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Hartz IV: Wohnung zu groß - in Löbau wird ein Zimmer zugeschlossen

Wohnt ein Empfänger von ALG2 in einer zu großen Wohnung, so muss er nach den rechtlichen Grundlagen aus der Wohnung ausziehen. Einen anderen Weg geht da eine Wohnungsgesellschaft im sächsischen Löbau.

Anstatt die Mieter aus den zu großen Wohnungen ausziehen zu lassen, schließt die Wohnungsgesellschaft ein Zimmer zu. Dadurch kann der Mieter nur so viel Wohnraum nutzen, wie ihm nach Gesetz auch zusteht.

Bereits in 95 Fällen hat die Wohnungsgesellschaft diese Praxis umgesetzt. Die Mieter seien alle mit dieser Lösung einverstanden. Hintergrund für die Wohnungsgesellschaft ist, dass diese nicht über genügend kleinen Wohnraum verfügt.


WebReporter: AMIO
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Wohnung, Hartz IV, Zimmer
Quelle: www.welt.de

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61 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.02.2007 13:20 Uhr von Schramml
 
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Dieses Land: hat den Untergang verdient. Je früher je besser.
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09.02.2007 13:29 Uhr von Jorka
 
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Schwachsinnsidee: Lieber sollte man die Mieten senken, damit sich auch jeder
eine vernünftige Wohnung leisten kann, egal ob mit Hartz oder ohne Hartz.
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09.02.2007 13:35 Uhr von Whitechariot
 
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Erster April? Was hat man denn davon - den abgeschlossenen Raum kann man ja nicht anderweitig nutzen. Oder wird einem dann als nächstes vorgeschrieben, einen Untermieter aufzunehmen. Wobei das auf den zweiten Blick ja wenigstens noch irgendwo Sinn machen würde.
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09.02.2007 13:37 Uhr von levo82
 
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Miete: Es ist doch so, dass die Mieten für Wohnungen von Hartz4-Empfängern vom Staat bezahlt werden? Da finde ich es natürlich irgendwo verständlich, dass man da eine maximale Quadratmeterzahl festlegt. Allerdings sind solche Praktiken natürlich absoluter Schwachsinn.

Sinnvoller wäre mit Sicherheit, wenn der der Staat nur einen Maximalbetrag bezahlt und der Hartz4-Empfänger dann den Rest für die Miete selber aufbringt. Warum wird das eigentlich nicht so gemacht?
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09.02.2007 13:37 Uhr von k4ef3r
 
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@vorredner: Schwarzseher sind genau das, was wir bei der heutigen wirtschaftlichen und sozialen Lage in Deutschland brauchen, ganz ehrlich!
Dieser Fall ist meiner meinung nach ein bürokratisches Missgeschick, nicht mehr, nicht weniger, auch wenns ein vor allen dingen vermeidbarer Fall von Steuerverschwendung ist, WENN man nur die Fakten aus der news betrachtet... Ein Umzug in eine kleinere Wohnung kostet wahrscheinlich mehr, als es im endeffekt nutzen bringt. Diese Methode ist außerdem ein weg, den "sozialschmarotzern" zu zeigen, dass es nichts bringt, in eine größere wohnung zu ziehen und drauf zu hoffen, dass man die ganze mietfläche aus mangel an alternativen oder Kostengründen nutzen kann.

Riecht hier schon leicht nach schwefel, meinste nich auch? oh, und ich seh schon die ganzen guten vorsätze unter mir! ;)
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09.02.2007 13:38 Uhr von k4ef3r
 
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hehe: mit schwarzseher meinte ich nur schramml... ihr schreibt aber auch alle schnell ;)
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09.02.2007 13:42 Uhr von evil_weed
 
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"Dieser Fall ist meiner meinung nach ein bürokratisches Missgeschick,"

genau. und das missgeschick nennt sich hartz iv.
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09.02.2007 13:52 Uhr von JustMe27
 
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So ein Blödsinn! Bürokratischer Schwachsinn, schlicht und ergreifend. Die sollen doch froh sein, wenn die Leute eine Wohnung haben und nicht auch noch Umzugskosten und Kaution, die die ARGE ebenfall zahlen müsste, beantragen. Die Energie, mit der man auf solche Schwachsinns-Ideen entwickelt werden, sollte man mal daruaf verwenden, wirkliche Reformen zu entwerfen...
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09.02.2007 13:57 Uhr von e-woman
 
