08.02.07 14:12 Uhr
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Atomwirtschaft: Wegen Klimaschutz ist nicht am Atom-Ausstieg festzuhalten

Wie der Präsident des Deutschen Atomforums, Walter Hohlefelder, mitteilte, kann Deutschland nicht am Atomausstieg, der im Jahr 2001 beschlossen wurde, festhalten.

Weiter sagte er, dass man ohne die Atomkraft die Energieversorgung nicht sicherstellen könnte. Des Weiteren wären auch die Ziele des Klimaschutzes nicht erreichbar.

Im Vergleich zum Jahr 1990 soll bis zum Jahr 2020 der CO2-Ausstoß um 40 Prozent gesenkt werden.


WebReporter: hans_peter002
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Klima, Atom, Ausstieg, Klimaschutz
Quelle: de.news.yahoo.com

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.02.2007 14:40 Uhr von Bundespropagandamin.
 
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Gut: Ich kann dem Herrn was die Atomkraft angeht nur zustimmen. Wir sollten weiter Atomkraftwerke betreiben um die Energiepreise zu verringern. Erst wenn wir eine realistische Alternative haben, können wir uns von Atomkraftwerken verabschieden. Informiert euch mal darüber, wieviel Strom alle Windkrafträder in Deutschland produzieren und vergleicht dies mal mit der Leistung eines Atomkraftwerkes in Deutschland. Ihr werdet sehen, wir haben noch keine Alternative gefunden.

Ich fange mit den Contra Argumenten an, welche gegen Atomkraft sprechen

Contra Argumente:
- Auch Uran und andere radioaktive Materialien sind endliche Ressourcen, welche irgendwann aufgebreucht sind.

- Was ist mit der Endlagerung der Radioaktiven Brennstäbe, diese strahlen tausende Jahre weiter.

- Was ist mit dem Risiko eines größten anzunehmenden Unfalls (GAU oder auch SuperGAU)?

- Was ist mit den Leuten die in der Umgebung eines Atomkraftwerkes leben, diese werden doch auch belastet.

- Was ist mit Terroristen, die radioaktives Material entwenden könnten oder ein Flugzeug ins Kraftwerk fliegen könnten?

- Und am wichtigsten: Atomkraft ist doof.

Mehr ContraArgumente fallen mir leider nicht ein. Kann man ja ergänzen.

ProArgumente:

- Das Risiko eines GAUs ist sehr gering. Tschernobyl ist ein Beispiel dafür, was man nicht machen darf. In Tschernobyl haben die russischen Wissenschaftler alle Sicherheitsprotokolle abgestellt, um Experimente im Reaktor durchführen zu können. Dadurch kam es zum GAU.

- Atomkraftwerke produzieren keinerlei Abgase, höchstens Wasserdampf. Denn Turbinen werden vom erwärmten Wasser betrieben. Damit ist es viel sauberer als ein Kohlekraftwerk.

- Die Atomkraftwerke bieten günstigen Strom, welcher von Verbrauchern und unserer Wirtschaft dringend benötigt wird.

- Die Endlagerung ist nur eine erste Lösung, denn in Zukunft wird es andere Mittel geben das verbrauchte Material loszuwerden. Man könnte es in Zukunft z.B. kostengünstig in Richtung Sonne schicken.

- Die Gefahr von Terroristen besteht immer. Wenn wir unser Leben und alles darauf ausrichten, dann darf es auch kein Fußball mehr in Stadien geben, da man sonst davon ausgehen müsste, dass Terroristen dort ein Flugzeug reinfliegen.

- Solar- und Wndenergie sind viel zu teuer. Wenn man den Preis für den Bau eines Windkraftrades berechnet und von der vom hersteller angegebenen Lebenserwartung ausgeht und den Strom welcher dadurch in der Zeit erzeugt werden konnte, dann kann man errechnen, dass die selbe Menge Strom aus einem Atomkraftwerk den Preis für den Bau eines Windrades unterbietet. Solaranlagen werden nicht gerade umweltfreundlich produziert. Unsere Wirtschaft kann sich so teuren Strom nicht leisten.

- Windkrafträder verschandeln unsere Umgebung und töten Vögel.

Mehr fällt mir hier auch gerade nicht ein, aber habe auch erstmal keine Lust mehr zu schreiben.

Bis dann
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08.02.2007 15:28 Uhr von e-woman
 
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Bundespropagandamin.: den Atommüll keinesfalls in Richtung MARS schicken, der bringt ja bekanntlich verbrauchte Energie sofort zurück ;-)

Deinen ProArgumenten kann ich mich nur anschließen - die AKWs wreden nicht für alle Zeiten die Lösung sein, nur brauchts halt noch etwas bis was besseres da ist.
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08.02.2007 16:29 Uhr von studiumfreak
 
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@ Bundespropagandamin: Naja. Deine Argumente sind natürlich alles Sinnvoll. Aber du musst ja auch Perioritäten setzten.
Wenn es NUR einmal zu einem Unfall, Angriff o.ä. kommt, ist es doch aus für Deutschland. Ukraine ist um vielfaches Größer als Deutschland und konnte es kompensieren. Aber der Ausmaß der Schäden in Deutschland wären gigantisch.
Nur weil es billiger ist, möchte ich doch so ein Risiko nicht eingehen.

