09.02.07 09:14 Uhr
 228
 

Ursula von der Leyen will mehr Kinderkrippen bis 2013

Die Bundesfamilienministerin fordert, dass bis zum Jahre 2013 mehr Kinderkrippen entstehen müssen. Ihr Wunsch ist, dass 35 Prozent aller Kinder im Alter von zwei und drei Jahren in eine solche Einrichtung gehen können.

Woher das Geld für die entstehenden Kosten von drei Milliarden Euro kommen soll, darüber machte die Ministerin keine Angaben. Allerdings plädierte sie dafür, dass Bund, Länder und Kommununen gemeinsam dafür aufkommen sollen.

Von der Leyen schreckt bei ihrem Vorhaben weder vor einer Grundgesetzänderung noch vor Kritik aus eigenen Reihen zurück.


WebReporter: AMIO
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kind, Ursula von der Leyen
Quelle: www.tagesschau.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Ursula von der Leyen sagt Talkshow wegen "heftigem Fieberschub" kurzfristig ab
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen von Bundeswehroffizier angezeigt
Ursula von der Leyen über Bundeswehr-Skandal: "Trage Verantwortung für alles"

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
09.02.2007 08:56 Uhr von AMIO
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Nun ja, im Grundsatz keine schlechte Idee. Aber selbst 35 Prozent der Kinder in der Altersgruppe eine Betreuungsmöglichkeit zu geben, ist immer noch zu wenig.
Kommentar ansehen
09.02.2007 09:17 Uhr von vst
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
zu wenig? zu viel. viel zu viel.

kinder in dem alter gehören zu ihrer mutter, nicht in krippen.

ich bin vielleicht altmodisch und wahrscheinlich auch zu alt für diese welt, aber das abschieben von kindern ist unter aller sau.

wenn es aus wichtigen gründen sein muss, ok.
aber sonst?
Kommentar ansehen
09.02.2007 09:51 Uhr von eros007
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@vst: Wenn 35 Prozent der Kinder in eine Krippe können, sind immerhin noch 65% der Kinder bei ihrer Mutter. Wo liegt das Problem?

Wenn Eltern berufstätig sein wollen und auf Kinder nicht verzichten, sollen sie ihr Kind untertags in eine Kinderkrippe bringen können. Wenn ein Elternteil zu Hause bleiben kann, weil es sich finanziell ausgeht, umso besser. Aber leider ist das oft nicht der Fall - man kann es sich eben nicht leisten. Dann gäbe es zwei Möglichkeiten: Entweder die Leute in der Mittelschicht kriegen keine Kinder mehr, weil sich Beruf und Familie ja nicht vereinbaren lassen, oder man schafft die Möglichkeiten.

vst, es geht nicht darum, den Leuten ein gewisses Familienbild (das der arbeitenden Mutter) aufzuzwingen. Aber es geht darum, den Familien, wo die Mutter arbeiten will oder muss, auch die Kinderfreude zu ermöglichen. Es geht nicht darum, ob das eine oder andere Modell besser ist. Es geht darum, den Leuten die Wahlfreiheit zu geben. Wenn es keine Krippen gibt (oder nur so wenige wie derzeit), dann ist die Freiheit nicht gegeben.

Die Entscheidung darüber, ob das Kind in eine Krippe kommt oder nicht, solltest Du dann den Eltern überlassen. Wenn Dein Familienbild tatsächlich auf den allergrößten Teil der Eltern zutrifftt, werden die vielen Plätze nicht benötigt - der Ausbau kann dann ja gestoppt werden. Momentan sieht es aber ganz anders aus - auf einen freien Platz kommen mitunter 10 oder mehr Kinder.

Übrigens würde ich mir wünschen, wenn es auch mehr betriebliche Kindertagesstätten und Kindergärten gäbe. Dann wäre das Kind nämlich immer recht nah bei den Eltern, und zudem gäbe es für die Eltern noch zusätzlich die Wahlmöglichkeit, ob man das Kind in eine öffentliche Anstalt bringt oder in den betrieblichen Kindergarten - also eine zusätzliche Wahlmöglichkeit, um das Beste für die Kinder zu erreichen.


Übrigens zeigen wissenschaftliche Studien, dass es für jene Hälfte der Kinder, die in schlechteren Familienverhältnissen zur Welt kommen (ärmere Eltern usw.) besser ist, wenn sie in einer guten Kindertagesstätte sind als wenn sie bei ihrer Mutter zu Hause bleiben. Ich weiß, darum geht es Frau von der Leyen weniger (sie will ja eher die besserverdienende Hälfte der Leute anregen, auch mal Kinder zu bekommen), aber man sollte die wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht ignorieren.


