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Rekordmarke: Fast 40 Millionen Erwerbstätige in Deutschland

Arbeitsmarktexperten gehen davon aus, dass die Rekordmarke von 40 Millionen Erwerbstätigen bis zum Jahr 2008 erreicht sein wird. Im letzten Quartal 2006 waren 39,7 Millionen erwerbstätig und eine Million Stellen unbesetzt.

Dies ist die höchste Anzahl an Erwerbstätigen seit der Wiedervereinigung. Neben der Dienstleistungsbranche dürften weitere positive Impulse von der Industrie ausgehen, die an ihrer Kapazitätsgrenze arbeitet.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ermittelte bei einer Befragung von 25.000 Unternehmen eine Bereitschaft zu Neueinstellungen wie seit 1991 nicht mehr.


WebReporter: swald
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Million, Rekord, Erwerb, Erwerbstätig
Quelle: www.focus.de

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34 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.02.2007 17:20 Uhr von swald
 
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Das klingt doch gut, ich finde diese Zahl wichtiger als die Arbeitslosenzahl, die nur aussagt wie viele sich um einen Job bemühen.

Es gibt eben viel weniger Hausfrauen.
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21.02.2007 19:56 Uhr von kirschholz
 
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Das ist schön zu lesen: Will diese Regierung jetzt daraufhin die Kranken´versicherungs´abzocke stoppen? Die 10-Euro-Praxis-Schutzgelderpressung oder horrende Rentenabgaben? Überzogene Steuereinnahmen senken? Mitnichten, jetzt kann endlich mehr Geld eingenommen werden. Den Pflichtbefreiten Milliardären wird es freuen, denn nur sie erleben Aufschwung, denn Aufschwung heisst mehr Lobbymacht heisst mehr Aufschwung usw.
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21.02.2007 20:27 Uhr von Troll-Collect
 
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Klar: die zunehmenden Mini- und Midijobs, Scheinselbständigkeiten treiben die Zahlen in die Höhe. Und immer mehr Leute haben gleich mehrere dieser neu geschaffenen Erwerbstätigkeiten, weil sie von einer nicht existieren können.
Und Ein-Euro-Jobs werden gleich mit gezählt, ebenso wie Auffanggesellschaften - die abgeschobenen BenQler etwa zählen nicht als arbeitslos.

"Immer mehr Menschen bestreiten in Deutschland ihren Lebensunterhalt mit zwei oder mehr Jobs. Die Zahl der sogenannten Mehrfach-Beschäftigten stieg von 2002 bis 2004 von 900.000 auf 1,5 Millionen, zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg."
http://www.sueddeutsche.de/...

"Seit den 1980er-Jahren fördert die Arbeitsmarktpolitik atypische Beschäftigungsformen. Inzwischen hat ein Drittel aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer - über die Hälfte der abhängig beschäftigten Frauen - ein solches Beschäftigungsverhältnis:
23 Prozent aller abhängig Beschäftigten arbeiten in Teilzeit.
14 Prozent sind ausschließlich geringfügig beschäftigt, weitere 5 Prozent haben einen Minijob als zweites Standbein.
8 Prozent der Arbeitsverträge sind befristet.
1,3 Prozent der Beschäftigten arbeiten als Leiharbeitnehmer.
Hinzu gerechnet werden müssen - wenn auch nicht abhängig beschäftigt - die Ich-AGs mit 0,6 Prozent aller Erwerbstätigen.
Zuweilen werden mehrere dieser Beschäftigungsformen kombiniert. Beispiel: befristete Teilzeitverträge. Wer ausschließlich einen Minijob hat, zählt gleichzeitig als teilzeitbeschäftigt."
http://www.monapoli.de/...
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21.02.2007 22:09 Uhr von tiko22
 
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@ Troll Collect: Solche Leute sind ja toll die selbst die bste nachricht noch in den dreck ziehen na schönen dank.

