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London: Ärger über Ausweitung der City-Maut wächst

Die vom Londoner Oberbürgermeister Ken Livingstone ausgesprochene Erweiterung der City-Maut stößt bei Geschäftsleuten und Anliegern der betroffenen Stadtteile auf Kritik. Betroffen sind u. a. die Stadtteile Kensington, Notting Hill und Chelsea.

Seit Montag gilt die City-Maut in Höhe von acht englischen Pfund (zwölf Euro) auch für diese Vororte der britischen Hauptstadt. Die City-Maut wird dort zwischen Montagmorgen und Freitagnachmittag jeweils zwischen sieben und 18 Uhr erhoben.

Die Geschäftsleute in den betroffenen Gebieten sehen sich als Opfer. Sie befürchten, dass viele Kunden wegen der zusätzlichen Kosten nicht mehr in ihre Läden kommen. Auch haben bereits erste Mitarbeiter angekündigt, sich Jobs außerhalb der Mautzone zu suchen.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Politik
Schlagworte: London, Ärger, City, Maut, Ausweitung
Quelle: www.handelsblatt.com

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.02.2007 13:13 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Vor wenigen Tagen las ich in einem anderen Artikel, dass der ursprüngliche Zweck der City-Maut, nämlich eine Verringerung des Verkehrs aufgrund der neuen Streckenführungen nicht eingetreten ist. Stattdessen hätten die Staus eher zugenommen. So wird aus einer ursprünglich guten Idee mehr und mehr ein Instrument zusätzlicher staatlicher Einnahmen. Ein Vorgeschmack auf das, was uns zukünftig auch in Deutschland erwartet.
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21.02.2007 14:04 Uhr von Comedy
 
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Nächste Einnahmequelle :-): Ja was denken wir denn *lach*
Verringerung des Verkehrs ? Nein !

Hier hat man die nächste geile gute Einnahmequelle entdeckt.

Alleine die Bezeichnung City-Maut ist eine Frechheit. Wir alle haben die City´s bezahlt.
Nun obendrauf noch Eintrittsgeld ?
Prima für den Einzelhandel.

Denkt denn keiner von diesen Säcken die sowas
einführen ?
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21.02.2007 14:38 Uhr von Simon_Dredd
 
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@ comedy: Klar denken die.
Die denken, mit dem blöden Volk können wir´s ja machen. Da wehrt sich eh keiner.

Wie sagte Sean Connery in "Roter Oktober" so schön: Eine kleine Revolution hin und wieder ist eine gesunde Sache.
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21.02.2007 15:16 Uhr von comedy
 
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@Simon_dredd: wie recht Du doch hast :-)

Nur eine Revulotion in Deutschland endet meist im Rechts-chaos :-((

Nene ich würd dafür plädieren die ganzen Entscheidungsträger mal richtig zu vermöbeln - kommt doch jetzt eh in Mode *grinz*
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21.02.2007 15:21 Uhr von vst
 
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darf ich auch? ich würde den rohrstock für die merkel auch selbst bezahlen
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21.02.2007 15:22 Uhr von vst
 
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und das bitte jetzt nicht: mit sado-maso verwechseln.

nicht mit dem merkel :-(
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21.02.2007 16:16 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Nachtrag: Liebe SSN-Newser,

zuerst einmal vielen Dank für Eure Kommentare.
Vielleicht sollte ich noch ergänzen, dass in Deutschland derzeit eine "City-Maut" nicht geplant ist. Aber das Ziel, den Verkehr aus den Innenstädten herauszuhalten, um damit bessere Luftwerte (Feinstaub, Kohlenmonoxid u.a.) zu erzielen, ist auch in Deutschland mehr als aktuell.

Bei der Umsetzung der entsprechenden EU-Richtlinie sind vor allem die Kommunen und damit auch die Bezirksregierungen angehalten, Maßnahmen zu prüfen, wie dies zu gewährleisten ist. Und das läuft m.E. darauf hinaus, dass immer mehr Fahrer vor allem älterer Pkw zukünftig eben gar nicht mehr in die Cities fahren dürfen. Tun sie es doch, gibt´s ne Knolle von 40 Euro (oder später mehr....).

Leider haben die Autofahrer, die sich wider besseren Wissens nachwievor für jede Fahrt von A nach B, sei sie noch so kurz, hinter das Lenkrad ihres Autos setzen. Das ist zwar bequem, aber auch außerordentlich umweltschädlich. Eine schnelle Lösung des Umweltproblems wird es wohl nicht geben. Das zeigen auch und vor allem die Erfahrungen aus London. Wenn die so erzielten Einnahmen wenigstens in die Beseitigung von Straßenschäden investiert würden, macht eine City-Maut sogar noch Sinn. Aber dieses Ziel scheint den Verantwortlichen auch in London ein wenig aus dem Blick geraten zu sein.

Ich hoffe nur, die britischen Geschäftsleute organisieren ihren Protest rechtzeitig, bevor die neue Regelung ihnen den wirtschaftlichen Boden unter den eigenen Füßen wegzieht. Und diese Gefahr ist zumindest nicht unrealistisch.
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21.02.2007 19:12 Uhr von nickmck
 
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@ autor: wo hast du denn gelesen, dass der verkehr nicht abgenommen hat??

warst du schonmal in london? evtl sogar vor und nach einführung der c-zone?

der verkehr in der londoner innenstadt ist nämlich doch merklich zurückgegangen. die luft ist sauberer, weniger lärm, es ist ganz einfach angenehmer jetzt in der stadt.

und ich finde auch, dass man so eine maut auch in D einführen sollte. ich wohne auch in der innenstadt, und so schnell wie die fenster wieder dreckig werden hab ich gar keine lust die zu putzen.

gruß
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22.02.2007 12:15 Uhr von eros007
 
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in Stockholm ging der Verkehr zurück: In Stockholm jedenfalls, wo im Vorjahr zwischen Januar und Juli eine Testphase der sog. Trängselskatt (Gedrängelsteuer) stattfand, ging der Verkehr um über 10% zurück. Die Staus um über 20% und die Feinstaubbelastung ebenfalls um über 10%. Dabei waren die Kosten noch relativ niedrig (2 Euro pro Fahrt über die Stadtgrenzen in der Hauptzeit und 1 Euro in der Nebenzeit). Deswegen bezweifle ich, dass der Verkehr in Londen nicht zurückging.

Aber natürlich meint man im rückschrittlichen Deutschland, dass die Gebühren nichts bringen. Dabei sagt jeder selbst, dass er bei Gebühren sein Fahrverhalten wohl überdenken würde. Die Wirksamkeit scheint also vorhanden, insbesondere, wenn das Geld dazu genutzt wird, um parallel dazu bessere öffentliche Verkehrsmittel (U/S-Bahn, Tram, Bus) bereitzustellen, dass es sich auch lohnt, Park-and-Ride zu nutzen...

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