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Verschwinden Doktortitel und Künstlernamen aus den Reisepässen?

Akademische Titel sind fester Teil eines Namens. Die Bundesregierung plant aber aus Gründen der besseren Handhabung in Verwaltungsfragen Doktortitel, Künstler- und Ordensnamen aus Reisepässen, Personalausweisen und Melderegistern zu streichen.

Doch gegen das Vorhaben wird großer Widerstand deutlich. Die Staatsregierung Bayerns hat bereits einen Antrag im Bundesrat gestellt, dass das Weglassen des Doktortitels durch den Bundestag wieder zurückgenommen wird.

"Die Eintragung entspricht der deutschsprachigen Kulturtradition. Wir werden keine sozialistische Gleichmacherei hinnehmen", meint die bayerische Bundesratsministerin Emilia Müller (CSU).


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Reise, Künstler, Doktor, Doktortitel, Verschwinden
Quelle: www.welt.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.02.2007 22:09 Uhr von dragon08
 
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wie was: " Wir werden keine sozialistische Gleichmacherei hinnehmen "

Aber sonst ist das , was im Sozialismus war doch gut genug ?

Zensur,Entmündigen des Bürgers ( "Killergames")

Da haben wohl ein paar Leute Angst ( besonders wohl die Ehepartner) nicht mehr mit Doktor u.s.w. angesprochen zu werden.


.
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15.02.2007 22:42 Uhr von Projektil
 
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CHRISTLICH-Soziale Union: Was heißt hier sozialistische Gleichmacherei?
Sind vor Gott nicht alle gleich?
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16.02.2007 00:36 Uhr von mh1987
 
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also ich finde der titel gehört einfach dazu, und daran sollte man nicht rütteln, und es wird sich sicher in dieser hinsicht nichts tun...
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16.02.2007 01:23 Uhr von Projektil
 
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@ urinstein: Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Eine Politikerin polemisiert zusammenhanglos und leider springen einige darauf an.

Über den Sinn oder Unsinn von Titeln bzw. ihrer Erwähnung in amtlichen Dokumenten kann man sicher diskutieren. Aber Wachtürme, Mienenfelder und Schießbefehle haben bei einer solchen Diskusion nun wirklich nichts zu suchen.
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16.02.2007 01:27 Uhr von xorsystem
 
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klar, dass einige Politiker dagegen wettern, denn sie haben schliesslich selber akademische Titel und wollen nicht als ein normaler Bürger angesehen werden.

Die Politiker meckern erst, wenn sie selber davon betroffen sind ;-)

Mir persönlich ist es eigentlich wurscht, nur sie dürfen dann nicht von mir verlangen, dass ich mein Pass erneuern muss.

Sollte diese Regelung überhaupt kommen, dann sind die Politker - wie immer - davon befreit. Jede Wette! ;-)
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16.02.2007 03:39 Uhr von Dr.G0nz0
 
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völlig uninteressant: es geht nur darum ob titel oder künstlernamen in offiziellen dokumenten erwähnt (!!) werden. das ist egaler als egal. da hier sowieso keiner nen titel oder (bemerkenswerten) künstlernamen hat, einfach mal das maul halten.
und selbst wenn, es sollen weder titel noch künstlernamen verboten werden (schön dass die csu mal nicht direkt etwas verbieten will), es geht nur um ausweise.
is doch scheiss egal. wer hier schon wieder meckert sollte mal sein leben lang in urlaub fahren!
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16.02.2007 09:19 Uhr von _BigFun_
 
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ich weis sowieso ned wieso man jemanden nur weil er sich nen Doktortitel erworben hat - ständig auch so nennen soll - der ist nen Mensch wie jeder andere auch - ich machs bei den Typen so oder so ned - weil es mich immer freut, dass se sich drüber ärgern :)
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16.02.2007 11:18 Uhr von Garviel
 
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@BigFun: Der akademische Titel setzt eine akademische Leistung voraus - ob das die Erstellung einer Versuchsstatistik (Zahnmedizin), ein 500-Seiten-Standardwerk (Alte Geschichte) oder eine nobelpreis-verdächtige Erfindung (Luft- und Raumfahrttechnik) ist, ist dabei wurscht.