Wir befinden uns wieder inner leichten Konjunktor wir sollten was draus machen und nich rumheulen rezession kommt noch wieder.
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21.02.2007 22:52 Uhr von Muta
 
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tz tiko22: Besser sind natürlich hingegen Leute wie du, die kein Gegenargument bringen, sondern nur eine Anpackphrase^^.
Natürlich befindet sich Deutschland in einer "leichten Konjunktur" (vor allem verursacht durch den Aufschwung in Ländern in die wir exportieren und daher profitieren und dem milden Wetter).
An all der Statistikmanipulation (siehe Beitrag von Troll-Collect) um von den Problemen um 1€-Jobs etc. abzulenken, ändert das aber nichts.
Es ist vor allem eine außenverursachte (Export...) Konjunktur (die Bezeichnung "Boom" wäre hier lächerlich, es ist nur etwas erhöhtes Wachstum), die Binnenwirtschaft lahmt weiterhin und das Wachstum kommt in den Löhnen bei der Bevölkerung nicht an (wodurch die mangelnde Binnenwirtschaft wiederrum verursacht ist). Sprich: Das Wachstum ist weder langanhaltend, noch profitiert wesentlich das Volk momentan davon, wenn man nichts ändert.

Anstatt blind vom "Anpacken" zu palavern sollte man lieber auf die Probleme (siehe TC-Beitrag) aufmerksam machen und etwas daran ändern. Nur dann kann es auch länger anhaltendes Wachstum werden, und von dem auch die Mehrheit des Volks profitiert.
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21.02.2007 23:39 Uhr von swald
 
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Klar sind da Mini und 1-Eurojobs mitgezählt, trotzdem ist dies eine beachtliche Entwicklung die hoffen lässt.
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21.02.2007 23:42 Uhr von swald
 
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Muta: "sollte man lieber auf die Probleme (siehe TC-Beitrag) aufmerksam machen und etwas daran ändern. Nur dann kann es auch länger anhaltendes Wachstum werden, und von dem auch die Mehrheit des Volks profitiert."

Klar es wird weitere Reformen geben...
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21.02.2007 23:55 Uhr von Jorka
 
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Trollcollect hat vollkommen: Recht, es wird Zeit das nicht nur geschrieben wird 40 Millionen Erwaerbstätige sondern auch auf welche Art von Jobs die sich verteilen...
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22.02.2007 01:28 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Nun redet das doch nicht kaputt! 40 Millionen Jobs, wie geil ist denn die Meldung?
Noch vor wenigen Jahren krebste - nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes die Zahl der "sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse" bei deutlich unter 39 Millionen. Und jetzt sollen bis zum nächsten Jahr eine ganze Million hinzukommen.....

und das zum ersten Mal in der Geschichte nicht mehrheitlich durch großzügige Neueinstellungen von Beamten und Angestellten im Öffentlichen Dienst, sondern durch die Privatwirtschaft. Dass dabei natürlich auch Billigjobs entstehen, steht außer Frage und ist für die Betroffenen natürlich bitter. Aber dabei muss es doch nicht bleiben. Ich kenne in meinem Bekanntenkreis einige Beispiele von Menschen, die auch in einem nicht mehr vermittelbaren Alter einen neuenn beruflichen Weg eingeschlagen haben und heute mehr Geld zur Verfügung haben als zu dem Zeitpunkt, wo sie ihren neuen Job antraten.

Dass nun nach langen Jahren der Stagnation endlich wieder in der Privatwirtschaft in einem mehr als nennenswerten Ausmaß neue Arbeitsverhältnisse entstehen, ist doch per se ne unglaublich positive News. Reden wir sie nicht kaputt. Ein Wirtschaftsaufschwung basiert zur Hälfte auf der Psychologie. Meine Meinung dazu: Das Glas ist derzeit halbvoll, nicht halbleer.

Dem Autor gebührt der Dank für eine absolut fehlerfreie und damit perfekte Wiedergabe dieser ohnehin schon positiven News. Und der Kommentar dazu ist mehr als passend. Also Ihr Unken! Lasst ab von Euren negativen Sprüchen!
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22.02.2007 01:35 Uhr von Cpt.Proton
 
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@Kruppa: 100% ACK... aber es gibt ja Leute, Gott weiß warum, die in jeder Sache nur das Negative sehen und gleichzeitig überall die "Abzocke" von den Bonzen, denen da oben oder wie auch immer sie heissen mögen.. :D
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22.02.2007 09:00 Uhr von swald
 
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Ralph_Kruppa: Vielen Dank
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22.02.2007 09:03 Uhr von swald
 
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Cpt.Proton: "es gibt ja Leute, Gott weiß warum, die in jeder Sache nur das Negative sehen"

Ich habe manchmal das Gefühl, das die von dir beschriebenen Menschen sich jede schlechte Nachricht in ein kleines Buch schreiben und diese allabendlich wie einen Rosenkranz herunter beten.

