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Müssen Deutsche noch länger als bis zu einem Alter von 67 Jahren arbeiten?

Gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hat Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) nun eine weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters in die Diskussion eingebracht.

Kurz nach der Entscheidung, das Renteneintrittsalter von 65 auf 67 Jahren zu erhöhen, argumentierte der Wirtschaftsminister, dass die Bezahlung der Sozialsysteme eine weitere Erhöhung notwendig machen könne.

Glos zeigte sich dagegen zuversichtlich, was die weitere Entwicklung des Arbeitsmarktes angeht. Arbeitslose sollen zukünftig gemeinnützige Arbeiten verrichten, wenn sie staatliche Sozialleistungen beziehen.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutsch, Jahr, Alter
Quelle: www.wiwo.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.02.2007 14:08 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Kaum sind die Wogen um die vergangene Rentenalter-Erhöhung abgeklungen, facht Glos eine erneute Diskussion an. Ich vermute mal, schon bald wird es vonseiten der Linken und linken Sozialdemokraten wieder die üblichen Reflexe geben. Die Rente ist sicher, es lebe die Diskussion um die Rente.
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24.02.2007 17:08 Uhr von Der dritte Versuch
 
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Ich würde das sowieso ganz anders machen Rente gibt es ab 75 oder so, dann aber ausreichend zum Leben und Fix für alle also z.B. 1000,- Euro + Inflationszulage p.a. Keiner mehr keiner weniger, also als Fixrente. Wer Werte jeder Art über 1.000.000,- € hat, bekommt NIX. Hat ja genug. Warum soll auch jemand der 8,- €/h Brutto verdient einem Millionär die Rente finanzieren. Für die Zeit vor 75 (das Alter würde ich immer der Lebenserwartung anpassen, halt wie die Rente der Inflation) muß jeder selbst vorsorgen.
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24.02.2007 17:25 Uhr von Troll-Collect
 
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Noch mehr Umverteilung: So lange die Unternehmen kaum noch Arbeitnehmer über 45 beschäftigen und ohnehin Massenarbeitslosigkeit herrscht, ist das nichts anderes, als eine Rentenkürzung für zukünftige Rentner (die ohnehin schon durch höhere Beiträge und geringere Renten belastet sind und nicht nur die Rente der heutigen Rentner finanzieren müssen, sondern zusätzlich noch durch "Eigenvorsorge" die Kürzungen bei sich ausgleichen müssen).

Außerdem darf nicht vergessen werden, dass insbesondere Geringverdiener aufgrund der kürzeren Lebensdauer einen deutlich kürzeren Rentenbezug haben, als Bezieher einer höheren Rente. Durch eine weitere Anhebung der Altersgrenze, wird die Verteilungsungerechtigkeit weiter verschärft, viele werden das Rentenalter gar nicht erreichen.
(Der Rentenbezug sollte ohnehin an die Dauer der Beitragsjahre gekoppelt werden, die Regelung nach Lebensalter entspricht in keiner Weise den aktuellen Erwerbsbiografien).

>>>
Die gesetzliche Rente benachteiligt Geringverdiener und sorgt für eine ungewollte Umverteilung von Arm zu Reich.
...
Ursache der Schieflage ist die im Durchschnitt längere Lebenserwartung von Besserverdienenden. Gutverdiener mit einem Einkommen von mehr als 4500 Euro im Monat beziehen der Untersuchung zufolge im Durchschnitt mehr als 18 Jahre lang Rente. Normalverdiener mit einem Einkommen zwischen 2500 und 3500 Euro kommen auf eine Rentenlaufzeit von durchschnittlich 15 Jahren. Geringverdiener mit weniger als 1500 Euro beziehen durchschnittlich nur knapp elf Jahre Altersgeld. Etwa jeder Fünfte dieser Einkommensgruppe stirbt laut Untersuchung sogar vor Erreichen der Altersgrenze. Bei den Gutverdienern ist es nur jeder Zehnte.

In seiner zwölfseitigen Studie ("Zum Zusammenhang zwischen Einkommen und Lebenserwartung") kommt Lauterbach zu dem Schluss, dass Kleinverdiener somit in erheblichem Umfang die Rentenzahlungen für Wohlhabende finanzieren. So könnten die Rentenbeiträge für männliche Geringverdiener rein rechnerisch von derzeit 19,5 Prozent des Bruttolohns auf 15 Prozent sinken, wenn sie lediglich für die Altersbezüge ihrer eigenen Einkommensklasse aufkommen müssten. Der entsprechende Beitragssatz für die Gruppe männlicher Gutverdiener über 4500 Euro läge dagegen bei 23,1 Prozent.
...
<<<
http://www.spiegel.de/...
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24.02.2007 17:51 Uhr von Der dritte Versuch
 
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@ Terrorstorm: Tja [..], ich sehe es halt nicht ein, dass ich heute meine Kohle abdrücke und in 30 Jahren gar nichts mehr dafür bekomme. Ich habe nichts zu erben und bin für mich selbst verantwortlich. Sprich ich zahle, damit ein par Knacker jetzt x-Tausend Euro Rente bekommen und das in einem Alter, wo viele noch arbeiten können. Dann zahle ich in meine private Rente weil ich, wenn ich noch lebe in dreißig Jahren vom Staat nichts mehr bekomme. Und last but not least zahle ich noch für die Staats-, Landes- und Gemeindeschulden, welche mir die Knacker hinterlassen. Ach, und dann bezahle ich als ordentlicher Staatsbürger noch für meine Kinder, die ja wieder einzahlen sollen. Ich habe es satt, die völlig angearschte Generation zu sein. Für Leute die was erben, mag das alles ein bissl ertragbar wirken. Aber manche sind halt nur zahlendes Mitglied.
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24.02.2007 19:36 Uhr von kirschholz
 
