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Duisburg: ARGE-Geschäftsführer geht - Er war zu sparsam

Peter Scheffler, der Geschäftsführer der ARGE (Arbeitsgemeinschaft der Agentur für Arbeit und der Kommune) in Duisburg, hat sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Scheffler war zu sparsam.

Etwa 18 Millionen Euro hat der Chef der Duisburger ARGE ungenutzt auf dem Konto liegen lassen. Das Geld war u.a. für Beschäftigungsprogramme vorgesehen. Jetzt muss der Betrag an den Bund zurücküberwiesen werden.

Der ARGE-Geschäftsführer erklärte, dass das hohe Plus auf dem Konto der ARGE durch Schwierigkeiten "im System" verursacht worden ist. Insgesamt hat die ARGE ein Budget von 58 Millionen Euro. Der Posten soll umgehend neu besetzt werden.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Geschäft, Duisburg, sparen
Quelle: www.wdr.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.02.2007 20:34 Uhr von jsbach
 
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Da hat sich Herr Scheffler: wohl "zu Tode gespart".
Wiedermal bei diesem Behördenverein ein "Systemfehler" aber dafür 1/3 des Gesamtbudget schlafen lassen...
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08.02.2007 20:45 Uhr von Troll-Collect
 
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@jsbach: "Da hat sich Herr Scheffler
wohl "zu Tode gespart"."

Nein, nicht SICH zu Tode gespart, sondern die Arbeitslosen. Das betrifft aber nicht nur die Arge Duisburg, sondern Hatz4 allgemein - zuerst hat die Bundesregierung die Mittel zur Förderung halbiert, von der restlichen Hälfte wird wiederum nur die Hälfte abgerufen. Das alles auf Kosten der Arbeitslosen, für die so keine Fördermaßnahmen bewilligt werden.
(Wahrscheinlich damit die wenigen freien Arbeitsplätze für die durch die Bundesagentur direkt betreuten 1. Klasse Arbeitslosen zur Verfügung stehen).

So viel zum Thema Fördern und Fordern.
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08.02.2007 20:52 Uhr von jesse_james
 
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Der Haken an der Sache ist nur, dieser Scheffler: ist dadurch doch nie im Leben Arbeitslos geworden !
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09.02.2007 01:52 Uhr von Miem
 
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Fehler im System? Dann hätte er doch Leute einstellen können, die diese Fehler beheben und zwar rechtzeitig, damit dann auch die Fördermaßnahmen beginnen können. Geld, um die zusätzlichen Kräfte zu bezahlen, war ja offensichtlich da. Und arbeitslose Fachleute gibt´s auch zuhauf.

Da hat schlicht und einfach einer seinen Job nicht erledigt. Und ist leider erst gefeuert worden, nachdem schon sehr viel Schaden angerichtet worden ist.

Vermutlich gibt es auch irgendein "Gesetz", ds besagt, dass das Geld wieder in die Bundeskasse zurück muß und dort verschleudert wird. Oder es legt mal wieder einer falsch aus. Dass der Überschuß zurückgeht, ist normal. Aber hier handelt es sich eben nicht um Überschuß, sondern um bewußt nicht verwendete Gelder.
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09.02.2007 06:14 Uhr von Skalli
 
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Besser Geld zurück: als sinnlos auszugeben, nur weil das Jahr zu Ende geht.
Statt auf den Mann einzudreschen, sollte erstmal geschaut werden was die Filiale dort leistet. Möglicherweise arbeitet sie ja besser als andere. Dann sehe ich keinen Grund für pers. Konsequenzen.

Die Problematik liegt wahrscheinlich daran das Mittel der Argen aus den unterschiedlichsten Töpfen kommen (Bund, Land und Komune). Und die Idee mit den Leute einstellen für das Geld ist nett, aber Haushaltsrechtlich sicher nicht machbar.
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09.02.2007 06:14 Uhr von Telemaster
 
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....ein Freund* aus Duisburg erzählte mir, dass das Amt ihm keinen 1-Euro-Job und auch keine Umschulung anbieten konnte, weil - laut Sachbearbeiter - in Duisburg zur Zeit gar keine Umschulung mehr seitens des Amts unterstützt wird. Er vermutet, dass die kein Geld hatten...

...nun kann ich ihm sagen, wo der wahre Grund begraben liegt. Die Umschulung hätte ihm viel gebracht und wäre eine Chance gewesen.

Schrecklich, so etwas zu lesen...


* Jajaja, ich weiß; es ist immer irgendein Freund oder Bekannter... Manchmal (wie in diesem Fall) stimmt das aber wirklich :)
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09.02.2007 07:20 Uhr von mort76
 
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Quatsch! Klar daß die das Geld zurückhalten müssen- womit wollen die denn sonst -wie geplant- an der Börse spekulieren?
Naja, keine Sorge, an den daraus entstehenden Verlusten werden die Arbeitslosen dann voll beteiligt...

Wieviele Millionen, die angeblich an die Arbeitslosen gehen, werden wohl noch illegal irgendwo geparkt?
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09.02.2007 07:58 Uhr von letizia
 
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Traurig: Find es sehr traurig das sowas passiert. Wenn die Mittel schon da sind dann sollten sie auch sinnvoll genutzt werden und nich auf irgend nem Konto vor sich hin gammeln.

Wenn das jede Filiale so machen würde dann braucht man sich echt nich wundern warum es so viele Arbeitslose gibt.

Aber was mich irgendwie stört ist, das solche Leute immer gleich zurücktreten wenn sie mal Mist gebaut haben. Sollen sie doch zu ihren Fehlern stehen und es verbessern. Find den Rücktritt einfach nur feige. Wahrscheinlich will man sich dem Problem nich stellen.

Armes Deutschland

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