...und dabe gibt es inzwischen so gute Antidepressiva.
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22.02.2007 12:06 Uhr von eros007
 
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@Ralph_Kruppa usw. Volle Zustimmung.
Dass es aufwärts geht (auch mit der Beschäftigung), lässt sich ganz einfach an den gestiegenen Einnahmen der Staatshaushalte unter der Rubrik "Lohnsteuer" nachmessen. Nehmen wir das Beispiel Baden-Württemberg (für den Bund habe ich auf die Schnelle keine Zahlen gefunden, aber ich bin sicher, dass die in dieselbe Kerbe schlagen):
Einnahmen 2006 in 1000 EUR mit Veränderung zum Vorjahr:
Lohnsteuer 8. 284. 719 +3,6
Veranlagte Einkommensteuer 1. 405. 280 +47,8
Nicht veranlagte Steuern vom Ertrag 625. 980 +1,9
Zinsabschlag 539. 224 +7,2

Nachzulesen unter http://www.statistik-bw.de/...

Man kann den Aufschwung und den erfreulichen Aufbau von Arbeitsplätzen natürlich kaputt reden, wie dies Troll-Collect und Muta versuchen. Ich halte das jedenfalls für fahrlässig. Dass man kritisch ist und nicht alles glaubt, was man vorgeworfen bekommt, ist ja ok. Aber in diesem Fall sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache. Die Lohnsteuereinnahmen sind gestiegen und damit entweder die Löhne oder die Beschäftigung oder beides.
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22.02.2007 21:49 Uhr von JohaGle
 
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Juhu …: ....schon wieder eine Jubel Meldung aus der Burda Fraktion! Also höchste Zeit wieder mal zu erwähnen dass wir Deutschland sind! http://img170.imageshack.us/...

Es geht uns also wieder besser… immer mehr Jobs sind frei und die Zahl der arbeitenden Menschen steigt,,, aha. Nur warum sehe ich jeden Tag die Schlange vor „der Tafel“ wachsen? Weil es nicht auf die Menge der Stellen ankommt?

Wer war Hubert Burda gleich wieder? Ach ja.. in der Liste der 100 reichsten Deutschen belegt er 2001 Platz 43 mit 2 Milliarden Privatvermögen… jetzt nur Platz 44 mit 2,3 Milliarden. Na da soll einer sagen es geht uns immer schlechter wenn man 300 Millionen in 5 Jahren verdienen kann! Wenn er sagt es geht uns besser dann muss es stimmen! Würde dieser Mann uns anlügen oder uns eine subjektive Welt vorgaukeln?

Schon Kohl sprach vor 10 Jahren von „immer mehr Stellen“ . und er hatte damit recht... ist also wirklich nicht neu! Nur ..seit damals gings nur bergab? Komischerweise STIEG die Arbeitslosigkeit! Wie kommts?

PS Ach ja .. die 300 reichsten Deutschen konnten ihr Vermögen von 2001 - 2006 von 254,9 auf 394,45 Mrd steigern.. also um 54 Prozent... also wer sagt das es uns schlecht geht?
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22.02.2007 21:56 Uhr von Katatonia
 
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@Kurzdenker an die Macht: Klingt das polemisch? Im ersten Augenblick mag das zutreffen auf unsere notorischen Kurzdenker der Proton´schen Fraktion. Denken wir aber mal langfristig, so sind Trolls Hinweise real und zugleich alarmierend.

Es ist klar, dass auf die immer wieder langjährige Kritik am System Deutschland eine typische neurotische Reaktion verschiedenster User der Fraktion "Konservativ ist geil" folgt, die aus ihren Löchern gekrochen und sich auch mal wieder zu Wort melden wollen, nebenbei noch Angriffslust verspüren und diese auch offen zeigen. Ja, das ist Demokratie wie sie lebt. Gibt es etwas Schöneres zu sehen? Etwas Schöneres als Naivität und Unwissen?

Aber es geht, irgendwie wird das schon. Ja, das klappt alles. Nur alles beim Alten belassen, nichts groß tun. Der Wagen läuft. Das russische Ideal ist aufs deutsche politische System übergegangen. Warum sich anstrengen? Was interessiert die Zukunft. Dort leb ich sowieso nichtmehr. Und was interessieren die Menschen, hauptsache mir gehts gut.

