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Airbus: Großaktionär will Frankreichs Interessen eisern durchsetzen

Im Streit um den geplanten Stellenabbau in Deutschland und Frankreich hat der französische Großaktionär und Aufsichtsratschef von EADS, Arnaud Lagardère, angekündigt, bei Verhandlungen "kompromisslos" die französischen Interessen zu unterstützen.

Airbus, ein Tochterunternehmen des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS, hat momentan mit Lieferengpässen des Airbus A380 zu kämpfen. Da die Liefertermine immer wieder verschoben werden mussten, stornierten einige Firmen ihre Bestellung.

EADS kündigte deshalb ein Sanierungsprogramm an, welches auch den Stellenabbau an mehreren Standorten mit einschließt, weder Deutschland noch Frankreich wollen dabei zurückstecken. Nach Villepin, Frankreichs Premier, geht es dabei um 10.000 Stellen.


WebReporter: Bundespropagandamin.
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Frankreich, Interesse, Airbus
Quelle: www.spiegel.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.02.2007 19:53 Uhr von Bundespropagandamin.
 
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Es ist krass, auf deutscher Seite versucht man eine "europäische Lösung" zu finden, während die Franzosen knallhart ihre Interessen durchsetzen wollen. Das schlimme ist ja, dass wir mit Merkel wieder so eine an der Macht haben, die nicht an die deutschen Interessen denkt und uns für Europa lieber verkauft. In Niedersachsen sind 4 Werke in Gefahr und unsere Politiker (außer vielleicht Glos) machen garnichts. In Frankreich dagegen macht man alles um die Werke in Frankreich zu erhalten.
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20.02.2007 20:31 Uhr von kirschholz
 
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Boeing lacht sich schlapp! Übergeschnappte Mini-Napoleons im Grabenkrieg mit Ordnungsfanatischen Deutschen. Hach, wie lächerlich. Die Briten haben sich längst geschickt aus der Affäre gezogen. Airbus? Too French, too German, no thanks. Das muss wirklich lustig sein für einen Boeing Mitarbeiter, zuzusehen, dass die Europäer sich mal wieder wirtschaftlich begraben.

Ich finde Porsche sollte Airbus leiten. Dann würde so mancher Französischer Windbeutel endlich verschwinden, und in Hamburg wieder mit Freude gearbeitet werden.
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20.02.2007 23:33 Uhr von cartman007
 
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Hurra! Hamburg verpulvert 3 MRD. EURO: Super geschäftstüchtig, die Hamburger. Die gesamte Elbe verschandelt, Dörfer ausgelöscht, Menschen vertrieben. Milliarden den Heuschrecken in den Arsch geblasen. Auflagen? Fehlanzeige!

Hamburg ist ein verwahrlostes Armenhaus. Das Strassennetz hat DDR-Charme. Verantwortliche Politiker sind derzeit scheue Rehe, die in der Öffentlichkeit selten gesichtet werden.
Und ein Phantom-Bürgermeister ist ja schon mit seiner Wiederwahl beschäftigt und schmiedet Grüne Allianzen.
Armes, armes Hamburg, wieviel Hass und Verachtung mußt Du noch ertragen.
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21.02.2007 09:07 Uhr von flipper242
 
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@cartman007: war redest du denn da??

woher nimmst du die 3 Milliarden???
und auch wenn, du schreibst als sei Airbus nicht
mehr da. (bessere Staatsschröpfbeispiele: Infineon, Müller Milch und Gerds Prachtstück´: Holzmann)

bis auf "...Die gesamte Elbe verschandelt..."
das kann man halten wie ein Dachdecker zumal da eher die andere Riege mit beteiligt war. Ebenso stammt die Verlängerungsplanung bzw. Zusicherung aus dem Jahr Dezember 1998 (Heinz Giszas). Ebenso der Beschluss zum Mühlenberger Loch stammt von 99/00 bis auf die "Regenbogen Fraktion" haben damals alle zu gestimmt.

Mhhh Finkenwerder und Neuenfelde existieren noch nur Quast ist da weggezogen und ein paar andere.

und Füll geblubber ich weiss nicht:
Verantwortliche Politiker sind derzeit scheue Rehe, die in der Öffentlichkeit selten gesichtet werden.
Und ein Phantom-Bürgermeister ist ja schon mit seiner Wiederwahl beschäftigt und schmiedet Grüne Allianzen.
Armes, armes Hamburg, wieviel Hass und Verachtung mußt Du noch ertragen.
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21.02.2007 09:25 Uhr von jesse_james
 
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@kirschholz @Autor: Ihr beiden seit in diesem Fall keinen Deut besser als die Franzosen.

