25.02.07 16:23 Uhr
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Bundesumweltminister befürwortet höhere Steuern bei großen Dienstwagen

In einem Interview mit der Illustrierten "Super Illu" erklärte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD), dass er die Steuerbelastungen für die Halter solcher Fahrzeuge erhöhen wolle. Die Besteuerung des Kaufpreises solle unverändert bleiben.

So könnte unter anderem die Absetzbarkeit von Benzinkosten eingeschränkt werden. Es gebe keinen Grund dafür, dass die Benzinrechnungen dieser "spritschluckenden Oberklassefahrzeuge" letztlich vom Steuerzahler bezahlt werden sollen.

Gabriel kritisierte an gleicher Stelle die Länder im Rahmen der Debatte um die Neufassung der Kfz-Steuer. Er warf den Ländern vor, sich aus ihrer Verantwortung für den Klimaschutz zurückziehen zu wollen.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Steuer, Dienst
Quelle: de.today.reuters.com

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.02.2007 15:03 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Man darf gespannt sein, ob sich Gabriel mit seinen Vorschlägen gegen die „großen“ Ministerien durchsetzen kann. Wir müssen uns auch die Frage gefallen lassen, ob dies nicht ein Ausdruck eines gewissen Neids ist. Ich halte es trotzdem für richtig, denn immerhin sind die Käufer und Nutzer solcher Edelkarossen in den allermeisten Fällen auch entsprechend solvent. Ob eine höhere Steuerbelastung dann auch zu weniger Spritverbrauch führt, bleibt abzuwarten.
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25.02.2007 16:36 Uhr von Sipo M
 
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ich denke eher, das in folge dessen einige hanwerker mehr am hungertuch nagen werden.

obwohl, die sich bereits die arbeiter über hartz4 und massnamen schenken lassen ...
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25.02.2007 17:15 Uhr von Mi-Ka
 
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Frage an den Autor: Was hat der Neid damit zu tun, dass es in manchen Augen ungerecht erscheint, dass es Leute gibt, die nicht am Hungertuch nagen und die dennoch durch Steuergelder des sogenannten kleinen Mannes ihr grosses Auto doppelt subventioniert bekommen, bei der Anschaffung und beim Unterhalt.

Sipo M,
Handwerker, Pflegedienste und Vertreter sollen ausdrücklich davon ausgenommen werden. Das soll durch eine Staffelung der Fahrzeugklassen stattfinden, weil man davon ausgeht, dass z.B. die Altenpflegerin und der Wasserinstalateur selten mit einem Porsche Dienst macht.

Und der Vertreter kommt vermutlich deshalb in den Genuss, nicht stärker besteuert zu werden, weil sonst vermutlich Audi und VW viel weniger Autos verkaufen würden.
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25.02.2007 17:29 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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@Mi-Ka: Ich weiß nicht, ob ich Deine Frage richtg verstanden habe.

Möglicherweise benötigt der Unternehmer oder erfolgreiche Selbständige ein größeres Auto, weil er
- häufiger und auf längeren Strecken unterwegs ist
- die Zeit zum Arbeiten nutzt (wenn er zudem noch einen Fahrer hat)
- das nötige Geld dazu hat.

Die Subventionierung mag zwar ungerecht erscheinen. Wer jedoch als Unternehmer Arbeit und Reisen miteinander verbinden muss, will - und auch das ist nachvollziehbar - den Aufwand nicht zu 100 Prozent aus der eigenen Tasche zahlen. Denn es ist ja kein Freizeitvergnügen oder gar Urlaub, es ist Arbeit.

Der abhängig Beschäftigte muss seine Dienstfahrten ja auch nicht aus der eigenen Tasche bezahlen. (Ich weiß, dieser Vergleich ist sehr "gewagt", aber nicht völlig aus der Luft gegriffen)
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26.02.2007 09:29 Uhr von alfaromeo_52
 
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jeder sollte die steuern für seinen dienstwagen selber bezahlen, dann würden die minister auch selbst bluten dürfen. es sei denn, sie schaffen für ihre gilde die notwendigen ausnahmegenehmigungen, um sich diese kosten vom hals zu schaffen.

und die umlage der kfz-steuer auf den benzinpreis spült mit 99%iger sicherheit wesentlich (!!) mehr geld in die staatskasse. und auf diese umlage kommt dann, wie üblich, noch die 19% mwst. ich denke, daß dann so 5 -8 cent aufgeschlagen werden und dann kann man sich ja ausrechnen, wie viele kilometer jeder mit seinem wagen fahren kann, bis er dann absolut draufzahlt. ein "kleiner" aufschlag der ölmultis bei inkrafttreten ist hier noch nicht berücksichtigt, ist aber aus den erfahrungen mit anzusetzen.

und das ist doch das alleinige ziel der regierung. also laßt euch nicht nicht verarschen von der argumentation der regierung. diese ist absolut hinterlistisch!!
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26.02.2007 11:36 Uhr von eros007
 
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alfaromeo_52: "und die umlage der kfz-steuer auf den benzinpreis spült mit 99%iger sicherheit wesentlich (!!) mehr geld in die staatskasse."