Ja, schöne neue Welt - ein Aufschwung. Wir springen in die Lüfte. Das Finanzsystem, noch immer miserabel,ineffizient und zu aufgebläht. Das Bildungswesen, noch immer unflexibel, schlecht, starr, zu teuer. Der Arbeitsmarkt, noch immer knapp 7 Mio. Arbeitslose (offiziell ca.4), noch immer gegeißelt von miserablen Ideen ala Hartz4. Und so kann man die großen Baustellen, die nie enden werden, die großen Ruinen im deutschen Staatswesen weiter fortführen. Aber klar. Alles wurscht, hauptsache die Wirtschaft brummt. Alle Probleme sind auf einem Schlag gelöst.

Wie in Berlin. Nach Protöncher Rechnung braucht es hier in der Hauptstadt nur neuer Arbeitsplätze, dann läufts ja wie geschnürrt. Dabei hat er vergessen, dass das Beispiel Berlin selbst mit Megavielen neuen Arbeitsplätzen und wunderbaren Wirtschaftswachstum und neuen Steuereinnahmen nicht ansatzweise seine Schieflage hinbekommen und seinen Schuldenberg abbauen kann. Warum Berlin als Beispiel? Weil es wunderbar dazu dient, den realen Blick auf Deutschland zu schärfen. Da sieht es nämlich ähnlich aus. Denn Deutschland geht es im Grunde schlecht, die Zukunft ist überhaupt nicht gesichert. Warum? Weil die Probleme nichts mit der Wirtschaft zutun, sondern mit den strukturellen Dingen des Staates. Arbeitsplätze zu schaffen, wird nur kurzfristig Erfolg bringen und auch nur begrenzt Ausschöpfbar sein.

Deutschland ist schon Nummero Eins der Weltliga im Export. Und wie der aktuelle BEricht auch offenbar, der Binnenmarkt kollabiert weiter. Und wer von Euch Träumen ernsthaft glaubt, der Export stabilisiert weiterhin den deutschen Staat, der wird sich nocheinmal umschauen müssen. Spätestens wenn auch er beim Jobcenter sitzt und für einen Hungerlohn neue Arbeit sucht. Euch konservativen Geistern geht es noch eindeutig zu gut. Realitätsverdrängung kann kein Mittel zur Lösung der Probleme dieses Landes sein. Aber was erzähl ich soetwas. Manchen kann eben doch nichtmehr geholfen werden und fungiert nun als Lacher der Nation, nich Protönchen. *harhar*

Und eros... die Löhne sind real nicht gestiegen. Im Gegenteil. Und das werden sie auch weiterhin nicht. Bedank dich bei der Industrie. Sie sieht damit ja ihre Wettbewerbschance vertan, schließlich könnten die massiven Gewinne wieder einbrechen. Nein, lieber läßt man alles beim Alten und fährt nächstes Quartal wieder neue Rekordgewinne und Umsätze ein. Wen interessieren auch die Beschäftigten? Ums Geld geht es doch. Worum auch sonst!? Geld regiert die Welt. Mensch, so ist das nunmal...
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22.02.2007 22:11 Uhr von JohaGle
 
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ach ja
wer wissen will wie offene Stellen entstehen..

http://shortnews.stern.de/...

...hier gibts die Anleitung.
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23.02.2007 12:59 Uhr von eros007
 
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Katatonia: Aber wenn die Löhne nicht gestiegen sind, wie konnten dann die Staatseinnahmen bei der "Einkommensteuer" erhöht werden? Meines Wissens wurde nicht an den Steuersätzen gedreht, also müssen entweder die Löhne gestiegen sein und/oder Arbeitsplätze, die Lohnsteuer abwerfen, entstanden sein. Oder wie erklärst Du Dir die gestiegenen Einnahmen? Alles Schwindel?
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23.02.2007 13:07 Uhr von Davor
 
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die macht der selbsttäuschung: was für nen kuschelfaktor solche "wir loben uns in den himmel bis wir vor sauerstoffmangel nicht mehr klar denken können" verbreiten kann man in dieser jubelkomödie hier sehen...


"...und dabe gibt es inzwischen so gute Antidepressiva."

noch besser abzuheben bis das hirn wie erwähnt sauerstoffunterversorgt ist?

wo ist der grund zum jubeln wenn reguläre jobs wegbrechen und in mini-verhältnisse konvertiert werden? daß eine pompös aufgeblasene zahl suggeriert es ginge bei all den gestiegenen zahlen von privatinsolvenzen und armut in deutschland in irgeneiner form für das volk spürbar aufwärts???

gut als marktradikaler und neolib würde ich auch jubeln - mit guter presse für schlechte lobbypolitik kann man so etwas den druck nehmen...
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23.02.2007 13:23 Uhr von Troll-Collect
 
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@eros: "Aber wenn die Löhne nicht gestiegen sind, wie konnten dann die Staatseinnahmen bei der "Einkommensteuer" erhöht werden? Meines Wissens wurde nicht an den Steuersätzen gedreht,"

Es wurden aber bspw. der Abzug von Werbungskosten eingeschränkt, das führt auch zu höheren Steuereinnahmen.