Ihr wollt auch ausschließlich die deutschen Interessen durchsetzen, denn nichts anderes sagt eure Meinung über die von Deutschland angestrebte "europäische" Lösung !

EADS ist ein europäischer Konzern, entsprechend sollten die Lösungen aussehen, egal wer was will !
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21.02.2007 09:52 Uhr von Bundespropagandamin.
 
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@jesse: Mir doch egal, dass Airbus ein europäisches Unternehmen ist, denn die EU ist es auch. Wer heimst aber Milliarden Subventionen ein? Fast alle, aber wir nicht, selbst die Franzosen bekommen aus der EU mehr Geld raus als sie einzahlen. Außerdem, schaue dir mal an, wie die Chefposten bei Airbus und EADS verteilt sind, die Franzosen haben dort wesentlich mehr Leute sitzen, als wir Deutschen. Theoretisch hätte Deutschland das Projekt eines eigenen Flugzeugs wie Airbus auch selbst tragen können, wir haben die Franzosen doch nur mit ins Boot geholt, um Europa näher zusammenrücken zu lassen. Genau das Gegenteil ist jedoch momentan der Fall, weshalb man eigentlich genausogut das Projekt an sich reißen könnte, besser für den Deutschen Standort und der Streit wäre endlich vorbei. Denn wer hat den Streit angefangen? Nicht wir, ich hoffe aber wir werden ihn mit einem Triumph beenden.

Bis dann
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21.02.2007 10:20 Uhr von no_trespassing
 
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@Bundespropagandamin. Sehe ich genauso!

Wenn wir ja alle etwas mehr Gerück im Hintern hätten, dann würden sich ein paar zehntausend Kleinaktionäre zusammenschließen und massiv EADS-Aktien kaufen. Noch sind knapp über 50% in Streubesitz. Die Rendite wäre zwar auf Jahre etwas verhagelt und wirtschaftlich gäbe es bessere Investitionen, aber wir könnten wenigstens Zusammenhalt und Schlagkraft demonstrieren.

Die Interessen müßten unter einer Holding zusammengefaßt werden, die ebenfalls unsere Interessen vertritt.
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21.02.2007 10:29 Uhr von no_trespassing
 
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Muß mich korrigieren. Hab die Information vom Spiegel mit den 44,6% Streubesitz.

Es sind tatsächlich aber nur 31,95%. Trotzdem: Gelänge es uns, diese zu übernehmen, dann hielten wir mit dem 22,5-Stimmenanteil von DC die Mehrheit. Es reicht ja, schon 25% davon zu übernehmen. Es gibt nämlich bisher keinen Großaktionär, der die Sperrminorität hält.

Der Kurs ist im Moment nicht hoch, liegt bei 25,87 EUR/Aktie.
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21.02.2007 12:50 Uhr von jesse_james
 
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@Bundespropaganda Du kapierst es einfach nicht.

Du denkst das Deutschland ganz allein, isoliert von allen anderen, am Besten aus der EU ausgetreten, besser vorankommt in der Welt als mit anderen Partnern.

Nur damit zerbricht dieses Land noch schneller.

Und wenn dir so viel daran liegt das Deutschland allein zu recht kommen soll, dann trägst auch du die Verantwortung am Untergang mit.


Und dein "schau was die anderen machen" zieht hier absolut nicht, denn du willst exakt dasselbe hier abziehen.
Das was die anderen machen legitimiert nicht dieselbe beschissene Einstellung und Vorgehensweise wie du sie gerne hättest.

Und es ist völlig egal wie du die EADS in Bezug auf den Airbus siehst.
In der EADS steckt wesentlich mehr drin als nur der Airbus und wenn du ernsthaft nachgedacht hättest wüsstest du das auch, aber dazu scheint man hierzulande nicht fähig zu.
Denn hier denkt man nicht europäisch, hier denkt man nur nationalistisch !