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So etwas: ist typisch für die neuen Bundesländer. Mit einem "Sperrgebiet" haben die Menchen dort ja Erfahrung. Aber das jetzt auch noch in der eigenen Wohnung.
Der Filmbeitrag vom 8.02.2007 im WDR zeigte bei der Umsetzung fröhlich lächende Kontrolleure die hier ihren Hass auf Arbeitslose ausleben. Und die Menschen (ALGII-Empfänger) machen das auch noch mit. Wie tief kann man eigentlich noch sinken ?
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09.02.2007 14:04 Uhr von Natsukawa
 
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@Schramml: Full ACK! Und mir geistert in letzter Zeit immer wieder ein Spruch meiner Großmutter durch den Kopf: "Es wird mal wieder Zeit für einen Krieg -- danach haben die Politiker wieder den Kopf frei für echte Probleme". Auch wenn mir diese Art von Reset-Knopf zu heftig wäre, irgendwie stimmt´s hier nicht mehr...
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09.02.2007 14:31 Uhr von Stanlay
 
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unglaublich: das krasse an der sach ist,die mieter dürfen ihre möbel im raum stehen lassen und haben sogar den schlüssel für das zimmer*hrhr*

einfach nur dummes deutsches land,und ick idiot lache manchmal die USA aus*schäm*
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09.02.2007 14:39 Uhr von freddy111
 
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schlimmer gehts nimmer: Ist schon traurig wie tief Deutschland gesunken ist
unterste Schublade!!!!
Du bist Deutschland

Wann passiert endlich was gegen diese Beamtenwillkür!!!!!!
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09.02.2007 14:45 Uhr von jesse_james
 
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Und die HEIZKOSTEN ?!? Sind die auch festgelegt worden ?

Werden die zusätzlich anfallenden Kosten auch übernommen vom Staat oder der Wohnungsgesellschaft ?


Der zugesperrte Raum ist nicht nutzbar und somit nicht mehr beheizbar, ergo wird es dort kalt und durch die anderen frei zugänglichen Räume mitbeheizt, das verbraucht mehr Energie und erzeugt immer noch mehr kosten, als es ohne den Raum wäre.

Bereichert sich da eine Wohnungsgesellschaft ?
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09.02.2007 14:45 Uhr von Johnny Cash
 
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Manchmal: frage ich mich ob die nicht mehr ganz normal sind...
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09.02.2007 14:55 Uhr von Seyke
 
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eigenartig als das mit dem ALG II losging war so etwas im Gespräch ist ab er sofort von den Sozialgerichten als unzumutbar zurückgewiesen worden. Hat da jetzt in Löbau einer gepennt?

In Sachsen (und ich denke mal überall sonst auch) sind außerdem die qm-Begrenzungen aufgehoben worden, da sonst Leute teilweise wegen 1 qm ausziehen mussten!!

Es gibt Preisgrenzen...und wenn die Wohnungsgesellschaft eh mit dem Mietpreis runtergehen muss weil die Wohnung zu teuer ist, den Mieter aber behalten will, kann sie die Tür auch auflassen, denn andersweitig vermieten kann sie den Raum ja eh nicht!

Ich find die Sache sehr kurios ...
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09.02.2007 14:56 Uhr von Grevioux
 
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da ich: selber H4 bekomme kann ich sowas nicht verstehen. Klar ich seh es auch nicht ein das ein H4 empfänger in einer viel zu großen Wohnung lebt, und die Vorgaben was die qm angeht sind auch in Ordnung nur die vorgaben was die Miete Kosten Darf sind meist nicht Realisierbar.

Wir sind vor knapp einem Jahr umgezogen und hatten 2 Wohnungen im Auge die eine entsprach der qm vorgabe ganz genau war aber 15€ über dem Satz den das Amt zahlt die andere Wohnung war ca 15-20qm (ein großer raum) größer als vorgegeben aber lag dafür 30€ unterm satz.

Beide Wohnungen Renoviert und ihm Top zustand

Das ende vom Lied wir MUßTEN die kleinere Teure Wohnung nehmen und die 15€ die sie überm Satz liegt müßen wir vom Geld bezahlen die eigentlich zum leben gedacht ist.