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Arbeiten bis zum Tod? Das gab es doch schonmal oder? Zwar vor meiner Zeit, aber laut Geschichtsbücher in Konzentrationslagern, oder war das Stalinismus oder beides? Zeigt nun das neue vereinigte Deutschland das wahre Gesicht? Werden sich die Arbeitnehmer nach der "Gesundheits"verarschung sich jetzt NOCHMAL verarschen lassen? Nö, dann lieber HIV. Ich könnte und ich will arbeiten, aber korrupte Beamte unterstütze ich nicht.
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24.02.2007 20:00 Uhr von Cpt.Proton
 
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Nun ja: wer sich die Bevölkerungsentwicklung mal anschaut wird wohl schnell einsehen, daß nichts anderes übrigbleibt.
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24.02.2007 22:09 Uhr von usambara
 
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alte Säcke gibt es nur in der Politik und Beamtenschaft wo keine Leistung zählt -und nicht auf dem realen Arbeitsmarkt.

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25.02.2007 09:02 Uhr von opppa
 
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Es geht doch nicht um längere Arbeitszeit; es geht doch nur darum, die Renten durch die Abschläge bei früherer Verrentung noch weiter zu senken!

Daß das Thema (wieder einmal) von der (un)christlichen und (un) sozialen Union angesprochen wird, ist doch typisch!
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25.02.2007 09:54 Uhr von Cpt.Proton
 
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Doch es: geht um längere Arbeitszeit. Wenn langfristig Ältere Menschen nach Arbeit suchen, wird sich der Arbeitsmarkt auf diese Situation einstellen und solche Jobs auch schaffen, immer vorrausgesetz, das Arbeitsangebot ist hinreichend elastisch.
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25.02.2007 12:45 Uhr von opppa
 
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Cpt.Proton: Du hast absoltut recht, der Arbeitsmarkt wird elastisch reagieren. Der Lohn wird höchst elastisch nach unten gehen und die Rentner werden trotzdem arbeiten müssen, weil die Rente nicht reicht!

Ich bewundere immer wieder den Einfallsreichtum dieser Koalition (oder kommt das direkt von der Lobby?), wenn es darum geht, Klassenkampf nach unten zu machen!
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25.02.2007 12:48 Uhr von Cpt.Proton
 
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stimmt: >>>und die Rentner werden trotzdem arbeiten müssen, weil die Rente nicht reicht!<<<

Genau das wird passieren, wenn man kein gutes Reformkonzept auf die Beine stellt. Einfach mehr Rente festschreiben ist aber auch keine Lösung, weils ja irgendeiner bezahlen muß.
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25.02.2007 13:04 Uhr von opppa
 
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Cpt.Proton: In den 60er oder 70er Jahren wurde mal angedacht, Rentenbeiträge für durch Automatisierung entfallende Arbeitsplätze zu erheben.

Aber das wird bei dieser Regierung die Wirtschaftslobby verhindern. Die Stoßrichtung dieser Regierung ist und bleibt, die (ach so notleidende) Wirtschaft noch weiter von den lästigen Lohnnebenkosten zu entlasten! Oder andersrum gesagt: wenn es so weitergeht, werden die Arbeitnehmer irgendwann ihre Sozialversicherungsbeiträge alleine zahlen müssen.

Die Manager (mit Gewinnbeteiligung) und die Aktionäre werden davon (natürlich zu weiter ermäßigten) Steuersätzen profitieren!
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25.02.2007 13:44 Uhr von tesla_roger
 
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bis euch der tod euch scheidet! lasst uns solange arbeitet bis keiner mehr die gesetzliche rentenzeit erreicht! ein genialer schachzug der beamtenschaft, damit sie weiterhin keine abgaben zur eigenen altersversorgung erbringen müssen. das bundesverdienstkreuz am arsch ist euch sicher!
vielen dank für die lange arbeitszeit tesla_roger
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25.02.2007 13:57 Uhr von opppa
 
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tesla_roger: Mach Dir mal keine Sorgen um "unsere" Beamten!

Die werden jederzeit eine (selbsterstellte) Statistik vorlegen, in der "nachgewiesen" wird, daß sie ja so wenig verdienen und daher keine Beiträge zu einer Rentenversicherung zahlen können!

Oder andersrum gesagt, wenn die € 500,00 Rentenbeitrag zahlen sollen, werden sie mindestens € 700,00 Lohnerhöhung für diese "Aufwendungen" verlangen, da lsie ja "entschädigt" werden müssen! Die Höhe des "Aufschlags" werden sie auch durch eine selbst "erstellte" Statistik nachweisen!

Und ich habe immer schon gesagt, daß Statistik nie lügt! (Wenigstens nicht, wenn man sie selbst gefälscht hat!)
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25.02.2007 16:41 Uhr von Sipo M
 
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und wer privat vorsort, wird dank inflastion und billiglohn trotzdem hungern!

wünsche viel spass!

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