Auch das gern genannte Argument, dass Kinder, die fremdbetreut werden, bleibende Schäden davontragen, lässt sich nicht belegen. Falls es so wäre, müssten uns doch schon Millionen von geistesgestörten Franzosen oder Skandinaviern über den Weg gelaufen sein. Das Ausbildungsniveau ist in diesen Ländern sogar durchwegs besser als bei uns. Zufall?
Kommentar ansehen
09.02.2007 14:38 Uhr von Garviel
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@vst / @eros: vst: Wenn du bedenkst, dass heute 30% aller Kinder nicht-ehelich geboren werden und in nicht wenigen Haushalten beide Partner arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen, dann erscheinen mir 35% der 2- und 3-Jährigen nicht wirklich zu viel, um den tatsächlichen Bedarf zu decken. Außerdem ist es ja noch die Frage, wie lange die Betreuungszeiten jeweils sein sollten. Bei einem befreundeten Paar geht die Tochter, seit sie 1 1/2 ist, an vier Tagen vormittags in die Krippe, und ich habe nicht den geringsten Eindruck, dass es ihr schadet. Bei einer Kollegin dagegen ist der kleine Sohn seit er fünf Monate alt ist vier TAge die Woche in der Krippe, drei davon ganztags. Obwohl beide Elternteile sehr gut verdienen, und obwohl die Mutter als Beamte problemlos wenigstens ein Jahr daheimbleiben und in ihre alte Position zurückkehren hätte können. Das halte ich - gelinde gesagt - für seltsam.
Kommentar ansehen
09.02.2007 14:39 Uhr von Garviel
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
...vergessen: @eros: Welches "Ausbildungsniveau" meinst du denn bitte? Wenn du rein die Zahl der Abiturienten meinen solltest, das hat noch nix mit "Ausbildung" zu tun. Wenn du die reinen Akademikerzahlen meinst, das ist Augenwischerei angesichts der deutschen dualen Berufsausbildung...
Kommentar ansehen
09.02.2007 17:45 Uhr von vst
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
eros: >Wenn ein Elternteil zu Hause bleiben kann, weil es sich finanziell ausgeht, umso besser. Aber leider ist das oft nicht der Fall - man kann es sich eben nicht leisten.<
und darin sehe ich eine große gefahr.
vor einigen jahren war es möglich zwei bis drei kinder mit einem gehalt großzubekommen. das ist heute nicht mehr so, oftmals selbst wenn man studiert hat.
da heißt es wir bauen krippen und kindergärten, dass mami arbeiten gehen kann um was zu verdienen, und in ein paar weiteren jahren ist es "normal", dass papa und mama mit zwei 1-euro-jobs oder als fensterputzer in einer reinigungsfirma mit 2 euro 50 die stunde die familie über die runde bekommen.
da wird dann was zementiert und keiner fragt mehr nach mindestlöhnen, damit die leute leben können.
es verdienen ja zwei und die kinder sind aufgehoben.

>Die Entscheidung darüber, ob das Kind in eine Krippe kommt oder nicht, solltest Du dann den Eltern überlassen.<
da werde ich keinem drein reden :-)

>Übrigens würde ich mir wünschen, wenn es auch mehr betriebliche Kindertagesstätten und Kindergärten gäbe.<
da wäre ich auch sehr dafür.
da kann die mutter oder der vater das kind in der mittagspause mit in die kantine nehmen. man ist in der nähe und kann kommen wenn was ist.
ich habe mal in einem architekturbüro gearbeitet, da haben die alleinerziehenden mütter (3 an der zahl) ihre kinder mitgebracht und eben mit kind auf dem schoß gezeichnet.
es ging. war gar nicht schlecht und die arbeit kam auch voran.

>Übrigens zeigen wissenschaftliche Studien, dass es für jene Hälfte der Kinder, die in schlechteren Familienverhältnissen zur Welt kommen (ärmere Eltern usw.) besser ist, wenn sie in einer guten Kindertagesstätte sind als wenn sie bei ihrer Mutter zu Hause bleiben.<
so mütter kenne ich auch. da wäre es wirklich besser. aber die meinte ich nicht.

>Auch das gern genannte Argument, dass Kinder, die fremdbetreut werden, bleibende Schäden davontragen, lässt sich nicht belegen.<
sicher? eine studie scheint zu belegen, dass die ach so großartige kinderbetreuung in der ehemaligen ddr gar nicht so großartig war und die ideologie, die geistigen bevormundung etc. die heutige fremdenfeindlichkeit der bürger der neuen länder begründet.
ob es so ist weiß ich nicht, man soll nicht immer glauben, was wissenschaftler sagen und schreiben.

>Falls es so wäre, müssten uns doch schon Millionen von geistesgestörten Franzosen oder Skandinaviern über den Weg gelaufen sein. Das Ausbildungsniveau ist in diesen Ländern sogar durchwegs besser als bei uns. Zufall?<
naja, viel schlechter kann es auch gar nicht sein.
:-(
nur behaupte ich mal, dass pisaerfolg nicht daran liegt, dass kinder schon mit drei monaten fremdbetreut werden.
Kommentar ansehen
09.02.2007 17:46 Uhr von vst
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
vergessen: ich traue einfach uschi nicht über den weg und somit ist meine erste reaktion auf alles was uschi meint erstmal ablehnung :-))
Kommentar ansehen
10.02.2007 10:12 Uhr von vst
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
noch was: weil du so für die freiheitliche selbstbestimmung der frau bist und somit krippen gebaut werden sollen.

wie ist das mit der freiheitlichen selbstbestimmung des mannes?
warum wird er gezwungen daheim zu bleiben um zwei monate elterngeld zu erhalten?
kann man nicht sagen die eltern bekommen 14 monate, sollen sie selbst bestimmen wer daheim bleibt?

ich sehe wie gesagt in dem vorschlag mehr krippen zu bauen nicht die möglichkeit der frau sich selbst zu bestimmen, sondern ich sehe hierin nichts anderes als das was uschilein ständig macht.

die bürger auf ein bestimmtes system das ihnen nicht mal was bringt einzuschwören und dort festzuzementieren.

schöne welt.

Refresh |<-- <-   1-8/8   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Ursula von der Leyen sagt Talkshow wegen "heftigem Fieberschub" kurzfristig ab
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen von Bundeswehroffizier angezeigt
Ursula von der Leyen über Bundeswehr-Skandal: "Trage Verantwortung für alles"


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?