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Linguistik-Experte: Migranten verändern die deutsche Sprache

Migranten verändern nach Expertenmeinung zunehmend die deutsche Sprache. Insbesondere in Großstädten sei dies festzustellen. Türkische und arabische Wörter, wie zum Beispiel "Yalla" ("Los") würden auch von deutschen Kindern zunehmend verwendet.

"Deutsche Jugendliche übernehmen vermehrt die Aussprache und Satzbildung ausländischer Jugendlicher und benutzen auch häufig Worte aus dem Türkischen oder Arabischen", meint Linguistik-Professor Norbert Dittmar von der Freien Universität Berlin.

Der Linguistik-Experte stellt außerdem fest, dass der Gesamtwortschatz zurückgehe und Wörter wie "Ich" häufiger als "Isch"ausgesprochen werden. Auch würden Artikel und Präpositionen weggelassen und Satzkonstruktionen vereinfacht.


WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Deutsch, Experte, Sprache, Migrant
Quelle: www.focus.de

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32 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.02.2007 16:02 Uhr von no_trespassing
 
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Das ist ein hochinteressantes Thema.

Die einen werden sagen: Sprache hat sich schon immer verändert.

Hier aber sehe ich einen deutlichen Unterschied. Der Veränderungsprozeß betrifft nur einen Teil in der Gesellschaft. Die Bildungsschicht und ältere Leute in gehobenen Positionen nehmen diese Sprache als Assi-Sprache wahr. Legt man die in einem Vorstellungsgespräch oder bei Gerichtsprozessen an den Tag, kann das schnell direkt negative Folgen haben.
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25.02.2007 17:05 Uhr von terrordave
 
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@ autor: hast vollkommen recht! ich denke mir manchmal, wenn ich sowas mithöre "wie wollen die mal einen job bekommen?!"

aber letztendlich ist es ja egal, wie die umgangssprache in bestimmten persönlichen bereichen ist, die deutsche sprache ist voll von lehnwörtern, nun sind es eben seit neustem türkische oder arabische statt wie früher französisch oder englisch. kein problem. außerdem bezweifle ich, dass diese entwicklung deutschlandweit stattfindet.

außer, wenn diese "halbsprache" derer sich manche bedienen, zur regel wird und vernünftiges deutsch mehr und mehr zur fremdsprache gewisser klientel wird.
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25.02.2007 17:50 Uhr von 1kingpeter1
 
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na ja: also ich bin auf einer schule in der haupt/real/gymnasium in einem gebäude sind (ich bin gymi) aber ich hab noch nie was von yalla oder lan gehört...und sätze verändern mach ich eigentlich auch nur bei sms der weenn ich chate.
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25.02.2007 18:02 Uhr von ElaineM
 
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Nuja Also ich werde oft gefragt ob ich aus Berlin komme weil ich wohl manchmal in so einen Dialekt rein gerate...
Ja... "Ich" als "Isch" auszusprechen und ähnliches kann ich auch gut. Dabei komme ich aus Niedersachsen wo dialektfreies Hochdeutsch gesprochen wird... find isch aber zu langweilig!

Aber eben auch das Internet beeinflusst heut zu Tage die Sprache auch mit... *lol* hdl und ähnliches höre ich persönlich auch oft gesprochen.

Ich finde den Bericht sehr interessant... werd gleich mal ein paar mehr Info´s zu dem Thema suchen und mir aneignen!
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25.02.2007 18:28 Uhr von Jimyp
 
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Und aus diesem Grund sollte man die Schule, auf die man sein Kind schickt, vorher ganz genau aussuchen!
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25.02.2007 18:28 Uhr von ccwm
 
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Wenn man sich anschaut mit wieviel englischen Begriffen die deutsche Sprache durchsetzt ist kann man über solche Befürchtungen wirklich nur lachen....
Die Sprache ist etwas Lebendiges, das sich ständig weiterentwickelt. Versucht doch mal das Nibelungenlied im mittelhochdeutschen Original zu lesen! Wer versucht, sich dieser Entwicklung entgegen zu stellen, der kämpft gegen die Windmühlen der Evolution, daran ist bislang noch jeder gescheitert...
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25.02.2007 19:55 Uhr von Dr.G0nz0
 
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@ccwm: recht hast du. lese deine posts immer gern. :-)
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25.02.2007 20:29 Uhr von franz_suderich
 
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Integration: Egel wer in welches Land auswandert, er MUSS die dortige Spracher erlenen, und sich auch den vorherschenden Sitten angleichen.

