden, etabliert. Außerdem kamen in jedem Jahr netto etwa 400.000 Einwanderer ins Land, sodass Italien mittlerweile einen Ausländeranteil von 7% Ausländeranteil hat (Deutschland: knapp 9%).

Natürlich hört man solche Argumente nicht von einer gewerkschaftsnahen Stiftung, denn man würde sich ja ins eigene Fleisch schneiden, wenn man zugeben müsste, dass die Gewerkschaften eigentlich nur denen nutzen, die einen Job haben, nicht aber jenen, die einen suchen. Außerdem gehören ja die Gewerkschaften zu den lautesten Stimmungsmachern gegen (kontrollierte) Einwanderung, wie auch wir sie brauchen würden...


Zum Thema: Ich glaube, dass es nicht so schlimm kommen wird. Ich gehe davon aus, dass die Löhne in diesem Jahr zwischen 3,5 und 4 Prozent steigen werden, sodass die Arbeitnehmer nach Inflationsausgleich endlich mal wieder mehr Geld in der Tasche haben werden. Allerdings hoffe ich, dass etwas stärker gespreizt wird - dort, wo es gut geht, soll mehr draufgelegt werden als in Betrieben, die es sich nicht leisten können (Mittelständler). Hochqualifizierte, die mittlerweile knapp sind, sollten mindestens 5% mehr erhalten. Ist zwar scheinbar nicht besonders sozial, wenn jene, die eh schon überdurchschnittlich abschneiden, auch noch stärkere Steigerungen abbekommen, aber es muss endlich mal wieder die Mittelschicht gestärkt werden, die dann auch den Rest mitzieht. Am Ende ist das aber die einzige Möglichkeit, wie wir ein lang anhaltendes Wachstum erzeugen können. Steigen die Löhne bei Arbeitern zu stark, werden diese Arbeitsplätze erst recht wegrationalisiert oder ins Ausland verlegt. Wir müssen uns dran gewöhnen, dass gewisse Arbeiten eben nicht allzu viel abwerfen können. Andere hingegen sollten auch entsprechend entlohnt werden.
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26.02.2007 14:49 Uhr von das allsehende auge
 
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eros007: Ja ok! Aber keine Angst der Aufschwung kommt noch, bald gibts viel zu tun, zum aufräumen, da geb ich dir Recht, denn auch irgendwann platzt dem gemütlichen Deutschen der Kragen.

Der eigentliche Spam ist ja nicht die News aus der Quelle, sondern das Buch was dort vorgestellt wird. ;-)

Brennpunkt Deutschland - Warum unser Land vor einer Zeit der Revolten steht.

Kinderarmut, eine in weiten Teilen der Bevölkerung zunehmende Depression und entgegen der derzeitigen Meldungen unsichere Jobs - der in vielen Medien angepriesene Aufschwung erweist sich für Millionen von Bundesbürgern als Illusion, die Ruhe im Lande scheint trügerisch. Denn die Ära der Vollbeschäftigung ist entgegen der offiziellen Verlautbarungen vorbei - massive Fehentscheidungen und Eigennutz in Politik und Wirtschaft bedrohen die demokratische Grundordnung der Bundesrepublik.

Ein Horrorszenario? Keinesfalls, wie die Bestsellerautoren Marita Vollborn und Vlad Georgescu in ihrem neuen Buch "Brennpunkt Deutschland - Warum unser Land vor einer Zeit der Revolten steht" auf über 300 Seiten darlegen. Die schonungslose Analyse zum Status quo der Republik ist jetzt im Gustav Lübbe Verlag erschienen.

Ein längerer Auszug daraus, gibts dort.
http://www.lifegen.de/...
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26.02.2007 16:30 Uhr von Das Allsehende Auge
 
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Also die entstehen doch, nur wer gibt schon Geld dafür aus, wenn man sie auch für Lau bekommt.