Abgesehen davon hat niemand bestritten, dass die Zahl der Erwerbstätigen gestiegen ist - nur hat die Medallie auch eine andere Seite, wie die von mir zitierten Studie und Artikel zeigen (die habe ich mir ja mitnichten ausgedacht).
Sicher ist der Trend erfreulicher als noch vor ein, zwei Jahren (andererseits hatten wir unter Schröder tlw. höhere Wachstumsraten) - zu undifferentierten Jubelarien (wie von einigen deiner Mitkommentatoren fabriziert, wobei man es von dem einen ja nicht anders kennt) besteht beleibe kein Anlaß.

Zurück zur Steuer: Ein AN in prekärer Beschäftigung zahlt auch Steuer, wenn er 2 solcher Jobs ausüben muß, um existieren zu können auch. Ob das aber ein erstrebenswerter Zustand ist, liegt im (ideologischen) Auge des Betrachters.
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23.02.2007 14:19 Uhr von eros007
 
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@Troll-Collect: Gab es auch 2006 schon Abstriche bei den Werbungskosten? Soweit ich weiß, wurde die Pendlerpauschale erst ab 2007 abgeschafft... aber da lasse ich mich gern korrigieren.

Dass Deine Studie stimmt, glaube ich Dir schon. Ich bezweifle ja auch nicht, dass die Zahl der 1-Euro und 400-Euro-Jobs zugenommen hat. Allerdings haben parallel dazu auch die normalen Jobs zugenommen (denn für 3,8 Prozent mehr Lohnsteuer in BW bedarf es mehr als nur Zweitjobs). Und das ist in meinen Augen erfreulich. Natürlich ist nich alles Gold, was glänzt. Natürlich muss man weiterhin auf die Missstände aufmerksam machen, denn wann, wenn nicht in einer Phase, in der es nicht so schlecht geht, kann man denn was machen? Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Ich rechne damit, dass die Löhne in diesem Jahr in der Industrie um 3,5-4 Prozent steigen, das dürfte dem Binnenkonsum ja nicht schaden. Das ist ein großer Unterschied zum Vorjahr. Hoffen wir mal, dass es dazu auch kommt und nicht zu viel (schlecht für den Aufschwung) oder zu wenig (ebenfalls schlecht für den Aufschwung) draufgeschlagen wird.

Ansonsten Zustimmung: Zu undifferenzierten Jubelarien besteht kein Anlass. Zur fortgesetzten Miesepeterei aber auch nicht. Wobei, wenn ich an unsere "fähigen" Politiker denke... :-)
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24.02.2007 03:25 Uhr von Katatonia
 
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@eros07: http://www.spiegel.de/...

"Für die meisten Beschäftigten war 2006 ein Minusjahr: Die Inflation fraß jegliche Lohnsteigerung zum größten Teil auf. Doch in einigen Branchen stiegen die Gehälter überdeutlich - um bis zu 6,9 Prozent."

Das nur mal bei der Schnellsuche aucb Spiegel.de. Es ist doch kein Geheimnis, dass schon seit Jahren die Inflation sämtliche Lohnsteigerungen aufgefressen hat. Aus diesem Grunde sind die Reallöhne auch gesunken.
Zur Inflation gehören auch sämtliche Nebenkosten des täglichen Lebens, die nunmal seit mehr als zehn Jahren weit mehr gestiegen sind, als die Löhne selbst. Deswegen auch ein Minus.
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24.02.2007 18:51 Uhr von Cpt.Proton
 
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Also: gibts in der Summe dann doch mehr Arbeitsplätze, bei denen man dann wohl auch gut verdienen muß. Danke für die Beweisführung Herr Katatonia... lol
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26.02.2007 10:28 Uhr von eros007
 
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Zustimmung zu Cpt.Proton: Ich wiederhole es noch mal für Dich, Katatonia:
Die Einnnahmen des Staates über die "Lohnsteuer" sind im vergangenen Jahr um knapp 4% gestiegen. Den Link habe ich weiter oben gepostet. Da zählen Nebenkosten nicht rein.