Ich bin 100% für ein Ausstieg.

Der Ausstieg ist ZUR ZEIT leider nicht sinnvoll, weil...
- Die anderen europäischen Länder bauen fleißig neue und die Franzosen haben alle ire AKWs an der Grenze von Deutschland. Es könnte genauso dort ein Unfall o.ä. Passieren. Die Wahrscheinlichkeit ist sogar größer. Daher bringt es nichts, wenn Deutschland damit aufhört. Wenn, dann müssen es alle tun.

Und noch was: Wenn die AKWs jetzt länger laufen, wird alles an Gewinn 100% an den Betreibern fließen. Wer glaubt, dass wir als Kunde was davon abkriegen, hat das System hier nicht verstanden.

Das wichtigste ist nur, dass wir fleißig nach alternativen suchen und die jetztigen Alternativen verbessern.
Langfristig müssen wir davon wegkommen.


mfg
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08.02.2007 19:26 Uhr von borgir
 
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stimmt: nur sollte man zusehen, dass die kraftwerke sicher sind...siehe schweden...hätte man auch nicht gedacht, dass dort so ein pfusch läuft....
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09.02.2007 07:18 Uhr von Stampede
 
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Sicherheit von KKWs: "Wenn es NUR einmal zu einem Unfall, Angriff o.ä. kommt, ist es doch aus für Deutschland"

Das ist wohl wahr, aber wenn es z.B. in Frankreich dazu kommt hat Deutschland auch die Brille auf. Strahlung macht bekanntlich vor Grenzen nicht halt.

Was sind noch so die Argumente die mir dazu einfallen?
Zum Beispiel das Deutschland die höchsten Sicherheitsstandards und nachgewiesenermaßen die sichersten KKWs hat.
Zum Beispiel das Deutschland anfängt aus Frankreich strom zu kaufen um den Mangel zu kompensieren. Von Frankreich, die ich glaube 98% Kernkraft einsetzen.

Intelligentes Verhalten ist etwas anderes, aber das hat unsere Regierung bereits zur Entscheidung damals nicht begriffen :(
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09.02.2007 08:22 Uhr von rh1974
 
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eine schöne alternative ist ein Thermikkraftwerk oder auch aufwindkraftwerk

http://de.wikipedia.org/...


schlussendlich ist im augenblick ein akw/kkw eine umweltfreundliche sache. abfaelle und sicherheit SIND haendelbar, zumindest besser als millionen tonnen co² eines kohlekraftwerks
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12.02.2007 11:55 Uhr von eros007
 
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Stampede: "Zum Beispiel das Deutschland die höchsten Sicherheitsstandards und nachgewiesenermaßen die sichersten KKWs hat."

Das glaube ich nicht. Vielleicht hatten wir vor 10 Jahren die "sichersten" Kernkraftwerke auf der Welt. Heute sicher nicht mehr. Mit dem Beschluss des Atomausstiegs wurde natürlich auch die Forschung in dem Bereich zurückgefahren. Bessere Sicherungssysteme wurden erst gar nicht entwickelt. Ich glaube nicht, dass die Länder, die weiterhin auf Atomkraft setzen, die Technik (u.a. Sicherheitsaspekte) nicht weiterentwickelt haben. Frankreich wird es wohl gemacht haben, Finnland wohl auch usw. Ist es Zufall, dass gerade Störungen aus Schweden bekannt werden, einem Land, das vor einigen Jahrzehnten auch mal weg von "Atom" wollte und dementsprechend die Forschung zurückgefahren hat? Dort, wo man mit der Parole "jetzt noch die Jahre bis zum Ausstieg abwickeln, möglichst wenig investieren" rangeht, steigt das Sicherheitsrisiko definitiv an.

Ich persönlich traue französischen Atomkraftwerken derzeit eben mehr als deutschen. Dass wir uns die Kosten um die KKW herum vom französischen Steuerzahler bezuschussen lassen, macht das Ganze natürlich auch noch schmackhafter. Denn wenn man ehrlich ist und _alle_ Kosten von Atomstrom einrechnet (u.a. die Polizeikosten bei Atommüll-Transporten), ist Atomstrom teurer als anderer Strom. Das errechnete jedenfalls das italienische Energieministerium, als man kürzlich abwog, einen Meiler aufzustellen.

Das heißt jetzt nicht, dass ich gegen Atomstrom bin. Ich bin eher ein "Realist", sprich man muss versuchen, die Risiken und Kosten bestmöglich gegeneinander abzuwägen, und sich dann entscheiden. Diese ideologischen Beschränkungen, wie sie manche Atomkraftgegner zeigen, sind ziemlich naiv.

Nicht zuletzt bedauere ich, dass der Umweltschutz in Deutschland leider bei der Forderung nach Atomausstieg (die vor 25 Jahren gestellt wurde) stehen geblieben ist. Auch wegen der verbohrten Grünen. Dabei sind Atomkraftwerke nur eine "Bedrohung". Wir haben die anderen leider verschlafen. Insbesondere jene, die die Einstellung des Endverbrauchers angehen. Siehe CO2-Debatte bei Autos, siehe nicht vorhandene Energieeffizienz beim Heizen...

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