Selbst wenn ich mich nur für zwei drei Wochen in der arabischen Welt (aber auch in Italien Ex-Yugo etc.) bewege, versuche ich so viel Arabisch wie möglich aufzuschnappen, ich erkläre den Frauen in meiner Begleitung X-mal das es vlt. keine gute Idee ist sich allzu knapp zu kleiden usw. usw.

Wenn ich auswandern würde / müsste wäre ich wohl sehr schell integriert.
Aber wenn ich mir im Betrieb anschaue, wer alles auf Jobsuche zu uns kommt...
Die Sprache des Gastlandes zu lernen muss höchste priorität haben!
Wir haben Leute in der Firma, die seit 20 (!) Jahren im deutschsprachigem Raum leben und kein Wort Deutsch sprechen können! Ohne seinen Vorarbeiteer der ALLES für ihn übersetzt ist dieser Mitarbeiter wert- und nutzlos für den Betrieb.

Verpflichtenden Sprachkurse (oder Prüfungen) für Imigranten sind wirklich nötig, und entgegen den Unkenrufen der links linken Gutmenschen nichts menscherverachtendes Schreckliches, sondern für beide Seiten nur Vorteile bringt!

Und wenn ich mich mal aus versehen in die Nachmittagsshows verzappe und mir die jungen Leute so anhöre (und ich bin zumeist gleich alt!) frage auch ich mich: Was um alles in der Welt willst du mit deinem Leben machen, wenn du so bescheuert redest?
Und damit meine ich nicht nen coolen Slang, sonder die Unfähigkeit, mit der deutschen Sprache umzugehen.

Interessant zu wäre es zu wissen, wie die Sprachsituation in Frankreichs "Unruhevorstädten" ist.

Nur wer miteinander reden kann, kann auch einander verstehen ;)
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25.02.2007 20:47 Uhr von rip_tupac_rip
 
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hehe: hmm wohn zwar ned in D aba hier sind auch viele die nicht hier geboren wurden. sind zwar eher weniger türken sondern mehr ausm ballkam raum, aber ich find das ganze ned so schlimm wenn sich die sprache verändert^^ k hochdeutsch redet hier sowieso keiner^^ aber solang man sich versteht isses ja k, von daher versteh ich das gejammer da schon wieder ned.. wie paar vor mir schon gesagt haben sind auch genug franz und engl. wörter drinnen und da sagt keiner was..
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25.02.2007 20:52 Uhr von Gregsen
 
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find ich teilweise auch bedenklich, aber andererseits, wie kann man ausländer dafür verantwortlich machen, dass deutsche kinder dies für nachahmenswert halten?
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25.02.2007 22:14 Uhr von Garviel
 
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Problematisch: wird´s dann, wenn durch diese Entwicklungen einzelne Jugendliche sich wirklich Chancen fürs Leben verbauen. Auf der anderen Seite ist die deutsche Sprache wie jede andere auch einem fortwährenden Entwicklungsprozess unterworfen, und spätestens wenn der Duden resigniert und eine ehedem verpönte Wendung oder ein Lehnwort aufnimmt, gehört das ehedem Unziemliche plötzlich "zur Gesellschaft".

Nur: Braucht man für diese Erkenntnisse wirklich einen Linguistik-Professor?
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25.02.2007 22:46 Uhr von CarbonBird
 
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Besonders lustig klingt es, wenn ein russischer Einwanderer das bissel deutsch, was endlich drauf hat, in türkischer Sprechweise rauskleckert.

Solange deutsche Kleinunternehmer manchmal gezwungen sind, billige Arbeitskräfte einzustellen, werden solche Leute damit aber prima durchs Leben kommen. Kein Anreiz zum besser lernen gegeben...
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25.02.2007 23:58 Uhr von Mr.Gato
 
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@ccwm: Das mit dem englischen seh ich als normale Veränderung der deutschen Sprache.