Hatte ich ja schon mal geschrieben was zu

SO. Jetzt zu den Krankenhäusern. Ja, wenn die staatlich oder karitativ sind. Ja, da ist es auch mit Sicherheit möglich, wahrscheinlich sogar so, dass es dort Ein-Euro-Krankenschwestern oder gar Ein-Euro-Anästhesisten gibt (kann ich mir gut vorstellen, also warum sollte das nicht so sein, um die Kosten zu senken. Denn die Jobs sind ja auch zusätzlich [überflüssig], also legitim).

Und zu dem mit dem Jobgespräch. "ERSTE SAHNE" und leider schon gang und gebe. Und wenn es nicht der Ein-Euro-Gärtner oder Ein-Euro-Hausmeister ist (bzw. die "Ein-Euro-Institutionen" übernehmen das), dann ist es der 3 monatige Ein-Euro-Praktikant, der vier Mal im Jahr ausgewechselt wird (Tja, auch da wäscht eine Hand die andere, alles von der Politik gelernt.).

Fazit. Eine Wunderschöne Sache, nur muss natürlich Deutschland auch dann billiger, konkurrenzfähig werden. Wird es aber leider nicht, da alles in die "EIGENE" Tasche gewirtschaftet wird, was eingespart wird. Tja, aber vielleicht ändert sich dass, wenn sich alle Gesundgestossen haben (übrigens Düsseldorf ist 2007 schuldenfrei, nur so neben bei. Da ist es voll aufgegangen, mit den u.a. zusätzlichen Jobs, und die werden gerade noch sehr "expandiert", denn die 14% "offizielle" Arbeitslosenquote, bekommen die noch auf Null, wetten.).

und

Ja. Moderne "Schwarzarbeit" [neues Wort für Ein-Euro-Jobs] muss sein. Sonst könnten wir normalsterblichen uns einiges nicht mehr leisten (die Hartzer "Käser" [Ein-Euro-Jobber] eigentlich auch nicht mehr, ist ja alles teurer geworden, nur "Hartz" nicht)!

Ein Handwerker kostet mit Steuern im schnitt 35 Euro die Stunde. Ja. Das ist das Problem. JA. Und das haben sogar auch die Gemeinden, staatlichen und sozialen Einrichtungen begriffen und setzen, weil es nicht finanzierbar ist, Ein-Euro-Jobber für diese, als ZUSÄTZLICH deklarierte Tätigkeiten ein.

Übrigens. Was alles "ZUSÄTZLICH" ist, "ZUSÄTZLICH" ist ein sehr dehnbarer Begriff (denn wenn was ZU TEUER ist...).

Ja und Anfragen für solche "Tätigkeiten" die keine 500 Euro überschreiten (Materialkosten), werden auch nicht überprüft und sofort genehmigt.

Ja. und was das alles ist, sein kann.

Einfach mal lesen (und das ist bestimmt schon [Zensiert]).

Ein-Euro-Jobs geraten außer Kontrolle
Die Kommunen machen mit den Zusatzjobs gute Geschäfte. Doch viele Firmen verlieren Aufträge
http://www.wams.de/...

Die Gratis-Konkurrenz
Ein-Euro-Jobs sollen den Langzeitarbeitslosen helfen. Der Erfolg ist umstritten, die Nebenwirkungen sind beträchtlich. Die Praxis zeigt: Die Billigjobs vernichten Arbeitsplätze (Von Eva-Maria Thoms)
http://www.zeit.de/...

Großverdiener beim Ein-Euro-Job
Arbeitgeber von Ein-Euro-Jobbern sollen der Allgemeinheit dienen und dürfen nicht profitorientiert arbeiten. Einige Modifikationen und etwas Elastizität in der Interpretation der den Jobs zugrunde liegenden Gesetze des §16 Abs. 3 des SGB II vorausgesetzt, können sie jedoch selbst zu Großverdienern werden.
http://www.readers-edition.de/...