Aber es wäre wohl das Beste gewesen hätte sich Deutschland niemals auf die EU oder sonstige europ. Gemeinschatsaktionen eingelassen, dann wäre der Staat nämlich schon 1945 Geschichte gewesen ! Und man müsste hier nicht diesen undurchdachte Murks von euch lesen...
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21.02.2007 13:31 Uhr von eros007
 
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jesse_james: Ich stimme zu, dass die Reaktionen mancher Nutzer eben genauso schlecht sind wie das, was die Franzosen seit Jahren abziehen. Wie gesagt, unserer "Seite" geht es darum, ein erfolgreiches europäisches Unternehmen zu haben, in dem es eben nicht um nationale Eitelkeiten geht. Aber die interessante Frage ist ja, wie man auf das bisher gezeigte Verhalten der Franzosen reagiert. In allen bisherigen Gemeinschaftsprojekten lief es leider so, dass am Ende ein mehr oder weniger französisch kontrolliertes Unternehmen rauskam. Diese Gefahr besteht in der Tat, vor allem, wenn man die Aussagen, die in den letzten Tagen so durchgesickert sind, zusammen betrachtet.

Also, wie soll man darauf reagieren? Soll man weitermachen wie bisher? Wie bringt man die französische Seite dazu, europäisch, vor allem aber unternehmerisch richtig (wer "besser" ist, kriegt eben mehr) zu handeln?



Was mich bei der Geschichte am meisten aufregt, ist die Reaktion in Frankreich. Dort schreiben die Zeitungen jetzt, dass die Deutschen alles blockiert haben, weil sie nationale Interessen ins Spiel brachten. Manchmal frage ich mich schon, ob die Franzosen bzw. die franz. Medien auch mal nachdenken und verstehen, warum wir Deutschen da jetzt so empfindlich sind. So leid es mir tut, manchmal muss ich an den Reaktionen der französischen Medien und der Handlungen der franz. Elite (nicht der Franzosen, die ich persönlich kenne) schon glauben, dass man sich selbst für das "Herrenvolk" hält und die anderen möglichst klein gehalten werden sollen.

jesse_james, du hast schon Recht. Mit einer "französischen" Handlungstaktik gehen wir zwei Schritte rückwärts. Das kann nicht unsere Antwort sein. Aber ein "Weiter-So", wobei wir uns von den Franzosen vorführen lassen, das kann es nicht sein.

Wie schreiben skandinavische Medien über Deutschland? Die Deutschen setzen sich immer noch vorbehaltlos für die EU ein, obwohl sie übermäßig Nettobeiträge zahlen und verhältnismäßig wenig zu sagen haben. Eine Handvoll EU-Länder hätte sich im nationalen Taumel wohl schon lange auseinandergelebt, wenn nicht immer Deutschland schlichtend mit dem Scheckheft dazwischenspringen würde. [...] Frankreich diktiert, Deutschland zahlt.

Und das schreiben mehr oder weniger neutrale Länder über uns... Das sollte uns dann schon zu denken geben...
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21.02.2007 13:34 Uhr von eros007
 
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Zusatz: Ich schrieb über meinen Ärger über die französischen Medien, die jetzt die Schuld an Deutschland schieben. Was ich ausdrücken wollte:
Sind die Franzosen (wieder: nicht alle Leute, sondern die Medien) so dumm oder so arrogant, dass sie jetzt erstaunt sind darüber, dass Deutschland mal _nicht_ zu allem ja und Amen sagt und zur Abwechslung mal so handelt wie die eigenen Eliten das seit Jahren vormachen?
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22.02.2007 14:49 Uhr von Bundespropagandamin.
 
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Genau so: sehe ich es auch. Deutschland kann nicht immer alles zahlen. Wenn die Franzosen nicht mit uns wollen dann müssen sie ohne uns und wir suchen uns einen Partner, der dankbarer für das ist, was wir machen. Schaut euch mal die Spanier an. Vor dem EU-Beitritt, ein schon fast dritte Welt Land. Und heute? Nun sind sie schon fast so weit, dass sie in der Weltpolitik eine Rolle wie Frankreich übernehmen könnten, ausgenommen das Veto etc.. Und wer hat die Infrastruktur in Spanien bezahlt? Jeder 4. Meter asphaltierte Straße, Flugplatz, Kanalisation, etc. sind von der EU bezahlt worden. Und wer bezahlt die EU? Deutschland und Holland. Und was machen jetzt die Spanier? Sie drohen damit aus der EU auszusteigen, wenn sie nun Beiträge an die EU entrichten müssten. Kann und darf das sein? Die EU ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt, denn außer Deutschland Skandinavien und die Beneluxstaaten, wird sich keiner in der EU jemals in der EU bereit erklären mehr einzuzahlen als er raus bekommt. Und wenn du doch für die EU bist jesse, dann sage uns, was für Vorteile die EU für den einzelnen Bürger hier in Deutschland hat.

Bis dann

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