Der Titel wird dabei zum Bestandteil des Namens und ihn bewusst und geflissentlich zu verschweigen ist genauso unhöflich, als würde dich jemand konsequent statt mit "Herr Meier" mit "Herr Eier" ansprechen. Wobei es einen bei manchen Doktoren schon juckt, sie ein bisschen zu piesacken, wenn man schon weiß oder gehört hat, dass sie sich übers Weglassen des Titels aufregen - und damit eigentlich unter Beweis stellen, was für ein kleines Licht sie sind.
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16.02.2007 11:20 Uhr von Garviel
 
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Nachtrag: Kenne auch jemanden, der sehr stolz auf sein "Dr." ist. Spricht man ihn mit "Herr Müller" an, so erfolgt reflexhaft die Korrektur "DOKTOR Müller - so viel Zeit muss sein."
A...l...
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16.02.2007 11:36 Uhr von greatestgatsby
 
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na na na liest man da aus manchen Posts den Neid der Besitzlosen (wie fast bei jeder News in unserer Hartz IV geprägten Neid Gesellschaft). Wenn jemand sich durch eine akademische Leistung einen Titel verdient hat, statt rumzuhängen oder sonstwas in seiner Freizeit zu tun, dem sollte auch das Recht eingeräumt werden offiziell so bezeichnet zu werden. Das so ein paar Kleingeister Streebergärtner auf Ihren Titel in der persönlichen Anrede bestehen ist natürlich nur arm...aber Schwachköpfe gibts einfach überall
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18.02.2007 09:28 Uhr von stellung69
 
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So ein Schwachsinn. Wobei Künstlernamen wohl eher nichts im reisepaß zu suchen haben; fehlt nur noch, daß mein ssn-Nick im Reisepaß steht......
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18.02.2007 09:57 Uhr von Superhecht
 
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garviel: von den erkauften/erschleimten ehrendoktoren (siehe der doktor humoris causa Kohl) und ehrenprofessoren mal abgesehen - auch ein "erarbeiteter" akademischer grad ist nicht automatisch resultat einer bemerkenswerten akademischen leistung.

in der ddr gab es stasi-akademien, worin die vielen tausende teilnehmer mit billigen arbeiten (die zudem noch abartige themen hatten) ihren doktor hinterhergeworfen bekamen. nach der wende wurde die geschichte verbreitet, dass mielke sich in seinem ministerium wie im krankenhaus vorgekommen sei.

Jeder, der einen Serienbrief basteln muss, hat es ohne diese gockelhaften Titel einfacher - unzählige Arbeitsstunden werden so gespart.

Ich würde sogar noch weitergehen - ich würde die Adelszusätze ebenfalls streichen. Da steckt nun wahrlich keine aktuelle Leistung mehr dahinter. Schon die Speicherplatzersparnis bei Datenbanken würde die Umstellungskosten wieder reinbringen.

PS: Goethe dürfte natürlich sein "von" behalten
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19.02.2007 09:28 Uhr von Garviel
 
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@Superhecht: Das mit der nicht unbedingt wegweisenden Leistung hatte ich ja auch erwähnt, da stimme ich dir schon zu. Was die Ehrendoktoren angeht, so ist das ja auch ein GEschäft auf Gegenseitigkeit, d.h., die vergebende Uni erhofft sich natürlich auch, dass ein wenig vom Glanz ihrer Ehrendoktoren auf sie selbst zurückfällt - ob das nun im Einzelnen funktioniert bzw. nach ein paar Jahren (und vielleicht einem Skandälchen) überhaupt noch wünschenswert ist, sei dahingestellt.

Was die Bereinigung der Datenbanken angeht, bin ich mehr als skeptisch. Finanziell wirklich lohnen würde es sich höchstens bei einem kompletten Neuaufbau (der ja im Zuge der "Lebensidentifikationsnummer" auch tatsächlich droht).

Und was die Adelstitel angeht, so sind diese erst recht Namensbestandteil. Um nochmal mein früheres Beispiel heranzuziehen: Wenn ich "Meier" heiße, möchte ich einfach nicht mit "Eier" angeredet werden und das auch nicht im Pass stehen haben, egal, ob das "M" auf meiner eigenen Leistung beruht oder nicht ;-)

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