Missbrauch bei Hartz IV?
Wenn Ein-Euro-Jobber ausgenutzt werden
Sendung vom 21. September 2006
in dem folgenden Link:
Was versteht man unter "Ein-Euro-Jobs"?
Um welche Beschäftigungen handelt es sich?
Zahlen und Fakten
http://www.mdr.de/...

Fast 10 Millionen Arbeitslose in Deutschland:
Das wahre Ausmaß der Katastrophe
http://www.fk-un.de/...

(Ja. Einer der seine Hausaufgaben macht und den gemeinen Pöbel aufklärt)

Alle guten Dinge waren mal drei.

und den Post mit der wahren Geschichte von einem Hausmeister

Ja was dachtet ihr warum es die Ein-Euro-Jobs gibt.

Acht Stunden arbeiten, 8 Euro bekommen. (Demnächst für 12,5 Millionen die keine Arbeit haben).

Tja das ist doch billiger als wenn die einen Job bis 100 Euro haben. Und die arbeiten sind die gleichen, bei den gleichen Firmen bzw. Institutionen. Wie auch das es den Vorteil hat das die nicht in der offiziellen Arbeitslosenstatistik auftauchen.

http://www.labournet.de/...

Ja die wissen schon genau wie man es machen muss, so arbeiten dann immer mehr und immer mehr für den Staat und deren befreundete Firmen (nennt sich dann u.a. "erwachsenen" Praktika).

Hier so ein kleines Beispiel wie das läuft und wie die Zukunft aussieht.

Da war ein Hausmeister der hat seinen Job in einem städtischen Kindergarten verloren. Der hatte nach zirka Einem Jahr nicht mehr genug um seinen Familie zu ernähren und hat nach nem Ein-Euro-Job angefragt. Hat ihn auch bekommen. Und jetzt könnt ihr einmal raten wo? :-(

Gute Nacht D.....land, der letzte macht das Licht aus. :-(

"Vergangenheit" Ende
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26.02.2007 16:31 Uhr von Das Allsehende Auge
 
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Ja und jetzt zur "offiziellen" Bestätigung: Klick http://www.boeckler.de/... da bekommt man das

Böckler Impuls 03/2007
Arbeitsmarkt
Subventionierter Stellenabbau

Ein-Euro-Jobs verdrängen sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und schaffen bislang keine Brücken in den ersten Arbeitsmarkt. Damit Zusatzjobs für Arbeitslose mehr nützen als schaden, sollten die Arbeitsvermittler genauer hinsehen, rät das IAB.
Quellen und Grafiken

Ein-Euro-Jobber werden oft nicht so eingesetzt, wie es das Gesetz vorsieht: Jeder zweite Betrieb mit Ein-Euro-Stellen überträgt ihnen nicht nur zusätzliche, sondern auch reguläre Tätigkeiten. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Das IAB befragte im vierten Quartal 2005 knapp 4.000 Betriebe aus den Wirtschaftbereichen, in denen die meisten Ein-Euro- oder Zusatzjobber arbeiten - vor allem in den sozialen und öffentlichen Dienstleistungen sowie der Verwaltung.

Wie viele reguläre Stellen Ein-Euro-Jobs schon gekostet haben, können die Arbeitsmarktforscher nicht beziffern. Jedoch würden "in einem nicht zu vernachlässigenden" Teil der Betriebe normale Stellen "auf die eine oder andere Art" ersetzt. Die IAB-Studie zeigt, dass dies auf drei Wegen geschehen kann:

Direkte Substitution: Die von der Arbeitsagentur subventionierten Kräfte werden eingesetzt, um Personalabbau abzufedern. Und knappe Personaletats sind keine Seltenheit: In allen untersuchten Sektoren ist die Zahl der regulären Neueinstellungen seit Jahren rückläufig. Gerade in Ostdeutschland dürfte die angespannte finanzielle Lage der öffentlichen Haushalte den Einsatz von Zusatzjobbern begünstigen.