Also bei dieser Regelung müßte echt was getan werden
Warum nicht einfach sagen egal wie Groß die Wohnung ist
Hauptsache sie übersteigt nicht die Mietgrenze und man kann die Heizkosten zahlen.
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09.02.2007 15:01 Uhr von intruder1400
 
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Reine Vetternwirtschaft: In den neuen Bundesländern wo die Kommunen jetzt die
ALG2 Empfänger selbst verwalten regiert doch nur noch
Korruption.Warscheinlich sitzt einer der Kommune im
Vorstand der Wohngesellschaft und die haben Angst
die Mieter könnten wegziehen.In Berlin hätte die Frau ihre Wohnung voll nutzen können.
Haushaltsgröße Bruttowarmmiete 1-Personen-Haushalt360 € 2-Personen-Haushalt444 € 3-Personen-Haushalt542 € 4-Personen-Haushalt619 € 5-Personen-Haushalt705 €
auf die Größe kommt es dabei nicht an.
Natürlich findet man hier keine 82 qm große Wohnung
für 436,97 Euro Warmmiete.Anderseits muß man es
verstehen können das die sparen wollen.Nach dem
alten Sozialgesetz wäre die Wohnung auch zu groß,
denn damals ging es noch nach qm.
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09.02.2007 15:02 Uhr von zocs
 
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@Natsukawa - weise Grossmutter: So schlimm sowas ist ... an sich und das sowas vonnöten sein müsste ...
Aber recht hat sie ... leider !!
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09.02.2007 15:03 Uhr von Lonni
 
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@ Schramml: Dieses Land hat den Untergang verdient. Je früher je besser.“

Besser kann man es nicht ausdrücken. Und ich dachte immer die Zone war schlimm…
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09.02.2007 15:06 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Ein christlich regierter Staat (mit C wie christlich in CDU) bringt es nicht auf die Reihe, dass für jeden Arbeit da ist (lassen wir mal die Unwilligen beiseite).
Trotz Recht auf Arbeit, werden dann diejenigen kriminalisiert und ihren Grundrechten beraubt (freie Wohnungswahl), wenn der Staat einer seiner "obersten Aufgaben" der Arbeitsplatzbeschaffung nicht nachkommen kann.

Den Über-40-Jährigen lügt das Gesetz ja sogar vor, dass sie allen Menschen gleichberechtigt sind - obwohl sie bei bester Eignung und bester Qualifikation in nahezu allen Betrieben aussortiert werden.

Frau Merkels Antwort: Ein Zimmer wegschliessen.
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09.02.2007 15:35 Uhr von MonkeyPunch
 
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Komsich: So weit ich bescheid weiß wird in Berlin bis Maxmimal 350,- € An Miete gezahlt egal wie groß oder klein die Wohnung ist. Und diese ewig missgelaunten Beamten der Arbeitsagentur lassen ihren Hass und Unmut an den Hilflosen armen Menschen aus.
diese haben angst ihren Mund aufzumachen weil ihnen alles gekürzt werden kann und sie können ohne wirkliche Hilfe nichts dagegen machen.


Ich habe letztens mitbekommen, als die Post/Telekom privatisiert wurden, mussten viele Beamten entlassen werden oder sie wurden umgeschult, ratet mal wo die gelandet sind?
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09.02.2007 15:48 Uhr von Lonni
 
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@HeulDoch: Bist wohl auch einer der im Bundestag die Scheiben putzt und mit nem „Ich bin Deutschland“ T-Shirt rum läuft.

Und selbst wer Arbeit hat, kann nur noch den Kitt aus den Fenstern fressen.

Nur Beispiele: Garten :Landschaftsbau Tarif ! 2,75 EURO. Floristen: 4,50 EURO. Und wer bekommt schon Tarif…

Über unsere Bananenrepublik lacht doch die halbe Welt.
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09.02.2007 15:57 Uhr von Hebalo10
 
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@Intruder1300: "In den neuen Bundesländern wo die Kommunen jetzt die
ALG2 Empfänger selbst verwalten regiert doch nur noch
Korruption."

Auch in den "gebrauchten" Bundesländern ist die Finanzierung Sache der Kommunen.
Nur ist die Handhabung von Kommune zu Kommune unterschiedlich, ebenso die Höhe der Mietkosten.

Bei uns kann man auch in einer "leicht" größeren Wohnung bleiben, solange man die zusätzlichen Kosten selbst trägt.

Was Deine Korruptionsvorwürfe angeht, meinst Du, in dem hoffnungslos überschuldeten "dunkelroten" Berlin ist dies anders"
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09.02.2007 16:16 Uhr von Deniz1008
 
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Ob möglicherweise der "Bremer Taliban" daran schuld ist?

.. :D

mfg

Deniz1008
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09.02.2007 16:19 Uhr von Schäff
 
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gute Idee: Als Alternative zum Umzug finde ich das Angebot einer Wohnraumverkleinerung sehr gut. Die betroffenen Mieter scheinen das ja auch ähnlich zu sehen, denn wer zieht schon gerne um?
Dass so eine Verkleinerung nicht unbedingt als bürokratischer Unsinn anzusehen ist, liegt ja auch an den verringerten Heizkosten. Insofern finde ich eine grundsätzliche Beschränkung des Wohnraumes grundsätzlich richtig.

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