Und trotzdem ist eine Erhöhung des Benzinpreises - solange es Deutschland isoliert von den Nachbarn macht - äußerst kontraproduktiv. Ich glaube sogar, dass dabei der Verkehr in den grenznahen Gebieten sogar zunehmen wird. Je größer das Benzinpreisgefälle von Deutschland nach Österreich, Tschechien oder Polen, desto eher rechnet es sich, auch 100 km zum Tanken über die Grenze zu fahren. Mit dem Effekt, dass unter dem Strich mehr gefahren wird und der Umwelt mehr geschadet als genutzt.

Geschieht eine Anhebung des Benzinpreises auf 2 Euro pro Liter (fände ich einen "fairen" Preis) auf EU-Ebene, kann ich das nur begrüßen. Wenn das aber Deutschland allein macht, kriegt die deutsche Steuerkasse weniger ab und der Umwelt ist auch nicht genutzt.

Da eine EU-weite Regelung kaum durchsetzbar scheint (immerhin werden sich kleine Länder wie etwa Österreich, das durch die bei ihnen tankenden Deutschen und Italiener wohl bis zu eine Milliarde einnimmt, dagegen ziemlich sträuben), müssen wir wohl eine Kfz-Steuer einführen und die Dienstwagen höher besteuern. So ist das eben. Kann man kaum vermeiden...
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26.02.2007 16:47 Uhr von Mi-Ka
 
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Ralph_Kruppa: >>Möglicherweise benötigt der Unternehmer oder erfolgreiche Selbständige ein größeres Auto, weil er
- häufiger und auf längeren Strecken unterwegs ist
- die Zeit zum Arbeiten nutzt (wenn er zudem noch einen Fahrer hat)
- das nötige Geld dazu hat.<<

Punkt1.)
Mittelklassewagen sind mittlerweil in Komfort und Sicherheit mehr wie ausreichend.
In UK hat es auch geklappt und den Briten kann man sicherlich nicht vorwerfen unternehmerfeindlich zu sein.

Punkt2.)
Dann soll er Zug fahren. Da kann er noch besser arbeiten. Wird hier bei uns auch von den Chefs verlangt, gerade weil sie in ganz Deutschland unterwegs sind (Staatsbetrieb)

Punkt 3.)
Aha, und weil er viel Geld hat, soll er noch mehr von der Gemeinschaft bekommen. Komische Logik.

Noch einmal.
Dienstfahrzeuge zu subventionieren und deren Unterhalt ist völlig legitim und über das wird nicht diskutiert. Es geht nur darum, dass man Fahrzeuge, die über den reinen Gebrauchszweck hinausgehen und dem Prestige dienen, nicht von der Gemeinschaft bezahlen lassen sollte.

Ist es denn so schlimm, wenn man z.B. sagt, dass man pauschal 4l auf 100km abschreiben darf.
Ich bin mir sicher, dass das einen Riesenschub für sparsame Autos geben würde, weil man davon direkt profitieren würde, wenn das Auto noch weniger verbrauchen würde.
Und genauso kann man eine Preisobergrenze bei der Anschaffung angeben, bis zu der abgeschrieben wird.
Wenn nun einer aus Prestigegründen, was absolut nachvollziehbar ist, glaubt, einen Luxuswagen zu brauche, dann soll er den Rest nicht absezten lassen können.

Das wäre fairer und hat nichts mit Neid zu tun.
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26.02.2007 16:52 Uhr von Mi-Ka
 
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Nachtrag: Zwei Drittel der verkauften Porsche sind Dienstwagen.
Da kann man schon den Verdacht bekommen, dass sich hier Unternehmer auf Staatskosten ein nettes Hobby leisten.
Porsche erscheint mir persönlich nicht unbedingt als ideales Dienstfahrzeug.
Bei einem 911er sind das 400€, die wir einem solchen Porschefahrer monatlich zuschiessen.
Ist das wirklich auch in deinen Augen gerecht.

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