Schleichende Substitution: Ein-Euro-Jobber übernehmen Krankheitsvertretungen oder erledigen Aufgaben der Stammbelegschaft, damit diese Überstunden abbauen kann. Mittel- bis langfristig könnten solche Überwälzungen von Tätigkeiten zu weniger Arbeit für die Stammbelegschaft und Stellenstreichungen führen, warnt das IAB.

Wettbewerbsverzerrung: Betriebe, die Zusatzjobs anbieten, können ohne zusätzliche Lohnkosten ihr Leistungsangebot ausweiten. Damit verbessern sie ihre Wettbewerbssituation auf Kosten von Konkurrenten, die nur regulär bezahlte Arbeitskräfte beschäftigen. Hier könnten Stellen verloren gehen. Die Arbeitsmarktforscher sehen diese Gefahr vor allem bei den sozialen Dienstleistungen, wo neben öffentlichen und gemeinnützigen Anbietern viele private Betriebe tätig sind.

Das IAB schreibt: Eine "zu 100 Prozent öffentlich finanzierte Beschäftigung" dürfe nicht dazu führen, dass "reguläre ungeförderte Beschäftigung verringert und damit Arbeitslosigkeit bei anderen Personen erhöht wird". Nicht zuletzt gefährde dies die Finanzierung der Sozialversicherungssysteme. Die Forscher empfehlen daher, dass regionale Beiräte - besetzt mit Vertretern der Arbeitsagenturen, Kommunen, Gewerkschaften und lokaler Wirtschaft - strenger über den Einsatz von Ein-Euro-Jobs wachen sollen. Also konkrete Bedingungen formulieren und regelmäßig kontrollieren, ob sie eingehalten werden. Zudem sollten die Arbeitsvermittler engere Kontakte zu Betrieben und den vermittelten Jobbern halten. Ein solches "Einzelfall-Monitoring" verursache zwar Kosten, könne aber gesamtwirtschaftliche Schäden durch Verdrängung regulärer Jobs vermeiden, die letztlich viel teurer kommen würden.

Den meisten Zusatzjobbern winkt keine Übernahme in ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis: Die befragten Betriebe beabsichtigen nur bei zwei von hundert als "geeignet" eingestuften Ein-Euro-Jobbern eine reguläre Anstellung nach Ablauf der Förderung. Für eine Einstellung geeignet sind nach Angaben der Betriebe 57 Prozent der Ein-Euro-Jobber in Ostdeutschland und 29 Prozent im Westen. Dabei bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Am besten schneiden die über 50-Jährigen ab, Jugendliche unter 25 werden von den Betrieben am schlechtesten beurteilt.

Ob Arbeitslose nach einem Ein-Euro-Job bessere Einstellungschancen bei anderen Betrieben haben, lässt sich laut IAB bisher nicht feststellen. Die Forscher schreiben den subventionierten Probejobs unter bestimmten Bedingungen immerhin eine indirekte Brückenfunktion zu: Sie könnten helfen, persönliche Defizite der Arbeitslosen aufzudecken, die einer Integration in den ersten Arbeitsmarkt im Wege stehen - und damit Ansatzpunkte für Qualifizierungsmaßnahmen oder psycho-soziale Trainings bilden. Das würde aber wiederum einen besseren Informationsaustausch zwischen Arbeitsagentur und Einsatzbetrieb voraussetzen. Nötig wäre außerdem ein "signifikantes Mehrbeschäftigungspotenzial" auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Trotz aller Schwierigkeiten haben die Ein-Euro-Jobs nach Einschätzung des IAB ihr Gutes: Sie geben Arbeitslosen die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen und Neues zu lernen. Gleichzeitig fördern sie die soziale Integration.



So jetzt dürfte das Auge auch wieder ganz groß sein.

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