Diese Kanak - Sprak hingegen zerzichtet gerne völlig auf Grammatik. "Isch geh McDonalds."
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26.02.2007 07:27 Uhr von XrayFF
 
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Verstehe ich nischt! @Suderich

"Wir haben Leute in der Firma, die seit 20 (!) Jahren im deutschsprachigem Raum leben und kein Wort Deutsch sprechen können! Ohne seinen Vorarbeiteer der ALLES für ihn übersetzt ist dieser Mitarbeiter wert- und nutzlos für den Betrieb."


Ist es jetzt ein Mitarbeiter oder sind es Leute?


@Alle:

In der Region in der ich lebe wird "Ich" schon mindestens 100 Jahren "Isch" ausgesprochen.
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26.02.2007 08:14 Uhr von jesse_james
 
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Wer da ein Problem sieht sollte besser DAS lesen: Admiral, Algebra, Adel, Algorithmus, Alchemie, Alkohol, Atlas, Attika, Almanach, Amalgam, Alfalfa, Arsenal, Alkali, Aprikose, Artischocke, Azimut, Azur, Abrakadabra, Balsam, Beduine, Borretsch, Burnus, Crimson, Elixier, Fanfare, Gala, galant, Gamasche, Gazelle, Genie, Gibraltar, Gilet, Giraffe, Gitarre, Haschisch, Havarie, Husar, Hek-mek, Intarsia, Jacke, Jasmin, Joppe, Juwel, Kabel, Kadi, Kaliber, Kandare, Kamel, Kandiszucker, Karaffe, Karat, Kif (kiffen), Kaffee, Konditor, Kuppel, Kismet, Lack, Lärche, Lasur, Laute, Lava, lila, Limonade, Limone, Makramee, Mokka, Magazin, Mandoline, Marzipan, Maske, Mascara, Massage, massieren, Mosaik, Matratze, Mohair, Mulatte, Mumie, Musselen, Mütze, Monsun, Orange, Razzia, Risiko, Safari, Satin, Safran, Schachmatt, Sesam, Sheriff, Sirup, Sofa, Spinat, Syrup, Simsalabim, Talisman, Tamarinde, Tambour, Tarif, Tasse, Technologie, Taifun, tauschieren, Watte, Wesir, Zibebe, Ziffer, Zwetschge, Zucker

Diese Worte sind allesamt arabischer Herkunft.

Wir benutzen viele dieser Worte tagtäglich, als wären es unsere eigenen Worte.

Wir merken schon lange nicht mehr, das die deutsche Sprache aus so viel Worten unterschiedlicher Herkunft und Kulturen entspringt und das sie hierbei wortwörtlich Multi-Kulti darstellt.


Wer damit ein Problem hat, arabische oder türkische Worte in die deutsche Sprache übernehmen zu wollen, der kann es ja mal versuchen ohne die obigen Wörter auszukommen !
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26.02.2007 08:24 Uhr von One of three
 
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Kein Problem: Es wird immer Veränderungen in der Sprache geben - wir sind da nicht alleine.

Bedenklich finde ich nur diese sog. "Kanak-Sprak" ("Isch geh Mc Donald´s")
Bewußt angewandt ist dies ein Beleg für Dummheit und soziale Verwahrlosung.

Viel schlimmer steht es um unsere Rechtsschreibung - wobei die Kommentare auf SSN hoffentlich nicht repräsentativ zu sehen sind...
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26.02.2007 09:49 Uhr von Garviel
 
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@One_of_three: "Viel schlimmer steht es um unsere Rechtsschreibung"

Tja, und erst die Linksschreibung, nicht wahr?

Da hat der Computer übrigens tatsächlich zu einer gewissen Verwahrlosung beigetragen. Kann jeder Lehrer bestätigen: Mit Computer geschriebene Texte enthalten i.d.R. deutlich mehr Fehler als handgeschriebene...
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26.02.2007 09:57 Uhr von Maverick Zero
 
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@writinggale: Da stimme ich dir voll und ganz zu.

