15.02.07 19:59 Uhr
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Milde Strafe für einen Nazigruß

Gestern ist vor dem Amtsgericht Tettnang ein arbeitsloser Metzger zu 1350 Euro verurteilt worden. Er war am 5. Juli um ein Uhr nachts in Friedrichshafen aufgefallen. Dort hatte er zweimal den Arm zum Hitlergruß gestreckt. Vor Gericht gestand er alles.

Als Begründung sagte er, dass er einfach nur cool sein wollte. Dabei ist er kein unbeschriebenes Blatt. Er wurde schon wegen Betrug und Körperverletzung verurteilt. Die Staatsanwältin forderte drei Monate Freiheitsstrafe.

Am Ende bekam er eine milde Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 15 Euro. Richter Trebing meinte im Anschluss: "Eigentlich schade, dass für so was die Prügelstrafe nicht zulässig ist."


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WebReporter: schwalbe007
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Strafe
Quelle: www.suedkurier.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.02.2007 20:03 Uhr von Yuno
 
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Echt lollig: Er wollte nur mal cool sein.... Colle Begründung
Merkt euch das Leute :)
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15.02.2007 20:08 Uhr von The_Nothing
 
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So milde ist das gar nicht arbeitsloser Metzger vs. 1350 Euro
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15.02.2007 20:25 Uhr von Michelangelo45
 
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kaum fassbar: ein mann begeht eine straftat, noch unter bewährung, der staatsanwalt fordert 3 monate, der verteidiger maximal 2 monate und der richter schanzt dem angeklagten ein traumurteil zu. eswird nicht etwa die bewährung widerrufen, keine gefängnisstrafe, sondern gemeinnützige arbeit. für einen berufstätigen wäre das durchaus eine strafe - seine freizeit ist beim teufel. für einen arbeitslosen ist das null strafe. seine freizeit bleibt. wenn man dann noch bedenkt, dass laut polizei zwei weitere fälle des mannes am rollen sind, wundert man sich schon über den richter. es gibt wohl einige, die auch mal unter dem antrag des staatsanwaltes bleiben. unter dem antrag des verteidigers zu bleiben kommt wohl kaum vor. da ich der verhandlung nicht beiwohnte, möchte ich mich nur sehr zurückhaltend äussern. mein kommentar: ein schelm, wer böses dabei denkt.
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15.02.2007 20:33 Uhr von plnet
 
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ich kann mich an einen afroamerikanischen Fußballspieler erinnern, der nach einem Bundesligaspiel den Hitlergruß tätigte...

...sein verfahren wurde eingestellt!
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15.02.2007 20:42 Uhr von Michelangelo45
 
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@the_nothing: du übwersiehst da was. der arbeitslose metzger müsste eigentlich in den knast, weil bei einer straftat innerhalb der bewährungszeit die bewährung widerrufen werden müsste. der richter papa gnädig schenkt ihm das. staatsanwalt und verteidiger (und verteidiger(!)), das muss man sich mal auf der zunge zergehen lassen, fordern gefängnisstrafe - der richter erkennt auf geldstrafe und das hast du wohl übersehen - abzuleisten in gemeinnütziger arbeit. was juckt es einen arbeitslosen, hin und wieder mal laub in einem park zusammenzurechen? angesichts der vorgeschichte des mannes und der während der verhandlung schon bekanten, aber noch nicht abgeurteilten, zwei weiteren delikte des mannes ein sehr verwunderliches urteil.
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15.02.2007 20:55 Uhr von jsbach
 
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Judikative und executive Gewaltenteilung: mag ja in den Gesetzen stehen.
In Praxi: da schaut es - wie hier berichtet - bei manchen Richtern wohl anders aus, und der spricht nun mal "Recht".
Da mag sich jeder seinen Reim drauf machen...
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15.02.2007 20:58 Uhr von Michelangelo45
 
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@pinet: du hast geschrieben:
"ich kann mich an einen afroamerikanischen Fußballspieler erinnern, der nach einem Bundesligaspiel den Hitlergruß tätigte...

...sein verfahren wurde eingestellt!"

wenn du nicht weisst, wovon du redest, müsste ich dich als dummkopf bezeichnen. weisst du aber wovon du redest, sieht die sache anders aus.
in dem fall, auf den du anspielst, wurde ein farbiger fussballspieler von sogenanntenf ans - für mich eher hooligans - wegen seiner hautfarbe angepöbelt und beleidigt. seine reaktion darauf, deiesen leuten per hitlergruss zu zeigen, für was er sie hält, nämlich neo- oder altnazis, ist nachvollziehbar.
allerdings tut sich die deutsche justiz sehr schwer, gegen neonazis vorzugehen, wie der vorliegende fall zeigt. antifaschisten, die ein durchkreuztes hakenkreuz auf einem aufkleber als symbol - gegen den faschismus .- präsentieren, haben sofort einen strafbefehl am hals.
die deutsche justiz war, wenn es darauf ankam , schon immer eher braun als rechtsstaatlich.
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16.02.2007 10:58 Uhr von rh1974
 
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und was ist wenn es nur der roemische gruss war? demnaechst werden wir dt. noch hingerichtet bei der aussprache des namens von A.H.
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17.02.2007 17:05 Uhr von Michelangelo45
 
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@wok! wenn es bei wem hakt, dann wohl bei dir,
es sind schon kinderschänder weniger hart bestraft worden? auf welchem mond lebst du eigentlich? der mensch hier muss einige stunden gemeinnütziger arbeit absitzen. dann checke mal den sexuellen missbrauch von kindern - minimum 6 monate gefängnis, schwerer sexueller missbrauch von kindern 2 jahre.

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