Wenn Du jetzt behauptest, dass die Löhne angeblich nicht gestiegen sind bzw. eben schwächer als die Inflation, dann heißt das aber, dass im vergangenen Jahr deutlich mehr Jobs entstanden sind.

Denn irgendwo muss das Geld, das der Staat mehr eingenommen hat, ja herkommen.


Da es nur zwei Möglichkeiten gibt, die zu mehr Einnahmen führen, nämlich mehr Beitragszahler oder höhere Leistung pro Beitragszahler, muss einer dieser Fälle oder auch beide aufgetreten sein. Du sagst, dass der zweite Fall nicht eingetreten ist. Damit müssen mehr Jobs entstanden sein (und nicht nur im Niedriglohnsektor, da man dort keine Steuern zahlt), und das schließt die Beweisführung ab.

Genau das wollten ich als "Realist" (weder Pessimist noch Optimist) hier aufzeigen. Es ist nicht alles so schlecht, wie es scheint. (Zwar auch nicht alles so gut, aber das ist eine andere Geschichte)
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26.02.2007 23:57 Uhr von Katatonia
 
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@eros007 @Proton: Und wo spiegelt sich das in den Arbeitslosenstatistiken wieder?
Das ein paar mehr Arbeitsplätze entstanden sein sollen, bezweifelt auch niemand, nur wurden diese eben hauptsächlich im Niedriglohnsektor geschaffen. Davon hat niemand etwas, am wenigsten der Staat, denn der zahlt nämlich drauf.

Ich behaupte garnichts, ich habe nachgewiesen und belegt. Und hier nocheinmal zum Thema Reallöhne:

"Während z. B. in Schweden der Reallohn um 28,5 Prozent stieg, sank er in Deutschland um 5,1."

http://shortnews.stern.de/...

@Proton

Deine sinnentlehrten Postings sind mal wieder phänomenal. Wie eh und je kurz und knapp. Was für eine Diskussionsgrundlage.

Wie du auf deine These kommst, fragt sich wahrscheinlich jeder halbwegs denkende Mensch. Aha. Mehr Arbeitslose, mehr Lohn. Logisch. In Deutschland scheinst du gerade nicht zu leben. Hier ists jedenfalls anders. Aber das du in anderen Realitäten lebst, hast du ja hier schon desöfteren dargestellt und bewiesen. In diesem Sinne... nimm noch nen Schluck.
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27.02.2007 08:46 Uhr von eros007
 
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@Katatonia: Noch mal ganz langsam:
1. In Deutschland sind im vergangenen Jahr die Einkünfte über die Lohnsteuer um etwa 4 % gestiegen. -> siehe Link oben.
2. Du "belegst", dass die Nettolöhne auch im Vorjahr gesunken sind. Die Bruttolöhne sind also um höchstens 1,5% gestiegen.

Wenn diese beiden Punkte zutreffen, dann heißt das zweifelsfrei, dass die Zahl der lohnsteuerzahlenden Angestellten deutlich gestiegen ist. Anders können die Mehreinnahmen ja nicht entstanden sein. Insbesondere ist es nicht möglich, dass alle neuen Arbeitsstellen nur im Niedriglohnsektor entstanden sind, denn von dort gibt es ja keine steigenden Steuereinnahmen.

Wie Du siehst, muss es also zwangsläufig einen Arbeitsplatzaufbau bei "gut" bezahlten, lohnsteuerpflichtigen Arbeitsstellen gegeben haben. Und genau darum ging es mir mit meinen Beiträgen. Der Aufschwung ist zwar noch schwach, aber er hat trotzdem schon Früchte getragen.



Falls es doch keine Zunahme bei den von mir genannten regulären Arbeitsplätzen mit Lohnsteuerleistungen gegeben hat (dann bitte Beweis erbringen), müssen dann dennoch die Löhne um knapp 4% gestiegen sein - was aber wiederum einen Anstieg der Nettolöhne bedeutete.


Denn eines ist klar: Irgendwo muss das zusätzliche Geld, das der Staat einnahm, ja herkommen. Meine Frage an Dich, Katatonia: Woher, wenn nicht von mehr Arbeitenden?


Noch was zu Schweden und Deutschland: Du weißt schon, dass die Bruttolöhne in Deutschland immer noch knapp 20% höher sind als in Schweden, von den Nettolöhnen ganz zu schweigen (die Abgaben in Schweden sind schließlich höher als bei uns)? Da sagen prozentuelle Steigerungen wenig bis nichts aus.

Es ist nicht alles so schlecht, wie es scheint.

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