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Gerichtsurteil: Keine Haftung des Personalleiters, der einen Arbeitnehmer mobbt

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat jetzt entschieden, dass ein Personalleiter, der einen Arbeitnehmer mobbt, nicht persönlich haftbar gemacht werden kann. In einem konkreten Fall wurde ein Arbeitnehmer von einem Kollegen arbeitsunfähig geschlagen.

Ein Gericht verurteilte daraufhin den Täter zu einer Geldstrafe. Der arbeitsunfähig geschlagene Kollege wurde daraufhin vom Personalleiter telefonisch mit Schimpfwörtern wie zum Beispiel "Simulant", "Drecksack" und Ähnlichem angefaucht.

Der Arbeitnehmer kündigte das Arbeitsverhältnis und wollte eine Verdienstausfall-Entschädigung einklagen. Diese Klage lehnte das BAG ab, da der Personalleiter nicht für die Eigenkündigung haftbar sei. Dem Kläger wurde eine Abfindung zugesprochen.


WebReporter: Aguirre, Zorn Gottes
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Arbeit, Person, Personal, Arbeitnehmer, Gerichtsurteil, Persona
Quelle: www.ftd.de
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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.02.2007 19:03 Uhr von dakarl
 
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Ist doch richtig so: Für mich ist das Urteil völlig korrekt. Wenn er selbst kündigt wieso sollte er dann den Verdienstausfall, der durch seine eigene Kündigung entstand, ersetzt bekommen? Wäre doch Unsinn...
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21.02.2007 20:00 Uhr von Gregsen
 
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titel falsch: der titel suggeriert, dass ein abteilungsleiter der seine mitarbeiter mobbt für nichts zu haften hat.

Die situation sieht aber anders aus: Der typ hat aufgrund der beleidigungen des abteilungsleiters ne chance gesehen hier ne abfindung abzuräumen und freiwillig gekündigt. Und das ist nunmal wegen einer kleinen beleidigung nicht drin.
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21.02.2007 21:25 Uhr von rheih
 
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Original Titel: "Personalleiter haftet bei Mobbing nicht selbst"
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21.02.2007 23:03 Uhr von blauerfuchs
 
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Idiot: Ich hätte mich erstmal 5,5 Wochen wegen Mobbings krankschreiben lassen. Dann wieder zur Arbeit. Geht das Mobben weiter, zack, wieder zum Arzt, wieder 5,5 Wochen gelber Schein usw. Bis der AG kündigt, dann Klage, dann richtig Geld.
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22.02.2007 00:29 Uhr von machisma
 
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@gregsen: lies die quelle, die ist einiges eindeutiger als der artikel hier, obwohl ich den auch schon eindeutig finde.

ich meine, stell dir vor du wirst von einem kollegen "krankenhausreif" geschlagen. das alleine reicht ja schon. und wenn der abteilungsleiter dich dann noch ewig anruft und dich zwingen will die anzeige gegen deinen kollegen zurückzuziehen, dann ist das maß schon ziemlich voll.

da kann man auch schnell mal kündigen, udn sich hinterher ärgern, dass man es nicht so lange ausgehalten hat bis die richtig bluten.

ich weiss allerdings auch nicht wieso der überhaupt zusammengeschlagen wurde, aber ich bin militante pazifistin - schläge sind für mich die waffe der dummen.
und wenn der abteilungsleiter nichts besseres zu tun hatte als per telefon zu mobben, dann gehört er wohl auch dazu.

ergo: der geschlagene wollte nicht abgreifen, der wollte einfach nur recht bekommen - und das geht leider(?) meistens nur über geldbußen/strafen usw.
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22.02.2007 07:14 Uhr von XrayFF
 
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machisma: Was ist den eine militante Pazifistin? Ich haue jedem auf die Nase, der nicht für den Frieden ist???
Du kannst engagiert sein, aber nich militant. Sonst bist du keine Pazifistin. Sondern nur jemand der seine eigene Meinung gewaltätig durchsetzt.
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22.02.2007 09:23 Uhr von DJCray
 
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...also irgendwie sehe ich das total anders: Wenn ich die Quelle lese, dann ergibt sich für mich folgender Zusammenhang.

Der Arbeitgeber (also das Unternehmen an und für sich) muss dem Kläger eine angemessene Entschädigung, also hier eine Abfindung, aufgrund des Verhaltens vom Personalleiter, leisten.

Der Personalleiter ist hier nicht persönlich für die Entschädigung haftbar zu machen.

Oder kurz: Firma zahlt, Personalleiter nicht.

Was die Firma später mit dem Personalleiter macht, bleibt Ihr überlassen (Kündigung, Degradierung, ...).

Ein besserer Titel wäre: Arbeitgeber ist für Mobbing vom Personalleiter verantwortlich
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24.02.2007 21:37 Uhr von siijii
 
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Deutsche Gerichte urteilen meist gegen kleinen Man: Ich vertraue keinem deutschen Gericht, diese Möchtegern-Götter, die sich anmassen, nach ihrem Gutdünken irgendwelche Schwachsinnsunrechtsurteile zu fällen und niemand kann denen was... Warum ist das eigentlich so? Immer auf den kleinen Mann, immer auf Seiten des Stärkeren.

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