Wir Deutsche sind an dieser Entwicklung im Übrigen mit schuld: Statt Migranten dazu zu bringen, Deutsch zu lernen, passen wir uns denen an und lernen deren Sprache. Hier in meiner Region sind die Banken dazu übergegangen, extra türkisch sprechende Berater einzustellen, so dass der Kunde erst gar kein Deutsch benutzen muss. Es wird laut überlegt, Schulklassen auf türkisch zu unterrichten. Es gibt Kindergartengruppen, in denen nur türkisch gesprochen wird.

Wer sich da noch über die Entwicklung der deutschen Sprache wundert, dem ist nicht mehr zu helfen...
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26.02.2007 10:59 Uhr von rall
 
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Also: Wenn ich teilweise heute 15jährige Jugendliche höre, kommt mir das grauen. Die können nicht mal richtig Deutsch sprechen, geschweige den schreiben. Und auch das Leistungsniveau liegt weit unter dem Durschnitt als vor 10 Jahren.
Statt den ausländischen Kindern Deutsch beizubringen, lernen unsere immer mehr von denen.
Bestes Beispiel Bei mir Zuhause (20,000 Einwohner), wird in einer Schule neben Englisch auch Türkisch unterrichtet.Wohin soll das führen?
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26.02.2007 11:15 Uhr von buzzbomb
 
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Ruhrpott ist überall ;): Bei uns im Ruhrpott ist die Sprache schon lange so geprägt von Ausländern, hauptsächlich Polen und wird ja mittelerweile als "Ruhrpott Dialekt" angesehen, auch mit der vereinfachten Grammatik.
Das ganze Land verwandelt sich nun also sprachlich ins Ruhrgebiet, dann werden wir vielleicht nicht mehr so belächelt im Urlaub ;)
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26.02.2007 11:44 Uhr von Maverick Zero
 
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@rall: Dass in der Schule türkisch unterrichtet wird ist ja nicht verkehrt. Zum Problem wird das aber, wenn der Unterricht an sich auf türkisch abläuft, d.h. Mathe, Bio, etc. auf türkisch unterrichtet werden. Das DARF einfach nicht angehen.

Als mein Vater damals (>20 Jahre) von Ungarn nach Deutschland gekommen ist hatte er die Wahl: Entweder er beherrscht die deutsche Sprache fließend in Wort und Schrift (und kann eine feste Arbeitsstelle vorweisen) oder darf wieder zurück. Und heute? Wenn da der Migrant kein Deutsch kann, dann wird halt einfach in seiner Muttersprache geredet und der Deutsche darf sich anpassen.
Pfui!
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26.02.2007 11:52 Uhr von rall
 
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@Maverick: Gegen das lernen von neuen Sprachen sagt ja keiner was, aber hierfür ist der Zweck eigentlich komplett falsch, da nur türkisch gelernt wird (Grundwissen), um sich mit den ausländischen Kinder zu unterhalten.
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26.02.2007 12:07 Uhr von Maverick Zero
 
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@rall: Ganz genau meine Meinung!
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26.02.2007 12:44 Uhr von Alfadhir
 
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ich glaube die deutschen haben das mit der: integration etwas falsch verstanden..... aber ist ja typisch.
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26.02.2007 13:11 Uhr von franz_suderich
 
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@XrayFF @Thema: Haha - passt zum Thema.

Hier hat der Computer (vgl Graviels Meldung) mich ausgebremst. Dank Strg+V ist das jetzt kein gutes Deutsch georden :)

Zur Erklärung:
Es gibt mehrere, nicht von Geburt an deutschprachige, Mitarbeiter.
Einer aber schießt den Vogel ab, mit seinen 20 Jahren der Verweigerung.

@Thema

Sicherlich ist die deutsche Sprache eine lebendige.
Aber falsche Grammatik mit diesem Argument schön zu reden kanns doch auch nicht sein.
(ich schreibe extra Grammatik, da Fremdörter ja nicht die Sprache an sich ändern)

Mal abgesehen davon finde ich den unnötigen Gebrauch von Anglozismen, nur weils dann besser klingt (allen voran: Politiker und Jugendliche) nicht toll.

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